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    Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Hallo liebe Community,

    ich möchte gerne Eure Erfahrungen kennenlernen, die ihr in einer Situation wie der meinen gemacht habt.

    Kurz zur Lage:
    Ich habe zwei Töchter (19&13) und bin mit meinem Partner etwa ein Jahr zusammen.
    Er hat auch zwei Kinder (20&13).
    Meine jüngere Tochter lebt bei mir, seine jüngere Tochter bei ihrer Mutter (im selben Ort wie er). Sein Sohn (20) lebt etwa 100 km entfernt bei seiner Mutter (er hat die Kinder mit verschiedenen Frauen).

    Wir wollen zusammenziehen. Ich arbeite 90km entfernt und hatte ursprünglich geplant, zur Arbeitsstelle in die Stadt zu ziehen. Wir wohnen beide auf dem Land.
    Er arbeitet hier in der Nähe. Er möchte wegen seiner Tochter nicht wegziehen, "solange sie ihn braucht".
    Wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich für ein Jahr in sein Haus ziehe mit meiner Tochter & dann wir gemeinsam in die Stadt. Seine Tochter wäre dann 14.
    Er meinte, sie werde sicherlich gerne zum Shoppen in die Stadt kommen und malte sich das schön aus.
    Ich fühlte mich zunächst sehr unwohl bei dem Gedanken, in das Haus zu ziehen, dass er buchstäblich mit eigenen Händen über zwei Jahre für seine Ex-Familie gebaut hatte. Irgendwie fand ich es verkehrt und fühlte mich als Gast in seiner Vergangenheit.
    Wegen seiner Tochter dachte ich aber, dass das schon gut so sei.

    Nun sagt er plötzlich (wir stehen einige Wochen vor dem Umzug), dass er solange dort wohnen bleibe, wie seine Tochter ihn brauche, so ein, ZWEI Jahre. Und fügt hinzu: "Wenn DU dann nach ... ziehst..."...
    Ich habe damit verstanden, dass er nicht wirklich nächstes Jahr mitzukommen gedenkt und mir stellt sich nun die "Sinnfrage", warum ich dann überhaupt bei ihm einziehen soll, wenn klar ist, dass ich nächstes Jahr alleine in die Stadt ziehen werde!
    Er sagt, er liebe mich und wolle noch 20 Jahre mit mir zusammen bleiben; auch würde er mich heiraten, wenn ich nicht schon verheiratet wäre (Scheidung läuft, er war nie verheiratet).
    Aber wenn seine Bindung zur Tochter so stark ist, macht ein Zusammenziehen doch keinen Sinn, wenn das Auseinandergehen auch schon feststeht...?!
    Ich fühle mich mit der ganzen Situation sehr unwohl.
    Gehe ich jetzt in die Stadt, wäre ich diejenige, die es nicht mal versucht hat.

    Wie war das bei Euch?
    Ich danke Euch jetzt schon mal für das Lesen & jede Antwort!
    Belao

  2. Inaktiver User

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Solange seine Tochter ihn braucht, kann dann auch drei, vier oder fünf Jahre dauern. Das ist alles wischiwaschi und darauf würde ich mich nicht verlassen. An deiner Stelle würde ich gleich in die Stadt ziehen.

    Dann hast du es halt nicht versucht. Die Unanehmlichkeiten hast du, nicht er. Damit würde ich mich nicht verunsichern lassen. Dein Bauch sagt dir gerade schon das richtige.
    Geändert von Inaktiver User (05.06.2016 um 12:57 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Liebe Belao,

    meiner Erfahrung nach sind in einer Patchworksituation Ruhe und Stabilität wichtige Faktoren. Insbesondere für die Kinder, denn ansonsten könnten die ....

    Zitat Zitat von Belao Beitrag anzeigen
    Wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich für ein Jahr in sein Haus ziehe mit meiner Tochter & dann wir gemeinsam in die Stadt.
    Und so ein Hin- und Hergeziehe würde ich nicht einmal ohne Kinder freiwillig mitmachen. An Deiner Stelle würde ich wie geplant in die Stadt ziehen und er kann nachkommen, wenn er bereit dazu ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Zitat Zitat von Belao Beitrag anzeigen
    Gehe ich jetzt in die Stadt, wäre ich diejenige, die es nicht mal versucht hat.
    wieso denn das - du kannst doch einfach vorausziehen, und er kommt nach?

    wieso musst du überhaupt das jahr bei ihm dazwischen schieben - und was ist mit DEINER tochter, wieso soll sie so viel umziehen?

  5. User Info Menu

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Das war m.E. von vornherein eine Schnapsidee von ihm, weg von seiner Tochter zu ziehen, wenn sie 14 ist. Gerade in der Pubertät ist es doch die Verantwortung des Vaters, die Beziehung zur Tochter zu pflegen und wenn jetzt "niederschwelliger Umgang im Alltag" möglich ist, dann sollte er das auch noch ein paar Jahre so aufrechterhalten.
    Noch dazu hätte er dann ja den langen Weg - das macht doch auch gar keinen Sinn.

    Wie lange arbeitest du denn schon in der Stadt? Und warum wolltest du gerade jetzt umziehen?

    Ziehe in die Stadt oder lass' es, aber warum von ihm erwartet werden könnte, dass er da mitzieht, erschließt sich mir nicht.

  6. User Info Menu

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Und mir erschließt sich nicht, wieso der Mann der TE zunächst vorgauckelt, er würde in absehbarer Zeit das von ihm erbaute Haus frohen Herzens verlassen und in die Stadt ziehen.
    Wenn die TE erstmal da wohnt, dann wird das nichts mehr mit dem Umzug in die Stadt.

    Liebe Belao, IHR habt versucht, eine Lösung zu finden. Klappt nicht. Also würde ich mir eine Whnung in der Stadt suchen.

    Dann habt ihr eben eine Fern(?)beziehung, na und.

    Ich hoffe nur, er eiert nicht immer so rum.
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

  7. Inaktiver User

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Belao,

    ich würde dir raten, mit deiner Tochter in die Stadt zu ziehen und er kommt irgendwann nach. Denk an dich und die Zeitersparnis beim pendeln !

    Warum möchtest du deiner Tochter zwei Umzüge in so kurzer Zeit zumuten ? Zumal von seiner Seite garnichts klar zu sein scheint bzw. er sich alle Optionen offenhält: "solange ihn seine Tochter braucht" ? Was man (nicht nur) hier so liest: das kann sich noch einige Jahre hinziehen....

    Gruß Elli

  8. User Info Menu

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Ich fühle mich mit der ganzen Situation sehr unwohl.
    Es hat einen Grund, das Du dich unwohl fühlst, unterdrücke dieses Gefühl nicht - höre darauf.

    Ich glaube der Mann wird sein Haus nicht verlassen, weil da so viel von seinem Ich drin hängt, er wird immer Gründe finden warum er nicht kann.

    Dann sind da die Kinder, die berücksichtigt werden müssen.
    Getrennt leben bis alles geordnet ist und dann weiter schauen, ob es immer noch passt.

    Ich Wunsche Euch einen guten Weg.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Vielen Dank für Eure Antworten!
    Klar, sie entsprechen meinem Bauchgefühl.
    Mein Bauchgefühl tut sich aber leider auch schwer mit dem Umzug in die Stadt.

    Ich arbeite seit 10 Jahren dort und Pendel entsprechend lange.
    Es ist eine halbe Stelle, ich fahre nur drei Tage die Woche.
    Meine Tochter möchte unbedingt in ihrer Klasse bleiben.
    Ich hatte mit meinem Ehemann hier gelebt, der nicht wegziehen wollte.
    Ich aber hatte immer weggewollt.
    Nun kann ich umziehen, sehe aber auch die Folgen:
    Ich müsste wegen der Lebenshaltungskosten auf eine volle Stelle aufstocken, was etwa 55 Stunden die Woche bedeutet. Meine Tochter im neuen Lebensumfeld begleiten, wäee also auch nicht einfach.
    So kam sein Vorschlag, zunächst zu ihm zu ziehen, als Kompromiss-Zwischenlösung nicht ganz unangenehm.
    Aber wir wollten dann zusammen in die Stadt ziehen.

    Ich bin mir sicher, dass eine Fernbeziehung nicht funktionieren wird.
    Meine Tochter wird wochenends nicht mit zu ihm fahren wollen, also sähen wir uns nur alle zwei Wochen, wenn seine Tochter nicht bei ihm ist.

    Ich hatte so lange nach einer so schönen Beziehung gesucht und sie nun (eigentlich) gefunden.
    Es ist wirklich schade.
    Aber ich denke, ihr habt wohl ganz Recht, dass mir nur der Weg in die Stadt bleibt.
    Noch mal fünf Jahre warten ... Ich glaube nicht, dass ich das kann.
    Aber ich würde es so gerne können...

    LG
    belao
    Geändert von Belao (05.06.2016 um 14:05 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Zweifel bei Beginn einer Patchwork-Konstellation: Bitte um Erfahrungen

    Belao, noch mal kurz nachgefragt:

    Warum ziehst Du überhaupt in die Stadt?

    Deine Tochter möchte doch gern im Dorf bleiben!?

    Du arbeitest doch "nur" 3 Tage u hast je 90Km Wegzeit!?

    Somit brauchst Du des Geldes wegen nicht Vollzeit und schon garnicht 55 Stunden!?

    Könntest ev sooviel Stunden wie möglich auf diese 3 Tage legen

    Alles bleibt erstmal wie es ist-auch deinder Tochter wegen
    In dem Alter würde ich sie nur notgedrungen aus dem Umfeld reissen

    Und : DEINER Tochter soll einiges zugemutet werden-SEINER nicht

    m.E könnte er mit dir zusammenziehen und entsprechend pendeln, wenn er seine Tochter sehen möchte

    Was wäre denn damit!??
    Hat er zu dieser Möglichkeit mal was gesagt?
    (es/er liest sehr bequem)
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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