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  1. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dein Kind ist mit Tieren und gerade mit diesen Katzen aufgewachsen - ich würde die Folgen eines möglichen Verlustes ausdrücklich NICHT unterschätzen.
    Du hattest schon mal geschrieben, er sei oft therapiemüde , wie soll er dann noch zusätzlich zu allem Anderen eine dauerhafte Trennung von seinen Katzen verkraften ?
    Das meine ich auch.

    Ein krankes Kind braucht nicht nur eine medizinische Behandlung, sondern auch ein paar gute Gründe, um leben zu wollen! Geliebte Haustiere sind bestimmt einer dieser Gründe.

    Wenn es sich irgend einrichten lässt, würde ich dafür sorgen, dass sie bleiben können.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aussagen wie: das macht mich fassungslos, wie kannst du da als Mama nur drüber nachdenken, oder Jugendamt auf den Hals hetzen, sind nicht so einfach zu verdauen und überrollen mich.
    Aussagen in der Bri haben mich schon in Bezug auf viel harmlosere Themen überrollt, ich kann's verstehen.

    Dass die Richtlinien überall anders sind verunsichert mich zutiefst
    Du machst dir viele Gedanken dazu, was das Beste ist für dein Kind, deine Familie. Das ist als Mutter deine Aufgabe, das tust du - und mehr kannst du nicht tun.

    Ich weiss nicht, ob du religiös bist; doch in solchen Situationen zwinge ich mich dazu, nach dem sorgfältigen Erwägen aller Argumente meine Entscheidung zu treffen, welche immer das ist, und die übrig gebliebenen Zweifel, die auch immer bleiben, in Gottes Hand zu legen. Dort gehören sie hin.

    Wir sind Menschen, wir tun das Menschenmögliche, oft ist es schwer, wenn man unterschiedliche Bedürfnisse gegeneinander abwägen muss, womöglich auch mit Ängsten anderer Leute noch zusätzlich zu den eigenen Ängsten konfrontiert wird - aber als Mensch tust du das Menschenmögliche. Mehr ist nicht möglich. Mehr ist nicht in deiner Hand. Tu das, was dir möglich ist, aber nicht mehr. Es ist mehr als genug.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Lilou,

    was sagen die Onkologen Eures Vertrauens dazu?

    bei "normalen" Chemotherapien sind die eigenen, gewohnten, Haustiere im Allfgemeinen kein Problem.

    bei den Hochdosisschemata vor Transpantation sieht es mit der Immunlage zja anders aus: soweit möglich, werden alle Immunzellen platt gemacht, damit die neuen Stammzellen ungehindert angehen und neue Immunzellen bilden können.
    Klar ist Dein Kihnd in dieser Zeit im reinraum und dort so gut wie möglich vor Infektionen geschützt.
    Aber auch danach, nach dr Transplantation, wird es dauern, bis eine passable Abwehrleistung erreicht wird.

    Ich denke, in einem Forum wirst Du nicht unbedingt fachlich kompetent beraten, sondern liest viele persönliche Meinungen - auch von Usern, die die Problematik nur über viele Ecken kennen, wenn überhaupt.

    Vielleicht gibt es Selbsthilfeorganisationen, Elterngruppen, in denen ein Austausch unter real betroffenen möglich ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Häuser, die SZT bei Kindern durchführen, eigens geschulte Mitarbeiter haben, die den kleinen Patienten altersgemäße Aufklärung bieten können und die auch die Fragen der Eltern kompetent beantworten können. Jenseits von Spekulation und eigenen Vorstellungen.

    Zum Katzendilemma: Ich kann Dich sehr, sehr gut verstehen. Als mein Mann mit der Chemo (eine "normale") anfing, waren wir beide so froh, dass die Onkologen grünes Licht für unsere damaligen Hunde gaben ...
    Thank you for observing all safety precautions.

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  3. Avatar von Pola
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich wünsche Euch alles Gute, liebe Lilou! Es raubt mir den Atem, wenn ich nur daran denke, was euch bevorsteht, und ich hoffe, ihr findet einen Weg, es für alle so erträglich wie möglich zu gestalten.

    Du wirst dich sicher gut informieren und alles gut abwägen. Im Prinzip gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Ihr behaltet die Katzen oder Ihr gebt sie weg. Beides kann Konsequenzen haben. Du musst wissen, welche du tragen kannst. An deiner Stelle würde ich aber soviel Energie wie möglich in die Prüfung beider Alternativen stecken. Also nicht nur mit dem Ziel herangehen: Wie können wir die Katzen behalten? Sondern auch: Wie könnten wir sie ggfs. bestmöglich weggeben? Da würde ich auch an ungewöhnliche Wege denken, an die Öffentlichkeit gehen, Hilfsorganisationen ansprechen etc. Vielleicht gibt es einen Weg, die Betreuung doch so zu organisieren, dass alle gut damit leben können und dass es vielleicht auch eine Perspektive gibt, dass alles wieder so wird wie früher.

    Dafür drücke ich euch ganz fest die Daumen!

  4. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich würde vermutlich im Moment weniger Energie in die Informationsbeschaffung stecken - auch wenn es schwer fällt.

    Ich würde mir überlegen, wie ich die Trennung bewerkstelligen kann. Also Katzen mehr an den Raum Untergeschoss gewöhnen, dort einen Katzenklappe einrichten. Vorbereitungen für die Webcam treffen und vorallem für die vorgeschlagenen Schleusen.

    Denn das gibt deinem Sohn Hoffnung und macht ihm Mut.

    Dann kommt die Zeit im Krankenhaus und in der "Reha" und weniger Tage bevor ihr nach Hause zurück kommt, gibt es vielleicht viel eher ein belastbare Einschätzung der Ärzte für euren Fall und dann musst du erst entscheiden, ob die Vorsichtsmaßnahmen, die du vorbereitet hast ausreichen oder ob die Katzen dann eben doch (vorrübergehend) in eine Katzenpension kommen.


    Bis dahin kann so viel passieren - verschwende deine kostbare Zeit mit deinen Kindern nicht auf Grübeleien, sondern handele - im Idealfall zusammen mit deinen Kindern - schaffe alle Möglichkeiten, dass die Katzen bleiben können und die wirkliche Entscheidugn kannst du dann treffen, wenn sie dran ist.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  5. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Moin Lilou !

    Das Diskussionsniveau hier in diesem Strang ist teilweise tatsächlich unterirdisch, klar, daß Dich das anfasst, aber Respekt, daß Du da so gelassen geblieben bist (ich wäre da bei einigen Kommentaren vermutlich völlig ausgeflippt.)

    Versuch. Dich von dem Gedanken, Du hättest hier irgendeine Möglichkeit, etwas richtig oder falsch zu machen, zu befreien.
    Das ist ein so großes Drama bei Euch, daß es sich schlicht und ergreifend in der allerletzten Konsequenz Deinem Einfluß entzieht - hernach schaffst Du bei Euch die Katzen ab und in der Zeit im Elternhaus begenet Ihr einem Geschwisterkind eines anderen Patienten, in dessen Kindergarten gerade die Masern ausgebrochen sind, was aber noch keiner weiß und schwupps, ist das Problem da oderoderoder - es ist ganz einfach nicht möglich, bei einem so großen Thema alle Eventualitäten in den Griff zu bekommen.
    Was Du brauchst, ist ein Bauchgefühl - es muß gar nichtmal zuverlässig sein, einfach nur ein Gefühl, nach dem Du Dich richten kannst und da Du jetzt schon jahrelange Erfahrung im Umgang mit Deinem Sohn und seiner Krankheit hast, wird auch Dein Bauchgefühl entsprechend trainiert sein - und ansonsten eine ordentliche Portion Vertrauen in Gott oder das Universum oder wie auch immer Du "die große Macht" nennen möchtest.
    Ich kenne Deinen anderen Strang zur Schulproblematik; glaubst Du echt, das Universum hätte sich so viele Gedanken zu diesem Thema gemacht, wenn da werauchimmer gewollt hätte, daß Ihr nicht gut aus dieser Sache rauskommt ??
    Eben !

    Auch, wenn ich da jetzt vielleicht ein bißchen flapsig klinge, Lilou, versuche wirklich, dies Kombination aus Bauchgefühl und "Gelassenheit" (falsches Wort, aber ich finde gerade auch kein richtiges) zu entwickeln.
    Egal, was passiert: Da sind noch zwei Kinder, deren Familie rund um diese ganze Geschichte möglichst nicht auseinanderbrechen sollte. Sprich: Sie brauchen Dich als Mama, die Du ihnen aber nicht sein werden kannst, wenn Du Dich im Verantwortungsgefühl für Deinen Jüngsten verhedderst.

    Es reicht vollkommen, wenn Du Deine Entscheidungen von Liebe geprägt triffst.
    Der Anspruch, immer das Richtige entscheiden zu wollen, ist in dieser Gesamtlage völlig überzogen.

    Zum Thema unterschiedliche Bewertungen seitens der Ärzte, was Eure Katzenhaltung angeht, ist mir noch eine Sache eingefallen:
    Man muß immer das Umfeld betrachten, in dem solche Aussagen getroffen werden.
    Es wundert mich überhaupt nicht, daß ausgerechnet München da wohl ziemlich restriktive Empfehlungen ausspricht.
    Aktuelle Zahlen habe ich jetzt nicht nachgeschlagen, aber vor zwei, drei Jahren wurden an keiner anderen Klinik in Deutschland so viele Tierversuche gemacht, wie in München.
    Menschen, die das Leben und die Unversehrtheit von Tieren eher niedrig einschätzen, werden vermutlich schneller zur Abgabe raten, als solche, die selbst an ihren Tieren hängen und deren positive Auswirkungen gerade auch auf die Psyche kranker Kinder zu schätzen wissen.

    Ich weiß nicht, in welchem Land Dein Sohn behandelt werden wird.
    Aber es gibt ein Land in Südeuropa, das einerseits führend und sehr erfahren auf dem Gebiet der Stammzellentherapie ist, andererseits aber mit das grausamste Land überhaupt, wenn es um die Rechte und den Schutz von Tieren, insbesondere auch gerade von Katzen geht.
    Wenn Ihr nun Ärzte habt, die in einem Umfeld sozialisert wurden, in dem Katzen quasi als größere Ratten gelten und es staatliche Tiertötungsstationen gibt, in denen geistig behinderte Menschen arbeiten, denen man eingeredet hat, wenn sie die Katzen nicht töten würden (und der Todeskampf, der sich in diesen Anstalten abspielt, ist von einer Grausamkeit, die ich hier nicht in Worte fassen werde), brächten die Katzen ihrerseits die Menschen um (zu deutsch: Todesangst auf beiden Seiten.), dann mußt Du Dich echt nicht wundern, wenn Euch mehr oder weniger vehement dazu geraten wird, Eure Katzen abzugeben.
    In diesem Fall würde ich an Deiner Stelle mit den Ärzten gar nicht drüber diskutieren, ob da Katzen sind oder nicht, sondern dieses Thema großräumig umschiffen.
    Vielleicht kannst Du das bis zum nächsten Gespräch noch rausbekommen, wie es in dem Land, in das Ihr geht, um diese Themen bestellt ist.

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich denke übrigens, dass dir kein Arzt sagen wird, dass es vollkommen in Ordnung ist, die Katzen zu behalten - es ist ein Risiko und die meisten Ärzte werden das Risiko scheuen später wegen dieser Aussage verklagt zu werden.

    Aber nachdem die Behandlung erfolgreich war und nach der Reha wirst du die behandelnden Ärzte ja auch besser kennen und sie können dann auch deinen Sohn besser einschätzen und beurteilen - wenn du dann nicht fragst, "was soll/darf ich tun", sondern "was würden sie tun, wenn es ihr Kind wäre", dann bekommst du zwar keine angreifbare aber unter Umständen eine ehrliche Antwort.
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  7. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich vermute, dass die Empfehlungen der Kliniken vorwiegend von Erwachsenen ausgehen. Die sind - wie schon mehrmals geschrieben - sicherlich leichter zu disziplinieren als Kinder.

    Außerdem ist "Haustier" ja auch sehr allgemein gefasst. Ein Kleintier kann notfalls in einem separaten Zimmer in einem Käfig bleiben. Ein Hund braucht zwar mehr Bewegung, lässt sich bei guter Erziehung aber eher Tabuzonen vorschreiben als eine Katze.

    Du hast ja den Termin bei der Klinik, da würde ich die konkrete Situation schildern und hören, was die sagen.

  8. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Die Deutsche Krebsgesellschaft schreibt auf den Informationsseiten Patienten/Angehörige zum Verhalten nach vor/nachTranspantation:

    "Nebenwirkungen der Blutstammzell- bzw. Knochenmarktransplantation

    Die intensive (Radio-)Chemotherapie, die der eigentlichen Transplantation vorausgeht, bringt die Immunabwehr des Patienten fast gänzlich zum Erliegen. Der Patient ist daher über mehrere Wochen oder sogar Monate extrem infektionsgefährdet. Zum Schutz vor Infektionen und Pilzerkrankungen wird er deshalb von Vornherein mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Auch muss er sich in der Zeit vor und nach der Transplantation in einer Sterileinheit aufhalten, zu der außer Ärzten und Pflegepersonal nur wenige Personen in Schutzkleidung und mit Mundschutz Zutritt haben.

    Nach der Transplantation muss der Patient über längere Zeit Medikamente einnehmen, die mögliche Abstoßungsreaktionen des fremden Knochenmarks verhindern sollen.

    Bis das körpereigene Abwehrsystem wieder völlig intakt ist, dauert es etwa ein Jahr. Während dieser Zeit ist der Patient für Infektionen erheblich anfälliger als andere Menschen. Empfehlungen und Verhaltenshinweise zur Verminderung des Infektionsrisikos sollten daher unbedingt beachtet werden."

    Zu finden hier: https://www.krebsgesellschaft.de/onk...lantation.html

    Eine Hundefreundin durfte noch mehr als ein Jahr nach der Transplantation nur mit Handschuhen Hände schütteln, weil sie noch immer unter Immunsuppression stand.

    Ich würde mir sehr für Euch wünschen, dass der Plan mit der Schleuse klappt!
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  9. Avatar von signalgrau
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    was sagen die Onkologen Eures Vertrauens dazu?
    Das wäre auch meine Frage.

    Zu den Informationen allgemein: in der Thematik gibt es einfach zuviel Variablen, als dass sich ein klares Ja/Nein ableiten liesse. Im Gegensatz zu den durch Studien abgesicherten Leitlinien und klaren Regimen während des Klinikaufenthaltes fehlt eine wissenschaftliche Absicherung in der Phase danach - mehr als (z.T. differierende) Empfehlungen (auf Basis der Vorschläge vom EBMT/RKI) kann es da per se nicht geben. Darüber hinaus: auch die Broschüren/Empfehlungen der jeweiligen Kliniken - wiewohl von Fachleuten erstellt - können immer nur einen gewissen "Normalfall" von Patient/Erkrankung/Verlauf abbilden, dem dann ein "Normalfall" von Risiken nach der Entlassung gegenüber gestellt wird, den es soweit wie möglich zu minimieren gilt. Keiner der Ersteller dieser Broschüren kennt die exakte Diagnose, den bisherigen Verlauf, die aktuellen Laborwerte etc. ppp. deines Sohnes - und erst recht nicht zukünftige Entwicklungen. Auch Betroffene wie ich kennen nur einen einzigen Fall genau, und das ist ihr eigener. Was für mich empfehlenswert schien, kann im Falle deines Sohnes völlig anders gelagert sein. Auch bei allen anderen (fachfremden) Stimmen aus Internetforen bleibt der anekdotische Charakter konstitutiv. Wer die Lage bezüglich deines Sohnes, seiner Prognose, seiner (wahrscheinlichen) Gefährdungslage in der kritischen immunsupressiven Phase nach der Entlassung in Bezug auf Haustiere (und allen anderen Risiken) wirklich seriös beurteilen kann, dass sind allein die behandelnden Ärzte.

    Nebenbei - auch die eher "großzügigen" Ratgeber empfehlen umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich Haustierhaltung nach einer SZT (Hervorhebung durch mich):

    Zur Frage, ob Haustiere in der Wohnung bleiben dürfen, wenn der Patient aus dem Transplantationszentrum oder der Rehabilitationsklinik entlassen wird, vertreten die deutschen Zentren unterschiedliche Ansichten. Die hier gemachten Empfehlungen sind eher liberal. Klar ist, dass das Infektionsrisiko am geringsten ist, wenn die Haustiere zumindest zeitweilig ausquartiert werden.
    Haustiere müssen nicht in jedem Fall außer Haus gegeben werden, doch sollte der Kontakt zu den Tieren auf ein Minimum reduziert werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Gesundheit der Tiere. Bereits bei ersten Erkrankungszeichen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dies gilt insbesondere, wenn die Haustiere Durchfall bekommen. Hier kommen als Erreger Gardia, Salmonellen, Campylobacter und Crypto- sporidien infrage.
    Industriell hergestelltes Tierfutter guter Qualität ist hygienisch unbedenklich. Werden auch Eier, Geflügel oder Fleisch verfüttert, so müssen diese gut durchhitzt bzw. gekocht werden. Katzen sollten im Haus bzw. der Wohnung gehalten werden. Haustiere sollten nicht außer Haus jagen oder Kontakt zum Stuhl anderer Tiere haben. Sie sollten kein verschmutztes Wasser trinken (Toxoplasmose wird über Katzenkot übertragen).
    Nach Tierkontakt oder Berührung von Decken, Polstern und anderem, was die Tiere berührt haben, müssen wieder gründlich die Hände gewaschen werden, bevor sie in Kontakt mit Lebensmitteln, Mund oder anderen Schleimhäuten kommen. In diesem Punkt darf man nicht nachlässig werden, sonst sollte man lieber die Haustiere abgeben. Katzenklos, Käfige und Aquarien sollten nicht in Räumen stehen, in denen gegessen oder das Essen zubereitet wird. Sie dürfen auch nicht von Patienten gereinigt werden. Dies muss jemand anderem überlassen werden, dessen Immunsystem nicht geschwächt ist. Derjenige muss sich danach gut die Hände waschen, um mögliche Keime nicht weiter zu tragen.
    Das deckt sich weitestgehend mit dem, was mir damals im UKE empfohlen wurde.
    In deinem/eurem Fall kann das allerdings anders sein, wie oben schon dargelegt.
    Geändert von signalgrau (17.03.2017 um 18:52 Uhr) Grund: typo

  10. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    was sagen die Onkologen Eures Vertrauens.
    Das kann ich dir nächste Woche sagen.

    Danke für eure Überlegungen. Sie helfen mir durchaus.
    "Wir können für unsere Kinder nicht jeden Tag die Sonne scheinen lassen,
    aber bei Regen können wir den Regenschirm halten"

    (E. Gombault)

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