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  1. Registriert seit
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    wir können beide nicht loslassen...

    Hallo zusammen,

    ich bin auch vor einiger Zeit hier gelandet. Seit 2 Jahren bin ich auch mit einem „gebrauchten“ Mann zusammen und ziemlich überfordert damit.
    zu den Fakten: wir kennen uns schon recht lange über gemeinsame Freunde, hatten aber beide am Anfang kein Interesse aneinander. Ich wusste, dass er von seiner Frau getrennt ist, schon lange ausgezogen ist und aber immer noch regelmässig hinfuhr, z.B. den Rasen mähte, sie weiter unterstützte in allem, alles zahlte für sie. Ich fand das etwas seltsam, aber da wir nur befreundet waren, war mir das relativ egal. Er hatte nach seiner Frau eine Freundin, die ich auch kannte. Das Verhältnis fand ich immer etwas seltsam, sie schien sehr an ihm zu hängen, er weniger (von außen betrachtet, mein Eindruck hat sich auch als richtig herausgestellt)

    irgendwann haben wir gemerkt, dass aus unserer Freundschaft einfach mehr wurde, wir haben uns öfter getroffen und haben uns richtig heftig ineinander verliebt. Es war wunderschön am Anfang, mein absoluter Traummann, liebevoll, verständnisvoll, rücksichtsvoll, großzügig…lange Rede, kurzer Sinn, er ist weiterhin zu seiner Frau gefahren, es gab weiterhin Familientreffen wie bisher (er hat 2 erwachsene Kinder), es gab Treffen bei der Verwandschaft, zu denen er sie mitgenommen hat. Wir hatten Streit ohne Ende, waren ständig getrennt, es war ein Hin und Her, er hat mein Problem damit nicht verstanden.
    Irgendwann hat es anscheinend doch klick gemacht und er hat die Scheidung eingereicht, das Haus wurde verkauft. Ich dachte, jetzt haben wir es geschafft, bis er mir an Weihnachten mitgeteilt hat, dass er mit der kompletten Familie zu seinen Geschwistern fährt (nachdem er mir erzählt hatte, dass er alleine sein will, also auch mir abgesagt hat). Ich habe ihm gesagt, dass es jetzt einfach reicht.

    Für mich war es das, aber er kam ständig an, hat mir Blumen geschickt. Ich habe wieder nachgegeben, aber seitdem war es nie mehr so unbeschwert wie früher. Leider hatte ich keine schöne Kindheit, habe immer wieder große psychische Probleme und keinen hohen Selbstwert. Ich komme mit der Situation einfach nicht klar. Ich bin eifersüchtig auf die Vergangenheit, die er nicht loslassen kann. Da er sehr viel verdient und seine exFrau nicht gearbeitet hat, muss er ihr bis 67 Aufstockungsunterhalt zahlen, d.h. auch da hängt er noch ewig drin, also hat noch Verantwortung für sie. (er ist 55, ich bin 45).

    Er möchte weiterhin zu ihr fahren, er möchte sie zu zweit treffen, es wird weiterhin Familientreffen geben. Seine Familie ist ihm sehr wichtig. Er möchte, dass ich das akzeptiere. Seit der Scheidung ist er sehr geizig mir gegenüber, ist vorsichtig mit allen Aussagen die Zukunft betreffend, ist unverbindlich. (war er vorher nicht) Ich komme damit einfach nicht klar. Wir verstehen uns sehr gut, wir sind auf einer Wellenlänge, den gleichen Humor, wir tun uns grundsätzlich gut. Nur bei diesem Thema kommen wir einfach nicht zusammen. Wir möchten hier beide keine Kompromisse eingehen. Ich packe auch das ewige Hin und Her nicht mehr in unserer Beziehung. Es macht mich psychisch kaputt.
    Zusätzlich habe ich großen Stress im Büro, schlechte Stimmung, Mobbing und baldiger Verkauf unserer Firma. Ich habe Angst vor der Zukunft, er kann das nicht nachvollziehen, er hat einen guten und sicheren Job, hat Karriere gemacht, ist angekommen im Leben. Ich stehe bald da und weiß nicht genau wohin. Bin noch lange nicht angekommen. Ich weiß gerade nicht mehr weiter.

  2. Avatar von Mambi
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Vergiss es.
    Der Mann lebt räumlich getrennt von seiner Frau, aber er ist definitiv nicht emotional frei.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  3. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    lass dich mal knuddeln.

    einen mann, der dich anlügt, brauchst du wirklich nicht. lass los und mach dir ein glückliches leben!
    manche liebe kann aufgrund äusserer umstände einfach nicht gelebt werden, also geh lieber einmal durch ein Jammertal als durch jahrelange Lügereien. er wird sich nicht ändern.

    lg luci

    ps: viel erfolg im Job!
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  4. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    ich habe noch ein wenig Hoffnung, dass er doch irgendwann loslässt. Immerhin ist er mittlerweile geschieden.
    aber wenn ich ihn vor die Wahl stellen würde, seine Familie oder ich, wüsste ich, dass er sich für seine Familie entscheidet.


  5. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Ich habe nicht ganz verstanden, in wieweit du in die Familie deines Mannes integriert bist. Ihr seid ja nun nicht mehr ganz frisch zusammen, da wird man sich ja schon kennen. Wie gut ist dein Kontakt zu seinen Kindern, den sonstigen Verwandten/Anhängen und zur Ex-Frau? Könntest du bei der Weihnachtsfeier nicht dabei sein?

    Menschen haben ja nunmal Familie und im Regelfall auch Kontakt zu ihrer Familie. Ein ehemaliger Partner, besonders wenn man lange zusammen war und auch noch gemeinsame Kinder hat, ist ein fester Teil der Familie, so wie eben Kinder, Eltern, Geschwister, Tanten, Neffen … Also zuminderst finde ich das wünschenswert, ich weiß, das gelingt bei weitem nicht immer (bei meinem geschiedenen Mann und mir leider auch nicht). Gerade wenn man erst in etwas späterem Alter zusammen kommt, gibt es eben oft auch Ex-Partner.
    Jemanden vor die Wahl zu stellen, ich oder die Ex-Frau käme für mich gleich wie ich oder deine Mutter oder ich oder dein Kind. Geht alles nicht, wie ich finde.

    Fühlst du dich vielleicht noch nicht richtig zugehörig zu seiner Familie? Wenn man sich nicht richtig eingebunden fühlt, kommen schnell Konkurrenzgedanken auf. Dann muss man sich seinen Platz im Gefüge eventuell erobern. Sofern man das will. Wenn man das nicht will, muss der Kontakt ohne eigene Beteiligung akzeptiert werden.

    Ich habe im Verwandten- und Bekanntenkreis viele Beispiele, wo es mit der erweiterten Familie gut klappt, bei meiner Schwester plus Ex-Mann und neuem Lebensgefährten, bei meinem Mann, seiner Ex-Frau und ihrem neuen Mann. Für den neuen Partner wurde halt bildhaft noch ein Stuhl an den Tisch gestellt. Es braucht natürlich etwas Zeit, alle müssen sich ja erst aneinander gewöhnen.


  6. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Ich bin gar nicht integriert. Am Anfang wollte er es nicht.
    Seit er geschieden ist und seine Ex wieder einen neuen Partner hat, versucht er mich zu integrieren.

    Ich habe jetzt aber kein Interesse mehr daran, bin auch überhaupt kein Familienmensch. Er schon.
    Das ist sicherlich auch ein großes Problem zwischen uns.


  7. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Du gönnst ihm also etwas nicht (Ausleben des Familienlebens), was du selbst gar nicht willst?

    Schwierig.


  8. Registriert seit
    21.07.2018
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Ja, ich weiß.

    Schwierig. Es ist eben viel passiert und kaputt gegangen. Dann habe ich irgendwann zu gemacht. Es reißt alte Wunden in mir auf.


  9. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Ich kenne das auch alles nicht, wie es in dieser Familie gelebt wird. Ständige Treffen mit erwachsenen Kindern, ich finde das seltsam.
    Ich habe mich früh abgenabelt und bin dankbar, wenn ich auf kein Familientreffen muss.

    Die Kinder sind 25 und 28 und feiern selbst Geburtstage, Weihnachten etc.noch mit Mama und Papa.


  10. Registriert seit
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    AW: wir können beide nicht loslassen...

    Zitat Zitat von Blabla75 Beitrag anzeigen
    Schwierig. Es ist eben viel passiert und kaputt gegangen. Dann habe ich irgendwann zu gemacht. Es reißt alte Wunden in mir auf.
    Was hat es für einen Sinn, eine Beziehung fort zu führen, in der so viel kaputt gegangen ist, das man denkt, das die Wunden nicht mehr heilen?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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