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  1. User Info Menu

    AW: Verlange ich zu viel?

    Ja, ich sehe auch das Problem, dass Du ihm zu früh Deinen Sohn vorgestellt hast und dass Dir das gute Verhältnis der beiden Dich so glücklich gemacht hat, dass Du ihn dann UNBEDINGT wolltest.

    Und da hast Du Dich von keinen Warnsignalen abwimmeln lassen. Du hättest auch ohne Deinen Sohn erfahren können, dass diese "Wohn-und-Lebensgemeinschaft" eine abgeschottete Gruppe ist, die ungerne schon wieder eine Neue von dem Ex-mann kennenlernen will. Und dann das ganze mit den Ferien letzten Sommer. Das hätte mir schon gereicht. Und dass mein Partner ein Zimmer mit einer anderen Frau teilt. Da wäre ich spätestens schon abgesprungen.

    Er hätte ja auch einfach mit Dir Ferien machen können? Wenn seine Ex und ihr neuer Freund dafür noch nicht bereit sind.

    Nee, der ist etwas durcheinander mit seinen Prioritäten. Aufstehen, Krone richten. Du warst einfach zu lange mit ihm zusammen, hast Dich zu sehr verbogen und hast Deinen Sohn mit rein gezogen aber, Du überstehst das. Das war einfach ein schräger Vogel und die muss man schneller erkennen.

    Aber das wirst Du auch noch lernen. Nicht so sehr Wollen, mehr Schauen.

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    AW: Verlange ich zu viel?

    ja, ich war Kneten dämlich.
    habe mich wieder täuschen lassen.

    habe es geahnt, wollte es aber nicht wahrhaben. ich war nie Priorität. nie.
    Abende, die wir zusammen verbringen wollten, mal wieder als Paar, ohne Kind, ich meinen Sohn extra zu meinen Eltern gegeben habe... und was war? Der Geburtstag des Cousins der besten Freundin, der nur Kaffee und Kuchen sein sollte... hat sich hingezogen. um 23 Uhr war er wieder da. fantastischer gemeinsamer Abend...

    er hat einen Wunsch geäussert, braucht dies oder das, am nächsten Wochenende war es hier, von mir besorgt. Habe seine Mutter zu Anwälten gebracht, weil er keine Zeit hatte, sie zu begleiten.

    als er die ersten Male bei mir übernachtet hat, und ich ihm am nächsten Morgen um 5.oo Uhr extra mit aufgestanden bin, Frühstück für die Arbeit gemacht habe, hat er mich entsetzt angesehen und meinte, nee, das kann er nicht machen. ich möchte nicht, dass die anderen reden...

    Als der Opa seiner besten Freundin gestorben ist, hat er sich sofort angezogen und ist zu ihr gefahren. tolle eigenschaft dachte ich damals. dann ist mein Opa gestorben. er war nicht bei mir. auch am Tage der beerdigung - kein Beistand.
    und ich habe trotzdem zu ihm gestanden, hab es immer auf den Druck in der Firma geschoben.

    Gott war ich bescheuert...

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    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen
    ... er hat einen Wunsch geäussert, braucht dies oder das, am nächsten Wochenende war es hier, von mir besorgt.

    ... Habe seine Mutter zu Anwälten gebracht, weil er keine Zeit hatte, sie zu begleiten.

    ... ich ihm am nächsten Morgen um 5.oo Uhr extra mit aufgestanden bin, Frühstück für die Arbeit gemacht habe

    ... am Tage der beerdigung - kein Beistand. und ich habe trotzdem zu ihm gestanden ...
    Es wird Dir wenig helfen, Dich ausschließlich in der Opferrolle zu sehen, es würde Dir
    nämlich gut tun, Deinen Anteil zu reflektieren. Den hast Du mich Sicherheit.

    Ich habe mich in meinem Beitrag # 28 mit besonderem Augenmerk auf Deinen Sohn
    geäußert. Kannst Du daraus irgend welche Erkenntnisse für Dich ziehen?

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    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass man, als bloßer Nachbar und Außenstehender, die Stabilität und
    Stimmigkeit innerhalb einer Beziehung beurteilen kann.

    Es ist einfach das berühmte Phänomen "auf der anderen Seite des Gartenzauns ist das Gras grüner".

    Lass mal das Vergleichen. In Deinem Fall beeinträchtigt es Deine Stimmung und lässt
    Dich in Deinen eigenen Augen minderwertig und unzulänglich erscheinen.




    Du nimmst leider, wirklich leider, Dein eigenes Bauchgefühl - das Frühwarnsystem, sozusagen - nicht ernst. Dabei ist es solch ein hilfreicher Indikator, dem Du vertrauen lernen solltest.




    Es ist doch schon mal gut, dass Du das zumindest jetzt erkennst, wie sehr Du Dich verbogen hast. Es ist auch für einen Partner alles andere als angenehm, wenn sich der Andere für ihn verbiegt und (noch schlimmer) "aufopfert".

    Auch wenn das nicht Deine Absicht war - damit hast Du enormen indirekten Druck ausgeübt. Und Dir vor allem das Gegenteil von Respekt eingehandelt.




    Das ist nicht das Problem.

    Sondern, dass Du offenbar den Unterschied nicht kennst zwischen jemandem helfen und
    für ihn da zu sein - oder es jemandem recht machen zu wollen.

    Ersteres nimmt Rücksicht auf Deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse - Letzteres entsteht aus dem Gefühl, nicht gut genug zu sein und deshalb Zuneigung nur durch Leistung bekommen zu können.

    Das Thema ist es wert, sich eingehend damit zu beschäftigen!




    Nicht schön für den Jungen.
    Vielleicht kannst Du - im Interesse Eures Sohnes - hier durch Gespräche mit dem Ex etwas
    zum Positiven bewirken?

    Ich hoffe, das fällt nicht unter Crossposten von Negativem - aber in Deinem Fall halte ich
    es für essentiell zu wissen, dass Dein Sohn aufgrund der Trennung von Deinem Ex (seinem Vater) ziemliche Verlustängste entwickelt hat. Die verminderte Aufmerksamkeit seitens des Vaters führt dazu, dass er sich nicht umfänglich gemocht sieht. Das kann langfristig sehr unschöne Auswirkungen nach sich ziehen.

    Gerade in Anbetracht dessen würde ich es weitgehend vermeiden, immer wieder neue Männer als Partner oder potentielle Partner in Dein (Euer) Leben zu lassen.

    Einen Teil des Problems sehe ich auch darin, dass Du selbst es nicht schaffst, Dich und Deinen Sohn als vollwertige Familie zu sehen. Du fühlst Dich ohne Partner minderwertig, und auch das geht an Deinem Sohn nicht spurlos vorbei.

    Sei ihm eine starke Mutter, deren Glück und Zufriedenheit nicht von einem Mann abhängt.

    Das ist keinesfalls dahingehend entmutigend gemeint, dass Du keinen Partner haben sollst.
    Aber man kann eine Beziehung auch auf einer Ebene führen, die das Kind nicht in dem Maße einbindet (verbunden mit unrealistischen Hoffnungen), wie Du das bis jetzt gehandhabt hast.
    Bist du wirklich der Meinung ich hätte nicht alles getan, um den Umgang zwischen dem Vater meines Sohnes und meinem Sohn zu verbessern, dazu beizutragen, dass er sich mehr kümmert? Ich habe alles mögliche getan, aber ich stosse nur auf taube Ohren.

    Und ja, ich weiss, wie sehr mein Kind darunter leidet. Aber ich kann ihm das leider nicht ersparen.

    Und nein, es war auch niemals nicht meine Absicht, meinem Sohn ständig neue Männer vor die Nase zu setzen. Ich war tatsächlich davon überzeugt, dass es hält.

    ja, ich habe eindeutig ein Problem mit meinem Selbstwert.

  5. Inaktiver User

    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen

    Gott war ich bescheuert...

    Da war eine große Sehnsucht in dir, die dich angetrieben hat und die gar nicht unbedingt etwas mit diesem einen Mann zu haben muss (und wahrscheinlich auch nicht hat, denn dazu war er nicht "gut genug zu dir").

    Für mich passt das perfekt zusammen: Die Haltung, die du selbst dir gegenüber einnimmst und wie du von ihm behandelt wurdest.

    Auch wenn es letztlich unwichtig ist, doch wie war das von ihm gemeint, er will nicht, dass sie bei der Arbeit über ihn reden?
    Was kann er nicht?

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    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Auch wenn es letztlich unwichtig ist, doch wie war das von ihm gemeint, er will nicht, dass sie bei der Arbeit über ihn reden?
    Was kann er nicht?
    Er wollte es nicht mitnehmen, denn sonst würden seine Angestellten sehen, dass er wieder "jemanden hat" ... er wollte kein gerede auf Arbeit.

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    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen
    Er wollte es nicht mitnehmen, denn sonst würden seine Angestellten sehen, dass er wieder "jemanden hat" ... er wollte kein gerede auf Arbeit.
    Okay wichtig ist, dass Du daraus wenigstens etwas für die Zukunft lernst :) Wenn das also beim Nächsten irgendwann wieder so "losgeht" nimmst Du die Beine in die Hand und LÄUFST!

  8. Inaktiver User

    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen
    Er wollte es nicht mitnehmen, denn sonst würden seine Angestellten sehen, dass er wieder "jemanden hat" ... er wollte kein gerede auf Arbeit.
    Ich war mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden hatte. Hatte ich.

    Also auch einer mit wenig Selbstbewusstsein. So lesen sich deine Schilderungen insgesamt. Du hast ihn ganz schön aufgewertet, das scheint er von dir gebraucht zu haben. Aufgewertet durch dein Engagement für ihn und eure Beziehung. Gleichzeitig hat er dich durch sein Verhalten ziemlich abgewertet und sich damit noch mehr aufgewertet, weil dich das umso mehr angespornt hat, noch mehr zu geben, noch mehr zu machen.

    Das konnte nicht gut gehen. Und ich wiederhole mich - du bist zwar über das Ziel hinausgeschossen und hast die Augen vor der Wahrheit verschlossen. Doch du hast sie gesehen und im Grunde glasklar erkannt, dass er dir nicht gut tut. Das nächste Mal musst du früher die Konsequenzen ziehen, das kannst du daraus für dich mitnehmen, dass du sehr wohl weißt, was du brauchst und was du suchst.

    Wobei ich hoffe und dir wünsche, dass es kein nächstes Mal gibt

  9. User Info Menu

    AW: Verlange ich zu viel?

    eizmm, es würde vielleicht helfen, wenn du dich selbst nicht abklassifizierst ('bescheuert') - mit so einem Verhalten drängt man auch sich selbst in die Defensive und du weißt ja, was dann passiert ;-)

    Sondern einfach mal hinschaust, was da genau passiert ist
    Warum mache ich ... und wann und wie?
    Was ist mein Beweggrund? Welche Gefühle und Bedürfnisse sind dabei im Spiel?

    Und als nächsten Schritt - so ziemlich das, was in #28 steht.

    Alleinsein ist hart, aber machbar.
    Und: viel härter ist das, was du dir da immer wieder antust!

  10. User Info Menu

    AW: Verlange ich zu viel?

    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen
    Ich war tatsächlich davon überzeugt, dass es hält.
    Zitat Zitat von eizmm Beitrag anzeigen
    Ich habe die ganze Zeit gesehen, dass ich mit ihm nicht glücklich werden kann...
    Das ist aber ein ganz schöner Widerspruch.

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