+ Antworten
Seite 1 von 12 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 114

  1. Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    53

    Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin gerade ratlos und ihr seid meine letzte "Idee"
    Darum gehts: Nach 25 Jahren Beziehung haben mein Partner und ich uns getrennt. Wir haben 2 gemeinsame Kinder. Die Trennung war vor über einem Jahr, da waren die Kinder 11 und 14 Jahre alt. Ich war schon lange unglücklich und habe 3 Monate vor der offiziellen Trennung bereits einmal von Trennung gesprochen. Da hat mein damaliger Partner unter Tränen noch versucht, mich davon abzubringen. Ich blieb zwar "standhaft" bei meiner Meinung, bin dann aber einen Auszug usw. nicht wirklich angegangen.

    Jedenfalls habe ich dann kurz darauf gemerkt, dass mein Partner eine "Neue" hat. Ich habe das eine Weile beobachtet (also er war plötzlich jedes Wochenende mit ganz komischen Ausreden weg, lief täglich stundenlang Gassi, sperrte sein Handy usw.) bis ich ihn dann darauf angespach. Er stritt es aber ab. Es brauchte noch 2 Monate, bis ich ihm das ganz klar "beweisen" konnte, dass ich von der Anderen weiß, und dann gab er es auch zu. Er nannte es "Affäre" und schlug mir vor, dass wir "für die Kinder" zusammen bleiben und er nebenbei die Affäre führen könnte. Haltet mich für doof, aber ich habe tatsächlich eine Nacht darüber nachgedacht, ob wir der Kinder wegen so weitermachen sollten.

    Am nächsten Tag sagte ich ihm aber, dass ich so eine Art "Beziehung" nicht führen könne und wir nun endgültig die Trennung durchziehen sollten. Dieses Gespräch und auch das am Tag zuvor lief ganz ruhig und gesittet ab, ohne Streit usw. Ich hatte innerlich schon lange mit ihm abgeschlossen und er befand sich augenscheinlich gerade auf Wolke 7 und warf mir daher auch nichts vor, ich glaube, er war sogar froh. Wie genau wir dies zukünftig handhaben wollten mit 2 Kindern, darüber hatten wir nicht gesprochen. Ich ging davon aus, dass wir das noch alles besprechen und klären werden, weil unsere Kinder - trotz Probleme, die er mit unserer 14-jährigenTochter hatte (sie stritten sich oft, seit sie in der Pubertät war) das Wichtigste für uns waren (dachte ich).

    Wir sagten sodann den beiden Kindern, dass wir uns trennen wollen und dann glaubte ich zum ersten Mal meinen Augen nicht: Er verließ sofort das Haus. Jetzt werden vielleicht einige sagen, dass das normal sei. Ich glaubte aber ganz blauäugig daran, dass wir nun erstmal den Kindern zeigen, dass wir beide auch trotz Trennung für die Kids da sind und zusammen eine gute Lösung für alle finden werden (hatten auch früher öfter darüber gesprochen, wenn Freunde/Bekannte sich trennten).


    Ab diesem Abend war alles anders. Mein Ex hatte vorher eine sehr enge Beziehung zu unserem Sohn (11). Er fuhr auch wöchtenlich mit ihm zum Training. Als übermotivierter Vater erlaubte er unserem Sohn auch nie, mal Training ausfallen zu lassen, wenn dieser ausnahmsweise mal keine Lust auf Sport hatte (was ich schon belastend fand). Nun aber war er weg und direkt am Tag nach der Trennung rief er unseren Sohn an und erklärte ihm, er bräuchte heute nicht zum Training. Das war in der Situation natürlich das Letzte, was unser Sohn an diesem Tag brauchte. Er saß allein zu Hause (ich war arbeiten), sein Vater war weg und hatte plötzlich auch keine Lust mehr auf Training.

    Ich will damit sagen, dass ab der ersten Sekunde der Trennung alles in meinen Augen falsch lief für unsere Kinder. Der Vater zog weg, meldete sich sporadisch und kam unangemeldet vorbei. Zum Training fuhr er dann zwar weiterhin (unregelmäßig) mit unserem Sohn, das wars aber auch. Unsere Tochter besuchte er quasi nur für ein paar Minuten, wenn er unseren Sohn abholte und nach dem Training ablieferte. Ich, die immer noch das Bild von "gut getrennten Eltern" aufrecht erhalten wollte, ließ und lasse ihn jederzeit in unser Haus, wenn er dann mal vorbei kommt.

    Meine Tochter hat dies alles gut verkraftet, sie sagt, dass es ihr jetzt besser gehe, weil endlich Harmonie im Hause herrsche, vorher hatte sie sich ständig mit ihm in der Wolle (wenn sie mir das sagt, bekomme ich immer ein schlechtes Gewissen, dass ich das nicht verhindert habe). Meinem Sohn dagegen geht es sehr sehr schlecht. Sein Vater war ihm genauso wichtig, wie ich es ihm bin, Eltern sind für Kinder nunmal (meistens das Wichtigste). Er leidet extrem unter dieses "verlassen worden sein".

    Es läuft jetzt immer so ab: Der Vater holt ihn unregelmäßig zum Training ab und fragt Tochter und Sohn dann, ob sie mal was zusammen machen wollen. Beide sagten anfangs immer JA, nichts passierte. Es ist immer das gleiche Spiel. Er fragt jedes Mal, macht aber eben nichts mit den Kindern. Irgendwann sagten sie von sich aus dann auch schon NEIN, weil sie sauer und enttäuscht waren. Er bekam dann so 2-3 mal einen Zusammenbruch, fing an zu weinen und meinte, es müsse jetzt besser werden. Wir setzten uns zusammen, ich schlug vor, eine Art Regelmäßigkeit einzuführen, feste Termine, an denen er die Kinder trifft. Er saß da wie ein Häufchen Elend, sagte aber sofort: Nein, eine Regelmäßigkeit möchte ich nicht.

    Tja....So geht das die ganze Zeit. Er ist nie da, vereinbart nichts mit den Kindern, fragt halt nur immer wieder, ob sie irgendwann mal was machen wollen und erklärt mir und unseren gemeinsamen Bekannten mittlerweile, dass ich an allem schuld sei. Ich sei schuld, schließlich habe ich damals keine Lösung angenommen (die Lösung, dass wir zusammen bleiben und er weiter die Affäre führt) und ich sei schuld, weil ich nichts dafür tue, dass die Kinder ein bessere Verhältnis zu ihm bekämen (off Topic: Leider scheint immer die Mutter Schuld zu bekommen, wenn es zwischen Vätern und Kindern bei Trennungen nicht mehr läuft. Sehe es immer wieder im Bekanntenkreis, wie dann ganz pauschal behauptet wird, die Mutter würde die Kinder sicherlich aufhetzen und auch hier im Forum habe ich oft gelesen, dass Viele der Meinung seien, die Mutter hetze wahrscheinlich gegen den Vater).

    Ich kann ganz klar behaupten, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, alls das unsere Kinder ihren inneren Frieden finden werden. Beide sagen, sie möchten mit ihrem Vater nichts mehr zu tun haben. Mein Sohn sagt mittlerweile, sein Vater sei für ihn gestorben. Meine Tochter wartet vor dem Haus, wenn sie sieht, dass ihr Vater gerade unseren Sohn abholt und versteckt sich vor ihm. Ich denke, auf Dauer werden sie so wie es ist nicht glücklich, aber ein Kontaktabbruch zum eigenen Vater kann auf Dauer auch nicht glücklich machen. Er lässt sich von mir keinen Rat geben, blockt total ab, ich bin die Böse und tue unseren Kindern was an, weil ich sie "sicherlich" schlecht beeinflusse.

    Kann ich irgendwas tun, um das Ganze in andere Bahnen zu lenken? An den Kindern muss man nicht arbeiten, sie wären froh, wenn sie wieder ihren Papa hätten. Meint ihr, es gibt überhaupt noch eine Chance dass er sein Verhalten ändert? Seine Lösung für sich und seine Außenwelt ist einfach, so zu tun, alls hätte er starkes Interesse an den Kindern, aber er stoße nur auf Gegenwehr, weil er immer Abfuhren erhalte. Dies ist halt nicht so. Er ist weg und einfach immer nur fragen, ob mal irgendwas gemacht werden soll, dann aber nie wirklich was mit den Kindern machen, ist eben der falsche Weg. Selbst an seinem Geburtstag oder anderen Feiertagen sagt er (vorher) zu den Kindern: Ich feiere nicht, wir machen ein anderes Mal was. Ganz klar: Weil er die Zeit lieber mit seiner Freundin verbringen möchte. Er möchte die Kids da auch null integrieren.

    Sorry, ich habe schon so viel geschrieben. Hat Jemand eine gute Idee?

    PS: Ich bin sehr glücklich und auch wieder verliebt. Nicht, dass Jemand meint, ich möchte ihn zurück oder ähnliches. Es geht mir nur um eine relativ intakte Beziehung zwischen Papa und den Kindern.
    Geändert von Finemi (09.06.2019 um 21:52 Uhr)

  2. Avatar von brighid
    Registriert seit
    16.12.2007
    Beiträge
    60.502

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    liebe finemi, kannst du bitte den text ein bisschen unterteilen.

    es ist sehr anstrengend es so zu lesen. danke
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. Avatar von Loop1976
    Registriert seit
    20.02.2007
    Beiträge
    20.719

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    Leider leider kannst Du den Vater nicht zwingen, Umgang mit seinen Kindern zu haben.
    Seid ihr bereits bei Anwälten?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht


  4. Registriert seit
    02.04.2017
    Beiträge
    3.140

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    Du schreibst, du warst schon lange unglücklich und hättest schon lange mit ihm abgeschlossen gehabt.

    Kannst du dieses "schon lange" mal zeitlich definieren?

    Mir macht es den Anschein, als fühlt er sich von dir "aussortiert". Sein Verhalten erweckt bei mir den Anschein von Trotz und gekränktem Ego.

    Wenn das der Fall ist, solltet ihr vielleicht auch am besten an diesem Punkt ansetzen.

  5. Avatar von Complexity
    Registriert seit
    06.04.2006
    Beiträge
    566

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Du schreibst, du warst schon lange unglücklich und hättest schon lange mit ihm abgeschlossen gehabt.

    Kannst du dieses "schon lange" mal zeitlich definieren?

    Mir macht es den Anschein, als fühlt er sich von dir "aussortiert". Sein Verhalten erweckt bei mir den Anschein von Trotz und gekränktem Ego.

    Wenn das der Fall ist, solltet ihr vielleicht auch am besten an diesem Punkt ansetzen.
    Ich weiß nicht. Spielt das denn eine Rolle? Väter sind doch mit ihren Kindern genauso blutsverwandt wie Frauen. Wieso wird also von Frauen automatisch erwartet dass sie sich - und wenn die Hölle gefriert - selbstverständlich genauso liebevoll und zugewandt um die Brut kümmern und die Stürme im eigenen Leben hintenan stellen, während bei einer solchen wie von der TE geschilderten Situation sofort nach nachvollziehbaren Gründen gesucht wird warum sich der Vater (!) seinen Kindern gegenüber plötzlich wei ein Arsch verhält? "Rabäääh, er ist halt verletzt?!"


  6. Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    53

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    @Loop1976
    Nein, bei Anwälten sind wir nicht. Er streitet ja nicht um die Kinder, sondern tut nur so, als hätte er Interesse, wendet sich aber eigentlich ab (ist halt nie da usw.).


  7. Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    53

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    @brighid Ich versuche es gleich mal.


  8. Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    53

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    @Wolfgang11 Ich würde sagen, 4 Jahre war ich mindestens schon unglücklich . Eigentlich länger, aber seit 4 Jahren hatte ich innerlich mit ihm abgeschlossen und nicht mehr um eine bessere Beziehung gekämpft.
    Aber er ist wahrscheinlich glücklich mit seiner Neuen, ich bin auch glücklich, eigentlich dürfte da nichts mehr zwischen uns im Raume stehen. Ich habe eher das Gefühl, die Kinder passen nicht mehr in sein neues Leben (seine Freundin wohnt in einem anderen Bundesland und er fährt halt jede freue Minute wahrscheinlich da hin). Aber wer gibt das schon gerne zu. Also tut er so als ob und gibt mir die Schuld. Das ist mir egal, nur die Kids tun mir unendlich leid.


  9. Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    53

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    @Complexity Das sehe ich auch so. Ich hätte auch darauf geschworen, dass er bei einer Trennung trotzdem immer für seine Kinder da sein würde. Er verhält sich komplett anders, als ich ihn 25 Jahre lang eingeschätzt habe.


  10. Registriert seit
    29.01.2017
    Beiträge
    1.758

    AW: Mein Ex - mein Sorgenkind. Brauche Tipps

    Das klingt irgendwie mach Trennung light.

    Ihr habt quasi nix geregelt.
    Das solltest du angehen.

    Du wirst ihn nicht zu Umgang zwingen können, wenn er ihn partout nicht wahrnehmen will. Ich halte von erzwungenem Umgang auch nicht viel.

    Nur kann er momentan tun und lassen was er will, du schaust um des lieben Frieden Willens zu. Er stiehlt sich aus seiner Verantwortung.

    Deine Kinder haben das längst geblickt.

    Lass eine Umgangsregelung mit Hilfe des Jugendamts aufsetzen.
    Beständigkeit, die du wünscht. Und taugt er nicht auf, hat er eben Pech. Taucht er zwischendurch auf, hat er auch Pech.

    Dein Sohn muss aus der Warteposition raus. Die ist schrecklich für ihn.

    Zum Thema, der arme Mann ist halt verletzt- das mag sein, ist aber angesichts der Affäre und dem Ansinnen, man könne so weitermachen wie bisher, ziemlich unwahrscheinlich.

    Und ein erwachsener Mann kann dein gekränktes Ego von seiner Vaterrolle trennen.

+ Antworten
Seite 1 von 12 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •