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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Richtig.
    Niemand kennt die Mutter und deren Unstände. Niemand (außer der TE) kennt das Mädchen und deren bisherigen Schulweg.
    Ich weiß auch gar nicht, woher hier das Wort Leistungsverweigerer kommt.
    Wurde von einer Userin gepostet.
    Niemand hier (außer der TE, und die äußert hier einen durchaus auch kritischen Blick auf ihn) kennt den Mann, seinen Werdegang, seine aktuelle Situation und deren Ursachen. Niemand weiß, warum die Eltern sich getrennt haben, wie die Trennung abgelaufen ist und wie der Kontakt danach möglich war.

    Es ist höchst unfair hier dem Mädel tausend Entschuldigungen zu ersinnen und dem Vater tausendfaches Versagen zu unterstellen.
    Wie schon geschrieben, ich habe alles gelesen. Auch, wie der Vater sich verhält und verhalten hat u. auch die TE und das die Mutter umziehen muss. Auf genau das nehme ich Bezug u. versuche nachzuvollziehen, wie es dem Mädchen damit gehen könnte.
    Das hat mit Entschuldigungen nichts zu tun, sondern damit, dass ich Verständnis für ein Kind aufbringen kann, welches in dieser Situation ist.

    Ganz sicher sind Fehler gemacht worden. Diese heute noch aufzurechnen, ist wenig hilfreich.
    Dem Mädel weiterhin sein Leben zu alimentieren, mMn auch nicht.
    Ich wiederhole mich nochmals: warum tust du und andere so, als ob dieses Mädchen schon x-Jahre zu Hause rumhängt und anderen auf der Tasche liegt? Sie hat bis Sommer die Schule besucht und es ist völlig normal, dass Eltern für ihre Kinder aufkommen.
    Und wieso aufrechnen? Die Situation war jetzt aktuell so. Die Mutter zieht ja erst Ende des Monats um. Der Entschluss, Kündigung, was auch immer, dürfte genau mit dem Zeitpunkt zusammen treffen, als das Mädchen mit der Schule fertig war.
    So einem Kind dann zu sagen: jo, sorry, aber wenn ich umziehe kannst du nicht mit und der Vater nebst Frau teilt dann auch noch mit: nö, also bei uns auch nicht - das ist ja wohl wirklich nicht leicht für ein Kind, dass gerade aus der (behütenden) Schule raus ist.

    Sie ist 18. Jung und unerfahren ja, aber nichtsdestotrotz an dem Punkt, an dem sie anfangen muss für sich selbst zu sorgen.
    Der Weg in eine Ausbildung/ weiterführende Schule/ FSJ oder ähnlichem steht ihr offen. Sie muss sich aber Bemühen.
    Ja, der Meinung bin ich auch. Ich kann aber verstehen, dass sie wirklich anderes im Kopf hatte und überfordert war, als sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Ich würde da mal denken: wo soll ich denn wohnen, wie wird das alles werden.

    Wie es jemand anderes schon schrieb, tausende andere (und nicht wenige mit ähnlichem Background) müssen dies auch und überleben das.
    ja, schon klar. Ich hatte es auch sehr schwer und habe meinen Weg gemacht. Aber nicht jeder Mensch ist gleich. Die einen packen es sofort, die anderen brauchen eben etwas.

    Es ist heutzutage so selbstverständlich, mit 18 Auto zu fahren, bis in die Morgenstunden Party zu machen, Handyverträge abzuschließen. Das alles traut man ihnen problemlos zu.
    Nur fordern darf man die armen Hascherl nicht? Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn es mit dem Einstieg ins Erwerbsleben länger dauert. Finanziell unterstützen muss man das nicht. Das sieht die Gesetzgebung ähnlich, siehe Kindergeld und Unterhaltsrecht.
    Du scherst alle über einen Kamm. Ja, es gibt die mit 18 Autofahrer, Partymacher und und und.
    Ich kenne aber tatsächlich auch junge Menschen, die mit 18 noch keinen Führerschein haben, die nicht bis morgens auf Partys abhängen und die tatsächlich ihr Handy so lange haben, bis gar nichts mehr geht. Die haben auch nicht das Geld dafür, sich ständig was neues zu kaufen.
    Kann ich mir übrigens bei dem Mädchen auch vorstellen, woher soll sie es auch haben.
    Ich habe übrigens nicht geschrieben, dass man das Mädchen nicht "fordern" darf, sondern dass man sie konstruktiv unterstützen soll.

  2. Avatar von Kikiri
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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Katzenmutta Beitrag anzeigen
    Die Mutter zieht ja erst Ende des Monats um. Der Entschluss, Kündigung, was auch immer, dürfte genau mit dem Zeitpunkt zusammen treffen, als das Mädchen mit der Schule fertig war.
    So einem Kind dann zu sagen: jo, sorry, aber wenn ich umziehe kannst du nicht mit und der Vater nebst Frau teilt dann auch noch mit: nö, also bei uns auch nicht - das ist ja wohl wirklich nicht leicht für ein Kind, dass gerade aus der (behütenden) Schule raus ist.

    Ja, der Meinung bin ich auch. Ich kann aber verstehen, dass sie wirklich anderes im Kopf hatte und überfordert war, als sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Ich würde da mal denken: wo soll ich denn wohnen, wie wird das alles werden.
    Die Überlegungen bzg. einer Ausbildung oder einer weiterführenden Schule sind ab der 8. Klasse Thema in der Schule. Ab der 9. Klasse gibt es noch Berufsberatung und Schulpraktika.
    Die Bewerbungen werden mit dem Zeugnis der 9. Klasse durchgeführt um den Ausbildungsstart im letzten Schuljahr (direkt nach der 10. Klasse) zu schaffen.
    Warum das nicht gelaufen ist, verstehe ich nicht. Da war das Thema Umzug wahrscheinlich noch nicht aktuell.

    Deshalb auch nochmal der Hinweis: wenn sie sich jetzt nichts überlegt, sind es 14 freie Monate, die letztendlich verschenkt und verdaddelt werden. Für eine 18-jährige finde ich das nicht normal.
    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass nur der eine 100% passende Traum abgewartet wird, uns sobald es anstrengender wird, hat sich das ganze erledigt. Das stört mich gewaltig. Kein Durchhaltevermögen und kein Engagement aber reichlich Bedingungen erfüllt bekommen (z.B. Kindergeld, Wohnung, ...) .
    Eine Umentscheidung ist völlig in Ordnung. Ein Aushilfsjob: ok. Einfach nur ausruhen aber nicht.

    Wenn das nur über Geld läuft, dann muss es eben damit probiert werden.
    In meiner Bekanntschaft und meiner Verwandschaft habe ich dazu leider auch drei Fälle. Immer betüdelte oder vernachlässigte Kinder, keinerlei Druck, dem Kind/Jugendlichen/Erwachsenen war nichts recht zu machen. Wohnte zuhause oder bei Freunden, noch weniger geregelter Tagesablauf oder Dringlichkeit einer beruflichen Lebensgestaltung.
    Folge:
    1. Totaler Abrutsch in Drogen, jetzt Methadonbehandlung, mit 27 Jahren nur ein Abgangszeugnis der 8. Klasse (ist danach nicht mehr zur Schule gegangen und niemand hat sich gekümmer), keinerlei Selbständigkeit, immer wieder Einweisungen in die Psychatrie
    2. Ebenfalls Drogen und leider Folgeschäden im Denkvermögen. Nicht belastbar, nicht selbständig, wohnt mir 40 Jahren in einer Wohngruppe
    3. Hartz 4 ohne Ausbildung und ohne irgendeine Tätigkeit, jetzt 24 und es passiert weiterhin: Nichts

    Für mich sind es verlorene Jahre!

    Keine Ahnung, warum das so klappt, vielleicht sind die bei den Ämtern überlastet?

    Viele Grüße von
    Kiki
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!
    Geändert von Kikiri (09.11.2018 um 19:40 Uhr)


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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Berufsfindung ist ab der 8. Klasse intensives Thema. Bewerbungen ab der 9. Ob Ausbildung oder weiterführende Schule, beides schließt nahtlos an der Schule an. Das Thema kann nicht an dem Mädel vorbei gegangen sein.

    Umziehen wollte sie nicht,
    zum Amt wollte sie auch nicht. Das der Vater sie auch nicht mit Begeisterung aufnehmen würde, war doch noch gar nicht kommuniziert, oder irre ich?

    Sie weiß was sie nicht will. Aber aktiv werden will sie auch nicht.
    Ich habe es jedenfalls nicht so gelesen, dass sie den Vater bereits aktiv gefragt hat „kann ich zu dir“.
    Das Szenario hatte die TE vor Augen.

    Die Antworten der Tochter lesen sich nicht nach überfordert ob der gigantischen Auswahl, sondern eher nach kein Bock, kein Plan und auch keine Einsicht, dass sie sich mit dem Thema jetzt mal beschäftigen muss.

    Es gibt neben denen, die aus nachvollziehbaren Gründen nicht sofort weiter durchstarten, eben auch die, die einfach in den Tag hineindümpeln und sich nicht bewegen wollen.

    Und diese erreicht man nicht, in dem man geduldig wartet bis sie von allein mal beschließen, jetzt doch mal über Ausbildung o.ä. nachzudenken.

    Insbesondere jene Jugendliche nicht, die wie das Mädel hier von Haus aus vorgelebt bekommen, dass es immer von irgendwoher Geld und Unterkunft gibt, ohne dass sie dafür etwas leisten müssen.


  4. Registriert seit
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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Kikiri Beitrag anzeigen

    Die Überlegungen bzg. einer Ausbildung oder einer weiterführenden Schule sind ab der 8. Klasse Thema in der Schule. Ab der 9. Klasse gibt es noch Berufsberatung und Schulpraktika.
    Die Bewerbungen werden mit dem Zeugnis der 9. Klasse durchgeführt um den Ausbildungsstart im letzten Schuljahr (direkt nach der 10. Klasse) zu schaffen.
    Warum das nicht gelaufen ist, verstehe ich nicht. Da war das Thema Umzug wahrscheinlich noch nicht aktuell.
    Weiß ich alles, ist auch alles schön und gut. Und trotzdem gibt es viele Schüler, die trotzdem nicht wissen welche Ausbildung sie machen sollen oder was sie studieren sollen. Heute noch mehr als früher, weil es mehr Angebote gibt.

    Deshalb auch nochmal der Hinweis: wenn sie sich jetzt nichts überlegt, sind es 14 freie Monate, die letztendlich verschenkt und verdaddelt werden. Für eine 18-jährige finde ich das nicht normal.
    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass nur der eine 100% passende Traum abgewartet wird, uns sobald es anstrengender wird, hat sich das ganze erledigt. Das stört mich gewaltig. Kein Durchhaltevermögen und kein Engagement aber reichlich Bedingungen erfüllt bekommen (z.B. Kindergeld, Wohnung, ...) .
    Eine Umentscheidung ist völlig in Ordnung. Ein Aushilfsjob: ok. Einfach nur ausruhen aber nicht.
    Ja, kann passieren. Kann aber auch sein, dass sie rausfindet was ihr gefallen würde und sie sich dann einen Praktikumsplatz sucht.
    Wenn das Mädchen kein Durchhaltevermögen hätte, dann hätte sie jetzt nicht den Realschulabschluss, sondern einen Hauptschulabschluss.
    Wichtig ist, dass das Mädchen Rückhalt, Regeln und konkrete Vorschläge von zu Hause oder einer anderen Vertrauensperson bekommt, dann wird das auch klappen.


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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Katzenmutta Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, dass das Mädchen Rückhalt, Regeln und konkrete Vorschläge von zu Hause oder einer anderen Vertrauensperson bekommt, dann wird das auch klappen.
    Da bin ich ganz bei dir.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  6. Avatar von Nichtnurmami
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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Sandra71 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist dein Mann zur Zeit nicht unterhaltspflichtig, weil seine Tochter sich nicht in Ausbildung befindet, ABER: Anspruch auf eine vom Amt bezahlte Wohnung besteht erst ab 25, und wenn ihr mit ihr unter einem Dach leben würdet, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft und seine Tochter hätte ggf. keinen Anspruch auf Leistungen.

    Ich würde mich an eurer Stelle mal anwaltlich beraten lassen.
    Das stimmt nicht so 100%ig. Unsere Tochter ist mit kurz nach 18 (allerdings noch in Schulausbildung) zum Jobcenter gegangen und hat nur angegeben, dass sie es unzumutbar findet, bei uns zu wohnen. Sie war mit Punkt 18 zu einem Freund gezogen,. der seine Wohnung nicht halten konnte. Das Amt hat ohne Nachfrage bei uns H4 plus Miete gezahlt und uns ein Jahr später die Rechnung präsentiert....(Ist etwa 10 Jahre her) Der UH Anspruch bestand bis zum Ende der ersten Ausbildung (Abitur plus Uni)...
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...



  7. Avatar von Sandra71
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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Nichtnurmami Beitrag anzeigen
    Das stimmt nicht so 100%ig. Unsere Tochter ist mit kurz nach 18 (allerdings noch in Schulausbildung) zum Jobcenter gegangen und hat nur angegeben, dass sie es unzumutbar findet, bei uns zu wohnen.
    Ja, das sind dann Einzelfallentscheidungen...trifft aber hier ja anscheinend nicht zu.

  8. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Einzug von Kind des Partners (sozialrechtlich) "dulden"?

    Zitat Zitat von Sandra71 Beitrag anzeigen
    Ja, das sind dann Einzelfallentscheidungen...
    Nunja...bei mir bzw. meiner Tochter lief es exakt genauso.
    In derselben Stadt und im gleichen Zeitraum wie bei NNMI.

    Allerdings war das ganz unbedingt zielführend - denn ich musste für ihr Hartz IV aufkommen, was sie beim Jobcenter bezog.
    Und das Jobcenter verlangte haargenau dasselbe, nämlich sehr regelmäßigen Nachweis einer zielstrebigen und erfolgsorientierten Erstausbildung.
    Entweder Schule oder Ausbildung - oder eben empfindliche Kürzung der Bezüge.

    Wenn die emotional unbeteiligte Frau Jobcenter das völlig berechtigt fordert, hat das plötzlich einen ganz anderen Stellenwert beim jungerwachsenen Kind, als wenn die Eltern sowas genauso völlig berechtigt fordern.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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