+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 11
  1. Inaktiver User

    Das Loch in das ich fiel

    Hallo..

    Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll.
    Zunächst will ich sagen, dass ich auch in professioneller Behandlung bin - aber anscheinend nicht oft genug, bzw. suche ich anscheinend noch einen anderen Weg mich mitzuteilen.

    Letztes Jahr im April erhielt ich leider die Diagnose Krebs mit 26 Jahren. Genau: Nebennierenrindenkarzinom.
    Der Tumor wurde vollständig entfernt und hat bisher nicht gestreut... (regelmäßige PETs)
    Ich muss aber eine adjuvante (unterstützende) Chemo machen in Tablettenform - noch zwei Jahre :/
    Meine Ärzte sind bisher zuversichtlich -was ist nicht verstehe, weil eben die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Rezidiv auftaucht...
    Ich habe natürlich große Angst. Angst vor einem Rezidiv, Angst vor Metastasen. Angst zu sterben.
    Ich möchte bitte keine Horror-Geschichten hören, über ja der und jener ist an Krebs gestorben - weil ich bin nicht der "Vertränger-Typ", sondern solche Geschichten lösen in mir Panik aus.
    Vielleicht auch, weil mir lange niemand geglaubt hat, dass etwas ist und ich bin über ein halbes Jahr zu Ärzten gerannt, weil mir niemand glaubte beziehungsweise nichts festzustellen war.

    Keine Ahnung - ich treffe mich auch nicht mit anderen Krebspatienten, weil es mir bisher den Umständen entsprechend gut geht.

    Ich weiß nicht wieso ich in dieses Forum schreibe - ich möchte kein Mitleid! Darum geht es mir nicht.
    Ich möchte mich nur mitteilen. Meine Familie, meine Freund sind immer für mich da - natürlich in dem möglichen Rahmen.
    Ich merke wie sich so langsam Freunde, Bekannte nicht mehr so für mich interessieren, sich abwenden, dass macht mich sehr traurig. Weiß man nicht wie man mit mir umgehen soll?
    Ich mein, ich weiß es ja manchmal selbst nicht. Will ich reden oder einfach ganz normal behandelt werden.


  2. Registriert seit
    11.09.2012
    Beiträge
    973

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Guten Morgen hannah089,
    Du trägst schwer an Deinem Schicksal, in so jungen Jahren an Krebs zu erkranken.

    Ja, ich denke, es ist so wie Du schreibst, Deine Freunde und Bekannten wissen nicht, wie sie mit Dir umgehen sollen. Du merkst ja selbst, wie durcheinander Du bist.
    Oft ordnet sich der Freundeskreis durch eine solche Erkrankung neu. Was m. E. nachvollziehbar ist. Denn wenn Du zurück denkst, vor Deiner Erkrankung, hattest Du wahrscheinlich selbst keinen freundschaftlichen Kontakt, zu einem an Krebs erkrankten Menschen in Deinem Alter. Wer beschäftigt sich schon im Privatleben tiefergehend mit schweren Krankheiten? Es ist für alle ein "neues Thema" - sowohl für Dich, als auch Dein soziales Umfeld.
    Und wenn das Umfeld dann merkt "das hört nicht auf", kommt die große Ratlosigkeit.

    Vielleicht hast Du die Kraft Deine Freunde mal einzuladen und Ihr sprecht über genau diese Unsicherheit. Sag ihnen, dass Du auch im Moment nicht weißt, wie es Dir seelisch geht. Frage sie, was sie sich von Dir wünschen. Sage ihnen, was Du Dir von ihnen wünschst. Sind es ein paar Stunden Unbeschwertheit, Ablenkung, Ausstellungsbesich, Kino etc. Möchtest Du, dass Dich jemand zu einer Untersuchung begleitet oder zu Hause auf Dich wartet, mit einem gekochten Süppchen?

    Freundschaften halten so etwas aus, trau Dich klare Worte dafür zu finden. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du für ein paar Tage mal aufschreibst, was Dir für Gedanken durch den Kopf gehen. Können ja einfache Notizzettel sein. Ganz profane Alltagssituationen, z. B. Du läufst durch eine Straße, siehst die obercoolsten Stiefel im Schaufenster und denkst "man, wäre das jetzt toll. wenn XY hier wäre". Vielleicht können solche lapidaren Themen die Bedrücktheit aus dem unmittelbaren Freundeskreis nehmen.
    Und jemand Anderer, der eher stillere Freund, ist in der Lage, Dich zu einer Informationsveranstaltung zu begleiten. Wissen um Krankheiten und deren Therapiemöglichkeiten/Wahrscheinlichkeiten, helfen u. U. dazu, Ängste abzubauen.

    Das Treffen mit anderen Patienten, z. B. im Rahmen einer Selbsthilfegruppe, kann dazu beitragen, über genau solche Situationen zu reden. Da geht es nicht nur um die körperlichen Fakten, Rezidive, vielleicht findet Du etwas Passendes unter www.sekis.de

    Das Deine Ärzte bisher zuversichtlich sind, kann ich nachvollziehen. Der Tumor ist vollständig entfernt, es gab keine Metastasen, die regelmäßigen Nachuntersuchungen sind unauffällig.
    Die Wahrscheinlichkeit für das weitere gesunde Leben besteht eben auch. Was macht mehr Lebensmut, an die Gesundung zu glauben oder an die Wiedererkrankung? Wo läge der Sinn, immer nur an die Wiedererkrankung zu glauben?

    Durch schreibst, dass Du in professioneller Behandlung bist. Ist das eine Psycho-Onkologin? Wenn nicht, würde ich mal in dieser Richtung suchen. Da kann Dir sicherlich der Sozialdienst der behandelnden Klinik weiterhelfen.
    Warst Du zur Reha nach der Erkrankung?

    Alles Gute für Dich vom Pumpernickel


  3. Registriert seit
    03.06.2016
    Beiträge
    392

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Ich merke wie sich so langsam Freunde, Bekannte nicht mehr so für mich interessieren, sich abwenden, dass macht mich sehr traurig. Weiß man nicht wie man mit mir umgehen soll?
    Ich mein, ich weiß es ja manchmal selbst nicht. Will ich reden oder einfach ganz normal behandelt werden.
    Liebe hannah,

    ich bin keine Krebspatientin, aber ich hatte in jungen Jahren andere Schicksalsschläge zu verkraften. Ich war ebenso verunsichert durch die Reaktion meines Umfeldes und betreffend meine eigenen Erwartungen und Wünsche. Nur so als Rückmeldung. Dieser allgemeine Zustand der Unsicherheit ist bestimmt nicht leicht auszuhalten. Ganz wichtig finde ich, dass Du eine zuverlässige Unterstützung hast, der Psychoonkologe wurde schon genannt. Der Austausch mit Betroffenen kann helfen oder runterziehen. Ich finde es gut, dass Du da auf Dein Gefühl hörst! Man kann auch immer mal wieder probieren, wo man sich austauscht.

    Ganz liebe Grüße
    neustart

  4. Inaktiver User

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Guten Morgen und vielen lieben Dank, dass du geantwortet hast.

    Das Problem ist nur eher, bei meinen Freunden, Bekannten, dass diese sich nicht mehr soo oft melden, bzw. ich von manchen gar nichts mehr höre. Wir wohnen studienbedingt auch in anderen Städten. und ich wohne mit meinem Freund zusammen.
    Es ist nur so komisch für mich, dass sich niemand mehr so richtig meldet. Am Anfang war so viel - da waren plötzlich Bekannte von meinen Eltern da und jetzt - seitdem alles "gut läuft" interessiert sich niemand mehr so dafür - muss ich darauf warten, dass wieder etwas Schlimmes passiert?
    Das andere Probleme ist in dieser Hinsicht auch, dass ich eben "normal" aussehe - ich bin schlank, habe meine Haare, etc.
    Ich wohne in einer anderen Stadt, nicht mehr daheim - es ist hier eh schon schwierig Leute kennenzulernen.
    Als ich von der Diagnose erfahren habe, habe ich mir einen Hund gekauft - ich wollte schon immer einen, aber meine Eltern fanden die Idee natürlich total bescheuert - in meinem Alter, aber nach der Diagnose, haben sie quasi zugestimmt. Dadurch habe ich viele Leute/Freunde kennengelernt und viele wissen darüber und sind normal zu mir :) Sie wissen irgendwie manchmal besser mit mir umzugehen, als "alte" Freude.. Das verletzt mich nur irgendwie :/

    Und ja, ich kann froh sein, dass alles bisher gut gelaufen ist, aber ich habe vor jeder Untersuchung Angst, Todesangst, aber mit der Zeit verstehen das die Menschen in meiner Umgebung nicht und ich denke mir dann, wenn Die sich keine Sorgen machen, dann muss ich das wohl tun.. oder so, dass klingt vielleicht dämlich, aber so ergeht es mir.

    Genau ich bin bei einer Psycho-Onkologin, die ich auch sehr mag.
    Reha musste ich gar nicht machen - nach der OP war ich schnell wieder fit. Die OP war minimalinvasiv. Ich konnte drei Tage später wieder aus dem KH und mache gerade auch eine Yoga-Ausbildung, war danach wieder reiten und muss natürlich auch jeden Tag gassi gehen - auch bei diesem Wetter ;)

    Ich habe nur ein riesiges Problem mit meiner Angst umzugehen, ich lebe nicht im heute sondern schon in ein paar Jahren, was könnte dann sein?
    Grund dafür ist auch, dass mir eine Frau damals mitteilte sie hat den selben Krebs und auf Facebook gibt es ein Mädchen/Frau mit dem selben Krebs und ich solle mich von ihrer Geschichte aber nicht abschrecken - naja was habe ich aber gemacht, ich habe mir ihre Geschichte angeschaut. Ich mache das mittlerweile täglich und es geht ihr schlecht. Sie hat Metas bekommen..
    Wie kann ich da positiv sein?


  5. Registriert seit
    11.09.2012
    Beiträge
    973

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Wenn Du jetzt mal zulässt, den Fokus von der Krebserkrankung zu nehmen... kannst Du Dir vorstellen, dass es ganz natürlich ist, dass sich Freundschaften in andere Richtungen entwickeln, wenn man nicht mehr im selben Ort wohnt, wenn sich Interessen - durch Erweiterung des Horizontes, durch berufliche und familiäre Entwicklungen - einfach verlagern, man auch keinen gemeinsamen Alltag bzw. Erlebnisse mehr hat? Ich denke, dass das zum Erwachsenwerden dazu gehört.

    Du schreibst, dass Du "normal" aussiehst, benennst dies aber als Problem. Kannst Du Dich nicht darüber freuen? Willst Du leidend aussehen, damit ein jeder, der Dir begegnet, vor Mitleid zerfließt? Kann Dir dein "normales" Aussehen nicht dazu verhelfen, dass eben die Menschen unvoreingenommen begegnen.

    Du schreibst auch, dass Du durch den Hund viele neue Freunde/Leute kennengelernt hast und viele wissen, um Deine Erkrankung und sind "normal" zu Dir. Freu Dich darüber. Wie viele Freunde/Bekannte brauchst Du?
    Du wirkst auf mich irgendwie so "kindlich" (sorry, mir fällt kein besseres Wort ein). Du scheinst viel Bestätigung zu brauchen und auch Erlaubnis (Eltern stimmen zu, dass Du Dir einen Hund zulegst). Und ich vermute, dass dies alles nichts mit der Erkrankung zu tun hat.

    Vielleicht kannst Du diesen Einschnitt als Chance sehen, daran zu reifen.

    Deine Vergleiche/Horrorszenarien mit den anderen Krebspatientinnen hat nichts mit Deiner Realität zu tun. Denn Du hast nicht denselben Krebs wie sie, Du hast den gleichen Krebs. Der Unterschied von dasselbe und das Gleiche ist Dir bekannt?
    Du lebst auch nicht schon "in ein paar Jahren", das geht objektiv nicht. Mir hilft der Satz von E. Tolle, bei solchem Kopfkino "Zukunft findet auch erst im Jetzt statt."

    Weiß Deine Psychoonkologin um Deine "Todesangst" vor den Kontrolluntersuchungen? Was ist für Dich Todesangst? Weiß sie überhaupt um Deine Gedanken und Gefühle?
    Vielleicht wäre eine psychosomatische stationäre Rehabilitation etwas für Dich.

  6. Inaktiver User

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Du bist in jungen Jahren sehr brutal mit deiner Endlichkeit konfrontiert, das steckt kaum wer einfach so weg.

    Trotzdem möchte ich dir Mut machen, dich damit auseinanderzusetzen.

    Viele finden das vielleicht krass, aber ich denke mir, gut, ich hab den Gong gehört - aber alle anderen um mich rum wissen ja nun auch nicht, ob sie morgen früh wieder aufwachen. Und dann sterb ich lieber in zehn, zwanzig was weiß ich Jahren an der diagnostizierten Krankheit statt morgen gesund vom Auto überfahren zu werden.

    Ich denke, das erklärt auch, wieso sich dein Umfeld nicht über längere Zeit intensiv mit deiner Krankheit auseinandersetzt - es gehört einfach zum Leben dazu, Leute sind krank, Leute haben Unfälle, Leute sterben, in jedem Alter.

    Und früher oder später muss jeder eine Haltung dazu entwickeln, du leider eben sehr jung, und gezwungenermaßen. Aber die gute Nachricht ist, dass du es auch in der Hand hast, wie du damit umgehst. Wenn du dir von der Angst dein Leben kaputtmachen lassen würdest wär es doch wirklich traurig.

    Hey, heute lebst du, heute bist du gesund - genieß es. Was morgen ist siehst du morgen.

    Wie gesagt, wer morgen noch da ist und wer nicht - das weiß keiner. Das kann auch einer deiner heute pumperlgesunden Freunde sein.


  7. Registriert seit
    03.06.2016
    Beiträge
    392

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Das Problem ist nur eher, bei meinen Freunden, Bekannten, dass diese sich nicht mehr soo oft melden, bzw. ich von manchen gar nichts mehr höre.
    Das hatte ich auch so verstanden. Ich meine, wenn man so früh im Leben einen Schicksalsschlag zu verkraften hat, unterscheidet man sich von den meisten Altersgenossen. Da ist dann einfach nicht klar, wer sich wie wann "richtig" verhält und was man in Härtefällen realistisch von der Umwelt erwarten kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Hm kindisch - bzgl. des Hundes habe ich meine Eltern natürlich gefragt, weil ich immer einen Plan B für meinen Hund haben möchte - sprich ihm soll es immer gut gehen auch wenn ich mal zu schwach bin oder sonstiges und das finde ich persönliche erwachsen - diese Entscheidung zu überdenken.

    Eine psychosomatische stationäre Rehabilitation halte ich demzufolge auch gar nicht für sinnvoll, bzw. möchte ich nicht - ich glaube und auch laut meiner Psychologin sind diese Ängste normal und Menschen, die nach so einer Diagnose völlig entspannt sind und keine Angst um ihr Leben haben, sind eher nicht normal.
    Ja - der Unterschied zwischen gleich und der derselbe Krebs ist mir bekannt - aber da bestätigt sich, dass nicht betroffene Menschen sich schwer beziehungsweise manchmal gar nicht in Krebspatienten hineinversetzen können.. Ich weiß es. Ich weiß das jeder Krebs anders läuft, genauso wie jede Krankheit.
    Mir ist auch bewusst, dass jeder "einfach so sterben kann". Aber wie gesagt.
    Aber wenn man die Diagnose einmal bekommt - ist alles anders.

    Bewusst ist mir auch, dass sich Kontakte durch Entfernung ändern - ich studiere bereits im Master und habe in mehreren Städten gelebt. Also ist mir das sehr bewusst. Jedoch sind das sehr sehr enge Freunde, die auch während unser Studienzeit geblieben sind. Jetzt ist aber anders, für alle ist es normal, beziehungsweise gut, weil bisher alles gut läuft.

    @hilfskonstruktion ich versuche mir auch immer wieder diese Gedanken zu machen und mir ist das auch bewusst, aber ich komme oft aus diesem "Rad" raus und fühle mich hilflos, weil ich krank bin, aber es nicht direkt beeinflussen kann.. bzw. ich weiß manchmal nicht welche Ernährung etc. Ich höre so viele Meinungen, dass mir der Kopf raucht :)


    Liebe Grüße






  9. Inaktiver User

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guten Morgen
    Ich habe nur ein riesiges Problem mit meiner Angst umzugehen, ich lebe nicht im heute sondern schon in ein paar Jahren, was könnte dann sein?
    Grund dafür ist auch, dass mir eine Frau damals mitteilte sie hat den selben Krebs und auf Facebook gibt es ein Mädchen/Frau mit dem selben Krebs und ich solle mich von ihrer Geschichte aber nicht abschrecken - naja was habe ich aber gemacht, ich habe mir ihre Geschichte angeschaut. Ich mache das mittlerweile täglich und es geht ihr schlecht. Sie hat Metas bekommen..
    Wie kann ich da positiv sein?
    Vor fast 2 Jahren bekam ich die Diagnose Krebs, nach verschiedenen Biopsie waren dann 2 Organe befallen und meine Gedanken reduzierten sich innerhalb weniger Tage auf 1-2 Jahre, die ich noch leben sollte.
    Ich suchte verzweifelt hoffnungsvolle Geschichten in verschiedenen Foren im Internet mit dem Ergebnis, dass ich fast durchdrehte. Alles war schlimm, die die ihre Krankengeschichte akribisch mit jedem Befund vor der Welt ausgebreitet hatten.
    Das schlimme war noch, dass mir die Ärzte die Wahl der Behandlung freistellten, Operation, Bestrahlung, HiFu Ultraschall Therapie, bei allem waren’s die Nebenwirkungen gräßlich und die Sicherheit, dass der Krebs danach entfernt wäre, hat keine Behandlungsmethode gegeben. Ernsthaft überlegte ich, dass es vielleicht besser wäre ohne Behandlung mich dem Schicksal zu ergeben. Dann habe ich alle Bücher in den Müll geworfen und das Internet gemieden, dass ich irgendwann frei geworden bin. Nach der 3. Arztmeinung habe ich mich operieren lassen und jetzt ?
    Am Montag bekam die Bestätigung, dass der Krebs erstmal weg ist, die Marker sind 1A.
    Wie lange ?
    Ich weiß es nicht.
    Es ist das beste, man vertraut sich einem Arzt an, an dem man glaubt und lebt in seiner Welt.
    Ich stürze mich in meine Arbeit, es ist viel liegengeblieben......


  10. Registriert seit
    15.08.2015
    Beiträge
    147

    AW: Das Loch in das ich fiel

    Hallo Hannah!

    Ich stelle immer wieder fest, dass sich der Freundeskreis einfach mit dem eigenen Leben ständig verändert. Unabhängig von Deiner Erkrankung hat man doch meistens Freunde, die ein ähnliches Leben haben, ähnliche Probleme und ein ähnliches Umfeld.
    So hatte ich eine zeitlang nur Singlefreunde, dann waren wir hauptsächlich mit Familien befreundet, als ich Krebs hatte eben Betroffene. Ich stellte auch fest, das sich Freundschaften irgendwie auflösen, wenn ein Leben sich grundsätzlich verändert. So hat sich eine Freundin von Ihrem Mann getrennt und halt alles umgekrempelt und schon merkt man, das die gemeinsamen Themen ausgehen...
    Nur wenige konnten mit meiner Diagnose umgehen und sich dauerhaft damit beschäftigen, bei manchen habe ich sogar Voyorismus vermutet. Andere sprachen konsequent nur über andere Themen mit mir. Wieder andere breiten irgendwelche Krebsthemen aus ihrer Familie aus....
    In der Akutphase sind alle da und mehr als das, halt auch Leute, die man sonst nicht so kennt (beschreibst Du ja auch), aber irgendwann erschöpft sich dieser dauernde Ausnahmezustand für Nichtbetroffene und man möchte sich lieber mit seinem eigenen, langweiligen Leben beschäftigen.

    Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute!
    Nelley

+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •