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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Sollte es sich nicht eher nach dem prozentualem Frauenanteil im jeweiligen Unternehmen ausrichten? Auch praktikabel gesehen? Was wenn das Unternehmen nur - warum auch immer - zu 30% aus Frauen besteht? Was wenn von dieses 30% nicht alle als Führungskraft geeignet sind?

    Ist bei Männern doch auch so. Da kann es 100% Männer in einem Unternehmen geben... ganz nach oben kommen eh nur 0,5%, quasi.
    Du...

    ...am liebsten sollen einfach nicht die Frauen von den Bewerbungen aussortiert werden die kurz vor 30 sind und/oder in Gefahr sind ein Kind zu bekommen. Sobald Kind und Arbeitsplatz vereinbar wären...und dieser (natürlich nie angesprochene) Passus einfach nicht mehr angewendet würde, dann bräuchte man die ganze Quote nicht.

    ..generell halte ich nichts davon, sich dem derzeitigen System anpassen zu wollen. Da ich dem Arbeitssystem kritisch gegenüber stehe. Der Anspruch 60-80 Std. jobs anzubieten weil sie "sooooo toll und lukrativ" sind und zu einer Menge Status führen...finde ich einfach falsch. Meiner Meinung nach sollte sich dafür niemand prostituieren...egal ob männlein oder weiblein egal ob mit oder ohne Quote.


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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Spanien hat beispielsweise seit 2007 eine gesetzliche Frauenquote, Italien seit 2012 und was ist da los? Andauernd brauchen die da jetzt Euro-Rettungsschirme ja, aber Reformen nein bloss nicht, zahlen sollen aber alle anderen bitteschön, der Staat hat schliesslich viel Geld auszugeben ... schon klar.

    Die Frauenquote ist an der Wirtschaftsmisere dran schuld...

    Wie wäre es wenn du dich vertrauensvoll an die Börsen und Banker der Welt wendest und am besten bei den Lehmann Brothers anfängst dich zu beschweren. Ich wette die haben so einiges an staatlichen Geldern übrig, obwohl sie eine Kaskadenreaktion in Gang gesetzt haben und eigentlich bankrott sein müssten.

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    oder wir nehmen uns diesen Trend zum Vorbild:

    Karriereverweigerer: Wer will noch Chef werden? - SPIEGEL ONLINE

    weil

    Beförderungen im Beruf machen nicht glücklicher - SPIEGEL ONLINE

    Wie weiland in der DDR: keiner will Chef werden, weil Stress und Ärger und keine Zeit für TV und Datsche. Dann werden die unfähigen Chef (Peter-Prinzip) und alles geht den Bach runter. Wie jetzt auch.

    Vielleicht sollte es uns eine Warnung sein, wenn der Job Spaß macht. Unser Streben nach MEHR ruiniert ja nicht nur uns.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Die Frauenquote ist an der Wirtschaftsmisere dran schuld...
    Meinst Du nicht?
    Sowohl die EU als auch die EZB haben Berlusconi klargemacht, dass eine grundlegende Rentenreform eine notwendige Voraussetzung für weitere Stabilisierungspläne Italiens ist. Mit der Reform soll das Renteneintrittsalter an europäische Standards angepasst werden. Das heißt, Italiener werden erst mit 67 Jahren, und nicht wie heute mit 60, in Rente gehen können.
    Die wollen da also partout nur bis sechzig arbeiten. Es sei denn, sie haben einen lukrativen Führungsjob, dann machen sie vielleicht auch bis 67. Haben sie aber nicht, wegen Frauenquote. In Spanien ist das nicht anders:
    Die spanische Regierung drückt bei der Rentenreform aufs Tempo: Nach Auskunft mehrerer mit der Angelegenheit vertrauter Personen soll das Renteneintrittsalter schneller angehoben werden als geplant und der Inflationsausgleich für Senioren wahrscheinlich wieder abgeschafft werden. Es sei bereits eine ausgemachte Sache, dass die Anhebung auf 67 von derzeit 65 Jahren nicht mehr über 15 Jahre, sondern einen kürzeren Zeitraum erfolgen solle, sagten die Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Wie weiland in der DDR: keiner will Chef werden, weil Stress und Ärger und keine Zeit für TV und Datsche. Dann werden die unfähigen Chef (Peter-Prinzip) und alles geht den Bach runter. Wie jetzt auch.
    Und als letzte sollen jetzt die armen Frauen den Karren aus dem Dreck ziehen? Na toll. Ich weiss ja nicht, wie das in der DDR war, aber 50/50-Quoten gab's da bestimmt auch, oder? Hat ja auch bald 50 Jahre lang funktioniert, bis Flasche leer war.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Meinst Du nicht?

    hehe...tut mir leid Alaska: nein, der Meinung bin ich nicht. Mich amüsiert es eher, wie man darauf auch nur ansatzweise kommen kann.

    Die Börse geht den Bach runter, sämtliche Banken haben sich verspekuliert und weil man nichts zu tun hat soll jetzt die Frauenquote dran schuld sein. Spanien hat ganz andere Probleme, die da namentlich heißen 24% Jugendarbeitslosigkeit mit einer kompletten Generation die Zukunftslos ist. Ich wette die Politiker tun einiges um das angestaute Aggressionspotential auf irgendein Feindbild zu lenken. Die Frauenquote eignet sich dafür allerdings nur geringfügig.


    ...sie eignet sich höchstens als lustiger kleiner Schwank beim Biertrinken.

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Und als letzte sollen jetzt die armen Frauen den Karren aus dem Dreck ziehen? Na toll. Ich weiss ja nicht, wie das in der DDR war, aber 50/50-Quoten gab's da bestimmt auch, oder? Hat ja auch bald 50 Jahre lang funktioniert, bis Flasche leer war.
    Im Vergleich zur DDR ist die heutige Bundesrepublik ein wahres Emanzipationseldorado. Der Frauenanteil an Führungspositionen in Wirtschaft, Öffentlichem Dienst (Universitäten) und Politik lag in der DDR im Bereich homöophatischer Dosen. Oder kann sich irgend jemand an eine DDR Politikerin außer Margot Honecker erinnern?

    Es gab übrigens in der DDR keine Quoten. Außer bei der manuellen Feldarbeit. Da war 100% Frauenarbeit Pflicht.

    Hans
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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Du...

    ...am liebsten sollen einfach nicht die Frauen von den Bewerbungen aussortiert werden die kurz vor 30 sind und/oder in Gefahr sind ein Kind zu bekommen. Sobald Kind und Arbeitsplatz vereinbar wären...und dieser (natürlich nie angesprochene) Passus einfach nicht mehr angewendet würde, dann bräuchte man die ganze Quote nicht.
    Das ist genau der Punkt, wo mit Hilfe der Frauenquote die Politik immer Sand in die Augen streut. Ich bin selbstständig. Ich gehöre zu denen, die solche Bewerbungen tatsächlich manchmal aussortieren. Nicht weil ich etwas gegen Frauen oder Kinder habe, im Gegenteil. Es ist ein finanzieller Risikofaktor, der nicht zu übersehen ist. Es ist unfair, keine Frage. Aber der Staat hat massig Subventionsprogramme gestartet... die der Frau helfen (sollen), nicht aber dem Betrieb. Der hat durch den Ausfall Kosten. Und das nicht wenige. Das hab ich einmal recht empfindlich gemerkt. Seitdem nehme ich das Risiko war. Das wird auch keine Frauenquote lösen können.
    Ein gutes Beispiel ist die Versicherung einer Berufsunfähigkeit. Bevor man die abschließen kann, muss man medizinische Tests machen, Krankheitsgeschichte angeben und - die parallele schlechthin - das Alter muss passen. Sonst bekommt man die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit nicht, weil es für die Versicherung ein Risiko wäre.
    Nichts anderes passiert bei Bewerbungen. Einen Mann wo ich aus dem Lebenslauf sehe, das er alle 2 Monate den Arbeitgeber wechselt, nehme ich auch nicht. Zu viel Risiko, das ich da Geld zum anlernen zum Fenster rausschmeisse.

    Würde der Staat also auch diese Risiken mal einbeziehen, bräuchte es keine Quote. Im Ansatz wird das bei Schwerbehinderten getan. Da zahlt der Staat, nach gewissen Voraussetzungen, die ersten 3 Jahre das Gehalt + Arbeitsplatzeinrichtung und anderer Extras.
    Womit ich nicht Frauen mit Schwerbehinderten vergleichen will, bitte nicht falsch verstehen. Aber aus sicht eines Arbeitgebers... ist es nicht irgendwie verständlich, wenn auch nicht fair?
    Wobei das natürlich nur für Kleinbetriebe und dem Mittelstand gibt. Die Quote soll ja nur bei großen Betrieben kommen. Wieviele wären das? 20-30? Wievielen Frauen würde das dann helfen? Und löst das die Risiken im Mittelstand auf? Nicht wirklich. Aber grade hier arbeiten nicht wenige Frauen. Die rein garnix davon hätten.
    DAS ist unfair.

    ..generell halte ich nichts davon, sich dem derzeitigen System anpassen zu wollen. Da ich dem Arbeitssystem kritisch gegenüber stehe. Der Anspruch 60-80 Std. jobs anzubieten weil sie "sooooo toll und lukrativ" sind und zu einer Menge Status führen...finde ich einfach falsch. Meiner Meinung nach sollte sich dafür niemand prostituieren...egal ob männlein oder weiblein egal ob mit oder ohne Quote.
    Geb ich Dir im Grunde recht. Aber was wäre die Alternative? Die Arbeit ist da, muss gemacht werden, Geld wird immer knapper, Rohstoffe auch... also wie anders machen? Das ist ja längst ein globales (Konkurrenz-)System. Da sehe ich nur die Alternative sich abhängen zu lassen. Dafür ist D aber zu sehr auf Importe angewiesen... schwierig...
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

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    AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Die Börse geht den Bach runter, sämtliche Banken haben sich verspekuliert und weil man nichts zu tun hat soll jetzt die Frauenquote dran schuld sein. Spanien hat ganz andere Probleme, die da namentlich heißen 24% Jugendarbeitslosigkeit mit einer kompletten Generation die Zukunftslos ist
    Ich meine, Du wirfst da zwei Dinge zusammen: Einmal die Probleme der Banken und zum anderen die Probleme der Staatsfinanzen:
    Wie weit gehen Spaniens Reformen? Das ist derzeit die zentrale Frage im Kampf des Landes gegen die Schuldenkrise. Die spanische Regierung hat zwar bereits Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor beantragt. Bislang sträubt sie sich aber gegen ein umfangreiches Rettungsprogramm aus den Euro-Rettungsschirmen - weil sich Spanien dafür den Bedingungen der sogenannten Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterwerfen müsste.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Im Vergleich zur DDR ist die heutige Bundesrepublik ein wahres Emanzipationseldorado. Der Frauenanteil an Führungspositionen in Wirtschaft, Öffentlichem Dienst (Universitäten) und Politik lag in der DDR im Bereich homöophatischer Dosen.
    Tatsächlich, das hätte ich jetzt nicht gedacht.
    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Oder kann sich irgend jemand an eine DDR Politikerin außer Margot Honecker erinnern?
    Die habe ich immer so als "First Lady" wahrgenommen, gar nicht als Politikerin im Berufssinn.
    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Es gab übrigens in der DDR keine Quoten. Außer bei der manuellen Feldarbeit. Da war 100% Frauenarbeit Pflicht.
    Wieder was gelernt.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
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