Du warst Drittschuldner - also hattest du Schulden bei deinem Exmann? Hat er deshalb keinen Unterhalt gezahlt?
Irgendwie kommt mir das auch alles sehr schwammig vor. Wenn beide Kinder dich jahrelang anlügen und später möglichst wenig Kontakt wollen, kann doch nicht alles so nett gewesen sein, wie es dir vorkommt?
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Ergebnis 11 bis 20 von 25
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15.03.2016, 14:08
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
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18.03.2016, 11:17
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Erstmal danke für`s Feedback,vor allem auch für die empathischen PN`s...ich werde diese bei Gelegenheit beantworten.
Hierzu nun aber öffentlich noch etwas:
Natürlich erzähle ich die Geschichte mit Lücken.
Erstens wäre es sonst viel zu lang.
Zweitens wäre es ein Wiedererkennungswert,das ich gleich mit meinem Echtnamen schreiben könnte.
Und ...last not least...drittens: Wollte ich vor allem mal "leicht ablassen"...und "anhorchen",ob es ähnliche Erfahrungen gibt.
(Was mindestens die PN`s bestätigen )
Ein klein wenig aufklären möchte ich dieses oder jenes aber doch:
Niemals hatte ich Schulden bei meinem Exmann. (Im Gegenteil,er bei mir,5stelliger Betrag!) Er hatte eigentlich überall Schulden (wie ich bei der Trennung/Scheidung feststellen musste)...und da ich augenscheinlich ein klein wenig doof und naiv war und wir z.B. beim Finanzamt gemeinsam veranlagt waren...und ich ihm glaubte,das er da alles im Griff hat...wurde ich z.B. dort als Drittschuldner haftbar gemacht...obwohl schon getrennt,aber es waren Schätzungen aus den letzten Ehejahren.
Bei ihm gabs nichts zu holen ...also *rumms* ...war ich dran.
Und es gibt auch noch andere Stellen,die damit durchkommen ---oder aber ich hatte einfach nicht genug Biss. Aber ich hab mir Anwalt und Steuerberater genommen...die müssen dann also auch "bißlos" gewesen sein.
Es konnte einiges "bereinigt" werden...und doch blieben am Ende wiederum 5stellige Beträge offen,die ich zu zahlen hatte.
Egal...ist passiert und ist Geschichte. Das nur zur Klarstellung.
Und es ging natürlich um nicht gezahlten Kindesunterhalt,niemals um Unterhalt für mich!
Ich hab immer gearbeitet.
(Für diese Schulden, für die ich dann haftbar gemacht wurden bin, habe ich übrigens einen Kredit -den ersten meines Lebens!- aufgenommen,...den ich irgendwann einfach nur noch erhöhte,wenn wieder einmal der Gerichtsvollzieher klingelte und es nur um einen Kleinbetrag in zwei-bis dreifziffriger Höhe ging. Ich war des Kämpfens müde...zog nur noch so schnell wie möglich die Scheidung durch,um meinen Exmann zumindest diesbezüglich loszusein!)
Meine Kinder...
Fehler die ich gemacht hab und heute ganz klar erkenne:
Zuwenig Kontakt/Austausch zum Ex der Kinder wegen.
Später:
Ich hab nicht bedacht,wie schwierig Patchwork FÜR ALLE Patchworker ist...und war so damit beschäftigt alles wieder zu harmonisieren,...zu arbeiten...dem Hauskauf/-umbau...uns etwas Paarzeit rauszukitzeln...das ich den Kindern in genau dieser schwierigen Zeit sicherlich VIEL zuwenig zuhörte. Nach dem Motto...es hat all die Jahre allein unter vermeintlich viel schwierigeren Umständen geklappt...und nun sind sie fast gross...und wissen meine Leistungen zu schätzen......und hab es und sie irgendwie laufen lassen.
Sicherlich auch daher ihre Provokationen/Manipulationen...meine Vermutung heute im Nachhinein...halb Kind/halb erwachsen...haben sie ausgetestet...ob ich tatsächlich weiterhin bedingungslos für sie da bin. (??)
Dazu kommt,das ich sie all die Jahre zuvor sicher zu sehr "in Watte gepackt" habe. Sie waren früh Schlüsselkinder,ich Schichtdienstler,der Hund,ein Vater-der sich kaum kümmerte...ich hab in meiner knappen Freizeit mit ihnen so wenig wie möglich meckern wollen...war einfach froh,das alles im Alltag ohne grosse Katastrophen klappte...dadurch haben sie aber wenig Konsequenzen für irgendwas erfahren und erst Recht noch weniger,sich in (familiären) Konfliktsituationen zu behaupten.
Der Kontakt zum Kind2 ist ja heute absolut herzlich und (auch wieder) ehrlich,sowie regelmäßig.
Es waren aber harte Momente/Monate...mit vielen,vielen Selbstvorwürfen...ein ganz tiefes Tal für alle...aber auch Momente an absoluter Seelentiefe ...
Kind1 hat den Kontakt erst kürzlich abgebrochen,als alles längst durch war und wieder geregelte,sichere Bahnen ging...und ich ihn auf ein paar Ungereimtheiten ansprach,die so nebenbei rausgekommen waren und die ich absolut nicht verstehe..wieder so sinnlose Kleinigkeiten...die großen Manipulationen und Streitigkeiten können wir uns ja habwegs erklären,unsere Mitschuld erkennen und absolut vergessen und verzeihen...bzw besser machen,soweit möglich.
Aber warum Kind1 z.B. den Kontakt zu seinem Vater verheimlichte bzw sogar verneinte,warum er eine absolute Lügenstory bei den Eltern seiner Freundin bezüglich Kostgeld hier zuhaus erzählte uvm...sorry,die Story bleibt für lesende Aussenstehende mit Lücken,ich kann nicht detaillierter werden... das alles wollte ich jedenfalls wissen und verstehen...und er sagte zu all meinen Fragen: "Ich will mit dem Scheiß nichts mehr zu tun haben. Feierabend!" ...und verschwand. Und ignoriert uns ,sowie blockt seitdem auf dem Handy mich,meinen Partner,Kind2,die Eltern meines Partners...(welche bis dato wunderbare Stiefgroßeltern ohne Erziehungsanspruch waren,einfach nur mit Verwöhnaroma und ein herzliches Verhältnis zu beiden Kindern haben/hatten...auch unabhängig von mir!)
Ganz bestimmt habe ich Fehler gemacht.
Ganz bestimmt haben wir Fehler gemacht.
Ganz bestimmt wirkt es für manch einen so,als hätte ich...wie im Threadtitel sarkastisch gewählt...meine Kinder über Bord geworfen.
Ganz bestimmt habe ich meine Kinder aber immer geliebt.
Und werde sie immer lieben.
Aber...sie sind groß...erwachsen...und wenn sie mich (derzeit) nicht in ihrem Leben wollen,zumindest Kind1...muß ich das akzeptieren und trotzdem mein Leben weiterleben,ohne daran kaputt zu gehen.
Irgendwie.
Alles andere als einfach.
Ich denke viel nach...erkenne viele meiner Fehler...
Weiß aber trotzdem auch,was ich alles verdammt gut gemacht habe...und kämpfe darum,optimistisch zu bleiben.
Meine Tür ist angelehnt. Aufstoßen muß sie Kind1...ich kann ihm diesen Schritt nicht mehr abnehmen.
Das muß er jetzt wollen...und dann auch machen.
Das -selbst erkennen,machen,Verantwortung dafür übernehmen - muß er aber vielleicht erstmal lernen..
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18.03.2016, 11:37
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Vielleicht ist das auch das falsche Forum hier.
Ich dachte, "der gebrauchte Mann" wäre angebracht,da es ja (auch!) um Patchwork geht.
Vielleicht wäre aber ein Verschieben in "reine Familiensache" angebrachter?
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18.03.2016, 11:39
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18.03.2016, 21:21
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Das klingt für mich aber ganz und gar nicht nach "in Watte gepackt" darunter würde ich eher verstehen, dass Kinder (über-) behütet aufwachsen. Deine Ausführungen klingen ganz anders.
Hast Du mit Deinen Kindern mal gesprochen, wie sie Situationen wahrgenommen haben? Vielleicht gab es da öfter Situationen, wo Deine Einschätzung sich nicht mit denen Deiner Kinder gedeckt hat?
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20.03.2016, 10:23
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Wenn du Fachbegriffe verwendest, informier dich doch einfach vorher, was sie bedeuten, anstatt dich zu wundern, dass man dich nicht versteht. Ein Drittschuldner ist ein Schuldner des Schuldners - was du meinst ist vermutlich ein Gesamtschuldner.
Die Steuererklärung musst du doch unterschrieben haben, wenn ihr gemeinsam veranlagt wurdet. Und der Gerichtsvollzieher klingelt nicht einfach plötzlich, da gibt es vorher genug Ankündigungen, auf die du hättest zahlen können, anstatt noch Vollstreckungskosten zu produzieren.
Worum es bei deinen Kindern geht, habe ich immer noch nicht begriffen. Mit welchem "Scheiß" will dein Kind nichts mehr zu tun haben, wenn er doch so eine idyllische Patchworkfamilie mit sorgendem Stiefvater nd entzückenden Stiefgroßeltern hatte. Offenbar ist die Situation für ihn doch unerträglich und nicht in geregelten sicheren Bahnen.
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20.03.2016, 14:31
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Entschuldige meinen falsch angewandten Begriff.
Ich wurde jedenfalls auch NACH der Trennung für Dinge/Summen haftbar gemacht,die mein Ex fabriziert hatte. Ich weiß nicht,wieviel Briefe da mein Ex vorab bekommen hatte.
Ich in der Regel maximal einen...mit der Ankündigung, das ich für Schaden/Schulden/Summe X als Noch-Ehefrau haftbar gemacht werde und innerhalb von 14 Tagen zu zahlen hatte. Diese Frist nutzte ich,um sofort mit Anwalt UND Steuerberater zu agieren.
Nach der fälligen Steuererklärung fragte ich z.b. vorab mehrmals nach und er versicherte,alles in Arbeit,alles im Griff...Aufschub genehmigt. Dem war wohl nicht so.
...aber ich will mich nun auch nicht ins Unendliche rechtfertigen. Glaub es oder lass es.
Meine Fehler darin erkenne ich inzwischen selbst,ganz bestimmt.
Ich bin leider die Gattung Mensch,die stets erst hinterher schlauer ist.
Vorab war ich in der Ehe noch sehr viel naiver und glaubte meinem Ex,meinem Ehemann und Kindsvater halt zuviel. Oder gar alles.
Da ich Vollzeit arbeitete...weiß ich nicht,wieviel Briefe und Mahnungen er abfing und vor mir verheimlichtete, bis es nicht mehr ging...bzw der Gerichtsvollzieher kam...
Auch das kannst du glauben oder es lassen. Mehr werde ich dazu nicht mehr erklären,egal wie tief die Faust richtig Magen zielt.
Wie gesagt...ich kenn meine Fehler und Versäumnisse, trotzdem fühl ich mich mehr als Opfer denn als Täter.
;-)
Da wage ich aber schon gar nicht mehr,auf Verständnis zu hoffen.
Allerdings verstehe ich nun auch die offenen,mitfühlenden PN's...die sich aber keinesfalls öffentlich mit Verständnis und ähnlichen Erlebnissen äussern. Als Bri-Neue ahnte ich nicht,wie sehr man dann gefühlt mit dem Rücken an der Wand steht.
Vielleicht bin ich aber auch einfach zu unfähig , mich geschickt und verständlich auszudrücken.
Eine ebenfalls voraussichtlich letzte (öffentliche ) Erklärung zu meinen Kindern (erwachsene Kinder!)
Die Patchworksituation war halt nicht mehr superschön,als wir dann wirklich als Patchworkfamilie lebten.
DAS hab ich völlig unterschätzt...weil die Jahre vorher mit zwei Wohnsitzen alles so mega unkompliziert war.
Und in dieser wirklich gelebten Patchworkkonstellation war ich sicher nicht aufmerksam genug meinen damals fast-Erwachsenen gegenüber. Und (auch) darum eskalierte es im Alltag immer wieder an sich hoch schaukelnden Kleinigkeiten.
Von was oder wem genau Kind1 die Schnauze voll hat,inwiefern und wo genau er sich im Stich gelassen fühlte...darauf hab ich ja leider keine Antwort erhalten.
Gute Gespräche mit Kind2 zeigen mir aber immer wieder:Natürlich trage ich meine Teilschuld an vielen Momenten und Dingen,die passierten.
Aber...Kind1 sowie Kind2 tragen genauso ihren Anteil an dem Päckchen.
Aber... Kind1 und Kind2 sind erwachsen. Ich bin nicht mehr für alles verantwortlich .
Kann,darf und will ich nicht mehr sein.
Ich merke aber jetzt schon wieder...das man das so verstehen kann,wie ich es meine...oder aber mir wieder einen Fallstrick dafür hinhalten kann.
Darum höre ich lieber auf (mich) zu erklären.
Ähnlich wie die Worte "in Watte gepackt "... in Gänsefüsschen...mit Erklärung, das ich so froh war,dass mit meinen -anfangs noch sehr jungen- Schlüsselkindern alles ganz gut klappte im Alltag und ich in der knappen Freizeit kaum meckerte und kaum Konsequenzen zog...für Kleinigkeiten, die halt doch nicht klappten...und sie darum wenig Konflikterfahren sind.
Das ich dann nicht in Watte gepackt im Sinne von Überbehütung und Hubschraubermami meine,versteht sich aus meiner Sicht von selbst.
Ich hab das Gefühl,das muss man schon falsch verstehen wollen ...
....aber...wie gesagt...kann auch an mir und meiner Ausdrucksform liegen.
Bin ja neu im Forum. Werde sicher noch viel lernen müssen...wie überall im Leben.
Es gefällt mir sonst ausgesprochen gut hier und ich werde durchhalten. Lächel ;-)
Zu den PN's werde ich wohl erst nach Ostern kommen. Sorry,muß jetzt durcharbeiten. ...der Hund kränkelt auch...altersentsprechend....und auch sonst gibt es noch eine Menge zu tun (Der Garten will Frühjahrsblüher eingepflanzt haben und dann endlich wieder bunt zum verweilen einladen)
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20.03.2016, 14:45
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Wenn es Dir beliebt das Opfer zu spielen, dann tue das. Aber das wird Dein Problem mit den Kindern sicher nicht lösen.
Generell scheint mir aber bei Dir oft Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sehr abweichend.
Nur weil Du Konflikten aus dem Weg gehst- wie in dem "Watte" Beispiel- heisst das doch nicht, dass eine Situation nicht belastend ist für Deine Umwelt, nur weil Du vor Angst vor dem Konflikt alles tot schweigst. Wenn das aber das klassische Muster der Konfliktbewältigung ist, dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn Deine Kinder das übernommen haben und sich abwenden ohne Erklärung. So haben sie es schliesslich in der Familie gelernt.
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20.03.2016, 15:08
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Ach, Granatapfel....schade...das das alles ist,was du aus meinen Zeilen wahrnimmst.
Ich spiele nicht Opfer. Ich fühle mich allerdings EHER als Opfer denn als Täter.
Ich habe noch ein Problem mit dem erwachsenen Kind1. Das stimmt. Gratulation,wenn bei euch nie was derartiges passierte.
Das wünsche ich auch wahrlich niemanden.
Ich bin auch ganz sicher alles andere als Konfliktscheu.
Aber ich habe Fehler gemacht. Natürlich ...und als Alleinerziehende, Vollzeit berufstätig im Schichtdienst, mit aufgedrückten Schulden, einen sich nicht kümmernden Ex und KV, Tieren und halt keiner helfenden Herkunftsfamilie in der Nähe...hab ich meine Kinder an falscher Stelle "geschützt"
(= mein in Watte packen ;-) )
Aber lassen wir es gut sein,wir kommen auf keinen Nenner in diesem Thema
Danke dir trotzdem fürs feedback.
Zeigt es mir doch...das ich nicht für alle verständlich das ausdrücken,was ich beabsichtige....und je mehr ich versuche zu erklären,desto mehr wird falsch verstanden...
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20.03.2016, 15:21
AW: Patchwork-Schiff auf stürmischer See: "Kinder über Bord"
Weil es falsch ist. Weder haftet eine Ehefrau in Deutschland für Schulden ihres Mannes noch können einem Schulden "aufgedrückt" werden in dem Sinne, dass jemand ohne eigenes Zutun fremde Schulden bezahlen müsste. Es gibt offensichtlich einen eigenen Anteil von dir (vielleicht eine Bürgschaft oder was auch immer), den du einfach ignorierst, um dich als Opfer darzustellen.
Genauso scheinst du später die Probleme deines neuen Partners mit deinen Kindern und vermutlich noch weitere Probleme deiner Kinder ignoriert zu haben.


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