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  1. Registriert seit
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    Frage Der Partner im Ausland

    Hallo ihr Lieben,


    Was würdet ihr machen wenn ihr im Ausland wärt - weit weg von Deutschland. Ihr seid auf der Hochzeit eurer Freundin und euch begegnet dort ein Mann, der genau so ist, wie ihr ihn euch immer gewünscht habt. Und auf einmal seid ihr in so einer Liebe-auf-den-ersten-Blick-Szene -- und zwar sowohl für euch, als auch für ihn.
    Aber er lebt natürlich da. Und ihr habt gerade berufliche Verpflichtungen, die euch hindern, mal eben so auszuwandern. Er auch. Ihr fliegt also zurück. Ihr schreibt euch ständig Textnachrichten und telefoniert in englisch.
    Er gesteht euch am Telefon, dass er an Parkinson erkrankt ist. Das ist ungewöhnlich, weil er zu jung dafür ist. Es ist eine Schüttellähmung, die vom Gehirn ausgeht und über die Jahre immer schlimmer wird, bis derjenige ein kompletter Pflegefall wird. Es verkürzt die Lebenserwartung nicht, aber man muss Zeitlebens viele viele Medikamente nehmen, die auch das Gemüt beeinflussen können und schränkt die Lebensqualität ein. Er musste schon einmal neu lernen zu laufen. Er leidet ziemlich unter der Vorstellung, so alt zu werden.
    Aber das letzte Mal, als ihr ihn gesehen hattet, ist euch gar nichts negatives aufgefallen. Ihr seid verliebt und seht euch im selben Jahr nochmal in Deutschland für eine Woche und habt eine schöne Zeit zusammen, ihr bemerkt für euch selber keine Einschränkungen und ihr habt zwischendurch immer Kontakt miteinander. Der Kontakt hält auch weiter, aber er wird weniger, weil nicht absehbar ist, wann ihr euch wiederseht. Der Kontakt verstärkt die Sehnsucht. Acht Monate später fliegt ihr für zwei Wochen in seine Heimat und habt eine wunderschöne Zeit zusammen. Ihr lernt seine Familie, seine Stadt, sein Land kennen. Ihr lernt seine körperliche Verfassung besser kennen und seht, mit welchen Problemen er zu kämpfen hat. Ihr lernt seine Angst kennen, einmal nichts mehr selbstständig erledigen zu können und sich nicht mehr nützlich fühlen zu können. Ihr redet über Operationen am Gehirn, die noch nicht weit verbreitet sind. Er sagt euch, dass er keine lange gemeinsame Zukunft versprechen kann. Er kann nicht, wegen seiner Krankheit und nicht, wegen der Distanz. Am Ende der zwei Wochen seid ihr beide trotzdem immer noch überzeugt, ihr würdet ein gutes Paar abgeben. Und ihr selber glaubt auch, dass er, wenn es ihm möglich wäre, nach Deutschland kommen würde, um bei euch zu sein. Ihr verabschiedet euch und wieder ist unklar, wann ihr euch das nächste Mal sehen werdet. Ihr verlasst euch in dem Einvernehmen, dass man sich so lange liebt, wie man sich eben liebt. Eine feste Beziehung ist es nicht.
    Er kann in diesem Jahr nicht nach Deutschland kommen. Ihr nehmt euch vor, einen Nebenjob zu ergreifen um evtl zu Weihnachten wieder hinfliegen zu können oder im kommenden Jahr im Sommer für drei Wochen und dabei ein Praktikum für euren Beruf zu absolvieren. Eine andere Chance euch früher wieder zu sehen seht ihr gerade nicht.

    Wie seht ihr so eine Situation? Und mal unabhängig von der Distanz betrachtet - wie würdet ihr damit umgehen, wenn ihr wüsstet, euer Partner wird irgendwann ein Pflegefall werden?

    Liebe Grüße
    KKK


  2. Registriert seit
    16.02.2009
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    1.088

    AW: Der Partner im Ausland

    Ich verstehe ja nicht ganz, warum du wissen möchtest, was wir in dieser Situation tun würden und nicht, was wir dir empfehlen - allerdings fehlen für einen solchen Rat ja auch ganz wesentliche Angaben, z.B. ob du dauerhaft im Ausland bist, ob ihr in eure gegenseitigen Wohnortländer und nach Deutschland problemlos einreisen könnt, ob er berufstätig oder sonst ortsgebunden ist, ob du ortsgebunden bist, wie groß die Entfernungen zwischen euren Wohnortländern (die ja wohl beide nicht Deutschland sind) und die zwischen seinem Wohnort und Deutschland ist, wie eure finanziellen Möglichkeiten sind, um eine Fernbeziehung zu führen, ob dein Aufenthalt im Ausland dauerhaft ist, ob eure Englischkenntnisse beiderseits so gut sind, dass sich darauf eine Beziehung aufbauen lässt, je nachdem auch, wie glaubhaft seine Angaben zu seinem Gesundheitszustand sind, inwieweit bei einem von euch finanzielle Interessen eine Rolle spielen, ob es zwischen euch/euren Herkunftsländern größere kulturelle Unterschiede gibt, u.s.w. Und vor allem: Warum kann er nicht nach Deutschland kommen? Steht er finanziell derart schlecht dar, liegt es an dem Gesundheitszustand, darf er nicht einreisen, hat er berufliche oder familiäre Verpflichtungen an seinem Wohnort, die ihn binden?

    Aber zu deiner Frage: Da ich glücklich verheiratet bin, würde ich die Beziehung zu diesem neuen Mann abbrechen und mich auf meine Ehe konzentrieren. Ich würde mit meinem Mann über uns reden, darüber nachdenken, warum mich ein anderer Mann interessieren konnte und ob in unserem Eheleben Änderungen nötig sind. Außerdem würde mich der Altersunterschied stören, den ich zu einem nach deinen Vorgaben recht jungen Mann hätte. Schon deshalb käme eine Beziehung zu ihm nicht in Frage. Ich könnte das noch ausführlich schildern, aber ich bezweifle doch, ob deine Frage so gemeint war, wie sie gestellt wurde, oder ob das nur einen Vorwand für die seltsame Art der Darstellung in der 2.Person sein sollte - fand ich recht mühsam zu lesen.

  3. Avatar von Kleinfeld
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    17.264

    AW: Der Partner im Ausland

    Wenn es mein Partner wäre, ist der Fall klar. In guten wie in schlechten Zeiten.

    In dem hier geschilderten Fall, ist es keine Partnerschaft.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

  4. Inaktiver User

    AW: Der Partner im Ausland

    Leicht zu beantwortet - Finger weg.

    Noch ganz am Anfang würde ich sofort alles abbrechen. Ich habe kein Helfersyndrom und bei dieser Krankheit ist abzusehen was passiert. Zudem habe ich das hautnah beim Vater meiner Freundin erlebt.

    Wird der Ehemann krank nach vielen gemeinsamen Jahren ist es was völlig anderes.

    Abgesehen davon würde ich auch Abstand nehmen wegen der Entfernung und dem Altersunterschied,

  5. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Der Partner im Ausland

    Zitat Zitat von Kirschkernkind Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr so eine Situation?
    Da fällt mir nur ein, "wer keine Probleme hat, der macht sich welche".

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leicht zu beantwortet - Finger weg.

    Noch ganz am Anfang würde ich sofort alles abbrechen. Ich habe kein Helfersyndrom und bei dieser Krankheit ist abzusehen was passiert.

    Wird der Ehemann krank nach vielen gemeinsamen Jahren ist es was völlig anderes.
    Genauso sehe ich das auch !
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  6. Registriert seit
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    AW: Der Partner im Ausland

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Da fällt mir nur ein, "wer keine Probleme hat, der macht sich welche".
    Jep.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  7. Avatar von luftistraus
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    AW: Der Partner im Ausland

    Hallo,

    in wen man sich verliebt, kann man sich nicht aussuchen.

    Wenn dieser krank ist und es absehbar ist, das es immer schlimmer wird.... Das würde mich nicht abschrecken.

    Was mich allerdings abschrecken würde ist: Das dieser Mann ganz klar kommuniziert, das er keine feste Beziehung möchte.

    Und die Sehnsucht.... die Ungewissheit wann man sich wieder sieht.... ständiges Kopf sparen weil man das Ticket zusammen kratzen muss um sich wieder zu sehen....

    Und für was?

    Für einen Menschen der keine Beziehung möchte???
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

  8. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
    Registriert seit
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    AW: Der Partner im Ausland

    Hallo Kirschkernkind, willkommen im Forum.

    Ich kann ehrlich gesagt nicht erkennen, warum Du dieses Thema im Unterforum "Der Gebrauchte Mann" eröffnet hast, da es weder um etwaige Kinder noch eine Ex von ihm geht.

    Hier ist er also nicht passend, wo würdest Du ihn eher sehen? Was ist für Dich der Schwerpunkt?
    Eigentlich geht es ja noch darum, ob Du Dich überhaupt ganz auf ihn einlassen willst, richtig?

    Wäre schön, wenn Du darauf zeitnah antworten würdest, danke.
    Viele Grüße
    Sternenfliegerin, Moderation
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin


  9. Registriert seit
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    10

    AW: Der Partner im Ausland

    Hallo Sternenfliegerin.
    Stimmt, ich habe das Thema des Unterforums irgendwie falsch verstanden.
    Und ja, ich denke auch, dass es darum geht, ob ich mich ganz auf ihn einlassen will.
    Wobei ich absolut will. Aber die Tendenz ist halt eher schlecht, da ich auch nicht glaube, dass wir in den nächsten zwei Jahren im selben Land wohnen würden.
    Andererseits finde ich den Mann so toll, dass ich auch nicht glaube, mich in den nächsten zwei Jahren auf einem anderen Partner anderen einlassen zu können, ob wir jetzt weiter in Kontakt stehen oder nicht.

    Mich hat glaub auch die allgemeine Tendenz interessiert, wie viele Menschen sich auf jemanden einlassen würden, bei dem schwierige gesundheitliche Probleme vorprogrammiert sind.
    Ich kann nachvollziehen, warum manche Leute das nicht tun würden- rein rational. Aber für mein Empfinden wäre es falsch... Es kommt mir einfach nicht wie soziales Verhalten vor. Und das hat meiner Meinung nach auch nichts mit Helfer Syndrom zu tun.

    Das mit dem Schreiben in zweiter Person war ein Versuch, bei dem der Leser sich in eine andere Perspektive begeben sollte. Dass es so schwierig zu lesen ist, hab ich nicht erwartet. Aber gut. Ich kann auch normal schreiben.

    LG kkk


  10. Registriert seit
    11.09.2015
    Beiträge
    770

    AW: Der Partner im Ausland

    Ich glaube, du packst das Problem an der Falschen Stelle an. Die Frage ist nicht, ob wir einen Partner nehmen würden mit den gesundheitlichen Problemen.

    Der Mann sagt und zeigt dir klar, dass er keine feste Bindung möchte. Er macht es nicht fest, wann ihr euch wieder seht. Das ist ein schlechter Punkt. Ihr habt dadurch keine gemeinsamen Pläne. Nur Du hast Pläne. Weihnachten, Sommer... die schönsten Zeiten des Jahres. Alles weg für einen Mann, der nicht will.

    Kirschkern, leider sieht es nicht so gut aus... und ich habe da etwas Erfahrung zum Thema Fernbeziehung. Ich selbst lebte 2 Jahre in einer, wo es 1000 km Unterschied gab. Und mein Partner hat auch Pläne gemacht. Wir haben uns abgewechselt. Mal kam er, mal flog ich. Es war ein Ping-pong von Plänen, und wie wir nach 2 Jahren sahen, waren wir reif für den Umzug. Ich zog zu ihm, weil ich deutsch spreche (er spricht meine zweite Muttersprache nicht).

    Nun, zu deiner Situation. Es sieht aus, er lebt auf einem anderen Kontinent, zumindest weit genug, dass eine Fernbeziehung auch finanzielle Aspekte hat. Die du scheinbar alleine tragen musst. Er wird nicht nach DE kommen, schon jetzt absehbar, da a.) Bequemlichkeit oder b.) Gesundheit im Weg stehen. Ausreden wird es immer geben, und du wirst für die Liebe dann alles geben. Geld und Zeit. Er macht es sich bequem, wartet ab, bis die Frau kommt, und bindet sich nicht, damit er vor Ort auch suchen kann.

    Willst du das echt? Ist das echt eine stabile, gesunde Lebensplanung für dich? Möchtest du so viel Opfern, wo es absehbar ist, dass es einseitig ist?

    Das musst natürlich du für dich selbst entscheiden. Ich würde es nicht tun, weil ich eine feste Beziehung auf Augenhöhe möchte.

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