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    Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Hallo Zusammen,

    ich finde es ist schwierig, einen Titel zu finden, der das Anliegen gut beschreibt. Deshalb habe ich einfach ein paar Schlagwörter aneinander gereiht.

    Ich suche auch weniger Rat, erhoffe mir vielmehr einen Erfahrungsaustausch – sind hier doch viele Frauen, die schon länger in einer Patchwork Situation leben.

    Ich möchte kurz voranstellen, dass ich nichts von meiner aktuellen Situation in Frage stelle. Ich liebe meinen Mann, habe seine Kinder sehr ins Herz geschlossen und möchte unsere aktuelle Situation sehr gerne optimieren. Ich möchte einen Weg finden, meine Position innerhalb des Konstrukts mit meiner Mentalität und so mancher Vorstellung von Erziehung überein zu bringen.

    Wie geht Ihr damit um, wenn Entscheidungen für die Kinder anstehen und die Meinung der Eltern nicht mit Euren übereinstimmen? Wie bekommt Ihr es hin, einen angemessenen Abstand zu wahren ohne unnötige Emotionen auszulösen. Wie schafft Ihr es, einerseits eine gute und herzliche Patchwork-Mama zu sein und Euch andererseits zurück zu nehmen, wenn es in der Tat darum geht, dass die Eltern entscheiden, egal ob Ihr diese Entscheidung teilt?

    Ich denke ich bringe auch noch das ein oder andere Beispiel, wollte aber das Thema gerne eröffnen.

    Liebe Grüße, Sun

  2. Inaktiver User

    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von sunflower37 Beitrag anzeigen

    , wenn es in der Tat darum geht, dass die Eltern entscheiden, egal ob Ihr diese Entscheidung teilt?

    Ich denke ich bringe auch noch das ein oder andere Beispiel, wollte aber das Thema gerne eröffnen.

    Liebe Grüße, Sun

    Beantwortest du dir doch schon selbst. DIE Eltern entscheiden das. Ist nicht deine Sache. Ob du das auch so siehst oder nicht spielt keine Rolle.

    Ich wüßte auch nicht wieso du dich da einmischen wollen willst?!

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    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Oh, genau mein Thema und im Moment die grösste Baustelle bei uns.
    Meine Stiefkinder sind 10 und 6 und alle zwei Wochen für ein langes Wochenende bei uns. Wir leben seit einem Jahr zusammen und meine Einstellung dazu war von Anfang an, dass ich mich aus der Erziehung raushalte, sofern es nicht meinen Haushalt betrifft. D.h. ich sage schon, dass Handtücher nicht auf den Boden gehören und bitte darum Ordnung zu halten. Direkt an die Kinder gerichtet. Bei anderen Dingen sage ich schon meine Meinung, aber dann nur zu meinem Mann.
    So bin ich eine ganze Weile gut gefahren, aber in letzter Zeit geht es manchmal mit mir durch. Ich denke es hat damit zu tun, dass wir nun ein gemeinsames Kind haben und ich realisiere, dass mein Mann natürlich unser Kind ähnlich erziehen wird, wie seine anderen beiden Kinder.
    Er ist manchmal sehr streng mit seinem Sohn, besonders im Vergleich zur Tochter, und ich bin kürzlich mehrmals ziemlich impulsiv dazwischen gegangen, wenn ich eine Situation ungerecht fand und hab den Sohn in Schutz genommen. Mein Mann war darüber (zu Recht) sehr sauer.
    Bin auch gespannt, wie andere das handhaben.

    Liebe Grüsse,
    Pumpkin

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    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von sunflower37 Beitrag anzeigen
    Wie schafft Ihr es, einerseits eine gute und herzliche Patchwork-Mama zu sein und Euch andererseits zurück zu nehmen, wenn es in der Tat darum geht, dass die Eltern entscheiden, egal ob Ihr diese Entscheidung teilt?
    Warum musst Du eine Entscheidung gut heißen, die Dich nichts angeht und mit der Du nichts am Hut hast?
    Oder betrifft sie Dich in irgendeiner Form? Dann eben nein sagen, wenn Du das nicht gut heißen kannst.

    Du sprichst hier ja auf einer sehr abstrakten Ebene: daher, geht Dich nichts an. Ich würde dann aber auch nicht irgendwelche Konsequenzen mittragen, die aus Entscheidungen resultieren, die ich nicht gut finde.

  5. Inaktiver User

    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Die Frage wäre für mich, ob diese Entscheidung dann mit von mir getragen werden muss.

    Es gibt ja Entscheidungen, die einen vielleicht stören aber mit denen man dann null zu tun hat.
    Das ist dann schon ein Unterschied.

    Wenn die Eltern zB entscheiden, wo das Kind jetzt lebt.......und mein Lebensraum wird dann mit oder ohne Kind von anderen gestaltet-- dann ist das eine andere Hausnummer.

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    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Liebe TE, es wäre wahrscheinlich gut, wenn du Beispiele nennen würdest.
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  7. Inaktiver User

    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von PumpkinPie Beitrag anzeigen
    Er ist manchmal sehr streng mit seinem Sohn, besonders im Vergleich zur Tochter, und ich bin kürzlich mehrmals ziemlich impulsiv dazwischen gegangen, wenn ich eine Situation ungerecht fand und hab den Sohn in Schutz genommen. Mein Mann war darüber (zu Recht) sehr sauer.
    naja- also wenn etwas sehr ungerecht ist, soll man stumm daneben stehen bleiben? würde ich nun auch nicht.

    Wie ich auch nicht nur zuschauen würde, wenn jemand Fremdes auf der Straße sein kleines Kind anbrüllt oder gar schlägt.

    Beziehungsweise- ich würde auf der Straße was sagen- bei meinem Partner würde ich wohl IN der Situation nichts sagen, aber hinterher das Gespräch suchen.
    Es geht dabei doch auch um Werte, die weiter vermittelt werden und wäre der Wert eines Mannes dann STrenge und Strafen- könnte ich das auf Dauer ganz sicher nicht ertragen.

  8. Inaktiver User

    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Liebe TE, es wäre wahrscheinlich gut, wenn du Beispiele nennen würdest.
    Genau !
    Am besten schilderst du Wie alt dein mann und du, wie alt die Kinder sind, ob sie bei euch leben oder der Mutter, und um welche Art der Entscheidungen es geht.

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    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    naja- also wenn etwas sehr ungerecht ist, soll man stumm daneben stehen bleiben? würde ich nun auch nicht.

    Wie ich auch nicht nur zuschauen würde, wenn jemand Fremdes auf der Straße sein kleines Kind anbrüllt oder gar schlägt.

    Beziehungsweise- ich würde auf der Straße was sagen- bei meinem Partner würde ich wohl IN der Situation nichts sagen, aber hinterher das Gespräch suchen.
    Es geht dabei doch auch um Werte, die weiter vermittelt werden und wäre der Wert eines Mannes dann STrenge und Strafen- könnte ich das auf Dauer ganz sicher nicht ertragen.
    Nein, er würde seine Kinder niemals schlagen, dann könnte ich auch nicht mit ihm zusammenleben. Es ging mehr um die Art und Weise, wie diskutiert wird (nur Schuldzuweisungen ohne zuzuhören). Oder dass er Themen, die dem Sohn sichtlich unangenehm sind, nicht vor mir und der Tochter diskutieren soll, sondern seinen Sohn beiseite nimmt. Ich fühle dann seine Bedrängnis und wehre mich irgendwie stellvertretend. Besser wäre, wie du sagst, meinen Mann unter vier Augen darauf hinzuweisen, dass ich die Situation nicht ok fand.
    Ist auch nur ein Beispiel, da gibt es auch noch Medienkonsum, Schlafenzeiten... tralala. Alles Entscheidungen der Eltern, die mich nichts angehen, aber bei meinem Kind möchte ich vieles anders machen. Das treibt mich gerade etwas um.

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    AW: Seine Kinder, Erziehung, Akzeptanz, Toleranz, emotionaler Abstand

    Zitat Zitat von PumpkinPie Beitrag anzeigen
    Ist auch nur ein Beispiel, da gibt es auch noch Medienkonsum, Schlafenzeiten... tralala. Alles Entscheidungen der Eltern, die mich nichts angehen, aber bei meinem Kind möchte ich vieles anders machen. Das treibt mich gerade etwas um.
    Das ist doch aber der entscheidende Unterschied. Wenn Entscheidungen anstehen, die euer Kind betreffen, dann bist Du doch natürlich in die Entscheidungsfindung mit einbezogen, das ist doch etwas anderes, was sunflower beschreibt.

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