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    Jeder hat sein "Päckchen"...

    Hallo lieber "Rat der Ladies",
    ich wende mich an dieses Forum, weil ich aktuell maximal unsicher bin.

    Ich war im September schonmal hier. Damals habe ich Hilfe gesucht, da ich ungewollt (?) schwanger war und mich für einen Abbruch entschieden habe. Grund dafür war , dass ich in dem Mann keine Vaterkompetent sah...

    Nun bin ich mit diesem Vater nich immer zusammen. Wir haben gesprochen, uns zusammengerafft und ein sehr schönes Weihnachtsfest mit seinem 7jährigen Sohn verbracht.

    Diese schönen Tage sind nun keine 3Wochen her, und alles fühlt sich wieder falsch an.

    Ich weiß, ich habe hohe Erwartungen an einen Mann. Ich war eben viele Jahre beziehubgsmäßig echt verwöhnt.
    Ich bin froh, dass der neue Mann mich nicht so extrem "verehrt" wie mein Ex... aber ist es wirklich zuviel verlangt, dass ich mir im Alltag wünsche, gemeinsam zu Bett zu gehen? Dass ich mir wünsche, gemeinsam zu essen oder etwas zu unternehmen? Darüberhinaus muss ich mir liebe Worte und Umarmungen regelrecht erbetteln.

    Ich möchte nicht, dass jetzt alle sagen "Mach Schluss, er ist es nicht wert, ..." ...
    Ich wusste von Anfang an, dass er ganz anders sozialisiert ist als ich und sehe eine Entwicklung...aber eben zu langsam. Ich bin 35Jahre alt und möchte nicht 10Jahre lang an einem Mann rum docktern...andererseits sind wir nun im 4.Beziehungsjahr und haben uns irgendwie arrangiert...

    Lange Rede, kurzer Sinn- wir sind wie Feuer und Eis, wie Tag und Nacht, wie schwarz jnd weiß.... wir ziehen uns an, und stossen uns ab.
    Wir sind beide näher an der 40 als an der 30 und können "Kopfmäßig" gut mit den Macken und Themen des anderen umgehen. Aber wie weit kann man Kompromisse machen, ohne sich selbst zu verlieren?

    Ich hab mich total verloren, bin ganz anders als vor 4 Jahren. Aber woran merke ich, ob das gut oder schlecht ist?

    Bin auf eure Nachrichten gespannt!

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    ... wir ... haben uns irgendwie arrangiert...
    Das klingt nicht gut.
    Und ist weder für Dich noch für ihn befriedigend.

    Ich vermute auch, dass Dein Schwangerschaftsabbruch bzw. dessen Begründung
    die Beziehung noch weiter verschlechtert hat.

    Woran Du merkst, ob es gut oder schlecht ist?
    Wäre es gut, gäbe es den Strang nicht, oder?

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Aber woran merke ich, ob das gut oder schlecht ist?
    In Prozent- wieviel % fühlst du dich RICHTIG gut.......und wieviel % schlecht?

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    mhhh, wie sieht es mit Deinem eigenen Selbstwert aus?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Hallo und wow, danke für die schnellen Reaktionen. Ich versuche es mal alles zu beantworten...

    Ja, der Schwangerschaftsabbruch hat die Beziehung nochmals negativ beeinflusst. Zumal ich das heimlich machen wollte.

    Es ist schwer zu sagen, wie viel Prozent sich richtig oder falsch anfühlen.... ich habe Tage, da bin ich mehr als unglücklich! Und dann macht er irgendwas nettes und ich habe wieder Hoffnung. Allerdings muss ich schon gestehen, dass die negativen Tage überwiegen...

    Eigentlich bin ich ne zienlich starke Frau😅. Ich bin seit 7 Jahren selbstständig und ziemlich erfolgreich. Ich binn allseits beliebt und weiß sehr genau, was ich will und was nicht

    Aber irgendwas triggert dieser Mann, was mich klein macht. Und ich scheine das privat auch irgendwie gut gefunden haben... aber langsam reichts halt irgendwie...

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    ...es reicht Dir nicht mehr, es fehlt Dir an Wertschätzung...
    Fehlt es Dir an dem Gefühl gewollt zu werden und auch ihn zu wollen?

    Ein Schwangerschaftsabbruch hinterlässt Spuren, auch wenn man rational klar mit der Entscheidung war.
    Es macht etwas mit einem und auch mit dem Partner....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Aber irgendwas triggert dieser Mann, was mich klein macht
    Dieses "klein gemacht" wirst du gut kennen......woher kennst du das?

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    .
    Ein Schwangerschaftsabbruch hinterlässt Spuren, auch wenn man rational klar mit der Entscheidung war.
    Es macht etwas mit einem und auch mit dem Partner....
    So ist es.

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Ich weiß, ich habe hohe Erwartungen an einen Mann. Ich war eben viele Jahre beziehungsmäßig echt verwöhnt.
    Ich bin froh, dass der neue Mann mich nicht so extrem "verehrt" wie mein Ex... aber ist es wirklich zu viel verlangt, dass ich mir im Alltag wünsche, gemeinsam zu Bett zu gehen? Dass ich mir wünsche, gemeinsam zu essen oder etwas zu unternehmen? Darüber hinaus muss ich mir liebe Worte und Umarmungen regelrecht erbetteln.
    Liebe SunFloh,

    ja, das ist möglicherweise zu viel verlangt. Einfach, weil du eine feste Vorstellung davon hast, wie deine Beziehungen ablaufen sollen. Und er da, wie du selbst sagst, in vielem anders tickt. Mein Mann und ich gehen beileibe nicht immer zur selben Zeit schlafen. Ich empfände das als Druck. Oft liest er und ich schau im TV noch irgendeine Serie. Oder ich bin seit 5 Uhr Früh auf den Beinen und er kommt erst um 23.30 abends heim.

    Ich kenne Paare, die aufgrund von Kindern und Bürozeiten im Alltag nicht gemeinsam essen. Die ihre knappe Freizeit auch bei getrennten Hobbys verbringen. Die sich nie Romantisches sagen, einander aber innigst lieben. oder aber Paare, die gemeinsam alles machen und 24/7 über Jahrzehnte hinweg zusammen sind.

    Wenn wir Partner habe, die sehr gegensätzlich sind, ist sehr viel Entwicklung möglich in der Beziehung, Auch ich habe so einen Partner und nach 5 Jahren haben wir gelernt, einander liebevoll und entspannt so sein zu lassen, wie wir sind. Anfangs haben wir gekämpft, einander kritisiert und jeweils gedacht, die eigene Auffassung/Prioritätensetzung/Lebensart sei die richtige. Dabei sind ja beide goldrichtig, nur eben anders!

    Mit einem entgegengesetzten Partner zu leben, bedeutet, loslassen zu lernen. Seine Erwartungen, seinen Anspruch auf Rechthaben. Es bedeutet, Freiheiten zu geben, sich auf Neues einzulassen, innerlich frei zu werden, Gegensätze und unterschiedliches (Er)Leben auszuhalten und irgendwann zu lieben.

    Ich bin heute um vieles freier, wohlwollender. toleranter. Wir sind uns näher als früher. ich erwarte von ihm nichts und er von mir nicht. Umso mehr geben wir einander. Wir haben gelernt, unsere Unterschiede zu schätzen, ohne dass sich einer verbiegen oder ändern muss. Dann verliert (sich) auch keiner, sondern beide gewinnen.

    Es kann funktionieren - und dann ist es sehr bereichernd. Deine Vorstellungen und Erwartungen musst du aber sicher Schritt für Schritt fallen lassen und lernen, ihn für seine ureigenen Eigenheiten zu schätzen. Also zB nicht betteln, dass er dir etwas Liebes sagt, weil das deine Art ist, Liebe zu zeigen. Sondern zB akzeptieren, dass er da zurückhaltend ist, möglicherweise schweigsam, sparsam mit Worten. Das heißt nicht, dass er dich nicht liebt. Das heißt nur, dass er es anders zeigt, weil er nicht du ist und auch nicht dein Ex.

    Du musst in dich reinspüren, ob du dieser Weg für dich denkbar ist. Wenn nicht, wirst du wohl leiden. Ihn ändern - das wird zu nichts führen. ich hoffe, du kannst mit meinen Worten etwas anfangen.

    Alles Liebe!
    Lil

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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    @Lil
    Sehr gut geschrieben und sehr wahr.

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