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  1. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Hey, Rokeby, musste jetzt trotzdem bissi schmunzeln.

    Ja, er kann das WEIL ich alles organisiere und mache und tu...

    Ja, er IST bedient, er hatte außer der Depression noch eine andere Vorerkrankung, die jetzt, im zweiten Anlauf endlich GEHEILT ist.

    Ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung, erkundigte mich auch in ausländischen Foren...und er tat NICHTS.

    Wir dachten auch lange, die Depression sei noch eine Folge der beiden anderen Therapien...das ging so fließend ineinander über...

    Ich mach und tu schon seit Jahren, stimmt. Nein, reden mag er nicht, nicht über normale Sachen, die jetzt anstehen wie "Was macht die Chemo eigentlich"....

    Ich rede ja schon gar nicht mehr.
    Gestern ich: Du, wenn nicht ich 1x täglich seufze sagt keiner was von uns, den ganzen Tag lang nicht ..

    Da kam das mit dem Sterben, wieder mal

    Er mag nicht über die Erkrankung reden.
    Typ "Einsamer Wolf".


    Bin jetzt auch irgendwie bedient.
    Jepp, normal.
    LG Ivi

  2. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Als ich noch arbeitete, aß er den ganzen Tag lang nichts. Oder fast nichts. Er wog sich täglich und das Gewicht ging ständig nach unten. Er soll unbedingt essen sagen alle Ärzte.

    Mittlerweile hat er wieder zugenommen, seit ich da bin. Das ginge jetzt nicht anders, sagt auch meine Therapeutin. Ich finde den Rat für mich auch nicht so hilfreich.

    Nun gut, warten wir auf bessere Zeiten.

    Es gibt niemanden, der sonst für ihn kochen würde und das wollte er auch nicht
    LG Ivi

  3. Avatar von Horus
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Vielleicht habe ich es überlesen, aber: wird seine Depression eigentlich psychiatrisch behandelt? Ich meine nicht mit Therapiegesprächen, sondern mit Antidepressiva.

    Ich kann nur von mir reden, aber:
    - ich habe eine Autoimmunkrankheit, deren Entzündungsprozesse auch die "Hirnchemie" verändert und somit eine Depression als Symptom auslösen kann
    - dazu ist die Tatsache, eine - in meinem Fall zwar medikamentös halbwegs in den Griff zu bekommende, aber - unheilbare Krankheit zu haben, belastend für die Psyche, ergo depressionsverstärkend
    - plus wirkt mein - zwingend nötiges - Medikament gegen die Erkrankung nebenwirkend depressionsauslösend

    Folge: ausgewachsene Depression.
    Behandlung: ganz simpel mit einem Antidepressivum. Ellenlange Gesprächstherapie haben die Ärztin und ich bei dieser speziellen Depressionsform als "Zeit- und Energieverschwendung" eingestuft.
    Ergebnis der AD-Behandlung: durchschlagend! Auch in Bezug auf Appetit, Schlaf und Umgang mit der Krankheit.

    Falls dein Mann also noch nicht medikamentös gegen die Depression behandelt werden sollte, zieht das doch ernsthaft - in Absprache mit den Ärzten - in Betracht.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  4. Inaktiver User

    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Als ich noch arbeitete, aß er den ganzen Tag lang nichts. Oder fast nichts. Er wog sich täglich und das Gewicht ging ständig nach unten. Er soll unbedingt essen sagen alle Ärzte.

    Mittlerweile hat er wieder zugenommen, seit ich da bin. Das ginge jetzt nicht anders, sagt auch meine Therapeutin. Ich finde den Rat für mich auch nicht so hilfreich.

    Nun gut, warten wir auf bessere Zeiten.

    Es gibt niemanden, der sonst für ihn kochen würde und das wollte er auch nicht
    Liebe Ivonne ,wenn ich Dich lese ,dann hast Du keine Partnerbeziehung sondern eine Mutter -Kleinkind Geschichte. Du hast vor langer Zeit schon die Verantwortung für ihn übernommen und das beginnt Dich aufzufressen.
    Er ist ein erwachsener Mann ,der für sich selbst verantwortlich ist und diese Verantwortung solltest Du ihm zurückgeben. Deshalb geh arbeiten und wenn er nichts essen möchte ,dann wird er wirklich Probleme bekommen ,an denen Du aber nicht Schuld bist ,sondern das ist seine Verantwortung.
    Das liest sich für mich ziemlich ungesund und es ist blöd ,dass es nun in so einer schlimmen Krankheitskonstellation zu Tage tritt . Aber es ist auch Zeit das Leben vielleicht mal neu zu ordnen ,wenn es eh schon so durcheinander gerade ist.
    Er muss sehen wie er da am besten rauskommt und braucht seine Kraft völlig für sich gerade und Du musst aufpassen ,dass Du nicht in dieser Krankheit aufgehst und Dich damit völlig vereinahmen lässt . Darum zieh Dich da raus und geh arbeiten ,wenn Du kannst.Je weniger Ihr Zeit zusammen verbringt umso besser ,so liest sich das für mich.
    Insofern wundert mich Deine Therapeutin ,die unterstützt ja geradezu dieses aufzehrende Bild , was Dich schwächt.
    Wenn ich mich in die Rolle Deines Mannes versetze ,dann ist er dran gewöhnt ,dass Du machst und in dieser passiven Rolle schon länger gefangen. Der wird deshalb auch nichts Aktives entwickeln können.

    Nur Du kannst nicht für ihn den Krebs besiegen, seine Ängste und alles ,was damit zusammen hängt ,das muss er tatsächlich komplett allein machen.

    Deshalb ändere Du etwas bzw. sprich mit Deiner Therapeutin über Deinen Weg und zieh Dich da raus ,damit er auch seine Muster verlassen kann bzw. muss. Dabei kann ihm dann auch der Psychoonkologe besser helfen.
    Geändert von Inaktiver User (05.08.2019 um 13:46 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Als ich noch arbeitete, aß er den ganzen Tag lang nichts. Oder fast nichts. Er wog sich täglich und das Gewicht ging ständig nach unten. Er soll unbedingt essen sagen alle Ärzte.

    Mittlerweile hat er wieder zugenommen, seit ich da bin. Das ginge jetzt nicht anders, sagt auch meine Therapeutin. Ich finde den Rat für mich auch nicht so hilfreich.

    Nun gut, warten wir auf bessere Zeiten.

    Es gibt niemanden, der sonst für ihn kochen würde und das wollte er auch nicht
    Ist das was psychisches?
    Ich frag jetzt ganz blöd (sorry)
    aber dieses nix essen und dauernd wiegen?

    dass dich das nervt verstehe ich. Nervt ja schon beim lesen ;-k)

    Er retardiert halt grad ein bisschen, oder? Braucht die Mami. Ist verständlich.
    Mami könnte mal vorkochen und ins Day-Spa fahren. Machen die mir bekannten Mamis alle, wenn es Ihnen zuviel wird....

    Im Ernst. Nicht gut ist, dass ihr beide da so den ganzen Tag aufeinander hockt und du darauf wartest, dass er endlich seine Krankheit annimmt und er darauf wartet, das du das für ihn tust.

    hab einerseits mehr Geduld (im zeitlichen Sinne) mit ihm
    sorge andererseits aber auch dafür, dass du Freigang bekommst.

  6. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Das nichts essen kommt vom Krebs, aber das wusste er da noch gar nicht, ich hab's geahnt. Ihn ängstigte die Gewichtsabnahme und mich auch.

    Nachts isst er seltsamerweise und das soll er. Ich hielt das für eine schlechte Angewohnheit .

    Der Tumor verbraucht Kalorien, nachts, er sagt selber, er füttert sein Biest.:((((.

    Nein, sein Körper braucht Kraft zu kämpfen, ist meine Erwiderung. Schon eine blöde unheimliche Geschichte.

    Er wurde in größeren Abständen schon untersucht, an anderer Stelle hatte ich das schon geschrieben. Nur, dass niemand etwas fand ..es wurde hauptsächlich nach der anderen Krankheit geguckt, in den Magen nur 1x vergangenen Dezember, da war noch alles o.k.

    Sich täglich übergeben, auch wenn es nur "Luft" war wie er behauptete, abnehmen, da lässt man halt jemand anders ein zweites Mal draufgucken, meiner Meinung nach...

    Hätte ich nicht täglich Rumpelstilzchen (!!!!!!) gespielt wäre der Krebs immer noch nicht entdeckt.

    Nach der Diagnose wurden sowohl Schlafstörungen als auch die Depression schlimmer. Mittlerweile nimmt er (auf mein Betreiben hin ) ein Antidepressivum, das den Appetit anregt. Seit 4 Wochen, also müsste es wirken ..

    Ich nehm es auch

    Jau, wir haben eine Mutter-Kind-Beziehung seit den Krankheiten.

    Zu jedem Arztbesuch muss ich mit, sonst geht es schief, isso! 1x war ich nicht dabei, da wurden die Beschwerden anscheinend so runtergespielt, dass er viele Wochen auf die entscheidende Spiegelung warten musste. Zu der Zeit arbeitete ich noch. Ich hätte auf Klinikeinweisung bestanden, die wollte der Hausarzt schon im Dezember.

    Mir gefällt das ganz und gar nicht.
    Meine Therapeutin sieht für mich momentan auch keinen Ausweg, außer weitermachen und "irgendwie gut für mich sorgen."
    LG Ivi

  7. Avatar von Horus
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    ein Antidepressivum, das den Appetit anregt. Seit 4 Wochen, also müsste es wirken ..
    okay, immerhin.
    Die stimmungsaufhellende Wirkung tritt in der Tat frühestens so ab 3 Wochen ein. Aber auch dann wird es natürlich nicht *zack* von einem Moment auf den anderen einfach gut.
    Sondern der Wirkungsbeginnzeitpunkt markiert den Moment des "Turn-Arounds", also ab wann es mit der Stimmung allmählich aufwärts gehen sollte. Betonung auf "allmählich" während der nächsten Wochen. Es dauert wirklich eine längere Zeit.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  8. Registriert seit
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen

    Er soll jetzt und während der Therapie essen sagen die Ärzte und das klappt nicht, wenn ich nicht da bin. Das hat er lange genug unter Beweis gestellt

    Das ist der Hauptgrund, weshalb ich daheim bin bei ihm.

    Das mit dem Essen ist unbedingt ernt zu nehmen, rein medizinisch.
    Wie man das bei ihm hinkriegt, weiß ich nicht.
    Vielleicht hilft es ihm, wenn er begreift, dass es wirklich wichtig ist.

  9. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Das mit dem Essen ist unbedingt ernt zu nehmen, rein medizinisch.
    Wie man das bei ihm hinkriegt, weiß ich nicht.
    Vielleicht hilft es ihm, wenn er begreift, dass es wirklich wichtig ist.
    Ich denke, dass er es mitterweile verstanden hat.
    Als ich vorkochte wurde das Essen gepflegt ignoriert. Mit einer Breze kam er durch den Tag.

    Natürlich hab ich wahnsinnig große Angst um ihn, die sich momentan etwas legt.

    Ich guck halt, dass immer von allem etwas daheim ist.
    Warmes Essen, Obst, Gemüse das er mag, Kuchen, Eis, Wurst, alles was er mag. Hochkalorisch soll das Essen sein.

    Eiweißdrink, Home made...

    Das kann ich gar nicht nebenbei.

    Der Gewichtsverlust ist deutlich sichtbar, noch schlimmer ist der Verlust an Muskelmasse.

    Noch 3 Tage....


  10. Registriert seit
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    AW: Psychoonkologe ja oder nein

    Okay.

    Ich bin ja oft für einen pragmatischen Ansatz. Hier auch.
    Also, dass du jetzt so die Mami machen sollst und er vor lauter Schock und Panik und von Haus aus das an dich delegiert ist natürlich sch.

    Hilft aber jetzt grad auch nichts.
    Nächstes Jahr rate ich dir was anderes , aber jetzt ist das alles nicht so umsetzbar, fürchte ich.

    Also: ist so" ist ein guter Gedanke. Wenn du die Mami machst (übrigens unter erw. Menschen in Sozialbeziehungen sooooo selten und seltsam jetzt auch wieder nicht. Also, dass man abwechselnd Mami, Papi, Teenager spielt....)
    Wenn du die Mami machst, dann nach allen Regeln der Kunst: du sagst wo es lang geht.
    Er folgt.
    Nicht ideal. Derzeit aber vielleicht das, was halt geht. Derzeit würde ich keine grundsätzlichen Baustellen bearbeiten.
    Also alles, was so unter "Ehe" firmiert. Dazu habt ihr beide nächstes Jahr mehr Kraft und Nerven

    Mami sein" heißt nämlich auch, dass man die Launen, Zustände und Verweigerungen des einem anvertrauten nicht sooooo ernst nimmt. Sondern auch mal mit liebendem Blicke denkt "jetzt spinnt er halt grad wieder".
    Und dass man auch mal einfach in den Arm nimmt. OHNE auszudiskutieren, ob's jetzt was gerade gebraucht hätte...

    Nicht ideal. So wie du euere Situation, die sich über Jahre entwickelt zu haben scheint beschreibst, fällt mir auch nix besseres ein.
    Alternativen wären:

    - du ziehst dich konsequent zurück. Organisatorisch und auch emotional.
    Frage ist hier:
    1. Packst du das? Klingt jetzt nicht so, wenn ich mal ehrlich bin...
    2. Geht es dir dann besser? Also könntest du wirklich los lassen? Oder würdest du es nur schaffen so zu tun (wenn überhaupt)?
    Also: Orga verweigern, aber gedanklich dauernd dran denken, dass...usw.
    DAS wäre meiner Ansicht nach nämlich für dich noch schlimmer.

    (schätze, das könnte deine Therapeutin gemeint haben (?))

    Dann lieber den Schuh anziehen, dass er derzeit nicht kann, und das ganze nach deinen Vorstellungen machen.

    Und die könnten sein:

    - du kümmerst dich und hilfst ihm
    - du wirst und darfst alleine und ohne wenn und aber Sachen machen, die dir gut tun und Spaß machen
    - er äußert Suizidale Gedanken seinem Therapeuten gegenüber. Da aber ehrlich und ausschließlich
    - du holst dir Hilfe wo immer du sie haben möchtest. Wo immer DU sie haben möchtest.
    - er geht - über den Psycho-Onk hinaus zu einem Therapeuten. Darauf würde ich z. B. bestehen...und zwar regelmäßig und 1 x die Woche.
    -

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