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    Lebenslang Chemo?

    Liebes Forum,

    bei meinem Mann wurde vor 2,5 Jahren Krebs festgestellt. Was genau, ist etwas unklar. Ein CUP-Syndrom, eventuell Appendix. Mit Metastasen.

    Meine Frage richtet sich an diejenigen, die auch Metastasen haben bzw. alle, die sich damit auskennen.

    Wie sieht es bei euch mit der Chemo aus. Macht ihr die lebenslang? Alle 2 Wochen, bis ein Progress einritt und dann wieder die stärkere Chemo? Habt ihr die Erhaltungschemo auch mal etwas verschoben bzw. ausgesetzt?

    Mein Mann hatte von Sommer 2019 bis März 2020 pausiert. Die Pause war sehr wichtig für ihn, da er mE sonst schon gestorben wäre. Dann war ein Progress und er hatte wieder eine platinhaltige Chemo und Bestrahlung. Seit Oktober 2020 hat er die Erhaltungschemo und die Erkrankung ist bislang stabil. Aber alle 2 Wochen Chemo stresst ihn sehr, vor allem habe ich irgendwo gelesen, dass die Erhaltungschemo den Zeitraum bis der Progress auftritt nicht unbedingt verlängert.

    Es wäre schön, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichten würdet.

    Liebe Grüße
    Schussel
    Geändert von Schussel (11.04.2021 um 19:40 Uhr)

  2. VIP

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    AW: Lebenslang Chemo?

    Nachdem bisher niemand mit Erfahrungen antwortet ...
    Ich selbst bin nicht betroffen, kenne aber die Erhaltungs-Regime von Freunden und von der Arbeit.

    Im engen Freundeskreis haben Unterbrechungen (aufgrund von Unverträglichkeiten) von Erhaltungs-Regimen leider zum schnellen Wachstum der Metastasen geführt. Es handelte sich ebenfalls um platinbasierte Schemata (FOLFOX, FOLFIRI mit und ohne Antikörper; kolorektale Karzinome).

    Auf der anderen Seite kenne ich Berichte (von Onkologen) über manche ihrer Patient:innen, die jahrelang unter Radio-Chemo in einem stabilen Krankheitsstadium bleiben. Wirklich jahrelang war das.

    Was sagen die behandelnden Onkolog:innen? Gibt es Möglichkeiten, die Chemorunden mit supportiven Theapien erträglicher zu machen? Oder neue Optionen hinzunehmen, vielleicht innerhalb von Studien?

    Alles Gute!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Lebenslang Chemo?

    Danke für deine Antwort.

    Die Erhaltungschemo ist ja ohne Platin. Ich habe irgendwo gelesen, dass in einer Studie festgestellt wurde, dass diese "leichten" Chemos die progressfreie Zeit nicht verlängern und auch das Gesamtüberleben nicht verlängern. Mir fällt der Studienname leider nicht ein.
    Die Pause bei meinem Mann hat auch nur zu einem minimalen Progress geführt, der im CT erst einmal nicht sichtbar war, sondern anhand der gestiegenen Tumormarker diagnostiziert wurde und daraufhin die Bilder nochmals genauer angeschaut wurden.
    Eine Studie kommt bei meinem Mann aufgrund der Seltenheit des Tumors nicht in Betracht.
    Der Onkologe beruft sich auf die Seltenheit des Tumors.

    Es scheint leider keiner zu antworten, der in Dauerchemo ist. Mir ging es darum, ob dieser 14-Tage-Rythmus immer eingehalten wurde, oder eben die Pausen auch mal verlängert wurden. Gerade wenn man weiß, dass man die Chemo bis zum Lebensende bekommt.

  4. VIP

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    AW: Lebenslang Chemo?

    Das Uniklinikum Heidelberg hat "relatv viel" Erfahrung und seit 15 Jahren eine eigene CUP-Sprechstunde. Kennt ihr wahrscheinlich schon. Die müssten am ehesten etwas zur Therapie und zur Chemo-Unterbrechung sagen können. Erfahrungsgemäß bekommt man bei diesen Abteilungen eine Antwort, wenn man eine Mail hinschickt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

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    AW: Lebenslang Chemo?

    Letztendlich kann das nur Dein Mann entscheiden- gerade bei einer "Dauer-Chemo" geht es weniger um Heilung, aber um maximalen Erhalt der Lebensqualität.

    Chemo ist ja mittlerweile ein weiter Begriff, es gibt gut verträgliche Tabletten, Antikörper- alles mögliche. Was davon für Deinen Mann in
    Frage kommt- kann ich nicht sagen.

    Lass Dich nicht verwirren durch die Zahlen der Gesamtüberlebenszeit.

    Zum einen sind es kleine Patientenzahlen an denen getestet wird, zum anderen startet die Zeit neu- bei neuem Medikament.
    Meine Onko meinte kürzlich sie hat Patienten in der 19.line
    Ich bin jetzt in 4.line (glaub ich) und bin auch Dauer-Chemo-Patient.
    Aber solange ich immer wieder auf die Füße komme, werde ich weiter machen. Und es sah schon oft mies aus.
    Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.

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