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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Viele halten es bei einer Partnertherapie für ein sehr gutes Zeichen, wenn ein Partner den anderen beim Therapeuten verteidigt.

    Das hast grad gemacht, Ivonne - hier vor uns. Das ist gut.
    Denn er ist derzeit wirklich arm dran und so wie er reagiert ist es für ihn normal. Er kann grad nicht anders.

    @Machtspielchen....
    Deshalb wollte ich es ja nicht ansprechen. Krebs ist schon eine Ausnahmesituation.
    Wäre es nicht Krebs, hielte ich sein Verhalten, dir da eine riesige zumindest moralische Verantwortung aufzupacken durch so passiv-aggressive Geschichten wie "nix essen, wenn allein daheim" schon für ein Machtspiel. Jetzt muss man ihm zu gute halten, dass er garantiert total neben sich steht. Seelisch und organisatorisch.

    Ich denke sehr zuversichtlich, dass das wird. Wie gesagt, Zeit, Ivonne.... Mehr Zeit geben, sich dran zu gewöhnen. So blöd das klingt, aber man gewöhnt sich auch dran so krank zu sein. Bleibt einem ja nix anderes über.

    Alles Gute Euch.
    Au ja, Rokeby, er steht total neben sich, ich auch. Aber sowas von. .

    Passiv-aggressiv würde ich sein Verhalten auch nicht nennen, er "vergisst" einfach zu essen, wenn ich ihm nichts einkaufe, zubereite und hinstelle.

    Barbara, wenn sich der Strauss mal wieder entschliesst, seinen Kopf aus dem Sand zu recken kauft er sich ein E-Bike....mehr passiert da nicht.

    27.7.2020

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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Jetzt hab ich den Strang von vor einem Jahr nochmal gelesen.

    Mein Mann schöpfte Hoffnung und Mut.
    Er hat sich sogar um einen Therapieplatz gekümmert.
    Der Beginn wäre jetzt.

    Es war Speiseröhrenkrebs. Nach etwa 15 Bestrahlungen vergangenen Spätsommer konnte er nur noch unter größten Schwierigkeiten essen.
    Das blieb so und steigerte sich.

    Es kam viel zu spät zu einem OP-Termin. Die OP wurde abgebrochen, weil man kleine Metastasen fand. Inoperabel, nur noch palliativ behandelbar.

    Er wurde ärztlicherseits bestens betreut.

    Nach qualvollen Monaten mit künstlicher Ernährung trat eine Komplikation nach der anderen auf. Er hoffte bis zuletzt.

    Er nahm rasant ab, weil er nicht mehr schlucken konnte.

    Seltsam, dass ich vor einem Jahr schrieb, er sei ohne Hoffnung. Der Onkologe machte immer wieder Mut.

    Er vertraute, war mutig und ertrug geduldig alles.

    Ich verbrachte das Jahr an seiner Seite, hätte gar nicht anders handeln können.

    Eine Psychoonkologin erklärte mir dieser Tage, dass es häufig vorkommt, dass Krebspatienten ihre Erkrankung komplett verdrängen.

    Nichts wurde gut, alles nur immer schlimmer. Zum Schluss weigerte selbst ich mich,, den Arztbriefen Glauben zu schenken. Er las sie nie.

    Ich versuchte, so gut es ging, mit ihm Normalität zu leben. Das wünschte er sich von mir. Und dass ich nicht so deprimiert sein soll wegen ihm. Ich versuchte es. Wir waren beide mit der Situation komplett überfordert, aber wer ist das nicht mit dieser grauenvollen Krankheit.

    Ich machte Fehler, versuchte mein Bestes nach seinen Wünschen, aber besser konnte ich es nicht.

    Als er starb war ich bei ihm.

    Vor zwei Wochen war die Beerdigung.

    Er fehlt mir unendlich.

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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Mein Beileid. Das tut mir sehr leid. Ich wünsch Dir viel Kraft.

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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Mein Beileid Ivonne.
    Ich weiß grad nicht was ich schreiben soll, es tut mir so leid...nach eurem ewig währenden Kampf...ihr hattet was anderes verdient!
    Mir fehlen die Worte, ich meld mich per pn

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