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  1. Inaktiver User

    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Meine UrOma ist nie danach gefragt worden, wie sie das findet als Stiefmutter und meine Halbgroßmütter auch nicht. Mich hat das immer brennend interessiert als Kind, weil ich deutlich mehr Verwandschaft hatte als andere. Bei meinem Vater war es durch den Krieg auch so. Nch dem Krieg hatte er bald einen neuen Vater.

    Nun mal zu der Pflegegeschichte. Ich habe meinen 2. Mann durch Unfall verloren, er war drei Monate im Koma und dann schwerbehindert/pflegebedürftig in Pflegestufe 4, ich weiß, was das bedeutet. Ich brauchte in dieser Zeit dringend jemand, der sich nur um mich kümmert und der mir Wärme gibt. Ich könnte mir vorstellen, wie es dem Vater ging. Meine Söhne sagen dazu: Dir ging es nur noch SCH***. So viel zu dem Thema

    Meinst du: "Früher war alles besser"?

    Ja. Sehe ich so. Nicht so viel Gelaber um jeden Kirschkern.

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    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Hey Leute, das Mädchen ist 17 Jahre alt.
    Hat höchstwahrscheinlich auch schon ihren ersten Freund gehabt.

    Es ist kein Kind mehr... fast keins mehr.

    Und es liegt auch am Vater seiner Tochter klarzumachen, daß sein und ihr Leben nicht mit dem Leben der Mutter endet. Ebenso daß die neue Lebensgefährtin nicht den Platz der Mutter einnimmt.

    Ich empfinde es als völlig vermessen, wenn Eltern aufgrund Scheidung oder Tod des Partners aus Rücksichtnahme auf die Kinder ihr eigenes Leben aufgeben müssen... immer mit dem Argument "die armen Kleinen".

    Diese Tochter wird früher oder später ihren Vater "verlassen" und ausziehen. Und er hat auf eine tolle Partnerschaft verzichtet?
    Neee, das kann meiner Meinung nach nicht funktionieren.

    hierundjetzt
    Sei gut zu Dir - und vergib den anderen!

  3. Moderation

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    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    @ Hierundjetzt:

    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    Hey Leute, das Mädchen ist 17 Jahre alt.
    Hat höchstwahrscheinlich auch schon ihren ersten Freund gehabt.

    Es ist kein Kind mehr... fast keins mehr.
    NA UND? Glaubst du, eine 17jährige trauert weniger als eine 7jährige?

    Es steht niemandem zu, in den Trauerprozess eines anderen Menschen einzugreifen - oder zu entscheiden, dass es nun genug ist, weil "schon" zwei Jahre vergangen sind.


    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    Ich empfinde es als völlig vermessen, wenn Eltern aufgrund Scheidung oder Tod des Partners aus Rücksichtnahme auf die Kinder ihr eigenes Leben aufgeben müssen... immer mit dem Argument "die armen Kleinen".
    Niemand hier hat vom Vater verlangt, dass er sein eigenes Leben aufgeben soll. Auch die Beziehung steht nicht zur Disposition, und danach hatte Wolfshund ja auch gar nicht gefragt.

    Es ging um das Thema Zusammenziehen. Wolfshund würde nicht nur mit dem Mann, sondern automatisch auch mit der Tochter zusammenziehen. Dies gegen ihren ausdrücklichen Wunsch zu tun, besonders dann, wenn Trauer um die verstorbene Mutter als Grund angenommen werden muss, halte ich für reichlich gefährlich. Sagen wir mal neutral: es wäre einem angenehmen Zusammenleben sicher nicht dienlich.

    Oder siehst du das anders?

    Klar, der Vater kann versuchen, ihr manches "klarzumachen". Etwas mit dem Verstand einsehen, und etwas mit dem Gefühl auch akzeptieren können, sind trotzdem zwei verschiedene Dinge.

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    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    @ Analuise,

    ich habe niemals die Trauer in Frage gestellt!!! Das möchte ich hier mal ganz stark betonen.

    Aber eine 17jährige weiß viel eher, daß das Leben weitergeht, als eine 7jährige.
    Eine 17jährige ist in dem absoluten Ablösungsprozeß und fordert alleinige "Entscheidungsfreiheit". Die in den meisten Fällen ja auch dem Erwachsenwerden förderlich sind. Aber in dem Fall ist auf einmal die absolute Rücksicht gefordert wie bei einem Kind?
    Die Tochter kann nicht erwarten und sollte alt genug sein nicht zu erwarten, daß der Vater die verstorbene Mutter nicht auf einen Altar setzt und für immer ewig alleine bleibt.

    Verständlich ist jedoch, daß nach einem Jahr Beziehung das Zusammenziehen für die Tochter eine sehr große Umstellung bedeutet. Erstens ist sie momentan "die Frau im Hause" und fürchtet um diese Position. Zweitens ist sie alt genug um zu wissen, daß sich dann gewisse Rituale, etc. verändern werden. Die neue LG putzt anders, kocht anders und benötigt wie jeder "Mitbewohner" eben ihr Mitsprachrecht. Und das bedeutet, daß das Mitspracherecht in der Wohnung nicht mehr durch zwei, sondern dann durch drei geteilt wird. Sprich, die Tochter muss von ihrer Position abgeben. (Daß das der Vater ebenso tut, ist nicht relevant). Hier heißt es für mich, daß der Vater wie auch die Lebensgefährtin mit Zeit und sanfter Konsequenz, vielen Gesprächen und Verständnis ihre Position bewahren!

    Und jetzt mal unabhängig davon ob die Mutter gestorben ist oder es sich "nur" um eine Scheidung handelt. Glaubst Du, daß die Tochter sich von ihrem Vater reinreden lassen würde oder seine Einwände akzeptieren würde, wenn sie mit ihrem Freund zusammenziehen möchte?

    Ich sehe es so wie Rosie 1712.

    hierundjetzt
    Sei gut zu Dir - und vergib den anderen!

  5. Inaktiver User

    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    @ Analuise,

    ich habe niemals die Trauer in Frage gestellt!!! Das möchte ich hier mal ganz stark betonen.

    Aber eine 17jährige weiß viel eher, daß das Leben weitergeht, als eine 7jährige.
    Eine 17jährige ist in dem absoluten Ablösungsprozeß und fordert alleinige "Entscheidungsfreiheit". Die in den meisten Fällen ja auch dem Erwachsenwerden förderlich sind. Aber in dem Fall ist auf einmal die absolute Rücksicht gefordert wie bei einem Kind?
    Die Tochter kann nicht erwarten und sollte alt genug sein nicht zu erwarten, daß der Vater die verstorbene Mutter nicht auf einen Altar setzt und für immer ewig alleine bleibt.

    Verständlich ist jedoch, daß nach einem Jahr Beziehung das Zusammenziehen für die Tochter eine sehr große Umstellung bedeutet. Erstens ist sie momentan "die Frau im Hause" und fürchtet um diese Position. Zweitens ist sie alt genug um zu wissen, daß sich dann gewisse Rituale, etc. verändern werden. Die neue LG putzt anders, kocht anders und benötigt wie jeder "Mitbewohner" eben ihr Mitsprachrecht. Und das bedeutet, daß das Mitspracherecht in der Wohnung nicht mehr durch zwei, sondern dann durch drei geteilt wird. Sprich, die Tochter muss von ihrer Position abgeben. (Daß das der Vater ebenso tut, ist nicht relevant). Hier heißt es für mich, daß der Vater wie auch die Lebensgefährtin mit Zeit und sanfter Konsequenz, vielen Gesprächen und Verständnis ihre Position bewahren!

    Und jetzt mal unabhängig davon ob die Mutter gestorben ist oder es sich "nur" um eine Scheidung handelt. Glaubst Du, daß die Tochter sich von ihrem Vater reinreden lassen würde oder seine Einwände akzeptieren würde, wenn sie mit ihrem Freund zusammenziehen möchte?

    Ich sehe es so wie Rosie 1712.

    hierundjetzt

    Siehe Markierung! so ist es und das ist der Grund, warum es nicht gewollt ist. Sie hat ein prima Druckmittel und dann ist aus die Maus.
    Nichts mehr hinzuzufügen.

    Richte nicht Dein ganzes Leben nach den Kindern aus, sie müssen auch lernen, nach Spielreel klar zu kommen. Und eine der Spielregeln ist: Papa hat ein Recht auf ein eigenes Leben. in seinem Haus
    Geändert von Inaktiver User (04.04.2007 um 11:57 Uhr)

  6. Moderation

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    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    ich habe niemals die Trauer in Frage gestellt!!! Das möchte ich hier mal ganz stark betonen.
    Du hast recht. Aber wenn man ihre Trauer respektiert, sollte man sie auch in seinen Entscheidungen berücksichtigen. (damit meine ich den Vater)


    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    Die Tochter kann nicht erwarten und sollte alt genug sein nicht zu erwarten, daß der Vater die verstorbene Mutter nicht auf einen Altar setzt und für immer ewig alleine bleibt.
    Deine Ironie solltest du bei solch einem ernsten Thema besser beiseitelassen (was soll der Quatsch mit dem Altar?). Hast du meinen Beitrag vollständig gelesen? Ich habe ausdrücklich gesagt, dass es mir nicht um eine Infragestellung der Beziehung geht.

    Aber was das Zusammenwohnen betrifft, sehe ich nicht ein, warum der Vater das Recht haben sollte, über den Kopf seiner fast erwachsenen Tochter zu entscheiden.


    Zitat Zitat von Hierundjetzt
    Glaubst Du, daß die Tochter sich von ihrem Vater reinreden lassen würde oder seine Einwände akzeptieren würde, wenn sie mit ihrem Freund zusammenziehen möchte?
    Ja, ich glaube sehr wohl, dass der Vater gefragt werden möchte, bevor die Tochter ihren Freund in das gemeinsame Haus einziehen lässt.

    Oder nochmal deutlicher: Für mich sind Kinder in Fragen des Zusammenlebens nicht Menschen mit geringeren Rechten.

    Und natürlich spricht nichts dagegen, dass Vater und Lebensgefährtin in einfühlsamen Gesprächen versuchen, die Tochter zu überzeugen. Ich halte nur nichts von der Überrumpelungstaktik.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Siehe Markierung! so ist es und das ist der Grund, warum es nicht gewollt ist. Sie hat ein prima Druckmittel und dann ist ist aus die Maus.
    Nichts mehr hinzuzufügen.
    Rosie, du tust ja gerade so, als würdest du die Tochter persönlich kennen. Wir können nur von dem ausgehen, was Wolfshund geschrieben hat (was ja nicht gerade viel ist, um sich Urteile erlauben zu können) .. und du schreibst einfach so: "so ist es" - als könntest du es WISSEN.

  7. Inaktiver User

    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Ach Analuisa,

    ich bestreite nicht, dass ich sie nicht kenne. Aber: ich habe täglich mit solchen wundervollen Menschenkindern zu tun. Jetzt weißt du also, dass ich was mit Bildung zu tun habe. Insbesondere habe ich in meinem Bereich mit jungen Menschen ab 15 aufwärts von ohne Schulabschluss bis zum Abitur. Ich habe alle diese Argumente täglich tausend Millionen Mal. Und letztendlich hilft ihnen nur Konsequenz und Zuhören. Verständnis, habe ich gelernt, wird ausgenutzt.
    Wenn Du Verständnis für Ihre besondere lage aufbringst, dann können sie plötzlich keine dies und keine das mehr. Sie müssen lernen, mit bestimmten Sachen klar zu kommen, damit sie das Leben hinkriegen. Und Abschied gehört dazu.
    Man kann in seinem Leben nicht immer nur Forderungen stellen. Man muss auch welche erfüllen.

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    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Zitat Zitat von Analuisa
    Aber was das Zusammenwohnen betrifft, sehe ich nicht ein, warum der Vater das Recht haben sollte, über den Kopf seiner fast erwachsenen Tochter zu entscheiden.
    Wenn sich die fast erwachsene Tochter auch fast erwachsen verhalten würde, wäre ja auch ein konstruktives Gespräch möglich. So kontert die auch so fast erwachsene Tochter aber mit "Rücksichtnahme". Wo bitte schön ist denn die Rücksicht auf den Vater?


    Zitat Zitat von Analuisa
    Ja, ich glaube sehr wohl, dass der Vater gefragt werden möchte, bevor die Tochter ihren Freund in das gemeinsame Haus einziehen lässt.

    Oder nochmal deutlicher: Für mich sind Kinder in Fragen des Zusammenlebens nicht Menschen mit geringeren Rechten .
    Nun, Tatsache ist, daß das "gemeinsame" Haus bisher wohl alleine vom Vater bezalt wird...
    Außerdem kann ich nur "Rechte" vergeben, wenn sicher ist, daß damit auch verantwortungsbewußt umgegangen wird und diese nicht zum alleinigen Vorteil ausgenutzt werden. Ich denke schon, daß der Vater reif genug ist, die emotionalen Bedürfnisse seiner Tochter zu erkennen und berücksichtigen. Hier sehe ich allerdings auf Seiten der Tochter ein reines Machtspiel.
    Meine Argumentation war allerdings eher, daß die Tochter irgendwann auszieht und mit Freund zusammenzieht. Da wird Papa garantiert auch nicht gefragt "Darf ich?"

    Zitat Zitat von Analuisa
    Und natürlich spricht nichts dagegen, dass Vater und Lebensgefährtin in einfühlsamen Gesprächen versuchen, die Tochter zu überzeugen. Ich halte nur nichts von der Überrumpelungstaktik.
    Überrumpelungstaktik ist interpretationsfähig. Ich vermute nicht, daß der Vater der Tochter mal so eben lapidar das Einzugsdatum seiner Lebensgefährtin mitgeteilt hat. Das wäre Überrumpelung. Aber über die Möglichkeit und den Wunsch zu sprechen ist für mich keine Überumpelung.

    hierundjetzt
    Sei gut zu Dir - und vergib den anderen!

  9. Inaktiver User

    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Und das ewige In-Watte-Gepacke hilft dem Mädel auch nicht weiter. So viel ist mal klar. Wir wissen nichts über das Gespräch, aber eine einseitige "Rücksichtsnahme" ist mal wieder ein typisch-weibliches Machtspiel.

    Mal angenommen, Töchting will raus aus Haus, aber Papa sagt: 'Nee, Du, nimm mal Rücksicht auf mich. Du bleibst Ich brauche Dich?!' Hältst Du das für eine realistische Choreografie, dass die Tochter beim Papa bleibt?

  10. User Info Menu

    AW: Zusammenziehen trotz Ablehnung von Tochter meines Freundes?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mal angenommen, Töchting will raus aus Haus, aber Papa sagt: 'Nee, Du, nimm mal Rücksicht auf mich. Du bleibst Ich brauche Dich?!' Hältst Du das für eine realistische Choreografie, dass die Tochter beim Papa bleibt?
    Ich finde, der Vergleich hinkt
    Vergleichbar wäre es, wenn die Tochter fordern würde, dass Papa mit auszieht und mit ihr und ihrem Freund zusammenwohnt.
    Vater und Tochter leben zusammen, in einer Gemeinschaft. Und ich finde, dass alle Beteiligten einverstanden sein sollten, wenn zu dieser "Wohn"-Gemeinschaft ein neues Mitglied hinzukommt.

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