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  1. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß wie schwer das ist, auch wenn wir nicht mit Krankheit zu kämpfen haben, aber mit psychischen Problemen aufgrund der Trennung und der Schulanforderungen, die zwar für alles Verständnis haben, aber am Ende trotzdem die Standardleistungen fordern. Mich strengt das sehr oft sehr an, wenn ich so wie du innerlich meinen Frieden mit der Situation gemacht habe und auch das Gefühl habe, mein Kind kommt mit der Situation gut zurecht und dann muss ich es trotzdem wieder für das Schulsystem zu Leistungen puschen, die es zwar theoretisch bringen könnte, praktisch aber nicht schafft.
    Das kenne ich durchaus auch, für alles Verständnis haben, aber trotzdem Standardleistungen fordern. Wie sehr haben wir die letzten beiden Schuljahre darunter gelitten, es ging gar nichts mehr, es gab Tränen ohne Ende, das Kind war komplett fertig mit sich und der Welt, die Mama auch und das Homeschooling war ein absoluter Alptraum. Offiziell hat die Lehrerin einen auf verständnisvoll gemacht hat, vor allem wenn dann Drittpersonen in Gesprächen anwesend waren, aber letztendlich einfach die volle Leistung eingefordert. Ich habe mein Kind zu zig Ärzten und Therapeuten geschleppt um neurologische, psychologische und motorische Gutachten zu bekommen und der Lehrerin Diagnosen vorlegen zu können, die ich für mich nicht gebraucht hätte. Ein Mehr an Akzeptanz hat es uns dennoch nicht eingebracht. Wir mussten jede blöde Aufgabe machen, und wenn sie dann nicht zur Zeit abgegeben wurde, kam schon die Aufforderung sie doch bitte schnellstmöglich zukommen zu lassen.

    Dieses Jahr hat meine Sohn neue Lehrerinnen, 2 ganz tolle Lehrerinnen die das Positive in ihm sehen und fördern, seinen Rhythmus annehmen, ihm Hilfsmittel, Zeit und Pausen zugestehen, und was soll ich sagen, es klappt wunderbar. Und ich bin diesen tollen Lehrerinnen einfach nur unendlich dankbar, sein Selbstwert hat sich in den letzten 3 Monaten so gesteigert und das Verhältnis zwischen ihm und mir ist wieder so viel lockerer geworden, da ich einfach nur noch Mama sein kann und nicht immer die sein muss die ihn zu Leistungen puscht die die soziale Norm erfordert.

    Ich weiss dass es in der Zukunft nicht leicht für ihn werden wird. Wir leben einfach in einer Leistungsgesellschaft und wer da nicht mithalten kann, hat es schwer im Leben. Ich hoffe dass er seinen Weg findet und stark genug sein wird.

    Alles Gute für euch

  2. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    @Sternenfliegerin Danke

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Liebe Lilou - ich bin hier ja auch nur noch sehr punktuell aktiv gewesen, aber nach Ankündigung der Schliessung habe ich so einiges Revue passieren lassen. Der Austausch mit dir, auch wenn er jetzt eine Zeit zurückliegt, war ganz bestimmt eine wichtige und bleibende Facette.
    Darum freue ich mich sehr, dich hier noch mal 'aktuell' gefunden zu haben und zu lesen, dass zwar nicht 'alles gut' ist (life is no fairy tale), aber aktuell doch recht gut, mit Alltag und Zukunftsaussichten. Ich hoffe, dass auch deine Grossen gut mit dem Leben (in Corona-Zeiten und überhaupt) zurechtkommen.


  4. Moderation

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    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Von mir auch großen Dank für den Einblick in eine ganz andere Welt und insbesondere für dein Update.

    Ich wünsche euch allen ganz viel Freude und alles Gute auf eurem weiteren Weg und werde sicherlich immer wieder an euch denken - zumindest immer wenn ich einen Drachen oder einen Elefanten sehe.

    Alles Gute.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kenne ich durchaus auch, für alles Verständnis haben, aber trotzdem Standardleistungen fordern. Wie sehr haben wir die letzten beiden Schuljahre darunter gelitten, es ging gar nichts mehr, es gab Tränen ohne Ende, das Kind war komplett fertig mit sich und der Welt, die Mama auch und das Homeschooling war ein absoluter Alptraum. Offiziell hat die Lehrerin einen auf verständnisvoll gemacht hat, vor allem wenn dann Drittpersonen in Gesprächen anwesend waren, aber letztendlich einfach die volle Leistung eingefordert. Ich habe mein Kind zu zig Ärzten und Therapeuten geschleppt um neurologische, psychologische und motorische Gutachten zu bekommen und der Lehrerin Diagnosen vorlegen zu können, die ich für mich nicht gebraucht hätte. Ein Mehr an Akzeptanz hat es uns dennoch nicht eingebracht. Wir mussten jede blöde Aufgabe machen, und wenn sie dann nicht zur Zeit abgegeben wurde, kam schon die Aufforderung sie doch bitte schnellstmöglich zukommen zu lassen.
    Danke dir. Ja, genau dieses Prozedere macht einen so fertig. Man tut schon alles, muss noch mehr machen, nie ist es genug und ständig hinkt man hinterher. Wie unglaublich belastend das ist und eine Besserung der Leistungen bringt es auch nicht. Es erhöht nur den Druck und den Stress, dafür, dass man ganz entspannt genau das gleiche Ergebnis erreichen würde, wenn man doch einfach nur in Ruhe gelassen werden würde.

    Würde es den Kindern so leicht fallen und wären sie in der Lage, Standardleistungen zu bringen, würde man diese Gespräche nicht führen (müssen). Was glauben sie also, bringt dieser zusätzliche Druck außer Frust und Erschöpfung?

    Ich wollte jetzt nicht alles zitieren, aber ja, auch das wird nicht bedacht: Die Stimmung zu Hause, die Rolle, in die wir gewzungen werden, diese ständigne Kämpfe zu Hause, die dafür geführt werden müssen, die psychischen Belastungen, die dadurch entstehen in einer Zeit, in der es im Gegenzug dafür nur wenig Möglichkeiten des wieder Kraft tankens gibt.

    Unsere Kinder sind individuell, sie passen nicht in diese Leistungsgesellschaft. Natürlich ist uns klar, dass sie trotzdem in dieser Gesellschaft leben müssen, aber wir würden ihnen gern die Zeit lassen, da in ihrem eigenen Tempo reinzuwachsen.

    Ich werde deine Updates vermissen. Euch auch alles Gute

    @Sternenfliegerin

  6. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Danke Nijntje und Promothea
    Denise, du hast PN

  7. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    auch wenn ich nicht so richtig beteiligt war in diesem Strang wünsche ich Dir, liebe Lilou1577 und Deiner Familie von Herzen alles Liebe und Gute!

  8. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Danke

  9. Inaktiver User

    AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Tschüss Forum,

    Mir ist‘s etwas schwer ums Herz, dass all dies, unsere Geschichte, jetzt im Nirvana verschwindet, ich habe nichts kopiert/abgespeichert, andererseits gibt es auch Dinge in meinen Strängen die meine Kinder nicht lesen sollten.

    Somit, wir schauen vorwärts und nicht zurück. Die alten Geschichten sind vorbei, wir schreiben jetzt unsere Geschichte neu. Könnten wir sie noch ohne Corona schreiben, seufz.

    Somit ein und für allemal, ade, machts gut, irgendwann wird unser aller Welt wieder normal werden.

    Und frohe Weihnachten
    Lilou

  10. User Info Menu

    smile AW: Drachenkämpfer in Coronazeiten

    Liebe Lilou,

    ich wünsche dir und deiner Familie schöne Weihnachten und alles, alles Gute auf eurem weiteren Weg. 🍀

    Seid behütet Und falls du uns doch mal suchen solltest, dann findest du viele von uns hier.
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet



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