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  1. Inaktiver User

    Ich bin überfordert

    Ich (42) bin seit drei Jahren mit meinem Freund (49) zusammen. Mein Freund hat zwei Kinder (6 & 9), lebt seit fünf Jahren von seiner Frau getrennt und wird diese Woche geschieden.

    Seine Frau hat, soweit ich das beurteilen kann, psychische Probleme und ist hochgradig aggressiv. Sie meldet sich täglich mit Drohungen, dass sie meinen Freund und mich verprügeln wird, beschimpft, beleidigt. Ich habe Auszüge der Nachrichten gelesen und mir ist dazu nichts mehr eingefallen.

    Vor kurzem hat sie sich über einen Autofahrer geärgert, der zu schnell durch die 30-iger Zone gefahren ist, hat ihn beschimpft und dann zugeschlagen. Er hatte einen gebrochenen Kiefer. Sie ist beim Ladendiebstahl erwischt worden und ihre Erklärung war, dass sie pleite ist und Lebensmittel für die Kinder besorgen wollte. Nach eigenen Angaben kann sie aufgrund ihrer Panikattacken und Angstzustände nicht arbeiten und möchte nun Erwerbslosenrente beantragen. Ein Attest über die Attacken liegt nicht vor.

    Gespräche zwischen ihr und meinem Freund sind nicht möglich und sie haben sich auch nicht über den anstehenden Scheidungstermin oder den Unterhalt ausgetauscht. Mein Freund hat die Scheidung über eine Anwältin geregelt, die ihn auch zum Scheidungstermin begleiten wird. Soweit ich es richtig verstanden habe, ist der Unterhalt für die Kinder bereits festgelegt worden, was wieder böse Nachrichten zur Folge hatte. Zusätzlich hat sie dann bei den Eltern meines Freundes angerufen und gesagt, mit dem Unterhalt für die Kinder kommt sie nicht aus und sie hat 100.000 Euro von seinen Eltern verlangt. Weiter hat sie dann den Umgang mit den Kindern verboten, was sie aber nicht in die Tat umgesetzt hat.

    Wie ich schon schrieb, meldet sie sich täglich. Die Nachrichten sind konfus und betreffen nur manchmal die Kinder. Sie schreibt dann, dass der Große schwul sei, ihr Geld geklaut hat, sie beschwert sich in einer Tour. Dann kommen Nachrichten, in denen sie meinen Freund beschimpft und irgendwelche Anweisungen blafft, er solle mehr Geld bezahlen, sie droht wieder damit, dass er seine Kinder nicht sehen darf, wenn er nicht mehr zahlt. Der Ton ist unterirdisch und mein Freund hat sie bereits mehrmals gebeten, diese Nachrichten zu unterlassen. Sie tut es aber nicht, es geht dann erst recht los. Mein Freund sagte mir gestern, es wäre ja gar nicht auszudenken, was passieren würde, wenn er ihr wirklich Anlass zur Aufregung geben würde.

    Mein Freund baut zunehmend ab. Er ist sehr häufig krank, müde und einfach nur platt. Er hat sehr häufig schlechte Laune, ist niedergeschlagen und schlecht drauf. Unser Sexleben ist weitestgehend eingeschlafen, weil er häufig keine Lust hat und abgespannt ist.

    Gestern habe ich ihm dann vorgeschlagen, dass er vielleicht besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen soll um die ganze Geschichte zu verarbeiten, um sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Daraufhin sagte er mir, dafür habe er doch mich. Ich sei sein Fels in der Brandung und ohne mich würde er es nicht schaffen. Ich habe die ganze Nacht darüber gegrübelt und mir ist klar, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin. Zumal ich ja auch nichts tun kann, zumindest wüsste ich nicht, was.

    Mein Freund geht davon aus, dass sich nach dem Scheidungstermin alles ändert, dass sie dann zu einem "normalen" Verhalten findet. Er sagte, er geht davon aus, dass sie nicht zu dem Termin erscheinen wird, er hofft es sogar, weil er sie nicht sehen will. Die Scheidung würde sich dann verzögern. Sie bekommt dann eine Vorladung, wenn sie wieder nicht erscheint, wird die Scheidung in ihrer Abwesenheit abgewickelt. Wobei ich mich dann frage, wie das mit dem Unterhalt für sie geregelt wird. Soweit ich es richtig verstanden habe, wird das doch im Scheidungstermin geklärt, oder? Wie geht das, wenn eine Partei nicht anwesend ist?

    Ich merke einfach, dass mir diese Beziehung sehr viel Energie raubt und seine gestrige Aussage hat mir den Rest gegeben. Natürlich sollte man in einer Beziehung zusammenhalten und den Partner auch mal "auffangen", wenn es schlechte Zeiten gibt, aber ich sehe einfach nicht, was sich wie ändern sollte. Und ich finde es einfach unendlich traurig, wenn diese Beziehung scheitern sollte, denn ich liebe meinen Freund sehr. Bisher ist es uns häufig gelungen, das Thema auszuklammern, aber inzwischen geht das kaum noch, weil er sich ja auch so verändert. Und er zieht mich dann einfach mit runter, wenn er da sitzt, wie ein Häufchen Elend.

    Kennt jemand von euch solche Situationen und wie seid ihr damit umgegangen?

    LG Notizbuch

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin überfordert

    Ne sorry so eine Situation wollte ich gar nicht!

    Wie können die Kinder bei der Mutter bleiben? Ist das Jungendamt involviert? Die ist ja nicht ganz ungefährlich. Schlägt Autofahrer? Dafür gibt es doch sicher eine Strafe? Was dann?

    Ich kann dir nur raten, dich da rauszuhalten...

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    AW: Ich bin überfordert

    Warum lässt Dein Freund seine Kinder bei der Mutter?

    Bevor er sich um sein Sexleben kümmert, sollte er sich um seine Kinder kümmern. Wenn die Mutter ist, so wie geschildert, dann ist es doch völlig unverantwortlich, dass sie bei ihr leben und nicht bei ihm.

    Wie ist der Umgang geregelt?

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    AW: Ich bin überfordert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich (42) bin seit drei Jahren mit meinem Freund (49) zusammen. Mein Freund hat zwei Kinder (6 & 9), lebt seit fünf Jahren von seiner Frau getrennt und wird diese Woche geschieden.
    D.h. er hat sich verkrümelt, als das jüngste Kind ein Jahr alt war, das andere 4 Jahre. Hmm. Wie hat er sich seitdem eingebracht?

  5. User Info Menu

    AW: Ich bin überfordert

    Dein Freund zieht dich mit in seinem Schlamassel, das geht nicht. Du mußt dich da raushalten, es ist nicht deine Baustelle.
    Deinem Freund geht es schon schlecht, wenn du da mit reingezogen wirst, wird es dir auch schlecht gehen.

    Warum wird das Jugendamt nicht informiert? Die Kinder können bei der Frau nicht bleiben.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

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    AW: Ich bin überfordert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Freund geht davon aus, dass sich nach dem Scheidungstermin alles ändert, dass sie dann zu einem "normalen" Verhalten findet. Er sagte, er geht davon aus, dass sie nicht zu dem Termin erscheinen wird, er hofft es sogar, weil er sie nicht sehen will. Die Scheidung würde sich dann verzögern. Sie bekommt dann eine Vorladung, wenn sie wieder nicht erscheint, wird die Scheidung in ihrer Abwesenheit abgewickelt. Wobei ich mich dann frage, wie das mit dem Unterhalt für sie geregelt wird. Soweit ich es richtig verstanden habe, wird das doch im Scheidungstermin geklärt, oder? Wie geht das, wenn eine Partei nicht anwesend ist?
    Kann überhaupt geschieden werden, wenn sie nicht anwesend ist?
    Wie will er das in Zukunft mit den Kindern machen, wenn er sie nicht sehen will?

  7. Inaktiver User

    AW: Ich bin überfordert

    Ich verstehe auch nicht, wie die Kinder in der Situation bei der Mutter bleiben können.

  8. Inaktiver User

    AW: Ich bin überfordert

    Nicht er hat sich verkrümmelt, sondern sie hat sich damals getrennt.

    Laut ihrer Aussage, wollte sie ihr Kind beschützen, der Autofahrer hätte den Kleinen fast überfahren. Ich kann das juristisch nicht beurteilen und kenne auch die Verfahrensweise in diesem Fall nicht.

    Das Jugendamt ist schon lange über ihre Probleme informiert. Allerdings ist das Wohl der Kinder nicht gefährdet, so deren Aussage. Das Jugendamt hat Hilfe angeboten, die sie bisher nicht in Anspruch genommen hat. Es gab Termine, aber das Jugendamt hat keine Veranlassung gesehen, etwas zu unternehmen.

    Er kümmert sich sehr gut und liebevoll um seine Kinder. Er hat seine Kinder alle zwei Wochen am Wochenende bei sich und betreut sie auch in den Ferien.

    Was den Scheidungstermin angeht: sofern sie nicht kommt, wird sie vorgeladen. Kommt sie dann auch nicht, wird eine Geldstrafe verhängt und die Scheidung wird in ihrer Abwesenheit durchgeführt.

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    AW: Ich bin überfordert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe auch nicht, wie die Kinder in der Situation bei der Mutter bleiben können.
    kann ich auch nicht nachvollziehen . Sorry aber da muss Dein Freund was tun , bevor etwas schlimmes passiert .
    Nimm Dir Zeit für Dinge, die Dich glücklich machen.

  10. gesperrt

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    AW: Ich bin überfordert

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was den Scheidungstermin angeht: sofern sie nicht kommt, wird sie vorgeladen. Kommt sie dann auch nicht, wird eine Geldstrafe verhängt und die Scheidung wird in ihrer Abwesenheit durchgeführt.
    Das heißt, er wird diese Woche NICHT geschieden.

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