Hallo Leute,
gibt es hier jemanden in dem Forum, der auch an dieser Krebsform erkrankt ist?
Mir wurde vor knapp 2 Monaten die Gebärmutter wegen Myomen entfernt. Dabei wurde zufällig dieser Befund gemacht. Es ist eine Krebsform im absoluten Anfangsstadium. Ich weiß, dass die Heilungschancen sehr gut sind. Es muss keine Chemo und auch keine Strahlentherapie gemacht werden. Allerdings sollen die Eierstöcke entfernt werden, weil ein Risiko besteht, dass dort auch schon Krebszellen sind.
Ich finde das mit 49 Jahren nicht so toll, die Eierstöcke heraus operiert zu bekommen.... Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten?
Viele Grüße
Betty49
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Thema: Gebärmutterschleimhautkrebs
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10.01.2011, 14:13
Gebärmutterschleimhautkrebs
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10.01.2011, 16:58
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
Liebe Betty.Ich Hatte auch Gebärmutterschleimhautkrebs.Es ist sinnvoll Gebärmutter und die Eierstöcke zu entfernen.Ich war damals 52 und es ist jetzt 2Jahre her.Es ist gut das es bei dir im Anfangsstadium erkannt wurde.Ich war damals völlig verzweifelt und jeztz bin ich wieder topfit.Lass dich nicht unterkriegen.Liebe Grüsse Bella
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10.01.2011, 22:01
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
Liebe Bella-Marie,
vielen Dank für deine Antwort. Ja, mir geht es wirklich auch nicht gut. Habe im Grunde Angst, vor allem, das so noch auf mich zukommt. Aber mittlerweile weiß ich, dass die Eierstöcke unbedingt raus müssen. Für mich steht natürlich das Überleben an erster Stelle.
Leute, wie du, machen mir natürlich Mut. Es ist schön, dass es dir wieder gut geht.
Liebe Grüße
Betty
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11.01.2011, 10:31Inaktiver User
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
liebe betty,
ich weiss natürlich nicht wo du wohnst, aber ich kann dir nur ans herz legen,dich nach dem neuesten stand operieren zu lassen.
sollte diese art von OP auf dich zukommen, dann versuche eine TMMR OP zu bekommen
...zu hause ist diese methode an der uniklinik leipzig, aber da sie mittlerweile die alte mit doch manchmal mit einigen nebenwirkungen verbundene wertheim ablösen soll,können einige diese technik bereits...wenn du hilfe brauchst, das herauszufinden,helfe ich dir gern .
google das mal!..:-)
alles liebe für dich von ryoshi
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11.01.2011, 10:52
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
liebe ryoshi,
nee, ich weiß nicht, was das für eine OP ist. Bei mir soll NICHT die WERTHEIM OP durchgeführt werden.
Gebärmutterhals und Eierstöcke sollen mit Hilfe des DA VINCI Roboters entfernt werden... am Uni-Klinikum Essen. Der Professor ist Krebs-Spezialist und ich hoffe, dass er mit Hilfe des Roboters in meinem Bauchraum auch noch sehen kann, ob es da andere Veränderungen gibt, falls bei der Zerstückelung der GM im Bauchraum, weil sie ja minimalinvasiv entfernt wurde, evtl. Zellen "verloren" gingen. Das macht mir ja auch Angst.
Danke für deinen Hinweis.
LG
Betty
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11.01.2011, 13:35Inaktiver User
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
hallo betty,
ich war ganz fleissig und habe dir PN´s geschrieben.vielleicht können die dir etwas in deiner angst helfen.
lieben gruß
ryoshi
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09.03.2012, 07:10
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
Hallo Betty!
Bei mir ist es jetzt fast 2,5 Jahre her da bekam ich diese Diagnose. Ich dachte mir jetzt ist alles vorbei. Da war ich grad mal 38! War schon ein Schock. Bei mir haben sie es bei einer Ausschabung bemerkt. Da mein Körper sofort reagiert hat, hat meine FA gleich eine machen lassen. 3 Tage später dann diese Diagnose ich dachte nur noch oh man scheisse was kommt jetzt?! Mir wurde dann die GM und die Eierstöcke entfernt. Dann ca. 14 Tage Krankenhausaufenthalt und auf eigenen Wunsch habe ich mich dann nach 1 Woche " selbst" entlassen. Weil ich halt lieber zuhause sein wollte. Der Abschlussbefund der Pathologie sollte so 10 Tage dauern. Aber schon nach 5 Tagen war er da und war ok. Ich fiel dem Chefarzt um den Hals er war auch total erleichtert.Da er noch nicht gestreut hatte ich Glück. Jedoch war ich nach der OP noch ca. 2 Monate krank geschrieben. Heute geht es mir gut und halte natürlich die 3 monatige Nachsorgeuntersuchungen in der ersten 3 Jahren strikt ein. Die verfrühten " Wechseljahre" habe ich auch hinter mir. Das erste Jahr war grausig warm,kalt,warm... aber jetzt ist alles ausgestanden. Also Kopf hoch es geht weiter. Du schaffst das. :-)))) Danke schön an meinen Mann,meinen Eltern und meiner Labbi Hündin Sunny die immer an meiner Seite war.Sie steht mir auch jetzt zur Seite wenn es mir mal nicht so gut geht .
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04.08.2013, 11:30
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
Hallo,
ich bekam die Diagnose vor 3 Jahren im Alter von 55 Jahren. Da ich schon einmal eine Konisation hatte, ließ ich mir die Gebärmutter entfernen mit "Wertheimer". Bei dieser OP fand man einen Tumor in der Gebärmutter, so dass ich noch einmal diesen Riesenschnitt bekam um alle Lymphknoten im Bauchraum zu entfernen.
Diese Zeit war eine Quälerei, die Wunde verheilte sehr schlecht und ich war sehr schwach. Die Eierstöcke wurden nicht entfernt.Danach fand eine AHB statt, das würde ich jeder Frau empfehlen. Insgesamt war ich ein viertel Jahr aus dem Verkehr gezogen und ja, die Scheide wurde verkürzt.
Im Moment fühle ich mich sehr wohl. Es gab natürlich Begleiterscheinungen, mit der Blase, dem Darm etc.Auch die verschärften Wechseljahresbeschwerden, die ganz plötzlich eintrafen, waren etwas unangenehm. Aber die Alternative ist schlimmer, denn Gebärmutterschleimhautkrebs/ Gebärmutterhalskrebs merkt Frau nicht.
Ich hoffe, dass bei Dir gut geht, ich konnte dadurch Altersteilzeit beantragen und gehe in einem Jahr in die passive Phase.
Darauf freue ich mich!
Gruß SuseEs ist gut wenn Du das, was Du tun musst, gern tust
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02.09.2015, 11:46
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
Hallo,
bei mir wurde im Herbst 2014 im Alter von 55 Jahren bei der gyn. Vorsorgeuntersuchung eine hoch aufgebaute und daher verdächtige Gebärmutterschleimhaut festgestellt. 10 Tage später folgte eine Ausschabung. Deren Ergebnis ergab einen Hinweis auf ein Endometrium-CA. Eine Woche später wurde mir der Uterus samt Gebärmutterhals entfernt (laparoskopisch, d.h. ohne großen Bauchschnitt und durch die Vagina). Auf die gleichzeitige Entfernung der Eierstöcke habe ich zunächst verzichtet, nachdem mir die Möglichkeit eines sog. Schnellschnitts des Uterus-Gewebe während der OP angeboten wurde (hat die OP um ca. 1 Std. verlängert). Falls dabei sichtbare auffällige Veränderungen an den Eierstöcken entdeckt worden wären, bzw. schon der Schnellschnitt Hinweise auf Krebszellen gezeigt hätte, wären bei dieser OP auch gleich die Eierstöcke mit entfernt worden. Mit diesem Kompromiss konnte ich gut leben.
Der Schnellschnitt war ok, und ich darüber sehr erleichtert. Das Gewebe war natürlich trotzdem in die Pathologie geschickt worden. Von dort kam nach 10 Tagen der positive Befund, aufgrund dessen ich mir 4 Wochen später auch die Eierstöcke entfernen ließ. Das Argument war, und das leuchtete mir ein, dass die Eierstöcke bei Krebs keine Schmerzen verursachen und nur im Bauchinneren zu untersuchen wären. Da man dort ja nicht jährlich "nachsehen" kann, empfahlen sie mir die OP.
Nach der Entfernung des Uterus und des Gebärmutterhalses war die Heilphase etwas länger, da das Sitzen anfangs sehr drückte und dadurch etwas schmerzhaft war und die inneren Wunden (Haltebänder, Muskeln usw.) natürlich auch heilen mussten. Das dauerte schon ein paar Wochen, ich brauchte da anfangs auch relativ viel Unterstützung im Haushalt, da Tragen, Bücken und Herumlaufen nicht so gut. Heben sollte ich auch besser gar nicht, das gab auch immer gleich fiese Rückenschmerzen. Ich war schon ziemlich schwach danach, etwas anstrengendere körperliche Belastungen gingen kaum. Meine Konzentration hat natürlich auch durch die 3 Narkosen gelitten.
Ich war aber trotzdem in der Lage, 6 Wochen nach derOP für 10 Tage nach Marokko zu verreisen. Hab dort etwas öfter meine Erholungspausen gebraucht und konnte natürlich auch nicht stundenlang herumlaufen. Aber es hat mir gutgetan und mich auch sehr abgelenkt.
Anschließend noch die laparoskopische Entfernung der Eierstöcke Mitte Februar, was überhaupt nicht schlimm war. Wirklich ein Klacks, dauerte auch nur 1 Std., nur ein leichtes Ziepen hinterher, für ca.1 Woche.
Ich war jeweils nur zwischen 1 und 3 Tagen in der Klinik.
Im März war ich noch knapp vier Wochen zur onkologischen Reha, die mir sehr viel gebracht hat! Ich kann es nur unbedingt empfehlen, sich wirklich Zeit für die Heilung zu nehmen und auch die seelischen Aspekte dieser Erkrankung und der OPs nicht zu vernachlässigen! Die Reha hat meiner Seele einfach gut getan, unbefangen mit anderen Betroffenen darüber reden zu können, ohne immer befürchten zu müssen, die anderen zu sehr zu belasten mit dem Thema - allein das war schon Gold wert! Dazu schwimmen, Gesprächsgruppen, Sport, Tanztherapie, Beckenbodengymnastik, bekocht und verwöhnt zu werden, malen, spazieren gehen, Spaß haben, die schöne Landschaft am Chiemsee, die super einfühlsamen Ärzte und Therapeuten dort - es tat einfach nur rundherum gut!
Zwischen der Diagnose bis zur OP ist ja kaum Muße und Zeit, mal etwas in sich zu gehen, da herrscht ja meistens großer Zeitdruck und vieles zu organisieren, und der Umgang mit den eigenen Ängsten usw. bleibt da meist auf der Strecke. Deshalb ist so eine Reha auch so wichtig, finde ich. Ich hab da auch viel geweint, worüber ich erst sehr erstaunt war, denn das hätte ich vorher nicht gedacht. Es sammelt sich schon einiges an unverarbeiteten Gefühlen und Ängsten an, die man später erst rauslassen kann, wenn der "Autopilot" zum Durchstehen der schwierigen Anfangszeit wieder ausgeschaltet ist, merkt man dann ....... und um diese Gefühle muss und soll man sich auch kümmern.
Die abrupte Verschlimmerung der Wechseljahrebeschwerden nach der Entfernung der Eierstöcke machen mir allerdings noch sehr zu schaffen. Das entwickelte sich so nach und nach immer mehr, auch wenn ich vorher schon in den Wechseljahren war. Da Hormone ja eher nicht in Frage kommen, nehme ich pflanzliche Mittel zur Linderung der Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche und Hitzewallungen, und jetzt auch zusätzlich noch ein Gel, damit ich besser schlafen kann und weniger Gelenkschmerzen habe. Wie lange das noch dauert, weiß natürlich kein Mensch, aber ich hoffe, dass es bald vorbei ist.
Ach ja, ich habe auch direkt einen Schwerbehinderten-Ausweis mit 50 Grad der Behinderung für 3 Jahre bekommen, wurde gleich bei der ersten OP vom Sozialdienst noch in der Klinik beantragt. Und ich bekam über die Ärztin auch 2x wöchentlich Rehasport verordnet, der mir auch sehr gut tut und Beschwerden lindert.
Die Nachsorgetermine alle 3 Monate sind für mich immer noch mit Anspannung verbunden und deshalb nicht sehr angenehm, aber ich weiß, dass ich riesiges Glück gehabt habe, dass der Krebs so früh festgestellt wurde.
Ich denke auch,dass es ganz wichtig ist, darüber sprechen zu können, was man mit der Erkrankung erlebt hat und noch erlebt, nachdem die OPs vorbei sind. Da kommt schon einiges zusammen!
Allen Mit-Betroffenen weiterhin gute Besserung, toi-toi-toi und eine gute Zeit!
Ob du denkst du schaffst es, oder ob du denkst du schaffst es nicht - du wirst in jedem Fall Recht behalten!
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10.10.2015, 10:50
AW: Gebärmutterschleimhautkrebs
hallo dhaula

ich habe deinen bericht gelesen ....stehe kurz vor der op ....
ich habe richtig muffe .....hoffe alles wird gut .
wie geht es dir denn jetzt ?
wie ist das mit der reha ? wird man gefragt ?
bei mir ist so langsam die luft raus .....
es wird meine 9 op .....
habe 2012 48 wochen eine tripple therapie gemacht .hatte hcv ....(durch eine blutkonserve )
2005 hatte ich es auch schon versucht aber mußte abrechen .
jetzt bin ich geheilt (nach 16 blutkonserven )
hatte schon thrombosen mit embolie und vor drei monatn ist mein bruder an A L s
gestorben ....
könnte mir vorstellen das mir eine reha gut täte ...
dir weiterhin alles gute ...
vlg heike


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