Hallo miteinander,
mache mir Sorgen um meine Mama. Sie war vor 4 Wochen bei einer Darmspiegelung und man hat etwas festgestellt. Nach 4 Tagen warten auf das Ergebnis war dann die Diagnose Darmkrebs. Sie wurde operiert, alles gut verlaufen. Sie hat einen vorübergehenden künstlichen Darmausgang bekommen. Nun ist sie seid 2 Wochen zuhause und kann kaum etwas essen. Hat schon über 10 Kilo abgenommen. Ich muss dazu sagen, sie hat immer mit Übergewicht zu kämpfen gehabt....Heute meinte sie, sie glaube, sie habe eine Essstörung....aber warum, weiß sie nicht. Kennt jemand von Euch sowas oder hat jemand auch schon so etwas erlebt?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 12
-
14.05.2016, 17:02
Gewichtsverlust und Probleme mit dem Essen bei künstlichem Darmausgang
-
14.05.2016, 17:08Inaktiver User
AW: Essstörung
Ist jetzt nicht Dein Ernst? Die Frau hatte gerade erst eine schwere Darmoperation und Du wunderst Dich, dass Sie nicht viel isst?
-
14.05.2016, 18:20Inaktiver User
AW: Essstörung
erst mal

natürlich schlägt sich so eine schwere OP aufs Essverhalten!
hat sie denn gar keinen Appetit?? Sie sollte essen, worauf sie Lust hat.....
auf jeden Fall mit dem Arzt darüber sprechen!!
Liebe GRüße und alles Gute!
-
14.05.2016, 19:25Inaktiver User
AW: Essstörung
Ich kenne mich mit den Therapien bei Krebserkrankungen nicht aus, daher weiß ich nicht ob Krebspatienten psychologische Unterstützung erhalten. Wenn nicht, soll sie sich bitte darum kümmern und mit dem behandelnden Arzt sprechen.
Die Diagnose war sicherlich ein Schock, die OP belastend und nun wäre es gut, wenn sie jemanden an der Seite hätte, um das alles verarbeiten zu können.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich daraus (diffuse Ängste) eine Eßstörung entwickeln kann.Geändert von Inaktiver User (14.05.2016 um 19:38 Uhr)
-
15.05.2016, 07:47
AW: Essstörung
Sie hat einen kuenstlichen Darmausgang? Hat sie den Dir schon einmal gezeigt? Da haben viele Menschen am Anfang grosse Schwierigkeiten mit. Erst mal, dass es ungewohnt ist und etwa weh tut und dann auch, dass sie Angst hat, der Beutel fuellt sich zu schnell und platzt und alle merken es.
Sie muss erst einmal etwas Erfahrung damit machen und sich von dem Schock erholen. Und ja, sich an den Beutel gewoehnen. Ich glaube, sie hat Angst zu Essen. Sie braucht Gespraeche mit guten Therapeuten oder noch besser, eine Selbsthilfegruppe, wenn es so etwas von Krankenhaus aus gibt.
Das ist eine grosse Umstellung und macht ihr sicher viel Sorgen.
fuer Dich und Deine Mutter.
-
15.05.2016, 07:50Inaktiver User
AW: Essstörung
vielleicht könnte man den Titel ändern?
finde ich irreführend!
alles Gute Dir und Deiner Muttter!
-
15.05.2016, 12:04
AW: Essstörung
Grundsätzlich sollten gemäß der Leitlinie Psychoonkologie jedem Krebspatienten psychoonkologische Interventionen angeboten werden.
Klar ist das möglich.Ich kann mir schon vorstellen, dass sich daraus (diffuse Ängste) eine Eßstörung entwickeln kann.
Aber nach einer größeren OP ist allein durch die Leistung der Wundheilung etc. der Bedarf erhöht.
Mit einem künstlichen Ausgang müssen sich die Patienten erst einmal vertraut machen: was geht, was geht nicht, wieviel kann, darf ich essen. Der Appetit muss erst langsam wiederkommen etc. Möglicherwesie und abhängig von der Lage des künstlichen Ausgangs abhängig kann (muss nicht) die Resorptionsleitung verschlechtert sein.
Das alles bedeutet nicht, dass sich urplötzlich - innerhalb weniger Wochen - eine Essstörung entwickelt hat.
Es gibt Patientenoprganisationen im Sinne einer Selbsthilfe. Efahrungsgemäß fnden Betroffene in den Selbsthilfen gute Unterstützung.
Google mal Stoma-Welt und ILCO, oder insgesamt mit der Suchwortkombination "stoma selbsthilfe". Da wirst Du einiges finden.
Alles Gute für Deine Mutter!
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
15.05.2016, 12:15
AW: Essstörung
@ Claudi
Ich verschiebe Deinen Strang ins Unterforum Krebs, da passt er besser hin als ins Depressionsforum.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
15.05.2016, 22:23
AW: Gewichtsverlust und Probleme mit dem Essen bei künstlichem Darmausgang
Ja, finde ich auch. Und wenn Deine Mutter etwas uebergewichtig ist, dann ist es wenigstens nicht so gefaehrlich, wenn sie so viel abnimmt. Was aber wichtig ist: dass sie viel trinkt. Und wenn sie so garnichts essen will, dann kann man so shakes kaufen, in denen erst mal alles drin ist, was man zum Ueberleben braucht. Das waere fuer den Anfang vielleicht besser wenn sie so Angst hat, dass es weh tut oder dass ihr Kolonostomie-Beutel zu voll wird.
Wenn eine Chance besteht, dass ihr Darm wieder innen miteinander verbunden wird, dann ist es jetzt ja nur eine Phase. Da will sie sich vielleicht garnicht dran gewoehnen, weil es ihr so fremd und angsteinfloessend aussieht. Das kann ich auch verstehen. Deswegen waere eine Gruppe gut, wo alle Beutel tragen. Bei vielen weiss man es nicht und sie tragen sie schon viele Jahre. Hey, besser als Sterben, wuerde ich sagen. Aber, ich kenne das (von Verwandten) das kann erst einmal schlimmer Depressionen und Angst vor dem Essen ausloesen.
-
23.05.2016, 17:17
AW: Gewichtsverlust und Probleme mit dem Essen bei künstlichem Darmausgang
Hallo Claudi,
bei Darmkrebs ist die Appetitlosigkeit und der tlw. massive Gewichtsverlust eine häufige Begleiterscheinung.
Warum das so ist weiß ich nicht, aber ich habe das schon öfter gelesen.
Alles Gute für Deine Mama!


Zitieren
