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  1. Avatar von Gitta777
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    Malignes Melanom ...

    Puh, mir steckt der Schreck noch in den Knochen.
    Ich gehe alle zwei Jahre zum Hautscreening. In meiner Hautarztpraxis - ich nenne sie mal A - bekommt man immer nur sehr langfristige Termine. Wei mir ist im Frühjahr ein Muttermal auf dem Unterarmrücken aufgefallen ist, weil es auffällig dunkel war und sich auch von der übrigen Haut etwas abgehoben hatte, habe ich mich deswegen an eine andere Hautärztin B. gewandt.
    Nachdem sie es angeschaut hatte, meinte sie, es sei harmlos. Wenn es mich stört, dann könne ich es ja im Herbst entfernen lassen. Da bilden sich dann nicht so schnell Narben wie im Frühjahr oder Sommer.
    War dann erst einmal beruhigt, habe dann in meiner eigentlichen Hautarztpraxis A per E-Mail um einen Termin zur Vorsorge geben, weil mir diese Frau B. sehr unsypathisch war. Habe in der E-Mail zwar erwähnt, dass ich evtl. einen Leberfleck entfernen lassen möchte, habe aber auch reingeschrieben, dass der Termin ruhig langfristiger sein kann.
    War dann bei der Hautärztin am 10.07. zum Screening. Zu dem Fleck meinte sie, man sollte ihn zur Sicherheit entfernen, hat aber sicher drei bis vier Wochen Zeit. Am 1. August wurde er dann erst entfernt.

    Gestern kam der Anruf von der Praxis, dass schon Krebszellen gefunden wurden und ein sog. Sicherheitsschnitt gemacht werden muss, wird jetzt am Dienstag von einem anderen Arzt der Gemeinschaftspraxis gemacht.
    Und ich müsse jedes halbe Jahr zur Nachsorge, weil ich ein erhöhtes Risiko trage, wobei die 15,- Euro fürs Screening trotz Krebsdiagnose dennoch auf meine eigene Rechnung gehen. Dieses ständige Pulverfass-Gefühl wird wohl jetzt auch mein ständiger Begleiter sein.

    Gut, die drei Wochen, in denen ich auf die OP gewartet habe, werden nicht so viel ausmachen.

    Jedoch Ärztin A sehe ich absolut in der Verantwortung. Denn wenn ich ihr blind hätte, wäre ich vielleicht erst im November wieder zum Hautarzt gegangen, vielleicht auch gar nicht, weil er ja "harmlos" ist, und in einem Jahr wäre ich unheilbar krank gewesen.
    Müssen wir Patienten jetzt eigentlich alle ein Medizinstudium absolvieren, weil man den Ärzten nichts mehr glauben kann?
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
    (George Bernard Shaw)
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:21 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  2. Avatar von jasmintee
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    AW: Malignes Melanom ...

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Jedoch Ärztin A sehe ich absolut in der Verantwortung. Denn wenn ich ihr blind hätte, wäre ich vielleicht erst im November wieder zum Hautarzt gegangen, vielleicht auch gar nicht, weil er ja "harmlos" ist, und in einem Jahr wäre ich unheilbar krank gewesen.
    Müssen wir Patienten jetzt eigentlich alle ein Medizinstudium absolvieren, weil man den Ärzten nichts mehr glauben kann?
    ich kann deinen ärger absolut verstehen, mir gehts auch immer so, daß ich quasi die diagnose schon beim arztbesuch mitbringen muss :-(
    aber andererseits wenn man gewissen berichten glauben darf - was willst du für 15 € pro quartal/patient die der arzt von der KK bekommt auch erwarten?
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:22 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  3. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Malignes Melanom ...

    So sehr ich deine Angst verstehen kann. Wenn ich dich richtig verstanden haben, sahen weder Arzt 1 noch Arzt 2 wirklich Anlass zur Sorge. Beide haben gemeint, man könne es wegschneiden, eilt aber nicht. Arzt 1 wollte nur nicht bis Herbst warten. So gesehen haben wohl beide die Gefährlichkeit deines Muttermals nicht erkannt. Erst im Nachhinein wurde die Diagnose gestellt.

    Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob die Fehleinschätzung Nachlässigkeit ist oder ob es eben (noch) nicht erkennbar war. Versuche doch das Positive zu sehen: Deine Einschätzung, dein Gefühl war richtig, denn sonst hättest du dich ja nicht so hinter einen Termin geklemmt. Es ist entfernt, die Gefahr ist jetzt gebannt. Alles Gute!
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  4. Avatar von Gitta777
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    AW: Malignes Melanom ...

    @jasmintee, die Ärzte jammern wie alle anderen auch. Aber meines Erachtens jammern vor allem die Fachärzte noch auf recht hohem Niveau. Ich bin einfach der Auffassung, sobald eine Krebsdiagnose feststeht, sollte die Kasse alle Nachsorgekosten übernehmen. Zum einen gehe ich nicht verantwortungslos mit meiner Gesundheit um und bin trotzdem krank geworden, zum zweiten zahle ich seit Jahrzehnten Beiträge.
    @skirbifax, wenn man mal liest, wie gefährlich gerade der Schwarze Hautkrebs in Bezug auf mögliche Metastasen ist, dann sollte man doch lieber mal eines zu viel als zu wenig entfernen. Auffällig dunkel ausgesehen hat es durchaus.
    Und wie gesagt, wenn ich Ärztin B, also derjenigen, die gar nichts unternehmen wollte, einfach mal vertraut hätte, wie es eigentlich sein soll, dann wäre ich in zwei Jahren mit Sicherheit tot.
    Und so gebannt ist die Gefahr nicht, auch nicht, wenn es entfernt ist. Da muss ich mindestens fünf Jahre lang höllisch aufpassen. Das Risiko für weitere maligne Melanome und für Krebs an anderen Stellen ist durchaus sehr erhöht.
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
    (George Bernard Shaw)
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:23 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  5. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Malignes Melanom ...

    Gitta, vielleicht hat man es im Frühjahr nicht erkennen können.

    Alles Gute, hoffentlich war nun alles rechtzeitig.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:23 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  6. Avatar von Gitta777
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    AW: Malignes Melanom ...

    Tja, das wird das Argument der Ärztin dann auch sein, gegen das ich als Laie nicht ankommen werde.

    Man kann aber bei einem auffälligen Muttermal immer erst dann mit Sicherheit sagen, ob es gut- oder bösartig ist, wenn man es herausgeschnitten und im Labor untersucht hat. Und es war im April genauso auffällig wie im Juli. Ich werfe ihr nicht vor, dass sie das mit bloßem Auge bzw. ihrer Sreeninglupe nicht eindeutig als Melanom erkannt hat. Aber dann wäre es doch ihre Aufgabe gewesen, wenn sie sich nicht sicher ist, das Muttermal herauszuschneiden und untersuchen zu lassen.

    Die Patienten werden doch immer zur Vorsorgeuntersuchung angehalten, wobei du bei jedem Arzt mittlerweile zuzahlst. Eigenverantwortung nennt man das. Man macht das, damit man Sicherheit hat. Müssen wir dann jedesmal zu zehn Hautärzten, Gynäkologen, Augenärzten rennen und blechen? So sieht´s bald aus.
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
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    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:23 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  7. Inaktiver User

    AW: Malignes Melanom ...

    Meine Erfahrung ist-und ich habe viel mit Ärzten zu tun: Ärzte sind auch nur Menschen-und Du bist diejenige, die die Verantwortung für sich selbst hat-aber eben auch die Fehler der Götter in Weiß hinnehmen muss (nicht im Sinne von Anzeige erstatten, sonder -im übertragenen Sinn-"wenn Arm ab ist, ist er ab.")


    Bei mir wurde auch ein bösartiges Melanom festgestellt und ein anschließender Sicherheitsschnitt im Universitätsklinikum durchgeführt. Dabei verrechneten sich die Ärzte um vier Millimeter und schnitten zu wenig heraus. Beim Nachgespräch ca. eine Woche später wurde mir dieses eröffnet und gesagt, dass wenn ich auf Nummer sicher gehen möchte, ich mich nochmal unters Messer legen müsste. Auf meine Fragen, ob

    a.) Ärzte denn nicht die Grundrechenarten beherrschen müssten (Umrechnung cm in mm) ?! und
    b.) ob Ihnen klar wäre, dass eine 10 cm lange Narbe unter der Brust auf Grund der Drehbewegung schlecht verheilen würde und das wiederholt zusätzliche Schmerzen für mich bedeuten würde, wurde mit einem hilflosen Lächeln achselzuckend bejaht. Ich habe daraufhin eine Zweitmeinung eingeholt und mich gegen die zweite Operation entschieden.
    Du trägst also stets die Verantwortung bei Arztentscheidungen mit-ob es Dir passt oder nicht. Und wenn Du sichergehen willst, weil Du evrl. ein schlechte Gefühl hast immer mehrereMeinungen einholen.
    In diesem Sinne: Viel Glück für die nächste Male!
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:24 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  8. gesperrt
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    AW: Malignes Melanom ...

    Ruf die Ärztin an und sage ihr das.

    Wenn es geht ruhig und freundlich, so dass die Botschaft "hey, da war aber Krebs" mehr hängen bleibt als Dein verständlicher Ärger.

    Das wird Dir nicht viel bringen, aber die Ärztin wird eventuell ziemlich erschrecken und das nächste Mal vorsichtiger sein.

    Und damit wäre doch auch schon etwas gewonnen.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:25 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

  9. Avatar von Gitta777
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    AW: Malignes Melanom ...

    Ich werde mich an die Bezirksärztekammer wenden und denen den Fall schildern. Diese wird dann prüfen, ob die Ärztin nach deren Meinung einen Fehler gemacht hat. Und nach deren Auskunft sei dann der beste Weg, mich mit der Versicherung der Ärztin um einen Vergleich zu bemühen.
    Das nächste Traurige ist ja, dass man als Patient und medizinischer Laie immer am kürzeren Hebel hockt, selbst wenn man hundert Mal im Recht ist.
    Meine Nachbarin (70) war auch schon bei dieser Ärztin und hatte sie gebeten, sich mal ihre ganze Haut anzuschauen. Die Ärztin meinte nur, das sei nicht notwendig, obwohl man meiner Nachbarin auch ansieht, dass sie die Sonne nicht unbedingt verschmäht. Was ist denn das für eine Verantwortung?
    Eine Kollegin von mir war mal wegen eines Ausschlags bei ihr, hatte sich aber genauso abgefertigt gefühlt.
    Ich lasse mich mal überraschen, wie sie reagiert. Ärzte sind auch nur Menschen, aber mit dem Leben ihrer Patienten sollten sie dennoch nicht spielen. Und wenn Fehler passieren, die lebensgefährlich sein können, dann sollten sie auf jeden Fall ohne irgend etwas die volle Verantwortung dafür übernehmen.
    Selbst wenn das jetzt gerade noch mal gut ausgeht, trage ich die nächsten fünf Jahre ein erhöhtes Krebsrisiko. Und Gesundheit kann man mit allem Geld der Welt nicht mal aufwiegen, aber dass sie den Fehler eingesteht, das erwarte ich. Und eine finanzielle Entschädigung oder Schmerzensgeld oder was auch immer, das steht mir zu. Das wird ja wohl eh ihre Versicherung zahlen, und die Dame praktiziert lustig weiter.
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
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    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:25 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt


  10. Registriert seit
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    AW: Malignes Melanom ...

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Und eine finanzielle Entschädigung oder Schmerzensgeld oder was auch immer, das steht mir zu.
    Gitta, versteh mich bitte nicht falsch. Aber wo ist denn Dein Schaden? Damit die Versicherung der Ärztin bezahlt, muss schon ein Schaden entstanden sein. Den hast Du (noch) nicht.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (13.08.2013 um 15:25 Uhr) Grund: Strangtitel verkürzt

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