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  1. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von Lilou157 Beitrag anzeigen
    Soll ich deswegen auch die Geschwister abschaffen und uns alle monatelang ins Haus einsperren.
    Es geht hier um Katzen. Die Geschwister kann man viel besser für die Problematik sensibilisieren wie die Katzen. Wenn Geschwister vorhanden sind, sollte man erst recht jedes weitere Risiko vermeiden.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe steht in deinem Eingangsthread nichts von Geschwistern. Aber das ist auch egal. Die Priorität ändert das nicht.
    - == Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte == -

  2. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Es ging in meinem Eingangsthread auch nicht darum mich und meine Familie vorzustellen, sondern um eine konkrete Frage in Bezug zu einem meiner Kinder an User in einem Krebsforum die vielleicht auch vor einer Chemotherapie sich mit dieser Frage beschäftigen mussten.
    Trotzdem auch danke an Nichtbetroffene die sich dazu äussern, ihr helft mir schon auch dadurch klarer zu sehen, ich beisse mich doch oft in Wunschdenken fest. Ich werde die Frage, wie im Eingangsthread geschrieben, nächste Woche mitnehmen und ich werde jetzt mit einer weniger grossen Erwartungshaltung daran rangehen, als ich sie mir ursprünglich nach meinem Recherchen aufgebaut hatte, und offener für alle Eventualitäten sein, auch die sehr schmerzhaften. Und vorher schon bei Tierschutzvereinen nach Pflegemöglichkeiten fragen. Wird aber ein tiefer Fall für uns werden.
    "Wir können für unsere Kinder nicht jeden Tag die Sonne scheinen lassen,
    aber bei Regen können wir den Regenschirm halten"

    (E. Gombault)

  3. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich wünsche dir noch mal viel Glück und vor allem Erfolg. Ich kann nur von mir reden, es war nur die ersten paar Tage ungewohnt, dann hat es funktioniert, man gewöhnt sich dran. Und ich glaube, nach 6 Wochen war das alles nicht mehr so streng. Wir haben meinen Vater damals ja auch aus der Klinik abholen müssen, 6 Stunden Autofahrt...mehrmals unterwegs auf Rastplätzen anhalten weil es ihm nicht so gut ging.....
    OT und nicht ganz zu vergleichen...ich habe ein krankes Kind, welches mich schon seit Jahren einen Sagrotanhaushalt führen lässt. Vermeidung von Pilzen, Bakterien, Viren...es werden Abstriche auch von Möbeln genommen um die Keimzahl zu ermitteln. Du putzt z.B. einen Tisch ab...Minuten später ist trotz Desinfektion die erste Kontamination wieder da.Frage einfach noch mal die Ärzte wenn du unsicher bist.

  4. Avatar von --martha--
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Wo bist Du denn räumlich verortet. Ich bin ja gerade katzenlos und vorübergehend, also diese kritischen 6 - 12 Monate würde ich zwei nehmen. Kannst mir ja eine PIN schreiben, wenn Du magst.

  5. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Wo bist Du denn räumlich verortet. Ich bin ja gerade katzenlos und vorübergehend, also diese kritischen 6 - 12 Monate würde ich zwei nehmen. Kannst mir ja eine PIN schreiben, wenn Du magst.
    Das find ich echt klasse
    Es kommt weiß Gott selten vor, aber da fehlen mir die Worte.

  6. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Das find ich echt klasse
    Es kommt weiß Gott selten vor, aber da fehlen mir die Worte.
    Ich finde das auch toll, aber ich glaube, die TE wohnt im Ausland.

    Lilou, vielleicht kannst Du es dem Kleinen ja so erklären, dass Ihr die Katzen sonst in einem Zimmer einsperren müsstet und dass für die auch nicht schön ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Wo bist Du denn räumlich verortet. Ich bin ja gerade katzenlos und vorübergehend, also diese kritischen 6 - 12 Monate würde ich zwei nehmen. Kannst mir ja eine PIN schreiben, wenn Du magst.

  8. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich war auch sehr berührt von dem spontanen Angebot, danke nochmals . Allerdings passt es räumlich nicht.
    "Wir können für unsere Kinder nicht jeden Tag die Sonne scheinen lassen,
    aber bei Regen können wir den Regenschirm halten"

    (E. Gombault)

  9. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Also ehrlich, ich sehe die Problematik nicht so ganz.

    Lilou, wie groß ist Euer Haus ?
    Bzw ist es groß genug, um es für das erste Jahr nach der SZT in zwei Bereiche zu teilen ?
    Einen für Deinen Sohn und einen für die Katzen ?
    Optimal wäre es, wenn Ihr zwei Stockwerke hättet, bzw klingt das mit dem Kellerraum, von dem Du geschrieben hast, doch gar nicht schlecht.

    Was Ihr halt benötigt, sind mehrere Schleusen zwischen den beiden Bereichen, also nicht an unterschiedlichen Stellen, sondern hintereinander.
    Im Prinzip braucht Ihr mindestens 3 Türen hintereinander und dazwischen die Möglichkeit, sich zu desinfizieren und umzuziehen.
    Es ist jetzt nicht wirklich schwer, entsprechende Türen - mindestens eine davon würde ich aus Petscreen machen - und dazugehörige Holzkonstruktionen selber zu bauen, das ist dann vielleicht nicht der Schönheit letzter Schluß, aber es soll ja nicht für die Ewigkeit sein.

    Ich glaube, es gibt kaum einen Tierhalter, der noch nicht in die Situation gekommen ist, Tiere separieren zu müssen - sei es bei Giardien oder wegen einer Zusammenführung - und das ist wirklich kein Hexenwerk, das so zu gestalten, daß die Separation auch bestehen bleibt.

    Dein Kind ist mit Tieren und gerade mit diesen Katzen aufgewachsen - ich würde die Folgen eines möglichen Verlustes ausdrücklich NICHT unterschätzen.
    Du hattest schon mal geschrieben, er sei oft therapiemüde , wie soll er dann noch zusätzlich zu allem Anderen eine dauerhafte Trennung von seinen Katzen verkraften ?
    Außerdem könnte das etwas sein, wo die großen Geschwister sich gut einbringen könnten. Sie werden auf Dich sicher öfter verzichten müssen, der kleine Bruder ist auch lange weg und braucht dann hinterher noch lange besondere Betreuung - vielleicht sind dann ein paar weiche Katzenfelle, in die man auch mal die Tränchen reinweinen kann, die Mama nicht sehen soll, ebenso hilfreich, wie das gute Gefühl, daß sie Dir wenigstens die Arbeit mit den Katzen abnehmen können, wenn sie sonst schon nicht viele Möglichkeiten haben, Dir und dem Kleinen aktiv beizustehen.

    Toll finde ich die Idee, dem Kleinen mittels Webcam immer wieder die Katzen zu zeigen - es wird eine unschätzbare Motivation für ihn sein, aktiv an seiner Genesung mitzuarbeiten, wenn er weiß, er darf die Süßen auch irgendwann wieder streicheln.

    Für uns war die Krebserkrankung meines Mannes kein Grund, unsere Katzen wegzugeben - verglichen mit dem, was auf Euch zukommt, war seine Erkrankung allerdings zwar schlimm, aber nicht ansatzweise so dramatisch.


    Euch Allen von Herzen viel, viel Kraft !


  10. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Danke Ganzanders.
    Ich muss sagen die Diskussion hier hat mir ziemlich zugesetzt, Fragen wie: was ist dir wichtiger, dein Kind oder die Katzen, könntest du damit klarkommen wenn er durch die Katzen einen Infekt erwischt und stirbt, oder Aussagen wie: das macht mich fassungslos, wie kannst du da als Mama nur drüber nachdenken, oder Jugendamt auf den Hals hetzen, sind nicht so einfach zu verdauen und überrollen mich.

    Ich habe sicherlich fast alles durch was es im Netz zu dem Thema gibt, und entgegen der Aussage von jemandem hier dass keine Klinik pro Tierhaltung ist, finde ich grösstenteils Aussagen dafür. Googel ich nur deutsche Kliniken durch, Freiburg, Ulm, Essen erlauben ausdrücklich nach SZT die Tiere zu behalten, mit den genannten Vorsichtsmassnahmen, das deutsche Krebsforschungszentrum/der deutsche Krebsinformationsdienst ebenso, ausser im Fall einer Graft versus Host Erkrankung die zusätzliche Immunsuppression notwendig macht, im deutschen Krebs-kompass-Forum wurde das Thema auch mehrfach diskutiert, und viele waren sich eins dass man Tiere behalten sollte, auch wegen dem psychologischen Aspekt, und dass sie mit Vorsichtsmassnahmen keine wesentliche Gefahr darstellen, viele behalten ihre Tiere. Aber, und das verunsichert mich eben, es gibt auch immer wieder Stimmen dagegen, und an anderen Kliniken, Heidelberg, München, wird eben auch geraten die Tiere wegzugeben. Genau wie, zumindest im Erstgespräch, wo wir das Thema aber nicht ausgebaut haben, in unserer Klinik. Vielleicht ist es für Aerzte auch nur eine absolute Absicherung Kontakt zu verbieten, es ist für Aerzte ja einfacher die sichere Variante zu wählen.

    Dass die Richtlinien überall anders sind verunsichert mich zutiefst, mit klaren Aussagen kann ich umgehen, entweder Tiere weggeben oder Tiere ok, mit dem, an der einen Klinik Tiere ok, an der anderen nicht, kann ich nicht umgehen, weil ich nicht weiss wer Recht hat. Und eben damit nicht umgehen könnte, wenn ich die falsche Entscheidung treffen würde. Daher auch meine Frage hier zu weiteren Empfehlungen von weiteren Kliniken, bevor ich damit in die Diskussion in unserer Klinik gehe. Eigentlich bringt es mir auch nix noch 100 weitere Meinungen zu hören, weil sie, genau so wie die x hundert vorher nur divergieren werden, aber es bringt mir einfach in dem Sinne was, dass ich das Gefühl habe alle Quellen angehört zu haben und mich mit bestmöglichem Wissen und Gewissen entscheiden zu können. Ich möchte eben grade die richtige Entscheidung treffen, und ja dies in erster Linie für meinen kleinen Sohn, er wird das erste Jahr noch ums Ueberleben kämpfen müssen, und das ist eine lange Zeit in allen Hinsichten, auch punkto Entbehrung von seinen Katzen und für die Katzen für irgendwo anders untergebracht sein, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich meine so familienbezogenen Katzen irgendwo anders gut einleben werden.

    Ja, wir haben ein grosses Haus, und ich kann mir eben eine Trennung vorstellen, die Katzen eben mehr in den Keller, wobei ich sie nicht dort einsperren möchte, aber eben dort 2 zusätzliche Klappen einbauen (in die Tür dieses Raums und die Kellertür), dass sie zu uns hoch und von dort raus können, oben können dann die Türen zum Wohnraum zu sein, die Schlafzimmer sind noch ein Stockwerk höher und auch dort gibt es wieder Türen. Aber bei all den befürwortenden Stellen wird eben auch gar nicht von striktem Nichtkontakt in gleichem Haus geraten, sondern nur von Hände desinfizieren nach Streicheln, kein Schmusen, küssen, abschlecken, kein Katzenklo berühren, aber eben nicht gar keinen Kontakt. Streicheleinheiten sind erlaubt.
    Meinen grossen Kindern könnte ich Fernsehen im Kellerraum einrichten, so dass die Katzen Gesellschaft hätten und auch ich mich abends zu ihnen gesellen könnte, ich sehe das somit auch nicht so dass ich die Katzen isoliere, einsperre, sie unglücklich sind, wie gesagt, sie lieben diesen Raum der voll geproppt ist mit Matrazen, Decken und Kissen, ausserdem ist es kein dunkler Kellerraum, sondern ein Wohnraum nur im Untergeschoss, mit Fenster und auch Licht. Und eigentlich könnten die Katzen sogar zum Kellerfenster rein und raus so dass sie überhaupt nicht durchs Haus müssten, diese Möglichkeit fällt mir jetzt erst ein, eigentlich ist das Fenster vergittert und sollte nicht offen stehen wegen freiem Zutritt zum Haus, aber auch ins Fenster könnte man ja eine Katzenklappe einbauen.

    Ausserdem wird mein Kind ja die ganz kritische Zeit nach der Stammzellgabe ja im Krankenhaus sein und er wird erst ins Normalleben entlassen werden, wenn sich das Blutbild genug erholt hat und Teile des Immunsystem wieder anfangen ihre Arbeit (noch in begrenztem Umgang) aufzunehmen, er wird nach der Entlassung auch noch einige Zeit mit mir im Elternhaus an der Klinik bleiben, die kritischste Zeit wird er also gar keinen Kontakt zu den Tieren haben.

    Ach, das ist alles so verfahren und so kompliziert und es überfordert mich all diese Entscheidungen treffen zu müssen, für die es von keiner Seite ein klares Pro oder Kontra gibt, sei es zu Tieren, sei es zur SZT überhaupt zu diesem jungen Zeitpunkt wo die Risiken für Folgeschäden noch grösser sind als mit fortgeschrittenerem Alter, sei es zur Beschulung, zur Betreuung der Geschwister und vielem mehr . Ich mache mir echt viele Gedanken, sicherlich auch oft zu viele, und ich würde niemals etwas tun was meinem Kind bewusst Schaden zufügt, aber oft gibt es eben keine ganz konkreten Antworten, und bleibt es eine persönliche Entscheidung mit der es gilt zu leben wenn sie dann eventuell falsch sein sollte. Und das stelle ich mir unmöglich vor.
    Geändert von Lilou157 (17.03.2017 um 01:26 Uhr)

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