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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Hey Yumi,
    Schön von dir zu hören,
    natürlich erinnere ich mich an dich, und ich weiss auch in welchem Land du wohnst (wobei ich irgendeine vage Erinnerung habe, dass ihr umziehen wolltet). Freut mich zu hören, dass bei euch die Impfung auch empfohlen wird, ich suche noch ein Urlaubsland

    Heute habe ich gelesen dass in Deutschland die Bundesschülerschaft (oder wie auch immer das hiess) fordert, dass alle Schüler ab 12 ein Impfangebot in den Ferien bekommen und bis Schulanfang die Möglichkeit haben durchgeimpft zu sein. Es scheinen trotz gegenteiliger Empfehlung der Stiko doch einige sich impfen lassen zu wollen.

    Bei uns ist heute die Inzidenz auf 140 gestiegen, vor 2 Wochen war sie bei 11 .

    Meine persönliche Schmerzgrenze für mehr innerfamiliäre Lockerungen war 100. Hm ….

    80% der Infizierten sind junge Leute. Ich denke auch, dass ohne Durchimpfung der Jugendlichen Corona nicht einzudämmen ist. Hier ist es eh schon zu spät um die 4. Welle zu verhindern, vielleicht kriegen wir sie aber noch eingedämmt. Die Impfbereitschaft unter den Jugendlichen und den Eltern scheint gross zu sein. Nach einer Woche wo die Impfangebote für über 14jährige raus sind, haben schon 40% einen Termin für die Erstimpfung . Das hebt meinen Optimismus dann wieder etwas an.

    Wäre nur mein Jüngster schon 2 Jahre älter, es macht mir so Bauchschmerzen, dass in seiner Schule niemand geimpft sein wird. Und er kann nicht noch 2 Jahre in Isolation bleiben.

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Drachenkämpfer und Mama hören Nachrichten, die Inzidenz hat sich, wie auch gestern schon, wieder verdoppelt. Grosser Frust meinerseits, eigentlich dachten wir es wäre grade eine gute Phase und wir könnten über den Sommer ein bisschen austesten.
    Drachenkämpfer voller Überzeugung: Mama, du musst keine Angst um mich haben, ich bin doch geimpft.

    Ja, mein Schatz, du hast ja so Recht. Einfach dran glauben, du bist geimpft, du bist stark, elefantenstark, drachenkämpferstark. Stark genug um auch diesen Drachen zu besiegen.

    Du hast nur dieses eine Leben, du hast es geschenkt bekommen um es zu leben, in Demut und Dankbarkeit und nicht um es sinnlos zu vergeuden. Du sollst das auch künftig tun dürfen, leben. Lebe, liebe, lache, sei glücklich. Lebe dein Leben, mein Schatz, ich werde immer an deiner Seite sein, egal was kommt. Scheiss auf Corona, jawohl du bist geimpft, du bist stark. Ein Drachenkämpfer gewinnt jeden Kampf.

    (*Zitterbibber*, meine Zuversicht ist nicht wirklich ganz so gross wie gewollt,
    bitte lieber Gott lass es gut ausgehen.
    Bitte liebe Leute, lasst eure Kinder impfen, für alle Drachenkämpfer dieser Welt, die ihr eines kleines zartes Leben leben wollen und für uns alle, damit Corona irgendwann nicht mehr der grosse Drache ist vor dem die Welt erzittert und Drachenkämpfermütter täglich tausend Angsttode sterben)

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Wir wagen einen ganz grossen Schritt. Meine Kinder werden alle 3 im September die Schule besuchen. Auch der Kleine!

    Ich habe jetzt schon Panikattacken wenn ich nur dran denke. Für mich wird das ganz schlimm sein. Aber es muss sein.

    Ich weiss nicht ob es richtig oder falsch ist. Das medizinische Ok haben wir. In einer Woche wird er noch eine 3. Impfung bekommen. Aber die Angst dass ihm etwas passiert bleibt. Dennoch, er muss wieder leben dürfen. Von den letzten 5 Jahren hat er 4 im Krankenhaus oder zu Hause in Isolation verbracht (von den 5 davor auch viele Wochen/Monate). Wir sind den Schritt der STammzelltransplantation gegangen um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Das Leben das er jetzt hat, die komplette Isolation, hätte er auch ohne diesen Kampf haben können. Er soll nicht umsonst gekämpft haben. Ich möchte ihm nicht leere Versprechungen gemacht haben.

    Corona wird bleiben, wir müssen damit leben lernen. Zu Hause geht er ein, von 4 Grundschuljahren hat er 3 verpasst. Seine sozialen Kompetenzen sind gleich null.
    Ob ihm Schule gut tun wird weiss ich noch nicht. Ganz normal wird es für ihn nicht werden, er wird FFP2 Maske tragen müssen, er wird nicht mit dem Bus fahren dürfen wie alle anderen, nicht in die Kantine dürfen, nicht in Sport- und Schwimmunterricht. Er hat Angst vor der Schule weil er, wieder mal, der Sonderling war (hier waren die Schulen normal geöffnet), und weiter sein wird, mit dem Alter ist das Anderssein immer schwieriger für ihn. Er hat Angst davor ausgeschlossen zu werden. Ich habe Angst davor, dass er nicht mehr mitkommt, das andere ihm weh tun, und natürlich, dass sein Impfschutz nicht stark genug sein wird. Es wird nicht einfach für ihn werden.

    Für mich auch nicht, es wird mir nicht möglich sein meiner Arbeit wieder nachzugehen wenn ich ihn bringen und abholen muss und ihn in der Mittagspause heimholen und bekochen muss.
    Irgendwie wird es nie normal. Meine Desillusion vom Leben ist riesig, meine Erwartungen winzig, einzig meine Kinder sollen gesund bleiben und glücklich werden.

    Als die Entscheidung zur Transplantation fiel, hatte ich hier geschrieben:
    Wir werden den Weg gehen, zusammen, mit viel Liebe, mit ganz viel Hoffnung, mit sehr viel Angst, in ein neues, hoffentlich besseres Leben, mit unserem Kind.

    Und in einem Jahr werde ich wieder hier posten und wird alles besser sein.

    Auch 4 1/2 Jahre danach passt das wieder und hoffe ich, dass wir wieder einen Weg in ein besseres Leben finden. Wie das aussehen wird, wird sich zeigen. An eine Normalität wage ich nach all den Jahren nicht mehr wirklich zu glauben. Aber dennoch möchte ich, dass meine Kinder an ihr Leben glauben und ich hoffe, dass sie stark genug sein werden, dafür zu kämpfen.

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten





    Mehr ein andermal, wenn ich Laptop habe...statt Handy...

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Zitat Zitat von Lilou1577 Beitrag anzeigen
    Wir werden den Weg gehen, zusammen, mit viel Liebe, mit ganz viel Hoffnung, mit sehr viel Angst, in ein neues, hoffentlich besseres Leben, mit unserem Kind.

    Und in einem Jahr werde ich wieder hier posten und wird alles besser sein.

    Auch 4 1/2 Jahre danach passt das wieder und hoffe ich, dass wir wieder einen Weg in ein besseres Leben finden. Wie das aussehen wird, wird sich zeigen. An eine Normalität wage ich nach all den Jahren nicht mehr wirklich zu glauben. Aber dennoch möchte ich, dass meine Kinder an ihr Leben glauben und ich hoffe, dass sie stark genug sein werden, dafür zu kämpfen.
    Das habt ihr und das werdet ihr und deine Kinder werden stark genug sein, denn du bist es auch, warst es die ganze Zeit und wirst es auch in Zukunft sein.

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Meine Kraft hat schon sehr gelitten über die letzten Monate und Jahre.

    Ich denke es ist jetzt an der Zeit der Kombi Schnelltest und Impfung zu vertrauen. In den Schulen werden die Schnelltests 3 Mal wöchentlich gemacht, sonst zählt hier schon seit einigen Wochen die 3G Regel für alles für Kinder ab 6. Für die meisten Eltern eine Katastrophe, grade nun in den Ferien. Für uns der Beginn ganz neuer Möglichkeiten. Ein Traum der wahr wird, nur noch Leute mit 3G Nachweis in Kinos, Restaurants, Strassenfesten, Kirmes (ausser, leider, den ganz kleinen unter 6, von denen meine Kinder sich weit fernzuhalten haben). Das ermöglicht uns neue Welten. Und ich kann es nun nicht mehr vor meinen Kindern rechtfertigen da keine Öffnung zuzulassen.

    Wir waren schon im Kino und im Restaurant, Highlights aus einer anderen Welt. Meine Grossen ziehen mit ihren, geimpften, Freunden umher.

    Es macht mir aber alles Angst, ich bin komplett paranoid geworden. Früher (vor Corona) hätte ich mich tierisch über jede Möglichkeit gefreut, jetzt bin ich sehr zurückhaltend, das Leben liegt wieder vor uns aber ich weiss es noch nicht richtig anzupacken und muss erst wieder langsam da reinwachsen.

    Die Schule wird hoffentlich der Beginn einer neuen Normalität

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Zitat Zitat von Lilou1577 Beitrag anzeigen
    Meine Kraft hat schon sehr gelitten über die letzten Monate und Jahre.
    Natürlich hat deine Kraft gelitten. Was du durchmachen musstest, ist unmenschlich gewesen und ging weit über das hinaus, was viele Menschen sich vorstellen können und wollen. Aber du hast es geschafft und du wirst es auch weiter schaffen.

    Zitat Zitat von Lilou1577 Beitrag anzeigen
    Es macht mir aber alles Angst, ich bin komplett paranoid geworden. Früher (vor Corona) hätte ich mich tierisch über jede Möglichkeit gefreut, jetzt bin ich sehr zurückhaltend, das Leben liegt wieder vor uns aber ich weiss es noch nicht richtig anzupacken und muss erst wieder langsam da reinwachsen.

    Die Schule wird hoffentlich der Beginn einer neuen Normalität
    Diese Gefühle sind doch absolut nachvollziehbar. Aber du bist dir dessen bewusst und du gehst diesen für dich schwierigen Weg zum Wohle deiner Kinder. Mehr kann man nicht verlangen. Du wirst da wieder reinwachsen, aber wenn du irgendwie kannst, solltest du dir Hilfe suchen.

    Jemanden, der nur für dich da ist, weil du sonst für alle anderen da sein musst.
    Jemand, der nur deine Sorgen und Probleme bearbeitet, weil du dich sonst nur um die Sorgen und Probleme aller anderen kümmerst.
    Jemand, der auf dich achtet, wenn du selbst es nicht mehr kannst.

    Du hast nichts, wo du auftanken kannst und jemand muss dir helfen, trotzdem bei Kräften zu bleiben. Ich würde es dir jedenfalls wünschen.

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten


    Und um es nochmal komplizierter zu machen, ich arbeite mit den ganz Kleinen, unter 6 und würde eigentlich gerne wieder stundenweise arbeiten, sofern es die Betreuung von Sohnemann erlaubt

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Zitat Zitat von Lilou1577 Beitrag anzeigen

    Und um es nochmal komplizierter zu machen, ich arbeite mit den ganz Kleinen, unter 6 und würde eigentlich gerne wieder stundenweise arbeiten, sofern es die Betreuung von Sohnemann erlaubt
    Auch da wird sich eine Lösung finden, wenn es soweit ist. Bestimmt

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Ja, das wird es und wenn nicht, ist es auch egal. Schule und Arbeit sind wohl wichtig aber nicht das Wesentliche im Leben. Wenn sie sich mit Gesundheit und Sicherheit vereinbaren lassen sollten, werden wir jederzeit wieder einen Rückzieher machen.

    Ich fühle mich, mal wieder, an einem Wendepunkt in unserem Leben, und auch wenn es eigentlich ein Wendepunkt zum positiven sein soll, so macht er mir doch erstmal Angst, weil es auch wieder die grosse Ungewissheit ist, weil wir nicht wissen was auf uns zukommt, was wird.

    Die Kinder in die Schule lassen, wieder in die Welt rauslassen ist auch die Kontrolle aufgeben und das empfinde ich als gefährlich. Die letzten 18 Monate Covidisolation waren so was wie ein sicherer Kokon, nur wir 4, bzw 5 mit dem Papa, zusammen in unserer Blase. Sicher, zu Hause, zusammen.

    Früher hatte ich so viele Träume und Wünsche ans Leben, ich wollte meinen Kindern die Welt zeigen, mit ihnen so viel erleben, das Leben geniessen und feiern. Es kam anders und heute, an diesem Punkt jetzt, sind meine Ambitionen so klein. Das einzige was noch zählt ist es gesund zu bleiben, zusammen zu sein, Familie zu sein. Denn das sind wir trotz aller Widrigkeiten immer geblieben, ein gutes Team, wir haben immer zusammengehalten und tun es immer noch. Auch wenn andere meinten, dass meine Kinder, vor allem meine Grossen, an dem allen kaputt gehen würden, so ist das nicht der Fall. Meine Kinder sind die tapfersten, willensstärksten, tollsten Kinder der Welt, ganz starke und gefestigte Persönlichkeiten und ich bin sehr stolz auf sie.

    Jeder von uns wird sich jeder eine neue Normalität erkämpfen müssen, sich neu finden müssen. Es wird sicher nicht immer einfach und die Angst ist mit dabei, aber wenn wir eins über die letzten Jahre gelernt haben, dann ist es das uns in jede neue Lebenssituation einzufinden. Und sie waren schon wesentlich schlechter als jetzt und meine Ansprüche auch mal wesentlich grösser.

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