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  1. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Mein Vorschlag, Sandra: bevor Du mitplapperst, lies doch bitte einfach GENAU, worum es hier geht. Wenn Du es nicht verstehst, bin ich gern bereit, auszuhelfen. Im Augenblick nehme ich Dich als sehr oberflächlich wahr.

  2. Avatar von Kikiri
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Sandra71 Beitrag anzeigen
    Und ich finde es durchaus grenzüberschreitend, einem Krebskranken, der nicht mal über seine Krankheit spricht, eine Patientenverfügung anzuraten.
    Ich finde es dringend notwendig, eine Patientenverfügung zu haben - insbesondere bei einer akuten Erkrankung. Sogar bei meiner Fuß-OP hat das Krankenhaus vorher explitzit darauf hingewiesen, dass ich mich bitte unbedingt darum kümmern sollte (da war ich 40 Jahre, und es war kein lebensbedrohliches Problem).
    Das wurde auch im Vorgespräch mit der Anästesistin nochmal abgefragt und notiert.

    Blöd ist hierbei, dass es jetzt einen akuten Vorfall gibt und dass das Verständnis/Verstehen evtl. nicht da ist.. Da hört sich das dann immer doof an (nach Tod). Besser, man ist allgemein vorbereitet und aktualisiert es dann nochmal.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  3. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Ich verstehe nicht, was falsch daran sein soll, bei einem der besten Freunde Patientenverfügungen und Vollmachten zumindest kurz anzusprechen, gerade in dieser Situation? Wenn man spürt, dass Resonanz kommt, kann das ja vertieft werden.

    Mein Bruder starb mit 37, 8 Monate nach Diagnose, an Speiseröhrenkrebs, bzw an Nachwirkungen der OP. Er hat vor der OP nicht reden wollen (ausser mit seiner Frau) und in der Zeit, als er nicht im künstl Koma lag, auch nur mit Frau, einem engen Freund und der KH-Pastorin. Muss man akzeptieren. Aber es gar nicht zu 'probieren', fände ich auch falsch, denn es kann ja bei dem Kranken auch als Desinteresse ankommen.
    Ich habe für mich dabei allerdings gelernt, dass ich auch zum guten Teil wegen meiner Gefühle mit ihm reden wollte. Das tut man dann doch lieber mit Aussenstehenden.

    Alles Gute deinem Freund, Benja
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  4. Inaktiver User

    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Benjamitluna Beitrag anzeigen
    Mein Vorschlag, Sandra: bevor Du mitplapperst, lies doch bitte einfach GENAU, worum es hier geht. Wenn Du es nicht verstehst, bin ich gern bereit, auszuhelfen. Im Augenblick nehme ich Dich als sehr oberflächlich wahr.
    Das hat Sandra schon richtig verstanden, kein Grund unhöflich zu werden,

    Dein Freund ist im Endstadium seiner Krankheit. Und meinst du nicht er weiß das?

  5. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Bitte geht höflich miteinander um.

    Zum Thema Patientenverfügung:
    Wann ist eine Patientenverfügung wichtiger als im Endstadium einer Erkrankung?

    Ich habe meinen Mann, meine wenigen Angehörigen und einige Freunde begleitet und erlebt, wie wichtig es ist, dass man Entscheidungen für das Ende des Lebens getroffen hat.
    Meine eine Großmuter lag 10 Monate mit der Magensonde im Heim, die andere wurde trotz schwerster Demenz und Depression reanimiert.

    Meine Mutter dagegen durfte nach langem Leiden gehen, weil sie Entscheidungen getroffen hatte, die den Intensivmedizinern die Rechtssicherheit gab, das Richtige zu tun. Mich hat sie damit auch entlastet. Nur ein paar Beispiele.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  6. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von salznuss Beitrag anzeigen
    Ob derjenige es nicht wagt über solche Themen zu sprechen oder ob er es vielleicht gar nicht will, das kannst und wirst du nicht wissen können.
    Bei uns wurde, ganz dem Wunsch meines Bruders gemäß, sehr häufig und vertrauensvoll über die schwierigen Themen Behandlungsversagen, Tod etc. gesprochen. Übrigens sogar so häufig, das es mir bisweilen fast zuviel war. Was ich, wenn das der Fall war, dann aber auch vertrauensvoll ansprechen konnte.

    Die Schweigespirale, die ich in #13 zu beschreiben versuchte, habe ich nicht selbst erlebt. Ich habe dort nur wiedergegeben, was uns andere Betroffene, Angehörige und auch Psychoonkologen immer wieder von sich aus erzählt haben.

    Zitat Zitat von salznuss Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die Antwort: "ich möchte darüber nicht sprechen." dich - so wie ich dich hier lese - vor den Kopf stossen wird.
    Keineswegs.

    Zitat Zitat von salznuss Beitrag anzeigen
    Du könntest dem Betroffenen aber auch einfach so anbieten für ihn da zu sein - auch ohne Fragen.
    Solche Bemerkungen vermeide ich sehr bewußt. Schon weil meine ganz persönliche Erfahrung aus mehreren Krankheits- und Sterbebegleitungen ist, dass Personen, die Sprüche wie "ich bin immer für dich da, melde dich jederzeit, wenn ich irgendetwas für dich tun kann" gebracht haben, genau diejenigen waren, von denen wir, sobald wirklich Hilfe und Unterstützung gebraucht wurden, höchstens noch ein Staubwölkchen sahen. Falls sie denn nicht komplett spurlos abgetaucht waren.

    Your mileage may vary. Ich kann hier nur von dem berichten, was ich erlebt und erfahren habe.


  7. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hat Sandra schon richtig verstanden, kein Grund unhöflich zu werden,

    Dein Freund ist im Endstadium seiner Krankheit. Und meinst du nicht er weiß das?
    Und ich ergänze: Meinst du nicht, dass das Betreuungspersonal und die gesetzliche Betreuerin seine Situation genau auf dem Schirm haben und alles nötige in die Wege geleitet haben? Oder gehst du davon aus es besser zu wissen als die professionell Betreuenden? Wenn ja, was lässt dich das glauben - Bedenke, dass die Betreuer es in Ausbildung/Studium und Fortbildung gelernt haben, wie in solchen Fällen zu handeln ist - hast du das auch?

  8. Avatar von Sandra71
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Benjamitluna Beitrag anzeigen
    Mein Vorschlag, Sandra: bevor Du mitplapperst, lies doch bitte einfach GENAU, worum es hier geht. Wenn Du es nicht verstehst, bin ich gern bereit, auszuhelfen. Im Augenblick nehme ich Dich als sehr oberflächlich wahr.
    Ich wüsste nicht, was ich falsch verstanden habe.


  9. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von salznuss Beitrag anzeigen
    Und ich ergänze: Meinst du nicht, dass das Betreuungspersonal und die gesetzliche Betreuerin seine Situation genau auf dem Schirm haben und alles nötige in die Wege geleitet haben?
    Könnte es sein, dass du über die realen Umstände in betreutem Wohnen bzw. über die realen Umstände gesetzlicher Betreuung relativ wenig weißt? Nur ein Beispiel: Ein gesetzlicher Betreuer bekommt 3,3 Stunden vergütet. Pro Klient. Pro Monat. Siehe z. B. BdB - Baustelle Betreuung - Home

    Selbst bei bester Aubildung (die bei weitem nicht alle Berufsbetreuer haben - oft sind das nämlich Quereinsteiger): Ich kann mir kaum vorstellen, wie man sich in 3,3 Std. pro Monat eine fundierte Einschätzung einer komplexen medizinischen Situation bilden soll. Als ehrenamtlich betreuende Angehörige (mit Abitur, Studium, Erfahrung in selbststrukturiertem Arbeiten, und inzwischen 9jähriger Betreuungserfahrung) wende ich ein Vielfaches dieser Zeit auf. Habe aber selbst bei durchschnittlich 20 Std. / Woche noch das Gefühl, deutlich weniger zu tun, als eigentlich getan werden müßte ....


  10. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    liebe Britwi,

    ich arbeite seit 20 Jahren in dem Bereich.

    ich habe in meinem Beitrag auch unterschieden zwischen den Betreuern des ambulant betreuten Wohnens - diejenigen, die den Alltag mit dem Betreuten gestalten bzw. ihn darin unterstützen - und der gesetzlichen Betreuung.

    Und ja, klar muss eine gesetzliche Betreuung genau über die medizinische Situation bescheid wissen. Sie unterschreibt ja schliesslich damit medizinische Massnahmen überhaupt durchgeführt werden können.

    Ich würde es prima finden, wenn du meine Beiträge denn auch korrekt liest. Danke!

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