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  1. Registriert seit
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ist eine Frauenquote nicht auch eine Beleidigung für Frauen? Schmälert es nicht den Blick auf die Leistungen, die diese Frauen erbringen können?
    Meine Befürchtung ist ganz ähnlich. Eine Frau in Führungsposition könnte durch eine Frauenquote eher weniger ernst genommen werden da ihr die Quote wie ein Preisschild anhaftet.

    Mehr Männer in Elternzeit würde den Frauen in jeder Hinsicht mehr helfen als eine Quote.

  2. Avatar von Historia02
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von jolanda50 Beitrag anzeigen
    Mehr Männer in Elternzeit würde den Frauen in jeder Hinsicht mehr helfen als eine Quote.
    Ich habe auch schon öfter überlegt, ob nicht so eine 50:50-Regelung (jeder der Eltern nimmt 6 Monate) sinnvoll wäre. Allerdings befürchte ich, dass Männer dann mitnichten 6 Monate zuhause bleiben würden, sondern dass Frauen dann eben schon nach 6 Monaten wieder arbeiten gehen würden.

  3. Avatar von elli07
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von jolanda50 Beitrag anzeigen
    ....
    Mehr Männer in Elternzeit würde den Frauen in jeder Hinsicht mehr helfen als eine Quote.
    Sehe ich auch so. Allerdings müsste das eine Elternzeit sein, die den Namen verdient und nicht nur die zwei Alibimonate, wo dann beide Elternteile um das Baby rumgackern und es der Frau für die eigene Berufstätigkeit garnichts bringt.

    Man müssste die Männer dann aber dazu zwingen, was illusorisch ist. Viele von ihnen haben nämlich Frauen in schlecht bezahlten Berufen, wo es daher klar ist, wer die Kinder betreut und sich die Frage nach einer Führungsposition der Frau garnicht stellt.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  4. Avatar von elli07
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von jolanda50 Beitrag anzeigen
    Meine Befürchtung ist ganz ähnlich. Eine Frau in Führungsposition könnte durch eine Frauenquote eher weniger ernst genommen werden da ihr die Quote wie ein Preisschild anhaftet. ....
    Na und ? Da ist Selbstbewusstsein gefragt !

    Entscheidend ist, was am Ende rauskommt, also wie die Frau arbeitet.

    Bei wie vielen Männer heisst es "der hat den Posten wegen seiner Zugehörigkeit zu Partei XY bekommen" oder "weil er der Schwiegersohn von AB ist". Stört das irgendwen? Wenn die Person gut arbeitet, ist das schnell vergessen.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

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  5. Registriert seit
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Bei wie vielen Männer heisst es "der hat den Posten wegen seiner Zugehörigkeit zu Partei XY bekommen" oder "weil er der Schwiegersohn von AB ist". Stört das irgendwen? Wenn die Person gut arbeitet, ist das schnell vergessen.

    Gruß, Elli
    Stimmt. Das ist so verbreitet dass ich daran nicht mehr gedacht habe.

  6. Inaktiver User

    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Na und ? Da ist Selbstbewusstsein gefragt !

    Entscheidend ist, was am Ende rauskommt, also wie die Frau arbeitet.

    Bei wie vielen Männer heisst es "der hat den Posten wegen seiner Zugehörigkeit zu Partei XY bekommen" oder "weil er der Schwiegersohn von AB ist". Stört das irgendwen? Wenn die Person gut arbeitet, ist das schnell vergessen.

    Gruß, Elli
    Ämterpatronage oder Günstlingswirtschaft, Parteibuch und Familie, sind kein Problem der Diskriminierung nach dem Geschlecht!

  7. Avatar von elli07
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ämterpatronage oder Günstlingswirtschaft, Parteibuch und Familie, sind kein Problem der Diskriminierung nach dem Geschlecht!
    Und ? Macht es für mich nicht besser. Das Prinzip ist für mich dasselbe: jemand wird nicht in erster Linie aufgrund der Leistung befördert, sondern aus anderen Erwägungen.

    Der/diejenige, der/die davon profitiert, muss sich allerdings letztendlich bewähren. Egal, ob der Posten nun aufgrund von Parteienproporz, Günstlingswirtschaft oder eben durch die Frauenquote übertragen wurde.

    Wenn miese Arbeit geleistet wird, wird ewig thematisiert, wie die Person zu ihrem Posten gekommen ist. Wobei bei Frauen meiner Meinung nach besonders genau geschaut wird, ob sie gut arbeiten. Und umgekehrt kein so großer Bohei gemacht wird, wenn die Leistung bei einem Mann nicht stimmt.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (22.10.2011 um 20:13 Uhr)

  8. Avatar von Satyr
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Das Problem ist doch, dass Frauen oft gar nicht erst in die Lage kommen, zu zeigen, was sie leisten können.
    Wenn vor allem Männer "oben" sind, dann suchen sie sich meistens auch Männer aus, die ihnen nachfolgen.
    Was ich nicht verstehe ist (ernsthaft), warum Frauen dann nicht das "Oben" selbst erschaffen. Laut Statistiken gründen wesentlich mehr Männer Firmen als Frauen. Was hindert die Frauen am gründen? Dann wären sie in der Führungsetage, könnten bestimmen, gestalten und niemand könnte sie dran hindern. Das mehr Männer gründen, ist ja einer der Gründe für mehr Männer in Führungspositionen. Und das daraus dann Seilschaften entstehen auch. Man hat ja seine Freunde gern um sich. Das sind bei Männern halt oft männliche Freunde.
    Ich sehe ein Problem in diesen Strukturen, die durch Geschlechterquoten nicht aufgebrochen werden. Diese Strukturen "diskriminieren" jeden, der nicht die nötigen Kontakte hat. Männer wie Frauen.
    Frauen hier beschweren sich oft über die männlichen Seilschaften. Wobei das im Grunde nur ein anderes Wort für Connections ist. Was aber hindert Frauen daran selbst gute, hilfreiche Connections aufzubauen? Merkel hat es sogar sehr plakativ vorgemacht. Sie hatte tolle Connections zu Kohl. Das verhalf ihr wesentlich zum Amt als Kanzlerin. Leistung war es wohl eher nicht. Zumindest fällt mir keine Leistung ein.
    Nun ist das der Bereich der Politik. Keine Ahnung ob man das so vergleichen kann. Aber warum bauen Frauen sich nicht ach Seilschaften auf, statt darüber zu meckern?
    Ich sehe die Frauenquote eher als Seilschaft auf gesetzlichem Zwang, quasi. Und ich bekomme noch immer ein ungutes Gefühl, wenn die Politik sich derart in die freie Wirtschaft einmischt.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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    Schau auf deine Haut und lies
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    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
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  9. Avatar von Satyr
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Und ? Macht es für mich nicht besser. Das Prinzip ist für mich dasselbe: jemand wird nicht in erster Linie aufgrund der Leistung befördert, sondern aus anderen Erwägungen.
    Besser wird es dadurch nicht. Es wirft aber die Frage auf, ob eine Geschlechterquote die negativen Strukturen für alle Betroffenen damit wegfallen können. Denn es betrifft ja beide Geschlechter.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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  10. Avatar von DerJunge82
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Ich habe auch schon öfter überlegt, ob nicht so eine 50:50-Regelung (jeder der Eltern nimmt 6 Monate) sinnvoll wäre. Allerdings befürchte ich, dass Männer dann mitnichten 6 Monate zuhause bleiben würden, sondern dass Frauen dann eben schon nach 6 Monaten wieder arbeiten gehen würden.
    Ich halte davon gar nichts. Vor allem dürfte das für mehr Frauen in Dax-Vorstände nichts bringen. Und darum geht es ja bei der Quote.
    Vor allem glaube ich kaum, dass solche Zwangsmaßnahmen irgendwelche anderen positiven Folgen hätte. Es steht ja jeder Familie auch heute schon frei, die Elternzeit so zu regeln wie es gewünscht wird.

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