+ Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 51
  1. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
    09.08.2017
    Beiträge
    5.036

    Psychoonkologe ja oder nein

    Liebe Leser,
    aus gegebenem Anlass stelle ich diese Frage.

    Kann ein Psychoonkologe denn Ängste nehmen? .

    Nach einem Vorgespräch am Telefon plagen mich Zweifel.

    Dass es sich um eine heimtückische bösartige Krankheit hat weiß der Erkrankte selber. Dass man Angst hat vor Strahlentherapie und Chemo auch.

    Wie sich das anfühlt können meiner Meinung nach nur selbst Betroffene vermitteln, wobei jeder anders reagiert.

    Kurz: Ich möchte den bereits vereinbarten Termin am liebsten wieder absagen.

    Gibt es denn gute Erfahrungen?

    Lieber Gruß
    Ivonne
    LG Ivi


  2. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    35.269

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Ein Psychologe kann Ängste nicht nehmen. (wär ja schön, wenn das möglich wäre!)

    Wenn er gut ist, kann er dabei helfen, mit den vorhandenen Ängsten auf sinnvolle Weise umzugehen. Sodass sie einen nicht erdrücken. Sodass man trotz Angst handlungsfähig bleibt. Sodass man trotz Angst ein bisschen Ruhe, ein bisschen inneren Frieden findet, vielleicht auch gelegentlich etwas Freude, etwas Positives.

    Ob das gelingt... kommt drauf an. ich würde ihm eine Chance geben und mal schauen. Wenn es so gar nichts ist, kannst du es bei einer einzigen Sitzung bleiben lassen, diese Option gibt es immer. Und wenn es passt, kann es sehr hilfreich sein. Wär ja schade, diese Chance nicht mal zu testen. Ob die persönliche Chemie stimmt, ist da immer sehr wesentlich. Kann passen oder auch nicht.

    Und wer sagt denn, dass dieser Psychologe nicht selbst betroffen ist, persönlich als Kranker oder weil er vielleicht Angehörige verloren hat, Angehörige begleitet hat?

    Ebenso hat jemand, der sich auf Psychoonkologie spezialisiert, wohl schon einen gewissen Überblick drüber, was es üblicherweise alles gibt an Ängsten und Zweifeln und kann helfen, es einzuordnen. und das ohne die individuelle Situation zu vernachlässigen, wenn er gut ist.

    Alles Gute!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
    09.08.2017
    Beiträge
    5.036

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Danke Barbara,
    wir werden es testen.
    War dann auch so meine vage Idee..

    Lieber Gruß
    Ivonne
    LG Ivi


  4. Registriert seit
    20.04.2018
    Beiträge
    454

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Ich würde dem Psychoonkologen auch auf jeden Fall eine Chance geben.

    Was z. B. auch ein wichtiger Faktor sein kann: der Erkrankte kann mit einem Psychoonkologen unter Umständen ganz anders über seine Ängste, Sorgen und Nöte sprechen als mit den engsten Angehörigen. Zum einen möchte er diese vielleicht nicht zusätzlich belasten, zum anderen können diese natürlich nicht neutral/objektiv sein. Insofern finde ich das Angebot, zu einem Psychoonkologen zu gehen, sehr sinnvoll.

    Alles Gute für euch!


  5. Registriert seit
    20.01.2019
    Beiträge
    653

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Wenn es nicht Probleme mit der Person des Psychoonkologen gibt (es muss "passen" zwischen den Beiden), dann auf jeden Fall einen Versuch wert.


  6. Registriert seit
    09.04.2016
    Beiträge
    729

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Liebe Ivonne,

    ich habe das psychoonkologische Angebot meiner Klinik jeweils angenommen. Bei der ersten Erkrankung waren es nette Gespräche, nicht nur über den Krebs, die mir sehr gut getan haben. Das ging auch über die Zeit in der Klinik hinaus.

    Bei der zweiten Erkrankung habe ich sehr viel aktive Hilfe und auch viele Tipps durch eine andere Psychoonkologin erfahren.

    Beide Damen hatten ebenfalls Krebs, wussten also genau, wie man sich fühlt. Da sie beide für das Krankenhaus tätig waren, kannten sie sich bestens aus. Normalerweise wäre ich mit meinem zweiten Krebs auf einer riesigen, betreuungsmässig etwas unpersönlichen Station gelandet. Hier hat sich z.B. die Psychoonkologin eingeschaltet und mich auf einer kleineren persönlicher gehaltenen Station untergebracht. Auch hatte diese Dame immer ein offenes Ohr für meinen Mann und ihn quasi mitbetreut.

    Wenn es Dir nicht richtig erscheint, kannst Du ja jederzeit mit der Beratung aufhören.

    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!

  7. Avatar von bunte-Kuh
    Registriert seit
    20.06.2018
    Beiträge
    15.739

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Bei einer Bekannten war die Psycho-Onkologin eine große Hilfe für die Angehörigen (Ehefrau und Kinder), als der Mann über einen langen Zeitraum zuhause gestorben ist.

    Alles Gute.

  8. Avatar von twix25
    Registriert seit
    13.01.2009
    Beiträge
    11.836

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Bei einer nahen Angehörigen, die an Therapie nicht glaubte, immerhin einen Termin mit uns wahrnahm, gab es letztlich Freude darüber, hingegenangen zu sein.

    Die Psychoonkologin hat nicht nicht nur "schlaue" Ratschläge (Vorurteil) gegeben, sondern wirklich sehr sehr sehr hilfreich unterstützt-sei es Ideen, an wen man sich zu Thema X wenden kann, sie hat z.T Anrufe erledigt, Kontakte möglich gemacht....und darüber war die Kranke dann auch sehr an Gesprächen interessiert.

    Letztlich war das für ALLE Beteiligten eine sehr große Unterstützung


    Ivonne, gern per PN die Adresse

    Alles Gute!
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  9. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
    09.08.2017
    Beiträge
    5.036

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Danke.
    Ich glaube schon an Therapie und bin selber in Psychotherapie, die für mich sehr sehr hilfreich ist.

    Bei dem Erkrankten handelt es sich um meinen Mann, der demnächst mit Chemo und Bestrahlung beginnen muss und das Thema gerne wegschiebt....was natürlich nicht gelingt.

    Beim Erstkontakt am Telefon wurde die Psychologin gleich sehr deutlich und erzählte (mir) plastisch, was im Körper wächst, was mein Mann gar nicht so genau wissen will. Augen zu und durch ist seine Devise.

    Gerne per PN liebe twix.
    LG Ivi


  10. Registriert seit
    25.08.2012
    Beiträge
    593

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Liebe Ivonne,

    ich kann mich allen meinen Vorschreiberinnen nur anschließen:

    Auf jeden Fall eine Chance geben, wenn die Chemie zwischen Deinem Mann und der/dem Psychoonkologen stimmt, dann kann das sehr hilfreich sein. Ich selbst habe das auch in Anspruch genommen und habe gute Strategien erlernt, wie ich mich selbst beruhigen kann, wenn die Angst mal wieder zu groß wurde.

    Vielleicht kannst Du auch beim ersten Mal mitgehen und im Vorfeld telefonisch mitteilen, wie die Lage bei Deinem Mann so ist, ohne dass Dein Mann das weiß und das dort auch so kommunizieren, dass das jetzt außerhalb des Protokolls ist, sozusagen. Dann weiß der/die Psychoonkologe Bescheid und kann die Sitzung gleich ganz anders anfangen.

    Du sagst, Dein Mann hat die Devise "Augen zu und durch". Ich kenne das von meiner Mutter. Die hatte dieselbe Einstellung. Ich hätte es auch gut gefunden, wenn sie zur Psychoonkologin gegangen wäre. Hat sie aber nicht gewollt; bei meiner Mama ist das Problem m.E., dass sie viel zu viel Angst davor hatte, was da evtl. in Gesprächen mit einer Psychologin hoch kommen könnte bzw. das Auseinandersetzen mit den eigenen Gefühlen, Ängsten, Gedanken. Vielleicht lehnt Dein Mann das daher auch ab?? Möglicherweise wären aber Gespräche beim Psychoonkologen auch gut für Dich als Angehörige?? Da wird auch viel geholfen; mein Mann war da damals auch hin. Und das ist auch nochmal was anderes als beim "normalen" Psychologen, die haben ja die onkologische Zusatzausbildung.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Puggi

+ Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •