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    Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Hallo an alle und vorneweg ein Dankeschön, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, meinen Beitrag zu lesen und ggf. Eure Ansichten mit mir teilt!
    Ich hoffe, ich hab den richtigen Strang gewählt...

    Diesen Sommer habe ich einen "gebrauchten" Mann kennengelernt. Die Beziehung verläuft ganz wunderbar, auch wenn es für mich ganz neu war, dass eines seiner Kinder bei ihm lebt. Ich versuche mich einfach darauf einzulassen und nicht zu viel zu "zerdenken".
    Nun sehe ich mich allerdings mit einem Problem konfrontiert, mit dem ich mich auseinander setzen muss: ich habe den Verdacht, dass sich sein Sohn (15) heimlich erbricht. :(
    Die Situation: er geht ins Bad, die Dusche läuft, aber die Toilettenspülung wird mehrfach betätigt. Gestern Abend habe ich extra darauf geachtet - sein Badetuch war unbenutzt und Shampoo und Duschzeug standen genauso in der Dusche, wie ich es vorher rein gestellt hatte. Und mein penibler "Sakrotan"-Blick erkennt, dass die Toilette nicht ganz sauber ist.
    Solche Situationen gab es vorher schon zwei Mal: ein Mal meine Beobachtung, dass er sich übergeben haben muss und ein Mal die laufende Dusche, ohne dass er geduscht hatte.
    Als er vor einem Jahr zu seinem Vater gezogen ist, war er übergewichtig. Die beiden haben sein Essverhalten geändert, sich viel über Ernährung unterhalten und treiben gemeinsam Sport und er hat toll abgenommen.

    Was soll ich nun tun? Das Erbrechen kann dafür sprechen, dass er Angst hat, wieder zu zunehmen und somit seinen (körperbewussten) Vater zu enttäuschen, es kann aber auch für anderweitigen großen psychischen Druck stehen (die Trennung der Eltern vor 4 Jahren, der Kontaktabbruch der Mutter, zwei Umzüge in einem Jahr, die regelmäßige berufliche Abwesenheit des Vaters, mein Dasein...). So oder so - ein Kind, das sich gezielt übergibt, braucht Hilfe.

    Ich bin mir unsicher, ob ich ihn direkt ansprechen soll; wir sind miteinander eher noch distanziert. Liegt sicher daran, dass ich von Anfang an nicht wollte, dass er mich als Eindringling sieht, der ihn zur Seite drängt. Wenn ich mit seinem Vater rede, hab ich insgeheim das Gefühl, den Jungen zu verraten.
    In meinen Augen hat der Junge durch die Trennung und das anschließende Unvermögen der Eltern, sich wie Erwachsene zu distanzieren, sehr viel mitgemacht, sodass es außer Frage steht, nichts zu tun.

    Vielleicht habt Ihr Sichtweisen, die ich nicht erkennen kann, die Ihr mit mir teilt. Freue mich über viele Meinungen und Ratschläge.
    Vielen Dank!
    Geändert von Elisa_MA (08.12.2017 um 08:39 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  2. Inaktiver User

    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Du solltest mit dem Vater sprechen.
    Er ist der Verantwortliche und hat hoffentlich das notwendige Vertrauensverhältnis zum Sohn, um mit ihm offen reden zu können.

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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Warum bekommt der Vater davon überhaupt nichts mit?

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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Zitat Zitat von Elisa_MA Beitrag anzeigen
    Als er vor einem Jahr zu seinem Vater gezogen ist, war er übergewichtig.

    Das Erbrechen kann dafür sprechen, dass er Angst hat, wieder zu zunehmen und somit seinen (körperbewussten) Vater zu enttäuschen,
    Deine Einschätzung könnte (!) durchaus zutreffen.

    An Deiner Stelle würde ich Deine Beobachtungen wohl dem Vater
    mitteilen, ihn aber gleichzeitig bitten, dass er sich sein eigenes Bild
    machen möge.

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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Blöde Situation.

    Und dein Freund ist so körperbewusst? Wie gehst du denn damit um? Ich würde ab und an mal dem Jungen den Rücken stärken, wenn das Überhand nimmt.

    Ich kann mir vorstellen, dass das auch über kurz oder lang auch zu einem Problem bei dir führen kann. Wenn du dann mal500 g zunimmst, musst du dann auch besorgt sein, dass der dich nicht mehr gut findet?

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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Ich würde mir das noch eine Weile angucken, ich würde beobachten, wie der Vater bez. Essen, Gewicht etc. mit seinem Sohn umgeht. Lässt er Kommentare ab, wenn der Junge mal "zuviel", was "Ungesundes" ect. isst? Guckt er und sagt er was, wenn der Junge ein paar Gramm zugenommen hat? Wenn das an der Tagesordnung ist, würde ich dem Vater mal ganz gewaltig den Marsch blasen - es ist für ein Kind richtig sch****, wenn ein Elternteil so drauf ist, meine Mutter war so, hat jedem auf die Finger geguckt beim Essen, waren sowieso alle zu dick - außer sie (sie war wirklich sehr schlank) Absolut nervtötend sowas...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Wenn sich wirklich der schlimmste Fall bewahrheiten würde und der Junge dabei ist , in eine Bulimie zu schlittern, dann zählt jeder Tag, an dem man handelt. Und jeder Tag, an dem man nix tut kann fatale Auswirkungen haben.
    life's a beach

  8. Inaktiver User

    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Ich sehe es anders als die Vorschreiberinnen:

    Wenn der Junge sich schon mehrfach (oder gar regelmäßig?) nach dem Essen übergeben hat und das gezielt verbirgt durch Laufenlassen der Dusche, hat sich da m.E. schon eine Essstörung manifestiert. Schuldzuweisungen an den Vater bringen nichts, zumal Essstörungen nie nur eine Ursache ("Körperbewusstsein des Vaters") haben, sondern tiefergehende, seelische Probleme dahinter stecken. Die Diät - für die es ja wegen des Übergewichts einen Anlass gab - war zwar vermutlich der letzte Auslöser, der Junge hat dadurch den "Kick" entdeckt, Kontrolle über einen Teil seines Lebens (das aufgenommene Essen) zu erhalten und die Bestätigung von außen durch die positive Anerkennung des Gewichtsverlusts bekommen.

    Zunächst einmal würde ich mit dem Vater über die Beobachtungen sprechen. Er ist der Erziehungsberechtigte. Und er wird seinen Sohn auf die Problematik ansprechen müssen. Kann gut sein, dass dieser alles abstreitet - er verbirgt ja sein Verhalten jetzt auch ganz gezielt. Holt Euch Informationen über Essstörungen, erklärt dem Sohn, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Versucht ihn zum Arzt zu bringen, wenigstens zum Allgemeinmediziner, besser zum Internisten, wobei langfristig psychologische Betreuung erforderlich sein dürfte. Dafür braucht es aber Krankheitseinsicht und Motivation des Sohnes, sich behandeln zu lassen. Versucht an den bekannten seelischen Baustellen zu arbeiten - kann z.B. der Vater mehr Zeit für ihn aufbringen? Und vor allem: Habt viel Geduld. Eine Essstörung stellt sich schnell ein, bis sie ausheilt (wenn überhaupt), dauert es oft zermürbend lange.

  9. gesperrt

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    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    bei der Volkshochschule gibt es auch tolle kochkurse

  10. Inaktiver User

    AW: Sein Sohn (15) übergibt sich heimlich

    Mein Bauchgefühl sagt: sprich mit dem Jungen. Trotz der Distanz und trotz der Probleme. Oder gerade weil. Dein Bauchgefühl sagt Dir das ja auch. Hör drauf! Ich würde beim Gespräch keinesfalls den Zeigefinger erheben dabei. Wenn das wirklich stimmt, dann scheint da sehr viel Druck zu herrschen. Furchtbar.

    Ich versuche mich gerade in das Kind hineinzudenken, das ja diese Aktion vielleicht (!) deshalb macht, um dem Ideal des Vaters zu entsprechen. Es ihm weitersagen könnte er als Petzen auslegen, je nachdem wie das Vater-Sohn-Gespräch dann verläuft (die X hat gehört, dass die Dusche läuft und geprüft, dass kein Handtuch nass war - Spionage und Denunziation?).

    Wenn der Junge das im Gespräch abstreitet, ohne einen logischen Grund zu nennen, kannst Du immer noch mit dem Vater reden.

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