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  1. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich drück dich
    Danke

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Uebrigens hat sich hier das Papawochenende und der Kontakt zum Papa sehr schnell erübrigt, da zwei Personen in seinem Umfeld positiv getestet wurden. Somit müssen wir unsere Festung nicht öffnen und ich bin nicht böse drum
    Ich wollte die ganze Zeit schon fragen. Blöd, dass in seinem Umfeld Personen positiv getestet wurden, aber gut, dass Ihr Eure Festung nicht öffnen musstet. Meine Kids sind gerade für einen der seltenen Besuche beim Papa (auf den ich in diesem Fall gern verzichtet hätte) und in seiner unnachamlichen gedankenlosen Art wollte er indoor irgendwelchen Freizeitaktivitäten nachgehen

    Gottseidank ist hier auch schon alles zu, so dass ihm das nicht möglich ist und so hoffe ich, dass die Kinder gesund wiederkommen. Wohl ist mir allerdings trotzdem nicht (weil ich keine Ahnung habe, mit wem er Kontakt hat und wie weit ich das duplizieren muss) und toll finde ich es auch nicht, aber was soll ich machen. So viel Risiko für einen dieser seltenen Besuche....

    Bleibt schön gesund und hab eine ruhige Nacht

  2. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Hallo Denise,
    Ich hatte es gar nicht mehr auf dem Schirm, dass du auch alleinerziehend bist. Warum zeigt der Papa immer weniger Interesse an seinen Kindern und habt ihr eine feste Regelung bezüglich Papawochenenden? Hier merke ich immer deutlich wenn es eine neue Flamme beim Papa gibt, dann nimmt sein Einsatz und seine Flexibilität deutlich ab , seine Papazeiten respektiert er aber immer. Und es kommt mir auch nun sehr gelegen, dass er in Quarantäne ist, ewig kann ich ihm die Kinder ja auch nicht vorenthalten. Er würde auch die strikte Isolation respektieren, aber er arbeitet halt noch und hat noch Kontakt zur Aussenwelt. Und auch der Ortswechsel allein birgt ja schon Risiken. Aber erstmal sind wir nun ruhig, danach sehen wir weiter.
    Ich hoffe, dass dir dein Ex die Kinder wohlbehalten zurückbringt. Gehen sie gerne zu ihm? Meine nicht so, für ein kurzes Wochenende ist es ok, bei längeren Aufenthalten wird gemeutert.


  3. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Hab Dir eine PN geschickt

  4. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Hallihallo,
    Schon fast 3 Wochen im strikter Quarantäne. Und gestern lagen die Nerven komplett blank und habe ich den ganzen Tag nur geheult und die Kinder angemacht. Die Situation draussen, in der Welt, macht mich so hoffnungslos, es wird schlimmer und schlimmer und es ist kein Ende in Sicht.

    Ich habe keine direkte Angst um uns, um meinen Sohn (zumindest im Moment nicht), wir leben in kompletter Isolation, alles was ins Haus kommt (nur essen und Beschäftigungspäckchen) wird minutiös desinfiziert), ich glaube nicht, dass das Corona uns erreichen kann. Aber das auch nur jetzt, wo meine Arbeit und die Schule der Geschwister zu sind. Danach kommt die schwierige Zeit, für die ich noch keine Lösung sehe die uns Sicherheit bieten kann.
    Die Gesamtsituation erfüllt mich mit Hoffnungslosigkeit, die tristen Zukunftsperspektiven belasten mich extrem.

    Noch kriegen wir die Zeit gut um, die Schule ist bei allen 3 recht fordernd, ich glaube in den Osterferien, mit der fehlenden Struktur und dem Wegfallen der vormittagsfüllenden Schularbeiten, wird's schwieriger werden. Allerdings kostet mich das Homeschooling mit Kind mit Dyspraxie, visuo-motorischer Koordinationsstörung, auditiver Wahrnehmungsstörung, Konzentrationsstörung und null Bock und Eigenmotivation, den allerletzten Nerv und brauche ich jetzt schon dringend Ferien davon . Heute hatte der Mini Strecken zu messen und zu zeichnen, es ist absolut unmöglich für ihn mit dem Lineal eine gerade Linie zu ziehen und dabei auch noch nach Längenvorgaben, kann er nicht, Lineal halten, Strich ziehen, messen, zu viel an Koordination, puh nachdem ich 15 Mal die erste Linie wieder ausradiert habe und noch 2 Seiten davon anstehen und Gemecker und Frust immer grösser werden, verliere ich echt die Nerven. Nach 2 Wochen Homeschooling geht mir mittlerweile jegliche Geduld aus. Und es fällt mir auch so schwer zu sehen, dass die banalsten Alltagsaktivitäten für ihn zur allergrössten Herausforderung werden. Und dies haben wir eben ständig und es macht mir auch richtig Angst im Hinblick auf die Zukunft.

    Ausserhalb der Schularbeiten, vergeht die Zeit relativ schnell, wobei die Kinder aber auch sehr viel an ihren Handys und Ipads rumdaddeln und ich auch null Ambition habe, da Regeln einzuführen, weil das auch mir einfach Auszeiten erlaubt, die ich brauche. Ich bewundere jeden der da strikter sein kann. Aber wir hatten diese Regeln noch nie, in Krankenhauszeiten waren Ipad und Fernsehen sehr wichtige Hilfsmittel und habe ich es versäumt Regeln zu setzen. Im normalen Leben regeln die Kinder das auch selbst recht gut und ist eine Balance zwischen Multimedia und sonstigen Beschäftigungen da, jetzt grade ist das Ungleichgewicht schon gross, aber sei‘s drum, jeder Zeitvertreib ist gut.

    Ich finde die Isolation nun mit Teenagern und 9jährigem wesentlich schwieriger als vor 3 Jahren mit kleineren Kindern. Mit 5-6 Jahren gingen noch so viele banale Aktivitäten zur Beschäftigung, wie malen, Rätselhefte, Stickerhefte, basteln, Playmais, Knete, Musik, vorlesen, das ist alles jetzt doof und Kinderkram. Wie wir nun wochenlange Klinikaufenthalte abdecken würden, wüsste ich echt nicht. Quarantäne in kleinem Isozimmer in der Klinik war ja nochmal eine ganz andere Hausnummer als Quarantäne zu Hause. Dennoch in dem Alter damals war es machbar, nun wüsste ich nicht mehr wie wir das überleben sollten. Ist jetzt schon zu Hause nicht immer einfach. Die Zeiten, wo er einfach nur friedlich gespielt hat, stundenlang kleine Autos hin und herschieben konnte und sich mit Kleinkram lange beschäftigen konnte, sind definitiv vorbei. Und ich kann ja jetzt nicht ständig teure Legosets kaufen die in einem Tag aufgebaut sind, täglich backen und alle damit mästen geht auch auf Dauer nicht, freiwillig und alleine lesen tut der Mini nicht, mit seinen Händen kann er nichts anfangen, rausgehen sei es nur zum Spaziergang oder Fahrrad fahren ist grad nicht. Und nach 3 Wochen nimmt die Lust auf Gesellschaftsspiele doch sehr ab und werden für die Grossen die Hauspartys mit Freunden wichtiger als die Familienzeit mit Mama und Bruder . Kann ich ja auch durchaus verstehen.

    Puh, ja auf Dauer ist es schon sehr anstrengend und fordernd. Und so toll ich die Auszeit- und Familienzeit anfangs auch gefunden habe, das war so eine naive Anfangseuphorie, weil wir noch nie so viel Familienzeit hatten, und ich die viele verpasste Familienzeit durch die vielen Krankenhausaufenthalte immer betrauert habe, und wir auch vorher in einem extremen Stress-und Erschöpfungszustand waren. Damals habe ich aber noch nicht wirklich realisiert, was dies wirklich bedeutet und wie sehr das wieder zum Gefängnis für uns alle werden würde. Familienzeit wäre toll, ja, wenn wir uns frei bewegen könnten, gemeinsame Aktivitäten draussen machen könnten, ins Kino, Schwimmbad könnten oder auch nur Radfahren und picknicken im Wald, so könnte ich noch sehr lange so weitermachen, aber nicht eingesperrt wie jetzt und in diesem total isolierten Ausnahmezustand.

    Mittlerweile würde ich mir schon sehr wünschen, dass dieser Zustand zeitlich begrenzt wäre und wir nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehren könnten. Dem wird aber nicht so sein. Und mit dem Mini (und den Grossen?) nun ein Jahr (oder länger) in Quarantäne kann ich mir echt nicht mehr vorstellen. Dann wird er irgendwann der komplette Nerd werden und ich reif für die Klapse sein

  5. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Schulstart ist hier weit nach hinten verschoben, ein Aufatmen für uns, bedeutet für uns längere Sicherheit.


  6. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Liebe Lilou,

    ich bin auch gespannt wie es hier mit der Schule weitergeht und ich kann gut verstehen, dass die Nerven blank liegen. Auch bei uns ist nicht eitel Sonnenschein, allerdings haben wir bessere Rahmenbedingungen, weil wir eben noch raus dürfen und auch unser Kontaktverbot ein wenig gelockert haben (die Familie eines Freundes von einem meiner Kinder war ebenso brav 3 Wochen nur zu Hause wie wir und da alle gesund geblieben sind, haben wir erlaubt, dass sich die Kinder jetzt wieder treffen dürfen), was die Situation doch sehr erleichtert.

    Fühl Dich gedrückt und warte ab. Mehr kannst Du sowieso nicht tun.

  7. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Ja, die Situation ist wohl für jeden schwierig. Das was mich total fertig macht ist die Ungewissheit wie es weitergeht. Würde mir jemand sagen, ihr bleibt 6 Monate eingesperrt, ohne rausgehen und ohne Kontakt und dann seid ihr safe und alles ist gut, wäre das ok für mich. Dann wäre dem eben so. Auch wenn es für ein Jahr wäre.

    Aber die Situation wie sie ist erfüllt mich komplett mit Hoffnungslosigkeit. Ich zwinge mich zum Geniessen indem ich mir sage vielleicht sind es wieder unsere letzten Zeiten zusammen für lange. Ich weiss nicht wie es weitergeht wenn die globale Öffnung kommt, sollen meine grossen Kinder dann beim Papa leben, mit totalem Kontaktverbot zu uns, bis irgendwann in 3 Jahren eine Impfung kommt. Oder soll der Kleine irgendwo allein abgeschottet wohnen, mit irgendeiner Betreuerin, ich muss ja auch irgendwann wieder arbeiten und Geld verdienen. Ich spinne das in meinem Kopf durch und es erscheint mir unerträglich. Ich sehe keine Lösung, keine Zukunft und es macht verrückt.

    Und dann denke ich mir wiederum ich soll nicht jammern, uns geht es gut, wir sind gesund, haben keine finanziellen Sorgen, müssen uns momentan nicht Gefahren aussetzen. Es geht Millionen Menschen schlechter. Und doch hilft mir das nicht wirklich gegen meine eigene Hoffnungslosigkeit anzukommen.

    Kommt Zeit kommt Rat. Wir harren aus und warten ab, was anderes bleibt uns ja auch nicht übrig. Noch sind wir zusammen und gesund, und irgendwie wirf es weiter gehen. Es ist immer weiter gegangen. Nur habe ich grosse Angst vor dem wie. Aber wir sind ja wohl auch nicht die einzigen in solch einer Situation, irgendeine Lösung muss sich ja finden

  8. Inaktiver User

    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Die einzige wirkliche Lösung die ich für uns sehe, ich weiss aber, dass sie auf wenig Beifall und Unterstützung in unserem direkten und medizinischen Umfeld stossen wird, ist dass ich, der Papa und die beiden Grossen willentlich durch die Infektion durchgehen (während der Kleine einige Wochen irgendwo ausquartiert sein wird, hm fragt sich mur wo, da ist auch niemand) um danach immun zu sein und den Kleinen zu schützen.
    Das ist die einzige Möglichkeit die ich für uns sehe, in absehbarer Zukunft wieder einigermassen normal leben zu können. Und nicht einfach nur blöd auf einem Impfstoff oder Medikamente warten zu müssen, die irgendwann einmal vielleicht kommen werden.

    Ich würde das auch direkt machen und habe wenig Angst dabei um mich, aber ich weiss nicht ob ich das auch meinen Kindern auferlegen kann. Kinder haben meist keine Symptome und doch gibt es auch schwere Verläufe bei Kindern.

    Einfacher für sie wäre ja die Lösung zum Papa zu ziehen. Aber das möchte ich nicht. Für wie lange wäre das denn?
    Wie lange wären wir als Familie getrennt, zweigeteilt? Ich komme mit dem Gedanken nicht klar.

    Bin ich zu egoistisch?

    Und es ist ja auch nur die Lösung damit meine grossen Kinder wieder leben und zur Schule gehen können. Aber ich werde ja auch irgendwann wieder arbeiten müssen.

    Ich habe mich noch nicht getraut diese Gedankengänge in meinem realen Umfeld auszusprechen. Ich weiss, dass niemand sie verstehen wollen wird. Am wenigsten der Papa. Er würde nie damit einverstanden sein, seine anderen Kinder (und sich selbst) willentlich einem Risiko auszusetzen und sei es auch nur minimal. Aber er würde ja auch eher zugewinnen als verlieren, er hätte 2 seiner Kinder bei sich. Verlieren würde ja auch ich weil meine Familie und mein Leben auf unbestimmte Zeit kaputt wären.

    Keine Ahnung ob meine Gedanken für irgendjemanden sonst verständlich sind oder ich nur als komplett verantwortungslos und egoistisch rüberkomme. Mein Gedankenkarussel dreht wie verrückt, mir ist schlecht und schwindelig, aber lässt sich grad nicht bremsen und es gibt grad kein Aussteigen, ohne hinzufallen.

  9. Avatar von taggecko
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    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Lilou, ich kann den Gedankengang gut nachvollziehen und jetzt wo es wohl die ersten Antikörper Tests gibt, soll es in München auch eine Testung von 3000 zufälligen Personen geben, um die Durchseuchung festzustellen.
    Das bewusste Infizieren der großen Kinder halte ich für problematisch, gerade wenn der Vater eine andere Haltung hat. Aber wenn die Schule wieder losgeht und sie wirklich eine Zeit beim Vater leben könnten, könnte man sie ja immer mal wieder auf Antikörper testen.


  10. Registriert seit
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    AW: Stammzelltransplantation Kind

    Es ist unethisch und nicht zu Ende gedacht.
    Du darfst nicht Deine gesunden Kinder dem kranken Jungen opfern. Sie müssen seit neun Jahren permanent zurück stecken, der Große ist das [editiert] .
    Und jetzt willst Du sie infizieren?

    Lass die Großen unversehrt zum Vater ziehen.
    Es ist nunmal das persönliche Schicksal des Jüngsten, dass er immundefekt ist.

    Selbst wenn Ihr vier infiziert und danach immun wärt, könnte der Bub immer noch nicht raus. Was wäre gewonnen?

    Wie lösen andere Immunkranke die Situation? Was rät die Klinik?

    Es gibt versprechende Versuche mit Plasmagaben von Gesundeten, das funktioniert wohl wie die Gabe von Immunglobulinen bei zB akuter Maserninfektion. Da würde Dein Sohn bestimmt bevorzugt behandelt.
    Geändert von R-osa (06.04.2020 um 13:00 Uhr) Grund: Unangebrachte Wortwahl entfernt

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