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  1. Avatar von --martha--
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich gebe mal zu bedenken, dass es auch ewig dauert, bis die Katzenspuren aus dem Haus sind. Meinen Kater mußte ich im September 2015 (!) einschläfern lassen. Ich bin keine Schlampe. Bis heute ziehe ich Kleidung oder ähnliches aus dem Schrank und finde Katzenhaare daran. Auch hinter Schränken oder andere Möbeln findet sich immer mal wieder noch Katzenstreukrümelei, ein Spielzeug oder eben Haare und ich hatte ein Tier. Will sagen, dass will auch vorbereitet sein.

    Ich kann verstehen, dass es sehr schwer für Dich und Dein Kind ist, sich von Tieren zu trennen. Gerade für das kranke Kind wird es besonders schwer sein und die Trennung von den Tieren wird auch ein Negativfaktor für seine Gesundung sein. Aber das Risiko halte ich schlicht für abgedreht. Es gibt doch eigentlich genug Risikofaktoren. Da würde ich die Faktoren, die ich beeinflussen kann, bestmöglich ausschalten.

  2. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Natürlich ist mir mein Sohn wichtiger als meine Katzen. Und nein, ich könnte es mir nicht verzeihen wenn ihm etwas passieren würde wegen der Katzen. Aber ich würde mir genau so wenig verzeihen wenn ihm etwas passieren würde weil ich überhaupt der Transplantation zustimme. Ich würde mir auch nicht verzeihen wenn er sich etwas bei den Geschwistern einfängt, weil ich die zur Schule gehen lassen. Ich würde mir nicht verzeihen wenn er sich etwas bei mir einfängt, weil ich aus dem Haus gehe um einzukaufen, zu arbeiten. Ich würde mir nicht verzeihen wenn er sich etwas bei dem Lehrer einfängt, weil ich möchte dass er beschult wird. Beliebig erweiterbar.
    Soll ich deswegen auch die Geschwister abschaffen und uns alle monatelang ins Haus einsperren. Sorry für den Fatalismus. Aber wir leben seit Jahren mit einem Immundefekt und unser ganzes Leben ist eine Gefahr und Gefahrenquellen sind überall und immer um uns. Ja, wir können so gut es geht die meisten Infektionsquellen ausschliessen und das werden wir auch, wir sind uns der Gefahren und Anforderungen durchaus bewusst und haben grossen Respekt davor.

    Und sicherlich sind die Katzen eine Gefahrenquelle die wir ausschliessen könnten. Wird man mir klipp und klar sagen, Katzen weg damit dein Sohn überlebt, werde ich die Katzen abschaffen. Man kann durchaus mit mir reden, ich habe auch monate/jahrelang mit dem Entscheid zur SZT rumgehampelt bis mir ein Arzt zum 2. Mal klipp und klar gesagt hat, dass mein Sohn so nicht erwachsen werden wird, da war die Entscheidung in 3 Stunden gefällt. Was ich damit sagen will, ich werde natürlich das tun, was für mein Kind am Besten ist, aber ich bin nicht so überzeugt davon ob die Katzen wirklich weg müssen und ob das wirklich, das Psychsische mitberücksichtigt, für meinen Sohn und unsere Familie das Beste ist.
    Ich habe auch recherchiert und ich finde sehr viele Kliniken in denen Tierhaltung mit den gesagten Vorkehrungen erlaubt ist, ich finde auch sehr viele Erfahrungsberichte von Leuten die während eine Chemo ihre Haustiere behalten haben.
    Mein Sohn ist mit diesen Tieren aufgewachsen, einige davon sind aus eigenem Wurf, mit der Flasche aufgepäppelt, im Pullover tagelang gewärmt wegen Lungenentzündung als 100grBündel, die Bindung ist gross, der Kontakt eng. Mein Sohn hat seit jeher wenig Immunabwehr, er lässt die Katzen sein Brot abschlecken und isst weiter (bitte nicht zerreden, nein das ist auch für mich nicht ok), er ist noch nicht durch die Katzen krank geworden, er ist viel im Stall auf dem Bauernhof, das hat ihm noch nicht geschadet. Im Gegenteil, ich habe so viele innige Bildchen wo mein Sohn krank ist und die Katzen auf ihm, um ihn liegen. Die physische Gesundheit ist eine Sache, aber es geht auch um die phsychische Gesundheit einer ganzen Familie (und neben meinem kranken Sohn auch um Geschwisterkinder die schon Mama, Papa, Bruder entbehren müssen, dann auch noch ihre Tiere, da sind so viele Ueberlegungen dabei, das ist nicht so einfach) und Körper und Seele spielen auch zusammen. Wir brauchen auch ein Kind das kämpfen und gewinnen will und sich nicht aufgibt, weil es dabei seine geliebten Tiere verliert.

    Sicherlich kann man Katzen nicht alles antrainieren und finden sie oft Wege dahin zu kommen wo sie wollen und kann man sie nicht ganz kontrollieren. Aber man kann es doch zum grossen Teil, unsere Klingen von den Türen sind zB falsch rum angeschraubt, weil wir eine türöffnende Katze haben und sie nicht immer freien Zugang zu Betten und Wohnzimmer haben soll.
    Ja, unsere Katzen sind Freigänger und schleppen durchaus auch Mäuse und Vögel mit rein, aber die fange ich und damit kommt mein Sohn nicht in Berührung. Mit dem Katzenklo ebenso wenig. Das Hände/desinfizieren waschen nach dem Streicheln wird er ja wohl nach Monaten der SZT drauf haben, da wird das ja kategorisch antrainiert.
    Ich sehe durchaus Möglichkeiten den Umgang zwischen Katzen und Kind einzuschränken, wir haben einen grossen Wohnkeller, der quasi unbenutzt ist, es liegen da Matrazen, Decken, Kissen, meine Kinder nutzen den Raum um Höhlen zu bauen und als Uebernachtungslager wenn Freunde da sind. Die Katzen sind verrückt nach dem Raum weil es dort jede Menge kuschelige Plätzchen gibt, er ist für sie verboten, aber sie huschen bei jeder sich bietenden Gelegneheit rein. Den Raum könnte ich ihnen frei machen und angewöhnen.
    Es gibt auch jedes Jahr im Frühjahr bei uns Einschränkungen, aktuell sind seit 2 Wochen wieder die Betten tabu für die Katzen da die Zeckensaison angelaufen ist, auch da trainieren wir sie immer wieder um. Das klappt mal mehr mal weniger gut, die Kinder vergessen doch immer wieder die Türen zu schliessen, aber momentan bin ich auch nicht 100 % strikt.
    Aber Disziplin kann man erlernen, müssen meine Kinder erlernen, ich weiss sehr wohl dass es kein Spaziergang ist und meine Kinder noch viele Hygienemassnahmen strikt zu erlernen haben, was bisher nur mässig funktionniert. Ich habe durchaus Respekt davor, aber daran können wir arbeiten.

    Bitte hört auf mit den Statistiken und Schwarzmalereien, ich möchte das nicht lesen. Ich weiss durchaus um die Risiken und wenn ich nur danach schaue brauche ich mir hierum gar keine Gedanken zu machen, denn die Risiken sind hoch dass es gar nicht so weit kommt dass die Gedanken umgesetzt werden müssen. Trotzdem tue ich das und brauche ich das. Und die Gedankengänge einer Mutter mit sehr krankem Kind (ich mag das andere Wort nicht) und der Aussicht auf Leben sind sehr komplex und viel schwieriger als sie von aussen erscheinen.
    "Wir können für unsere Kinder nicht jeden Tag die Sonne scheinen lassen,
    aber bei Regen können wir den Regenschirm halten"

    (E. Gombault)

  3. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ja, die Haare sind hier auch überall und mein Allergikerneffe kann nicht mehr zu uns auf Besuch kommen, aber mein Kind ist doch schon daran gewöhnt, lebt seit ewig mit den Haarpartikeln, die können doch nicht das Problem sein. Auf Toxoplasmose werde ich ihn nächste Woche testen lasse, wäre ein wunder wenn er das noch nciht gehabt hätte..

    Wobei hier jemand davon gesprochen hat dass die Memoryfunktion von bisher gehabten Infekten ausgelöscht wird, was ja auch so stimmt. Aber dann lese ich immer wieder, Tiere mit denen man schon jahrelang zusammenlebt dürfen bleiben
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    (E. Gombault)

  4. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Lilou, ganz ehrlich, dann mach doch einfach, was Du für richtig hältst und frag nicht.

  5. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Mein Vater hatte nach der SZT durchaus Kontakt zu seinem Hund haben dürfen. Wir wurden nur instruiert, Hände zu desinfizieren, keinen Kontakt zu Menschen mit Infekten, wir trugen alle Mundschutz....außer im Klinikum wo alle Keime auch abgesaugt wurden, man kann gar nicht alle Eventualitäten berücksichtigen.
    Ich wünsche euch ganz viel Glück

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Es wäre jedenfalls besser, dass du in einem auf diese und ähnliche Fragen spezialisierten Forum fragst, denn wer noch nicht tatsächlich zum einen schon seit Jahren mit der besonderen Hygiene einer Immunerkrankung lebt und/oder eine Stammzellentherapie hatte, kann sich in eure Situation nicht hineindenken und schießt dann vielleicht auch über das Ziel hinaus.


    Deswegen sprich mit den behandelnden Ärzten. Die werden dir viel genauer und vorallem auch auf eure Situation angepasst Auskunft geben könnten.


    In einem völlig allgemeinen Forum wirst du keine sinnvollen Antworten auf so eine komplexe Frage finden.



    Und wenn eure Katzen Freigänger sind, dann ist es ja unter Umständen auch möglich, dass die Katzen für die ersten Wochen auch hauptsächlich draußen bleiben und nicht rein kommen.


    Und ja ich denke auch für deinen Sohn wäre der komplette Entzug der Katzen vielleicht schlimmer als der regulierte Umgang. Er muss ja schon in den Wochen (oder Monaten) auf den Kontakt und noch auf vieles mehr verzichten.



    Sprich mit den Ärzten, was möglich ist und vorallem auch in Anbetracht der räumlichen Gegebenheiten, der Geschwister etc.

    Und weil ja schon im Schulstrang von einem Kamerazugriff gesprochen wurde, vielleicht könnt ihn im "Katzenzimmer" auch eine Kamera aufhängen und er kann sie so aus dem Krankenhaus beobachten - und dann vielleicht auch in der aller ersten Zeit zuhause bis man langsam wieder körperlichen Kontakt zulassen kann.


    Auch insofern wäre deine Frage in einem spezialisierten Forum für Erkrankte und Angehörige besser aufgehoben als hier.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  7. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Es geht um eine temporäre Trennung und nicht für immer!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  8. Avatar von signalgrau
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Mir wurde damals empfohlen, den Kontakt zu Haustieren soweit wie möglich zu vermeiden - zumindest in den erst 6-12 Monaten (abhängig vom der Entwicklung des neuen Immunsystems) nach erfolgter Entlassung. In einem/r Haus/Wohnung mit separiertem "Krankenzimmer" und einer alten Hauskatze ist dies vielleicht noch umsetzbar, in "offeneren" Konstellationen und sechs Katzen, womöglich noch Freigänger darunter, möchte ich das nicht verantworten wollen.

  9. Avatar von Lilou157
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    danke Kleinfeld, Signalgrau. Genau das war meine Frage, was anderen Leute mit Chemotherapie in ihrer Klinik, von ihrennÄrzten, zum Kontakt mit Tieren geraten wurde

  10. Avatar von --martha--
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    AW: Stammzelltransplantation Kind/keimfrei/Haustiere

    Ich kann das schon verstehen und sehe auch den psychischen Aspekt. Dennoch denke ich, dass Du Dir Deine Antwort selbst gibst.

    Katzen können erzogen werden. Aber Katzen werden immer nur im eingeschränkten Rahmen erzogen werden können. Wenn Katze was will, macht sie das. Sie läßt sich vielleicht nur schwer erwischen. Aber sie findet den Weg und die Gelegenheit - jedenfalls waren meine immer so. Sechs Freigänger auf einen Kellerraum zu beschränken und sei das auch nur für eine begrenzte Zeit, halte ich für eine Schnapsidee.

    Kinder können natürlich besser erzogen werden, als Katzen. Dennoch sind das Kinder. Da geht was schief, da wird nicht dran gedacht, die Ablenkung ist groß und vielleicht ist es auch mal Unlust - würde uns Erwachsenen natürlich nie passieren. Wir sind natürlich immer perfekt diszipliniert und wir vergessen oder verschludern nie irgendwas.

    Obwohl ich meine Katzen zu deren Lebzeiten niemals weggegeben hätte und Deinen Wunsch, die Tier zu behalten extrem gut verstehen kann, halte ich das schlicht für nicht praktikabel.

    Katzen finde Wege und Schlupflöcher und die sind an das Haus gewöhnt und gewöhnt sich dort weitestgehend frei zu bewegen. Die werden das auch weiter machen - oder eben extrem leiden. Die Disziplin Deiner Kinder wird auch nicht immer tadellos sein, so dass es für die Katzen auch Schlupflöcher geben wird.

    Ich würde ja vielleicht anders denken, wenn wir über eine oder zwei sprechen würden und die dann für einen bestimmten Zeitraum zu Freunden oder Bekannten gegeben werden könnten. Aber sechs sind doch, wie ein Sack Flöhe. Mich hat mein zweier Team ja schon laufend überlistet und bekanntlich sind doch die, wenn auch nur punktuell verbotenen Gebiete für unsere lieben Vierbeiner besonders interessant.

    Soll ich jetzt erzählen, was passiert ist, wenn ich nur eine Zimmertür mal für ein oder zwei Stunden geschlossen habe und selbst hinter der geschlossenen Tür war, weil ich irgendwas machen wollte und zwar ohne Katzen? Sperrgebiet funktioniert ja, wenn der Mensch auf der gleichen Seite ist. Aber längerfristig Mensch und Tier in einem Haus trennen. Da wären meine die Wände hoch gegangen. Das bekommt auch den Tieren nicht gut.

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