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  1. Registriert seit
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Hallo Lil, tolle geschrieben. Danke für die mutmachenden Worte!

  2. Avatar von bifi
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Oh Lil,
    was für ein schönes Post.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

  3. Avatar von silberklar
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    auch von mir für Lil!

    Die Vorstellungen von Symbiose, immer gemeinsam schlafen gehen, immer gemeinsam essen, sind unerwachsene Anteile. Es ist Druck, dem Partner den eigenen Rhythmus aufzuzwingen weil sich nur diese Form zu leben wie "Liebe" anfühlt und jede Abweichung sich nach Verlassenwerden oder im Stich gelassen sein anfühlt.

    Du schreibst du hast die Schwangerschaft "heimlich" beendet? Weiß dein Freund bis heute nichts davon? Ich kenne einen anderen Strang nicht, wenn du einen gehabt haben solltest zu dem Thema.
    Persönlich glaube ich nicht daran, wie viele es tun, dass eine Abreibung zum Ende der Beziehung führt. Wenn es das tut, dann aus dem Grund der fehlenden Kommunikation oder Konfliktbewältigung oder Liebe des Paare. In diesen Fällen würde die Beziehung früher oder später scheitern, Abtreibung hin oder her, wer nicht miteinander in Kontakt ist stolpert halt über irgend was.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."


  4. Registriert seit
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Hallo lieber "Rat der Ladies"
    ...dem gehöre ich nicht an, aber vielleicht interessiert dich ja auch die Sichtweise des anderen Geschlechts? :-)

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    ist es wirklich zuviel verlangt, dass ich mir im Alltag wünsche, gemeinsam zu Bett zu gehen? Dass ich mir wünsche, gemeinsam zu essen oder etwas zu unternehmen?
    J...ein.

    Das Verhältnis zwischen "machen wir zusammen" und "macht jeder wie er meint" muss stimmen.

    Ich denke, ein "aufeinander zugehen" wäre da wohl erstrebenswert für euch beide. Du kannst und solltest nicht verlangen, dass er seine Bettgeh-Zeit stets nach dir richtet, ebensowenig wie du dich nach ihm orientieren solltest. Das wird sonst langfristig nur schaden.

    Aber man kann dem Partner doch durchaus zu verstehen geben, dass man - trotz aller Toleranz für den jeweiligen Tagesrhythmus - eben auch gelegentlich dieses "gemeinsam unter die Decke schlüpfen" haben möchte. Und dann hat man Tage, in denen man eben bewusst gemeinsam das Licht ausknipst. Und dennoch bleiben Tage, bei denen jeder seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen kann. Das schließt sich nicht aus.

    Ähnlich sehe ich das auch mit dem Essen und den Unternehmungen. Ich persönlich würde mich sehr auf den Schlips getreten fühlen, würde meine Partnerin darauf bestehen, sowas stets nur zusammen anzugehen. Es muss genug Freiraum für jeden vorhanden sein und je nachdem wie man "tickt" sind die Bedürfnisse da eben auch verschieden. Aus meinem Alltag: Ich gehe auch alleine meinen Beschäftigungen nach, treffe Leute mit denen sie wenig anzufangen weiß und genieße meine Freizeit auch mal alleine - aber in Summe, alles in allem, zu maximal 1/4 der Zeit insgesamt. Das genügt völlig - für mich und für sie - um die individuell verschiedenen Sachen zu machen. Und gut 3/4 der Zeit planen und verbringen wir gemeinsam. Wo das "ideale Verhältnis" liegt, gilt es selbst rauszufinden :-)


    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Darüberhinaus muss ich mir liebe Worte und Umarmungen regelrecht erbetteln.
    Das wiederum macht mich etwas stutzig. Auch wenn man gerade nichts zusammen unternimmt, bleibt doch eigentlich immer Zeit für ein nettes Wort, eine kurze Berührung oder ähnliches.

    Allerdings: Das Verlangen nach Zärtlichkeit und Zuneigung ist wohl auch individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist natürlich schade, wenn die Bedürfnisse da sehr voneinander abweichen und jemand deshalb "leidet".

    Aber auch in dieser Sache kann man jedenfalls versuchen, zusammenzufinden - wenn man miteinander spricht.

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Ich bin 35Jahre alt und möchte nicht 10Jahre lang an einem Mann rum docktern...
    Autsch - grobes Foul!

    So ziemlich kein Mann, der nicht selbst eine eher devote Neigung hat, wünscht sich eine Frau, die - gleich ob gedanklich oder durch Taten - an einem "herum-doktert".

    Man findet zusammen, einigt sich auf Kompromisse, geht jeweils au fden anderen zu, macht zugeständnisse und vieles mehr - aber nur im gegenseitigen Einvernehmen. Nicht weil ein Partner denkt, versucht oder sich wünscht, der andere wäre doch anders.



    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Lange Rede, kurzer Sinn- wir sind wie Feuer und Eis, wie Tag und Nacht, wie schwarz und weiß.... wir ziehen uns an, und stossen uns ab.
    Ganz ehrlich? Ich kenne keine Beziehung die soetwas dauerhaft "überlebt" hat. Solche Partnerschaften haben durchaus ihren ganz besonderen Reiz und sind nicht nur fordernd, zehrend und mit Verzicht behaftet - eine solche Beziehung kann auch positiv aufregend, abwechslungsreich und sehr "spritzig" sein, was für so manchen durchaus Grund genug ist, sich darauf einzulassen.

    Ich persönlich kenne aber keine derartigen Konstellationen, die von langer dauer waren. Eure 4 Jahre sind da schon ganz ordentlich!


    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Aber wie weit kann man Kompromisse machen, ohne sich selbst zu verlieren?
    Gute Frage! Bei vielen, seeehr vielen Themen verhält es sich aus meiner Sicht so, dass man, wenn man sich auf einen gemeinsamen Kompromiss einigt, sich keinesfalls selbst verliert. Kompromiss bedeutet, dass zwar niemand zu 100% das bekommt, was er am liebsten hätte, dass man aber dennoch auf eine Art und Weise eine Einigung findet, mit der eben beide gut zurechtkommen.

    Wenn es schlicht nicht möglich ist einen Kompromiss zu finden, mit dem sich beide arrangieren können, stellt das ein durchaus größeres Problem dar. Ich hab mich z. B. hier registriert und ein Thema zum ungeteilten Kinderwunsch meiner Partnerin eröffnet, dort zeigt sich sehr schön, wie grundverschieden die Ansichten sind und wie unvereinbar manche Dinge doch sind.

    Ich denke, dann gilt es einzuschätzen, ob man eben doch lieber des Partners wegen zurückstecken und die Folgen ertragen möchte, oder ob die Erfüllung der eigenen Vorstellungen eine höhere Priorität hat. Das sind dann allerdings die wirklich gewichtigen Dinge, zu denen dir kaum jemand helfen kann. Da bist du selbst gefragt, das musst du für dich ganz alleine rausfinden.


    Egal wie sich das gestaltet - ich wünsche dir eine möglichst erfüllte Beziehung!
    Geändert von sphx (14.01.2020 um 11:44 Uhr)

  5. Avatar von overknee
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Ich kenne das auch so ähnlich. Mein Partner hat nie Zärtlichkeit und Liebe in seiner Kindheit kennen gelernt. Er braucht das einfach nicht. Nur im Bett, da mag er es dann auch. Er weiß, dass ich da anders ticke, ich Körperberührungen auch am Tag brauche. Wenn ich also nach ihm "angele", dann nimmt er mich in den Arm. Von allein sehr sehr selten.

    Zusammen schlafen gehen finde ich albern. Kann man, muss man nicht. Wenn er kommt (immer später) gibt er mir einen Kuss. War eine zeitlang nicht so, habe ich "eingefordert".
    Ich denke, beide Seiten können aufeinander zu gehen. Grundsätzlich bleibt aber jeder in seinem Naturell. Da kann man nichts grundlegend ändern.
    Wahrscheinlich muss jeder seine "Schmerzgrenze" austesten. Und dann muss man darüber reden. Wir haben das mit Hilfe einer Paartherapie gemacht. Hat uns weiter gebracht.
    Wenn man nicht mehr ganz jung ist, muss die Toleranzgrenze sinken, weil jeder schon in seinen Mustern festergefahren ist.

    Ansonsten haben wir einen großen Hund, der zum Glück eine Schmusekatze ist, da kann ich mein Streichelbedürfnis voll ausleben.

    Ach ja, und dieses "rumdoktern" ist mir sauer aufgestoßen? Wieso soll er sich dir anpassen? Wieso nicht du ihm? Ist natürlich ketzerisch gemeint die Frage. Aber wer sagt denn, dass Du richtig bist und er falsch?
    Geändert von overknee (14.01.2020 um 11:52 Uhr)

  6. Avatar von silberklar
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Und dann ist da noch mal der Unterschied zwischen neuer Beziehung, die ersten gemeinsamen Jahre, und langer Beziehung, die gemeinsamen Jahrzehnte.

    Ein paar Jahre, im Honeymoon, kann es entweder automatisch oder weil es so schön und neu ist zusammen, vorkommen das gemeinsames Schlafengehen ein Bedürfnis von beiden ist. Das dieser Rhythmus dann zwangsverpflichtend für ein ganzes Leben wird, weil er als Gradmesser für die Güte der Beziehung herzuhalten hat, ist ungesund.
    Aus anfänglicher Symbiose müssen wieder Zwei werden, die miteinander leben.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."


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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen

    Diese schönen Tage sind nun keine 3Wochen her, und alles fühlt sich wieder falsch an.

    Darüberhinaus muss ich mir liebe Worte und Umarmungen regelrecht erbetteln.


    Lange Rede, kurzer Sinn- wir sind wie Feuer und Eis, wie Tag und Nacht, wie schwarz jnd weiß.... wir ziehen uns an, und stossen uns ab.


    Ich hab mich total verloren,
    Edit: Textveränderungen durch Jaws

    Einfach mal zum Nachdenken zitiert, näherer Kommentar erscheint mir unnötig.

    Nur eines: pass gut auf dich auf.

    lg jaws
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.
    Geändert von Sternenfliegerin (16.01.2020 um 07:59 Uhr) Grund: Edit: Textveränderungen durch Jaws


  8. Registriert seit
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Wow,danke,dass ihr das Thema so rege kommuniziert.
    Ich versuche mal, auf die letzten Posts einzugehen.

    Mein Partner wusste, von der Schwangerschaft. Von der Idee des Abbruch hat er erfahren, indem er meine Mails und dieses Forum durchstöberte. Damit konfrontierte er mich, und die Entscheidung war gefallen.

    Mir ist klar, dass man nicht zu einer Symbiose verschmelzen will. Meine zuvorige, 10jährige Beziehung habe ich beendet, weil mein Ex mir ALLES recht machte und fast zu einer männlichen Version von mir mutierte.
    Allerdings war ich mir seiner Liebe immer sicher, was zur Folge hatte, dass auch ich sehr sicher wurde. ... ...

    Gern würde ich mich auch mit anderen treffen oder mal was unternehmen. Aber in den letzten 4 Jahren habe ich zugunsten der Beziehung die meisten Kontakte abgebrochen.
    Stellt euch vor: ich schreibe gerade in dieses Forum und mein Freund schleicht sich an, fragt was ich mache, warum ich das mache, worun es geht, wer ihr seit...

    Sprich: für alles was ausserhalb passiert habe ich das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen.

  9. Avatar von schafwolle
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Ich kenne einen anderen Strang nicht, wenn du einen gehabt haben solltest zu dem Thema.
    Es gibt keinen anderen Strang von @SunFloh ... lediglich zwei Beiträge im Strang
    einer anderen Userin ("Schwanger vom falschen Mann").


    Persönlich glaube ich nicht daran, wie viele es tun, dass eine Abreibung zum Ende der Beziehung führt.
    Nein, natürlich nicht automatisch und nicht immer.
    Aber, langfristig gesehen, eben doch oft.

    Zumal in diesem Fall die Entscheidung nicht gemeinsam getroffen wurde, sondern
    nur von der TE. Das kann im Nachhinein so einiges an Emotionen und auch das
    Gefühl der Machtlosigkeit beim Mann auslösen.

    Ich könnte es auch nachvollziehen, wenn seinerseits gekränkte Ehre ein Rolle spielen würde,
    auch wenn er das nicht thematisiert.
    Denn schließlich war die Begründung von @SunFloh, dass sie ihm Kompetenzen als
    Vater abgesprochen hat - obwohl er einen eigenen Sohn hat.


    Liebe @SunFloh,

    fairerweise, finde ich, hättest Du in Deinem EP erwähnen sollen, dass Du nach wie vor
    Deinem Ex nachtrauerst und ihn immer noch liebst. Und dass Du mit dem gegenwärtigen
    Partner nur zusammen bist, um nicht alleine zu sein.

    Das wirft dann doch ein ganz anderes Licht auf die Sache.

    Die von Dir genannten Probleme (zusammen schlafen gehen, etc.) sind lediglich ein
    Symptom dafür, dass diese Beziehung bzw. der Mann die Rolle des Lückenfüllers einnimmt.

    Fast habe ich das Gefühl, Du willst Dich selbst austricksen.

    Ich wünsche Dir den Mut, ehrlich zu Dir selbst zu sein. Dann wirst Du auch die passende
    Entscheidung treffen können.


  10. Registriert seit
    08.01.2014
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    AW: Jeder hat sein "Päckchen"...

    Zitat Zitat von SunFloh Beitrag anzeigen
    Stellt euch vor: ich schreibe gerade in dieses Forum und mein Freund schleicht sich an, fragt was ich mache, warum ich das mache, worun es geht, wer ihr seit...
    Völlig übergriffig, das geht überhaupt nicht.

    Ich wüsste, welche Entscheidung ich zu treffen hätte, ist aber dein Leben und Du musst deine ureigenen Entscheidungen treffen.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

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