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  1. Registriert seit
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    Hirnmetastasen

    Bei unserer Oma wurden Hirnmetastasen diagnostiziert.
    Sie hatte die letzten Jahre schon mehrere Krebserkrankungen,
    die jedoch operiert werden konnten.

    Da sie Sprachstörungen entwickelt hat, die zugenommen hatten
    und auch ihr Gedächtnis lückenhafter wurde, wurde sie untersucht.

    Die Diagnose Hirnmetastasen kam unerwartet, jedoch sind wir durch
    die etlichen Vorerkrankungen leider nicht das 1.Mal mit dieser Krankheit
    konfrontiert. Nur ist es dieses Mal endgültig. Sie wird nicht operiert und
    erhält momentan Schmerzmittel.

    Bei den anderen Krebserkrankungen gab es einen Plan, der sie mit unserer
    Unterstützung auf einen Weg der Gesundung geschickt hatte. Das ist nun nicht
    machbar.

    Uns fehlt eine Vorstellung, wie die nächste Zeit für sie und uns werden wird.
    Hat jemand hier schon Hirnmetastasen in seinem näheren Umfeld erleben
    müssen? Verändert sich im Laufe der Zeit die Persönlichkeit immer oder gibt
    es auch positivere Aspekte? Wir sind sehr verunsichert, da uns Zeitspannen
    von nur wenigen Wochen bis zu einem Jahr genannt wurde. Ganz abgesehen
    von Aussagen, dass ein Hirntumor den Patienten komplett verändern würde.

    Wir sind sehr verunsichert, da Hirnmetastasen so ganz anders zu sein scheinen,
    denn die Krebsdiagnosen, die sie bisher erfolgreich behandeln konnten.

  2. Inaktiver User

    AW: Hirnmetastasen

    Ja.
    Diagnose Ende August, verstorben Anfang Oktober.

    Ausgangspunkt Gebärmutterkrebs (galt als geheilt) und danach Lungenkrebs (galt als behandelbar).

    Direkt nach der Entdeckung der Metastasen wurde noch eine tägliche gezielte Bestrahlung gemacht, allerdings hat das nicht viel genutzt.

    Mitte September haben erste Aussetzer stattgefunden, in der Art von epileptischen Anfällen.
    Zudem war das Sprachzentrum betroffen und auch einfache körperliche Bedürfnisse wurden nicht mehr wahrgenommen - Durst und Hunger existierten praktisch nicht mehr.

    Seitdem Palliativstation im Krankenhaus.
    2 Tage vor dem Tod kam eine Art Wachkoma.
    Der Tod selbst war eine Art Einschlafen.


    Wir wissen nicht, wieviel die Betroffene noch bewusst wahrnehmen konnte und wie stark bzw. ob überhaupt Schmerzen vorhanden waren...

    Es war aber für uns sehr hart.
    Wir konnten dem „Verfall“ praktisch zusehen.


    Viel Kraft!


  3. Registriert seit
    14.07.2009
    Beiträge
    1.943

    AW: Hirnmetastasen

    Liebe frei_gedank,

    Danke für deine offene, ehrliche Antwort.
    Das muss sich schrecklich angefühlt haben für Euch.
    Und ich weiss nicht einmal, ob unter diesen Umständen
    Zeit genug vorhanden war für Euch, sich sanft genug
    miteinander zu verabschieden. Da war so wenig Zeit.

    Aber Danke dir sehr, dass wir durch deine Schilderung einen
    Weg erkennen können, den wir wohl beschreiten werden müssen.
    Ich finde es hilfreich, wenn ich weiss, wie es womöglich verlaufen könnte.

  4. Inaktiver User

    AW: Hirnmetastasen

    Gerne.

    Ich persönlich finde bei einer solch niederschmetternden Diagnose hilfreich, sich der Realität zu stellen und alle Möglichkeiten zu sehen anstatt zu verdrängen.

    Die Zeit ist kostbar!

    Zumindest bei uns war das so.


  5. Registriert seit
    30.12.2018
    Beiträge
    1

    AW: Hirnmetastasen

    Mein Schwiegervater hatte jahrelang Probleme mit einem Auge, konnte immer schlechter sehen, bekam Tropfen, bis ein Epithelzellenkarzinom diagnostiziert wurde, inoperabel, an der Schläfe um die Schlagader verwachsen. Es hieß, man kann nichts machen, er soll sich um seinen letzten Willen kümmern, er hat noch 6 Monate.
    Die fuhren zu Spezialisten nach Münster und Hamburg, OP unmöglich.
    Er stellte seine Ernährung um, absolut kein Zucker mehr, alles frisch gekocht und er nahm Schwarzkümmelöl, Kurkuma als Pulver, Kurkuma als Nasenöl, Graviola Kapseln und Aprikosenkerne. Die Ärzte machten dann noch Bestrahlung, niemand weiß warum das vorher kein Thema war. Ein halbes Jahr später war der Tumor weg.
    Wer weiß schon, was letzten Endes geholfen hat. Aber wenn die Medizin nicht weiter weiß, versucht es vielleicht mal auf diese Art. Du kannst mich gerne privat anschreiben bei weiteren Fragen.

  6. VIP Avatar von katelbach
    Registriert seit
    02.03.2011
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    16.359

    AW: Hirnmetastasen

    Zitat Zitat von Curama Beitrag anzeigen
    Mein Schwiegervater hatte jahrelang Probleme mit einem Auge, konnte immer schlechter sehen, bekam Tropfen, bis ein Epithelzellenkarzinom diagnostiziert wurde, inoperabel, an der Schläfe um die Schlagader verwachsen.
    Kannst du die Tumorart präzise angeben? Von welchem Organ/welcher Struktur ging der Tumor aus?
    Dann kann man sich ein Bild machen.
    "Epithelzellen" ist ungenau. Meinst du ein Plattenepithelkarzinom der Bindehaut?
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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