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  1. Inaktiver User

    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Benjamitluna Beitrag anzeigen
    Wenn etwas, Sandra, hier "unter aller Kanone" ist, dann Dein inhaltsfreier und tendenziell aggressiver Beitrag. Damit ist dann auch alles dazu gesagt.
    De Wahrheit ist immer doof nicht wahr?

    Was die TE macht ist grenzüberschreitend. Selbst wenn der Freund Betreuung hat kann sie doch nicht bestimmen, was er mit ihr bespricht oder nicht?

    Unglaublich.

    Der Freund ist totkrank. Aber ob er nun darüber spricht oder nicht ändert nichts an seinem Zustand.

    Für den Freund hoffe ich er hat eine Verfügung gemacht - ich würde bei der Prognose nämlich gar keine Behandlung mehr in Erwägung ziehen.


  2. Registriert seit
    15.06.2007
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    7.165

    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Also ich lese hier weder, dass die TE grenzüberschreitend ist noch gar mit der Situation nicht fertig wird und professionelle Hilfe bräuchte!

    Sie ist neu in der Situation und möchte sich orientieren und klären.
    Die Frage nach Diagnose oder Behandlung- das ist doch das Erste wonach JEDER fragt, der was von einer Krankheit hört!
    Überlegungen, ob man vielleicht helfen kann- sind ein zwischenmenschliches Verhalten, in der Regel in der Gesellschaft sehr positiv konnotiert

    Ob das Ansprechen auf die Patientenverfügung zu viel war- kann nur der Angesprochene sagen- es wird Menschen geben, die das überhaupt nicht schlimm finden.
    Das es vielleicht nicht die gefühlvollste Frage ist, wird der TE auch klar sein.
    Aber möge der den ersten Stein schmeißen, der in so eine Situation kommt und der alles "perfekt" machen würde.......wobei wir gar nicht wissen können, was perfekt ist (das kann nur der Betroffene entscheiden).

    Wer mit so einer Situation neu konfrontiert wird, muss zuerst einmal sehen, wo er sich hinstellt und wie er das verdaut.


  3. Registriert seit
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    446

    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von salznuss Beitrag anzeigen
    Auch ein schwer erkrankter Mensch hat das Recht selbst zu entscheiden ob er über die Erkrankung und ihre möglicherweise lebensbedrohlichen Folgen sprechen möchte und falls ja, mit wem. Es ist immer noch sein Leben.
    Natürlich. Es kommt aber leider öfter vor, dass Erkrankte es nicht wagen, die Themen eventuelles Behandlungsversagen, Leid, eventueller Tod von sich aus gegenüber Freunden und Angehörigen anzusprechen. Insbesondere dann, wenn die Freunde und Angehörigen ständig auf der (gutgemeinten, aber oft recht kontraproduktiven) Mutmacher-das-wird-schon-positiv-denken-Schiene unterwegs sind.

    Im ungünstigsten Fall ergeben sich so dollste Rückkopplungsschleifen: Der Angehörige, Freund, was-auch-immer redet nicht über Tod, Leid etc., weil er auf den Erkrankten Rücksicht nehmen will. Der Betroffene redet nicht über Leid, Tod etc., weil er auf den Angehörigen / Freund, was-auch-immer Rücksicht nehmen will. Alle denken über den Elefanten nach, der bedrohlich mitten im Raum steht. Alle tanzen auf Zehenspitzen drumrum. Aber keiner traut sich, das Thema anzusprechen.

    Simple Randbemerkungen, sowas z.B. wie die beiläufige Frage "denkst du manchmal darüber nach, wie es wäre, wenn die Behandlung nicht anschlägt?" oder ein noch simpleres "hast du manchmal Angst?" kann da Klarheiten schaffen. Reagiert der Erkrankte darauf mit "nö, ich konzentriere mich ganz darauf, gesund zu werden!" weiß man woran man ist (und respektiert das selbstverständlich). Hat der Betroffenen aber das Bedürfnis, über solche Themen zu reden, dann weiß er ab diesem Satz, dass er das mit diesem Menschen auch tatsächlich tun kann.

    Wobei ich das nun nicht für Benja geschrieben habe. Sondern eher, um eine für sie unnötige Diskossion wenn möglich etwas abzukürzen. Sie scheint mir nämlich sehr sinnvoll und Grenzen wahrend mit der Situation umzugehen.


  4. Registriert seit
    01.05.2019
    Beiträge
    102

    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Natürlich. Es kommt aber leider öfter vor, dass Erkrankte es nicht wagen, die Themen eventuelles Behandlungsversagen, Leid, eventueller Tod von sich aus gegenüber Freunden und Angehörigen anzusprechen. Insbesondere dann, wenn die Freunde und Angehörigen ständig auf der (gutgemeinten, aber oft recht kontraproduktiven) Mutmacher-das-wird-schon-positiv-denken-Schiene unterwegs sind.
    Ob derjenige es nicht wagt über solche Themen zu sprechen oder ob er es vielleicht gar nicht will, das kannst und wirst du nicht wissen können. Vielleicht könnte man aber auch lernen darauf zu vertrauen, dass der Betroffene schon zeigt was er möchte. Könnte auch sein, dass du die Person bist, die zwar über die Erkrankung informiert wurde aber dennoch der Betroffene nicht im Detail über Therapie und eigenes Empfinden mit dir sprechen möchte.


    Im ungünstigsten Fall ergeben sich so dollste Rückkopplungsschleifen: Der Angehörige, Freund, was-auch-immer redet nicht über Tod, Leid etc., weil er auf den Erkrankten Rücksicht nehmen will. Der Betroffene redet nicht über Leid, Tod etc., weil er auf den Angehörigen / Freund, was-auch-immer Rücksicht nehmen will. Alle denken über den Elefanten nach, der bedrohlich mitten im Raum steht. Alle tanzen auf Zehenspitzen drumrum. Aber keiner traut sich, das Thema anzusprechen.
    Ich glaube ja, dass solche Rückkopplungen, wie du es nennst, eher auf darauf zurück zu führen ist, dass die Beziehung zueinander wohl nicht grad von grossen Vertrauen und Zutrauen geprägt war und ist und nicht darauf, dass der Kranke sich nicht trauen würde über das Leid, welches andere ihn ihm vermuten zu sprechen. Aber vielleicht bist du auch einfach nicht die beste Freundin und daher nicht diejenige, die jedes Detail erfährt. Das wäre dann zu respektieren.

    Simple Randbemerkungen, sowas z.B. wie die beiläufige Frage "denkst du manchmal darüber nach, wie es wäre, wenn die Behandlung nicht anschlägt?" oder ein noch simpleres "hast du manchmal Angst?" kann da Klarheiten schaffen.
    Das ist alles andere als eine "simple Randbemerkung"! Diese Fragen sind intim. Ich würde nicht mit jedem darüber sprechen wollen.


    Reagiert der Erkrankte darauf mit "nö, ich konzentriere mich ganz darauf, gesund zu werden!" weiß man woran man ist (und respektiert das selbstverständlich). Hat der Betroffenen aber das Bedürfnis, über solche Themen zu reden, dann weiß er ab diesem Satz, dass er das mit diesem Menschen auch tatsächlich tun kann.
    Ich denke, dass die Antwort: "ich möchte darüber nicht sprechen." dich - so wie ich dich hier lese - vor den Kopf stossen wird.
    Du könntest dem Betroffenen aber auch einfach so anbieten für ihn da zu sein - auch ohne Fragen.

    Wobei ich das nun nicht für Benja geschrieben habe. Sondern eher, um eine für sie unnötige Diskossion wenn möglich etwas abzukürzen. Sie scheint mir nämlich sehr sinnvoll und Grenzen wahrend mit der Situation umzugehen.
    Den Ansatz finde ich übergriffig. Denn vielleicht ist es grad die Diskussion, das Zusammentragen verschiedener Haltungen, die ihr helfen kann eine eigene Position zu entwickeln. Es ist nicht deine Aufgabe hier moderierend einzugreifen.


  5. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Eigentlich wollte ich zu Sandras Beitag nix mehr sagen, jetzt aber doch. Ich zitiere:

    "Offen gestanden finde ich es auch unter aller Kanone, dass du ihm Gespräche über den Tod aufzuzwingen erwägst, denn er scheint darüber nicht reden zu wollen. Wenn du mit seiner Erkrankung nicht fertig wirst, such dir professionelle Hilfe."

    1) Von "Aufzwingen" ist überhaupt nicht die Rede. Im Gegenteil.
    2) Ob er will oder nicht kann nur er selbst sagen, weder ich und schon gar nicht Sandra
    3) ICH werde mit seiner Erkrankung fertig. Hier suche ich nur einen Austausch auf Augenhöhe.
    4) Die Formulierung "unter aller Kanone" finde ich unangemessen - und tendenziell aggressiv.


  6. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Oh, da ist ja noch jede Menge mehr gekommen...

    Thema Patientenverfügung: viele Menschen, auch solche, die nicht gerade (lebensbedrohlich) erkrankt sind, haben eine PV. Ich auch, meine Eltern, beide in dem 80ern, ebenso wie meine Geschwister und einige meiner Freunde. Das ist heute nichts besonderes mehr, von daher fand ich es überhaupt nicht grob oder unsensibel, ihm das Verfassen (multiple choice ist das ja wohl eher...) einer solchen ans Herz zu legen. Er hat darauf auch nicht schockiert reagiert.

    Dass ich keinesfalls in irgendeiner Form übergriffig handele oder rede, zeigt sich u.a. darin, dass ich ihn ermunterte, selbige GANZ ALLEIN auszufüllen. Ich würde ihm helfen, wenn er Hilfe wolle. Das ist jetzt 9 Tage her, die Ausdrucke liegen bei ihm zu Hause. Was er damit gemacht hat, weiss ich nicht, habe ihn nicht gefragt. Ich werde auch nicht fragen.

    Er ist in der Vergangenheit - um 2008 muss das gewesen sein - schon mal reanimiert worden, seine eigene Aussage: "Das sollen die bloß nicht noch mal machen." Weitere Aussage, in Form einer Frage: "Warum haben die mich nicht einfach gelassen?" Bei Aussagen dieser Art liegt es doch nahe, ihn auf die Möglichkeit eine PV aufmerksam zu machen (er weiss solche Dinge nicht, versteht sie auch nicht wirklich). Oder?

    Salznuss, nein, er würde mir nicht vor den Kopf stoßen, wenn er sagen würde, dass er nicht reden will. Noch mal: ich bin absolut freilassend und würde niemals anderen meine Vorstellungen aufzwingen wollen. Wobei - und das ist ja der Grund, warum ich hier den Austausch suche - ich mich sehr wohl frage, was ansprechbar ist, von wem und wann. Ich erwarte GAR NICHTS von ihm. Und: ICH muss mit ihm nicht über das sprechen, was kommen kann.


  7. Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    dharma: bei welcher Prognose? Wovon redest Du? Niemand hat - weder hier noch im Krankenhaus - eine PROGNOSE formuliert.

    Und was ist das für ein Satz: "Selbst wenn der Freund Betreuung hat kann sie doch nicht bestimmen, was er mit ihr bespricht oder nicht?" Der geht hinten und vorne nicht auf.

  8. Avatar von Sandra71
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Benjamitluna Beitrag anzeigen
    Auf Tod und Sterben werde ICH ihn sicher nicht ansprechen.
    Das las sich im Eingangstext aber noch anders:

    Frage an jene unter Euch: würdet Ihr das Thema "Tod" ansprechen?
    Du schreibst, er redet nicht über seine Diagnose...da gehe ich doch davon aus, dass er nicht darüber reden möchte - und das würde ich respektieren.

    BTW: Statistische Prognosen kann man im Internet nachlesen. Bei dieser Krebsart im Stadium IV liegt die durchschnittliche Fünfjahresüberlebensrate lt. Wikipedia bei <35 %.
    Geändert von Sandra71 (13.05.2019 um 19:43 Uhr)

  9. Avatar von Sandra71
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Also ich lese hier weder, dass die TE grenzüberschreitend ist noch gar mit der Situation nicht fertig wird und professionelle Hilfe bräuchte!
    Und ich finde es durchaus grenzüberschreitend, einem Krebskranken, der nicht mal über seine Krankheit spricht, eine Patientenverfügung anzuraten.

  10. Avatar von Sandra71
    Registriert seit
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    AW: Oropharynxkarzinom / Rachenkrebs T4 bei einem Freund

    Zitat Zitat von Benjamitluna Beitrag anzeigen
    dharma: bei welcher Prognose? Wovon redest Du? Niemand hat - weder hier noch im Krankenhaus - eine PROGNOSE formuliert.
    Wir reden hier über eine Krebserkrankung im Endstadium.

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