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  1. Registriert seit
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Zitat Zitat von GaveItATry Beitrag anzeigen
    Allerdings ist er offensichtlich so ehegeschädigt, dass er seine Prinzip "nie wieder heiraten" nicht kippen kann.

    Ist "Dein Mann" mit großem Schaden finanzieller Art aus der Ehe gegangen? Oder woher stammt seine Haltung? Denn dass es eben alles andere als "nur ein Blatt Papier" ist, bedingt meist die ablehnende Haltung. ;)
    Finde das auch immer wieder interessant, wie Menschen, die aus irgendeinem Grund explizit NICHT (nochmal) heiraten möchten, dann als Argument aufführen, es wäre doch "egal" ob man verheiratet ist und es würde keinen Unterschied machen zur Beziehung.
    Darauf würde ich entgegnen: Wenn etwas, was mein Partner, den ich liebe, unbedingt möchte, für mich keinen Unterschied macht und "egal" ist, dann wäre es ein Leichtes für mich, ihm diesen Wunsch umgehend zu erfüllen.

    Und ja, es IST ein Unterschied, ob man verheiratet ist oder nur sagt, dass jemand mein "Mann" oder meine "Frau" ist. Eine gefühlte Wahrheit macht aus einer Lüge keine Wahrheit. Das ist ein bisschen wie wenn ich meine Mietwohnung als "mein Haus" bezeichne. Ist trotzdem nicht mein Haus.

    Es ist genau der Grad an rechtlicher Verbindlichkeit und gefühlter Sicherheit, den die Nexten oft so sehr vermissen, den die gebrauchten, ehegeschädigten Männer scheuen. D.h. es ist keine Einbildung, kein Problem das gar nicht da ist (wie die Männer es dann oft gerne darstellen).
    Es ist ein ganz bewusstes Auf-Armlänge-Abstand-halten der Nexten, der explizite Wunsch, keine lebenslange Verpflichtung mehr einzugehen, die ihnen bereits einmal emotional und finanziell das Genick gebrochen hat.

    Das ist in Ordnung und das ist nachvollziehbar - aber dann nennt das Kind bitte ehrlicherweise beim Namen, und tut nicht so, als wäre es eingebildetes Problem der Next, eine Problem ihres Selbstwertgefühls, wenn der Mann aufgrund seiner Traumatisierung durch die erste Ehe nicht mehr gewillt ist, diese absolute Verbindlichkeit in einer Beziehung einzugehen. Dann muss es heißen "Tut mir leid, aber ICH kann dir diese Verbindlichkeit und rechtliche Sicherheit nicht geben, ich habe zu sehr Angst davor." und nicht "Ist doch egal, macht keinen Unterschied, ob man verheiratet ist oder nicht".

    Alles andere ist Augenwischerei. "Schatz, ich liebe dich so sehr, da brauchen wir doch kein Blatt Papier, um das zu beweisen." Bla bla. Ich liebe meinen Job und mein Haus auch sehr, aber für den Fall, das es da mal knirschen sollte, bin ich froh, dass ich einen Arbeitsvertrag und einen "Wisch aus Papier" habe, der belegt, das mein Haus mein Haus ist. Und nicht morgen das des Nachbarn, weil der das auch so toll findet.


  2. Registriert seit
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Zitat Zitat von Lippi Beitrag anzeigen
    Finde das auch immer wieder interessant, wie Menschen, die aus irgendeinem Grund explizit NICHT (nochmal) heiraten möchten, dann als Argument aufführen, es wäre doch "egal" ob man verheiratet ist und es würde keinen Unterschied machen zur Beziehung.
    Darauf würde ich entgegnen: Wenn etwas, was mein Partner, den ich liebe, unbedingt möchte, für mich keinen Unterschied macht und "egal" ist, dann wäre es ein Leichtes für mich, ihm diesen Wunsch umgehend zu erfüllen.

    Und ja, es IST ein Unterschied, ob man verheiratet ist oder nur sagt, dass jemand mein "Mann" oder meine "Frau" ist. Eine gefühlte Wahrheit macht aus einer Lüge keine Wahrheit. Das ist ein bisschen wie wenn ich meine Mietwohnung als "mein Haus" bezeichne. Ist trotzdem nicht mein Haus.

    Es ist genau der Grad an rechtlicher Verbindlichkeit und gefühlter Sicherheit, den die Nexten oft so sehr vermissen, den die gebrauchten, ehegeschädigten Männer scheuen. D.h. es ist keine Einbildung, kein Problem das gar nicht da ist (wie die Männer es dann oft gerne darstellen).
    Es ist ein ganz bewusstes Auf-Armlänge-Abstand-halten der Nexten, der explizite Wunsch, keine lebenslange Verpflichtung mehr einzugehen, die ihnen bereits einmal emotional und finanziell das Genick gebrochen hat.

    Das ist in Ordnung und das ist nachvollziehbar - aber dann nennt das Kind bitte ehrlicherweise beim Namen, und tut nicht so, als wäre es eingebildetes Problem der Next, eine Problem ihres Selbstwertgefühls, wenn der Mann aufgrund seiner Traumatisierung durch die erste Ehe nicht mehr gewillt ist, diese absolute Verbindlichkeit in einer Beziehung einzugehen. Dann muss es heißen "Tut mir leid, aber ICH kann dir diese Verbindlichkeit und rechtliche Sicherheit nicht geben, ich habe zu sehr Angst davor." und nicht "Ist doch egal, macht keinen Unterschied, ob man verheiratet ist oder nicht".

    Alles andere ist Augenwischerei. "Schatz, ich liebe dich so sehr, da brauchen wir doch kein Blatt Papier, um das zu beweisen." Bla bla. Ich liebe meinen Job und mein Haus auch sehr, aber für den Fall, das es da mal knirschen sollte, bin ich froh, dass ich einen Arbeitsvertrag und einen "Wisch aus Papier" habe, der belegt, das mein Haus mein Haus ist. Und nicht morgen das des Nachbarn, weil der das auch so toll findet.
    Das empfinde ich als eine sehr direkte und wahre Betrachtung der Thematik "Er ist aus der ersten Ehe so "geschädigt"". Schön geschrieben.
    Sorry, habe heute erst angefangen, hier ein wenig mitzulesen.


  3. Registriert seit
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Wenn jemand einen Menschen liebt und gerne heiraten möchte, macht man/frau einen Heiratsantrag.
    Das empfehle ich hier auch.

    Und diesen Gedanken mit dem "nächsten Angehörigen" finde ich schon bedenkenswert, nicht nur im Erbfall sondern vor allem für Themen wie "Auskunft/Besuchserlaubnis" im Krankenhaus.

  4. Avatar von Marta-Agata
    Registriert seit
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Zitat Zitat von GaveItATry Beitrag anzeigen
    Das ist genau mein Punkt. Mein Partner ist für mein Gefühl nach 5 Jahren Beziehung mein nächster Verwandter und ich fand es total schrecklich, meinen Eltern als meine direkten Erben sagen zu müssen, dass sie bitte mein Unternehmen und mein gesamtes "Vermögen" bis auf einen Sparplan für meine Nichten und Neffen meinem Freund übertragen.
    Und haben Deine Eltern Dir das zugesagt?
    Das finde ich sehr viel verlangt von ihnen. Nicht-heitratien ist auch eine Entscheidung, bei ihm offensichtlich eine bewusste. Warum soll er dann gestellt sein wie verheiratet?


  5. Registriert seit
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Zitat Zitat von GaveItATry Beitrag anzeigen
    Das ist genau mein Punkt. Mein Partner ist für mein Gefühl nach 5 Jahren Beziehung mein nächster Verwandter und ich fand es total schrecklich, meinen Eltern als meine direkten Erben sagen zu müssen, dass sie bitte mein Unternehmen und mein gesamtes "Vermögen" bis auf einen Sparplan für meine Nichten und Neffen meinem Freund übertragen. Ich finde den Gedanken mistig, dass er darauf dann Steuern zahlen darf, weil der Freibetrag mini ist, egal wie lange man zusammen durch's Leben gegangen ist. Das ist doch mein Partner, mein mir nächster Mensch. Natürlich bekommt er alles und soll/kann meine Angelegenheiten abwickeln!
    Dafür musst Du doch Deine Eltern nicht beauftragen. Du kannst doch ein Testament machen und Deinen Nichten und Neffen Vermächtnisse machen und Deine Eltern unterschreiben einen Erbverzicht.

    Die Steuern sind sein Problem bzw. das Ergebnis seiner Entscheidung.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Dafür musst Du doch Deine Eltern nicht beauftragen. Du kannst doch ein Testament machen und Deinen Nichten und Neffen Vermächtnisse machen und Deine Eltern unterschreiben einen Erbverzicht.
    Warum sollten sie das tun?

  7. Avatar von Azurblau69
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Und hast du ihn gefragt????

  8. Avatar von herbstblatt7
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    AW: Gedanken zur Zukunft

    Ich würde es als Mutter nicht unterschreiben. Denn dafür ist ja die Ehe da. Dafür ist er selbst verantwortlich.

    Ich wollte, falls ich einen Partner hätte, auch in absehbarer Zeit heiraten. Einfach der Ordnung wegen.
    Nyd din læring, sagde silden.

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