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  1. Avatar von Malina70
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    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @malina
    das ist genauso wie du schreibst ,dennoch ist es diese quentchen unwissenheit ,was die leichtigkeit des lebens von der schwere des wissens unterscheidet...auch wenn man es immer wissen sollte!
    das muss man erstmal verarbeiten und damit umzugehen lernen,ohne frage eine schwere aufgabe...
    Das denke ich auch. Und den Schritt in die Gewissheit unterschätze ich gar nicht. Das ist noch mal eine ganz eigene Hausnummer. Wobei ich diese Zeitangaben auch reichlich überflüssig finde. Wenn es einem wirklich schlecht geht und man merkt, dass es dem Ende zugeht, ist es vermutlich leichter zu akzeptieren, als wenn es einem an sich gut geht.

    Deshalb würde ich wohl auch sagen, ich mach jetzt noch so lange ich kann so viel ich kann von dem was ich möchte. Und dann schauen wir weiter.

    Ich hab auch mal eine Geschichte von einer Frau gelesen, der die Ärzte nicht mehr viel Zeit gegeben hatten. Und ihr größter Traum war eine Kreuzfahrt, für die sie dann ihre ganzen Ersparnisse hergenommen hat. Tja, und danach ging es ihr immer noch gut, Ende nicht absehbar. Am Ende hat sie, weil ihr das Kreuzfahren so gut gefiel, einen Job in einer Boutique auf einem Kreuzfahrtschiff angenommen.

    Den Tod zu akzeptieren, heißt ja nicht, dass man die nächsten sechs oder neun Monate in der Ecke sitzt und heult, sondern die Zeit zu nutzen, um genau das zu tun, was man gerne tun möchte. Und dann weiter sehen. Waren es wirklich nur die sechs oder neun Monate, dann ist das eben so, wird es mehr, umso besser.

    Ich plane grundsätzlich auch nur noch für sechs Monate im Voraus, aber die schieben sich immer weiter nach vorn. Und so nutze ich die Zeit bestmöglich aus und hangel mich von einem schönen Event zum nächsten, immer in dem Gedanken, das könnte nun aber wirklich das letzte sein. Auch eine Art zu leben, und nicht die schlechteste.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Den Tod zu akzeptieren, heißt ja nicht, dass man die nächsten sechs oder neun Monate in der Ecke sitzt und heult, sondern die Zeit zu nutzen, um genau das zu tun, was man gerne tun möchte. Und dann weiter sehen. Waren es wirklich nur die sechs oder neun Monate, dann ist das eben so, wird es mehr, umso besser.
    Und das seh ich eben auch als Chance, wenn man mit so einer Diagnose leben muss. Es entspricht mehr meiner Vorstellung davon, sein Leben zu vollenden.

    Ich persönlich fände es ganz schrecklich, so von einer Sekunde auf die andere sterben zu müssen, ausgeknipst wie ein Licht, einfach so.


  3. Registriert seit
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    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja .... Malina ist in der Situation von Strunzhuhn, und hat diese reife Haltung dazu im Kern vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an schon gehabt.

    Wir anderen können es - für uns zum Glück - nicht beurteilen, wie man sich dann wirklich fühlt, und welche Worte für die individuelle Person hilfreich sein mögen.

    Mit Verlaub; ich habe fast nichts mehr was mich als Frau definiert - Gebärmutter, Eierstöcke Brust alles weg - aber mir hat bis jetzt keiner gesagt ich habe nur 9 Monate übrig.

    Freilich haben wir alle ein Ablauf Datum, aber keiner von uns weiss genau wann - dieses Wissen beschwert ungemein stelle ich mir vor.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sich Strunzhuhn im Moment fühlt. Meine Hoffnung für Strunzhuhn ist, dass sie Menschen um sich hat, die mehr zuhören als reden...ihre Ängste und Sorgen einfach validieren
    Mckenzie

  4. Inaktiver User

    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    @ malina
    ich habe es nicht so gemeint ,dass du das unterschätzt,sondern eher bezogen auf strunzhuhn,die diesen schock jetzt erstmal verkraften muss ,um sich dann einen für sie gut funktionierenden plan zurechtzulegen...
    das zieht einem doch erstmal die schuhe aus ,wenn einem ein arzt so etwas sagt...

    @schnell schnell..auch wenn du von einem moment zum anderen stirbst ,solltest du vorher wissen,dass man sterblich ist...der moment des sterbens ist wohl ein ähnlicher,nur die zeit davor eine andere...ich würde das unwissende bevorzugen,da ich aber schon mal in so einem stadium gelebt habe ,dass es bald soweit sein könnte,weiß ich wie sich das für mich angefühlt hat...

  5. Avatar von Henne65
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    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    mckenzie malina

    alles liebe auch für euch beide und soviel erdenzeit, wie ihr braucht
    Auch in diesem Jahr unterstütze ich von Herzen gern eine Spendenaktion der farbfreudigen Kuh .

    Tanzen ist Träumen mit den Beinen. (Herwig Mitteregger)

    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

  6. Inaktiver User

    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @schnell schnell..auch wenn du von einem moment zum anderen stirbst ,solltest du vorher wissen,dass man sterblich ist...
    Da gebe ich dir Recht. Aber für mich persönlich fühlt es sich einfach grausamer an, ganz plötzlich aus dem Leben gerissen zu werden.


  7. Registriert seit
    14.05.2013
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    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen

    Ich hab auch mal eine Geschichte von einer Frau gelesen, der die Ärzte nicht mehr viel Zeit gegeben hatten. Und ihr größter Traum war eine Kreuzfahrt, für die sie dann ihre ganzen Ersparnisse hergenommen hat. Tja, und danach ging es ihr immer noch gut, Ende nicht absehbar. Am Ende hat sie, weil ihr das Kreuzfahren so gut gefiel, einen Job in einer Boutique auf einem Kreuzfahrtschiff angenommen.

    Den Tod zu akzeptieren, heißt ja nicht, dass man die nächsten sechs oder neun Monate in der Ecke sitzt und heult, sondern die Zeit zu nutzen, um genau das zu tun, was man gerne tun möchte.
    Wenn man die Kraft dazu noch hat...
    Meine Mutter war zum Zeitpunkt der Diagnose schon so schwach, das schon ein kurzer Ausflug eine große Anstrengung war.
    Ihre letzten Kräfte hat sie dafür aufgebraucht allen vorzuspielen, es wäre alles normal. Sie wollte nicht, dass irgend jemand ausserhalb des engsten Familienkreises erfährt, dass sie Krebs hat.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich persönlich fände es ganz schrecklich, so von einer Sekunde auf die andere sterben zu müssen, ausgeknipst wie ein Licht, einfach so.
    Mir wäre das lieber (wenn ich eine Wahl hätte), als wie meine Mutter, das würde mir und meinen Angehörigen das Leid ersparen.

    Meine Mutter hat auch eine Wahnsinnsangst davor gehabt so zu leiden und zu sterben wie ihre Mutter. Bei jeder Unpässlichkeit hat sie gefürchtet: das ist Krebs.
    Wahrscheinlich hat das deshalb keiner ernst genommen, als es tatsächlich Krebs war.
    Geändert von Tabitha (20.07.2014 um 21:40 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Hallo Strunzhuhn, gebe nicht auf! Ein Schulkollege von mir fiel eines Morgens in seiner Praxis plötzlich um, kam als Notfall ins Krankenhaus, dort stellte man fest, dass eine Baucharterie gerissen war und operierte ihn, was er mit knapper Not überlebte.
    Als man es ihm zumuten konnte, eröffnete man ihm, dass die Baucharterie gerissen wäre aufgrund eines Bauchspeicheldrüsenkarzinoms, das sich schon großflächig in die Umgebung ausgeweitet hätte. Er solle sich erstmal ein paar Wochen von der ersten Operation erholen, dann würde man ihn wieder operieren, Erfolgsaussicht allerdings sehr gering.
    Er war damals ca.40 Jahre alt. So lag er also da, konnte nichts machen, sich kaum bewegen, da dachte er sich, die einzige Möglichkeit, die er jetzt noch habe, wäre, sich seinen Körper sauber und gesund vorzustellen.
    Das tat er dann auch.
    Er stellte sich ununterbrochen vor, wie seine Bauchspeicheldrüse und und alles drumherum regelrecht schön und sauber und krebsfrei wäre.
    Nach 5 Wochen bat er die Ärzte, nochmal ein CT des Bauchraumes zu machen. Sie glaubten erst, die Bilder verwechselt zu haben... es war nichts !!! mehr zu sehen.

    Wenn ich ihn nicht persönlich kennen würde und wüßte, dass er sonst ein ganz pragmatischer Mensch ist, hätte ich es auch nicht geglaubt.
    Dir alles Gute, du hast die Kraft!

  9. Inaktiver User

    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich wundere mich allerdings woher ärzte das nehmen?
    jemanden das so genau vorhersagen zu wollen?
    Es gibt natürlich schon valide Guidelines medizinischer Fachgesellschaften, die besagen, bei Stadium X und Bedingung Y lebt der Patient im Durchschnitt noch z.B. ein Jahr. Aber das ist eben ein Durchschnittswert ..... Der eine ist schon nach 3 Monaten tot, der andere erst nach 3 Jahren.

    und von chemo palliativ (kurativ ist eine andere hausnummer ) abstand nehmen und stattdessen auf anderes kraft spendendes setzen(in form von ernährung ,enzymen ,kurkuma)eventuell bestrahlung?
    .....(ich habe über die jahre sehr vieles krebs betreffendes gelesen und mir hat sich nie wirklich erschlossen ,was eine palliative chemo wirklich bringt?
    Wie wäre es mit Monate bis mehrere Jahre zusätzliche Lebenszeit ?!

    Keiner von uns weiß die genaue Diagnose von Strunzhuhn, oder ihre persönlichen Lebensumstände.
    Ich finde Aussagen dieser Art - die auch von anderen kamen - ziemlich unverantwortlich.


  10. Registriert seit
    25.10.2012
    Beiträge
    555

    AW: "Ihnen bleiben nur noch wenige Monate" - keine Lust, den Löffel abzugeben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    p….
    ich würde mir auf jedem fall eine zweitmeinung einholen,operieren lassen was nur möglich ist und von chemo palliativ (kurativ ist eine andere hausnummer ) abstand nehmen und stattdessen auf anderes kraft spendendes setzen(in form von ernährung ,enzymen ,kurkuma)eventuell bestrahlung?
    .....(ich habe über die jahre sehr vieles krebs betreffendes gelesen und mir hat sich nie wirklich erschlossen ,was eine palliative chemo wirklich bringt?(außer geld in die kassen der ärzte) ….
    Ich muss darauf noch einmal eingehen.
    Palliativ heißt schlicht und einfach, dass keine Heilung möglich ist. Das heißt nicht, dass der Mensch in nächster Zeit stirbt.
    Meine Chemo war auch Palliativ angesetzt. Das war für mich kein Grund, darauf zu verzichten, da sie meine Überlebenszeit deutlich verlängern kann. Und glücklicherweise war im letzten CT nichts mehr zu sehen.
    Wenn die palliative Chemotherapie das leben verlängern kann, kann es - auf den Einzelfall bezogen - sehr sinnvoll sein, sie durchzuführen. Heilung ist nicht immer das einzige Ziel, das man erreichen kann.
    ----------------------
    Viele Grüße
    Stephanie

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