Hallo liebe Community,
Ich versuche mein Problem so zu schildern, dass Ihr es richtig verstehen könnt.
Ich bin seit Oktober letzten Jahres mit meinem Freund zusammen. Ebensolange wohnen wir auch zusammen. Wir sind uns beide sicher,dass es das richtige ist und führen, auch im alltäglichen Leben, eine wunderbare Beziehung. Am 30.06. dieses Jahr werden wir heiraten und aktuell bin ich (nach einer Fehlgeburt im Dezember 2015) von ihm schwanger. Er ist 30, ich 31 Jahre alt.
Er hat aus einer vorherigen Beziehung einen Sohn (4,5 Jahre), von der Mutter ist er aus diversen Gründen seit 4 Jahren getrennt. Die beiden haben aber alles was das Kind angeht unter sich geregelt,was ich auch gut finde. Der Junge lebt hauptsächlich bei seiner Mutter und ist ca 2-3 mal im Monat für 2-3 Nächte bei uns. Mein Freund zahlt Unterhalt, allerdings deutlich zu viel,da beide sich mit den Regelungen nicht auskennen. Eigentlich stört mich das "zu viel" auch nicht,Hauptsache es gibt keinen Ärger in der Konstellation, außerdem tut es uns durch mein Gehalt nicht weh. Mein Partner sagt zwar, er will das Geld nicht seiner Ex in den Hals schieben aber wirklich damit auseinandersetzen tut er sich nicht,so circa einmal in der Woche ärgert er sich halt.
Nun bin ich aber schwanger und mein Gehalt wird mit Beginn des Mutterschutzes wegfallen bzw deutlich weniger werden, sodass die 120 Euro,die er jeden Monat zu viel zahlt, ins Gewicht fallen werden. Ich würde gerne mit ihm darüber sprechen, den Unterhalt zu reduzieren, zumindest für die Zeit,in der ich nicht arbeiten kann. Nicht,weil ich es seinem Kind nicht gönne, sondern damit wir unser Kind auch ausreichend versorgen können. Die Kindesmutter geht Vollzeit arbeiten im Schichtdienst und verdient sicher ähnlich wie mein Freund, das Kind wäre also auch weiter gut versorgt.
Ist meine Vorstellung überzogen? Wie würdet ihr das ansprechen?
Ganz viele Grüße,
Yelihna
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16.04.2016, 10:57
Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
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16.04.2016, 11:16
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Hallo und herzlich Willkommen!

WEN willst du denn ansprechen?
Deinen Freund? Sags ihm einfach. Frag ihn, wie er sich das vorstellt - auch dieses zweite Kind ist ja schließlich sein Kind.
Oder die Ex? Gar nicht. Die spricht dein Freund an. Das ist sein Job.
Die Erklärung ist ja nun wirklich einfach, hier kannst du es ja auch erklären.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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16.04.2016, 11:19
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Überzogen würde ich es nicht unbedingt nennen, aber im Endeffekt geht es Dich nur sehr bedingt was an, wie die Beiden das regeln. Also bleibt im Endeffekt nur, das einmal anzubringen und dann mal sehen. Entweder ändert er es oder halt nicht. Ich würde eher nicht davon ausgehen.
Hat er denn mal begründet, warum er 120 € zuviel zahlt?Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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16.04.2016, 11:40Inaktiver User
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Ich würde kein Kind mit einem Mann wollen der seine erste Freundin verläßt als das Kind 6 Monate alt war...wenn er das bei dir auch macht?
Mir sind Männer suspekt die erst Kinder wollen und dann abhauen....und mit der nächsten gleich wieder eins zeugen....
Ein Freund von mir hat inzwischen 6 Kinder - mit jeder Frau die er mal gevögelt hat eins....komische Einstellung...
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16.04.2016, 11:45
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Natürlich möchte ich meinen Freund ansprechen,nicht die Ex.
Die Begründung? Im Endeffekt lief es wohl so, dass die Beiden irgendwas von der Düsseldorfer Tabelle gelesen hatten und es danach geregelt hatten. Also letztlich ohne Bereinigung des Netto. Zu 50% beteiligt er sich auch an den Kindergartengebühren (ohne Quotelung, obwohl sie sicherlich nach Abzug KU von seinem Netto deutlich mehr hat), desweiteren zahlt er auch die Essenskosten im KiGa zusätzlich zu 50%. Insgesamt kommt man so auf die 120 Euro. Ihn ärgert es halt,dass die Ex sich die Brüste hat machen lassen und sich ein neues Auto gekauft hat,sein Sohn aber nur in Jogginghosen und zu großen Pullis rum läuft.
Letztlich will aber keiner von uns,dass das Verhältnis zur Ex schlechter wird, das Kind soll schließlich nicht darunter leiden.
Ich denke,ich werde das mit meinem Freund besprechen....vllt kann er ihr für die Zeit, in der ich nicht arbeiten kann,das bezahlen,was er ihr korrekterweise bezahlen muss und wenn bei uns was übrig bleibt geben wir es für den Sohn aus...Mal sehen,ob die Ex mit sich reden lässt....
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16.04.2016, 11:45
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16.04.2016, 11:48
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
By the way...Sie hat ihn während der Schwangerschaft 7x verlassen und er hat das alles mitgemacht. Und in der Zeit ein Haus renoviert. Am Ende war die Beziehung so zerstört, dass keiner von beiden es mehr ausgehalten hat...
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16.04.2016, 11:49
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Na da hat die Ex ja ein gepflegtes Leben. Kindergartengebühren und Essensgeld sind mit dem Unterhalt abgegolten und gut is. Sollte Ex-Madam da Theater machen, ist da die Tür. Als meine Lütte im Kindergarten war, ging der Unterhalt fast komplett für die Kitagebühr drauf. Und fragte da jemand nach, wie ich das Essen, die Windeln, Klamotten usw. uf. bezahlt habe? Nein!!!!
Geändert von Tahnee (16.04.2016 um 11:56 Uhr)
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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16.04.2016, 11:51
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Finanzen sind heikle Angelegenheiten in einer Beziehung. Aber sie müssen frühzeitig geklärt werden, weil sonst nur mehr Ärger als nötig ins Haus steht.
Habt ihr getrennte Konten?
Das wäre angesichts weiterer, vielleicht unschöner Debatten über Unterhalt vielleicht besser. Ein gemeinsames Haushaltskonto wäre für euch die bessere Variante.
Sprich mit deinem Freund über Geld und Versorgung. Es spielt in eurem Leben eine gewaltige Rolle.
Wenn er mehr Unterhalt ans Erstkind zahlen möchte, kann er das weiterhin tun. Allerdings sollte er dann auch für sein Zweitkind 120 Euro mehr zahlen.
Wie sieht es finanziell die nächsten zwölf Monate aus? Wer zahlt wie viel für den gemeinsamen Hausstand? Wann wirst du wieder arbeiten gehen (wollen und können)? Zahlt er deine Differenz der Rentenbeiträge von seinem Gehalt in deine Rentenkasse ein? Was könnt ihr euch nach den Fixkosten leisten? Was wollt ihr euch leisten? Was geht auf keinen Fall mehr?
Was passiert, wenn ihr euch über das Geldthema zerstreiten solltet?
Kannst du dein Leben mit Kind auch allein aus deinem Einkommen finanzieren? Sprich, Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Transport und Lebenshaltung? Bekämst du eine Wohnung und einen Kitaplatz?
Beim Geld hört die Liebe auf, sagte meine Oma. Recht hat sie. Bitte klärt diese Geschichte rechtzeitig.
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16.04.2016, 12:02
AW: Er,sein Kind,die Ex und Unterhalt
Nach dem was ich weiß sind KiGa-Gebühren Mehrbedarf und gequotelt zu bezahlen. Ich setze jetzt bei beiden dasselbe Einkommen voraus (unbereinigt!), dann hieße es bei ihm : 1900-274-1300=326 (die für mehrbedarf zur Verfügung stehen).
Bei ihr entsprechend 1900-1300=600
Dementsprechend müsste er von den 175 Euro KiGa-Gebühren ca 61 Euro und sie den Rest zahlen.
Essenskosten fallen eh raus,da mit Unterhalt abgegolten.
Wenn jetzt noch ein Kind da ist,wird das zur Verfügung stehende Geld für Mehrbedarf ja noch bedeutend weniger,von daher wird sie dann wohl den absoluten Großteil selbst zahlen müssen,was ihr mit Sicherheit nicht passen wird - vermute ich jetzt mal...


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