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  1. Inaktiver User

    Reif für die Klapsmühle

    Hallo,
    ich hatte schon mal einen "gebrauchten" Mann. Ich selbst bin damals mit dem Kind und meinen eigenen Gefühlen nicht zurecht gekommen. Irgendwann ging die Beziehung auseinander.
    Ich wollte dann nie nie wieder einen "gebrauchten". Ich war geheilt. Das alles deckte sich nicht mit meiner Vorstellung einer Partnerschaft: Zusammenkommen, Glücklich sein, Kinder kriegen, Zusammenbleiben.
    Dummerweise bin ich jetzt wieder an einen Gebrauchten geraten - wie das Leben so spielt. Ich dachte, ich versuch es halt und versuchte einiges besser zu machen.
    Nun ist das Kind nicht so einfach im Umgang und wünscht, dass sich alles um es dreht, wenn es da ist. Jetzt ist es so, dass mein Partner die ganze Woche bei mir ist, nur am Kindwochenende bei sich zu Hause. Also Freitag bis Sonntag. Ich fahre dann meist Samstag hin - na ja - ist dann Stress pur.
    Manchmal denke ich, ich bin selbst nicht ganz dicht. Mein Partner ist mal wieder nicht da - ist bei seinem Kind .... deshalb bin ich allein und muss mal wieder mit meinen anderen Problemen alleine fertig werden. Dabei wird der Hass auf das Kind mal wieder größer - weil sich eben alles um ihn drehen muss .... und das Schlimme - der eigene Kinderwunsch wird immer immer stärker. Manchmal - so wie heute - denke ich, dass ich das alles nicht mehr aushalte. Ich bin dann am durchdrehen. Ich schneide mich selbst, etc.
    Ich habe das Gefühl, dass nichts bei mir läuft im Leben. Dabei will ich doch nur eine eigene glückliche Familie .....
    Ich möchte jetzt hier nicht zurecht gewiesen werden. Ich weiß, es ist nicht alles richtig, was ich von mir gebe. Vielmehr suche ich Frauen, denen es ähnlich geht. Oder jemanden, der mir sagen kann, was ich eventuell tun könnte. Ich drehe fast durch - kann wohl auch nicht allein sein .... Und dann kommt alles hoch - aber wirklich alles - und das Kind - auf dem lade ich dann im Geist alles ab ...... ich fühle mich dann als zweite Geige, als nicht so wertvoll, etc.
    GriGri

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    AW: Reif für die Klapsmühle

    Guten Abend Grigri,

    immerhin ist Dein Partner doch die ganze Woche bei Dir.

    Kinderwochenende - ist das jedes Wochenende oder jedes zweite?

    Nutz doch dann die Zeit für Dich, triff Freunde, mach sport, lese in Ruhe, einfach dinge, für die Du - wenn er da ist - nicht so viel Zeit hast.

    Du brauchst ein Leben ohne ihn, das ist ganz wichtig! Was hast Du denn so gemacht, als Du noch alleine warst?

    Und mach dir bitte klar: das Kind kann GAR NICHTS dafür! Das leidet wahrscheinlich genug unter der ganzen Situation. Es ist NICHT Dein Konkurrent.

    Du bist etwas ganz anderes für Deinen Freund als sein Kind.

    Und Dein Selbstwertgefühl, beziehe das bitte nicht aus der Aufmerksamkeit, die andere (Dein Freund) Dir schenken.

    Wegen des Schneidens - hast Du das früher auch schon mal gemacht? Hol Dir bitte Hilfe. Und den eigenen Kinderwunsch stell hintenan. Zuerst muss es Dir besser gehen. Du hast nichts zu geben, wenn Du nicht seelisch stabiler bist.

    Erwarte nicht von Deinem Freund, dass er Dir (immer) Liebe + aufmerksamkeit gibt. Gib Dir das selber

    Ich wünsche Dir schöne Feiertage.

    Tabea57
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Reif für die Klapsmühle

    Hallo GriGri,
    ich kann dich sehr, sehr gut verstehen. In genau so einer Situation stecke ich auch seit langem.
    Bin mit einem Mann zusammen der sich vor 5 monaten von mir trennte. Jetzt haben wir vor 4 Wochen einen Neuanfang gestartet und alles ist wieder so wie damals, er hat sich leider nicht geändert.
    Er hat 2 Söhne, 19 und 4 Jahre alt. Wenn er die abholt um mit ihnen was zu unternehmen dann geht es mir genau so wie dir. Es tut mir jedesmal richtig weh, weil ich mich dann irgendwie benachteiligt fühle. Und genau wie du empfinde ich dann Eifersucht auf die Kinder. Ich weiß das das nicht normal ist, aber irgendwie kann ich das nicht abstellen.
    Zumal er auch dazu beiträgt, wenn er die Kinder hat bin ich Luft. Er ist auch ansonsten viel unterwegs ohne mich. Ich leide wirklich sehr darunter, aber trotzdem schaffe ich es nicht mich von ihm zu lösen.
    Und wie du denke ich auch oft das ich reif für die Klapsmühle bin. Ich könnte auch durchdrehen wenn ich zu Hause immer nur am Warten bin. Irgendwie will ich mich aber dann auch nicht mit irgendwas ablenken. Ich weiß auch nicht.. Ich glaube ich habe keine Schmerzgrenze und man(n) kann alles mit mir machen.

    Ist aber ganz schön lang geworden jetzt... sorry
    Ich wünsch dir trotz allem ein schönes Weihnachtsfest

    liebe Grüße
    zuckerperle
    Erst wenn dir alles egal ist hast du die Freiheit, alles zu tun.

  4. Inaktiver User

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Hallo GriGri,

    du wünschst Dir sehr ein Kind. Schoen. Schon mal darüber nachgedacht dass der eigentliche Witz beim Kinder-haben nicht der ist wie suess es ist sondern mit den eigenen Beduerfnissen zuruecktreten zu können zugunsten denen des Kindes? Die 2. Geige spielen zu können?
    Schau Dir doch die Situation einfach unter dem Aspekt an. Als Übungsfeld sozusagen. Beim eigenen Kind ists nämlich wirklich nicht anders, da dreht sich dann auch sehr sehr oft alles nur ums Kind und ueberhaupt nix um Dich.
    wenn Du jetzt schon mit den Kinderwochenenden nicht klar kommst würde ich dringend dazu raten den eigenen Kinderwunsch nochmal zu reflektieren.
    gruss
    mirca

  5. Inaktiver User

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Ich weiß, dass du keine Kritik wolltest, GriGri, aber das klingt wie: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

    Was erwartest du denn von deinem Freund, wenn KEIN Kinderwochenende ist? Dass sich alles um dich dreht?

    Wenn ja: warum sollte sich dann nicht auch mal ein Wochenende um seine Kinder drehen?

    Wenn nein: warum sollte sich ausgerechnet am Kinderwochenende alles um dich drehen?

    Klingt jetzt sehr stark polarisiert, aber was ich damit meine, ist:

    du gestehst den Kindern, die schon länger zu seinem Leben gehören als du selbst, ganz offenbar nicht das zu, was du für dich selbst forderst.

    Und ähnlich wie meine Vorschreiberinnen sehe ich, dass du dabei bist, dein ganzes Leben auf diese eine Person zu fixieren:

    deshalb bin ich allein und muss mal wieder mit meinen anderen Problemen alleine fertig werden.
    Ich weiß ja nicht, welche anderen Probleme das sind, aber die hast du doch sicher auch an anderen Tagen? Erwartest du, dass dein Freund deine Probleme für dich löst? Ich bin auch allein und muss meine Probleme selbst lösen, und das nicht nur am Wochenende.

  6. Inaktiver User

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Zitat Zitat von Tabea57
    Wegen des Schneidens - hast Du das früher auch schon mal gemacht? Hol Dir bitte Hilfe. Und den eigenen Kinderwunsch stell hintenan. Zuerst muss es Dir besser gehen. Du hast nichts zu geben, wenn Du nicht seelisch stabiler bist.
    Ich schließe mich Tabea an. Wenn ich das so lese, was Du schreibst, Deine große "Bedürftigkeit", glaube ich nicht, dass die Kinder Deines Partners die Ursache des Problems sind. Dein Partner kümmert sich doch recht viel um Dich, Du brauchst externe Hilfe.

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    AW: Reif für die Klapsmühle

    Je länger ich diese Threads hier mitlese, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass es völlig normal ist, eifersüchtig auf die Kinder des Mannes zu sein.
    Nur im Umgang mit dieser unerwünschten Emotion scheiden sich dann die Geister, ich kann dir da auch nur folgenden Tipp geben:
    Stell dich vor den Spiegel.
    Lächle.
    Sage laut und deutlich: Ich bin die Erwachsene.
    Das bist du nämlich. Du bist hier die Erwachsene, du kannst tatsächlich deine Probleme selbst lösen (auch wenn du das vielleicht noch nicht glaubst - probiers einfach!). Du bist frei und stark und unabhängig.
    All das ist das Kind nämlich nicht - das Kind hat den Papa nur am Wochenende, vielleicht noch nicht mal jedes. Kinder verlangen viel Aufmerksamkeit (übrigens auch eigene, habe ich mir sagen lassen). Und auch das ist völlig normal.
    Versuch die ganze Sache etwas gelassener anzugehen, die Idee mit der Therapie finde ich gar nicht so schlecht - tu dir nicht selbst weh. Hab dich selbst doch ein bisschen lieb, hm?

  8. Inaktiver User

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Hallo,
    ich danke Euch allen, dass ihr mir hier zuhört und antwortet.
    Ich denke, ein eigenes Kind ist etwas ganz ganz anderes. Das würde ich abgöttisch lieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass es mich nervt. Ich möchte doch einfach auch nur die letzte Bindung, die unserer Liebe noch fehlt - und das ist nun mal ein Kind.
    Wenn ich Leute sehe mit Babys, dann gehe ich nicht weg weil ich genervt bin, sondern deswegen, weil ich einfach traurig bin und es weh tut, andere so glücklich zu sehen. Ich muss dazusagen, dass ich jetzt fast 32 bin und der Wunsch nach etwas Eigenen wird immer immer stärker. Und dass mein Parter schon ein Kind hat, macht das Ganze nicht gerade einfacher.
    Ich habe mich früher schon geschnitten. Ich hatte auch andere Probleme und ich war schon in Behandlung. Das ist lange her. Ich weiß, dass ich nicht alleine sein kann. Und ich muss etwas tun. Aber ich glaube nicht, dass ich deswegen den Kinderwunsch habe. Ich möchte auch etwas um das ich mich kümmern kann .... dem ich meine Liebe geben kann, das ich groß ziehen kann.
    Das Kind von meinem Partner ist nicht gerade sehr liebenswert. Es hört nicht, macht Krach, will, dass sich ständig alles um ihn dreht (Hintergrund: die eigene Mutter kümmert sich auch nicht - es lebt die Woche über bei der Ex-Schwiegermutter). Und warum verdammt soll ich den Scheiß ausbaden, den die Ex verzapft???
    Das sehe ich nicht ein und ich lasse mir deshalb nicht meine Zukunft kaputt machen.
    Habe ich nicht auch ein Recht auf eine Familie und auf Glücklichsein?
    Weiterer Hintergrund: ich bin beruflich z. Z. sehr eingespannt und habe Stress ohne Ende - ja, mein Partner ist die ganze Woche bei mir - aber Zeit haben wir da nicht wirklich miteinander - und gerade, wenn man ihn mal braucht - ist er nicht da - sieht so eine gesunde Partnerschaft aus?
    Trotz allem - ich wünsche Euch schöne Weihnachten ....... ohne Stress und Ärger
    GriGri

  9. User Info Menu

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Liebe GriGri,

    ich habe den Eindruck, es geht nicht um das Kind.

    Das hört sich so an, als ob in eurer Partnerschaft was nicht stimmt, und das Kind von euch beiden aus unterschiedlichen Motiven vorgeschoben wird.

    Überlege dir mal, wie du dir deine Partnerschaft vorstellst, und was du von deinem Partner erwartest.

    Und dann auch, was du gibst und zu geben bereit bist.

    Auf mich wirkt das so, als ob du dich mit eurem Alltag alleine fühlst.
    Kann das sein?

    Liebe Grüße
    Kaffeesahne

  10. User Info Menu

    AW: Reif für die Klapsmühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich denke, ein eigenes Kind ist etwas ganz ganz anderes. Das würde ich abgöttisch lieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass es mich nervt. ...

    Das Kind von meinem Partner ist nicht gerade sehr liebenswert. Es hört nicht, macht Krach, will, dass sich ständig alles um ihn dreht
    GriGri

    Grigri,

    nur kurz, denn die Pflicht ruft,

    aber ich versichere Dir, dass ein eigenes Kind, egal, wie grioß die Liebe zu ihm auch ist, sehr wohl nerven kann. und nicht nur das, es wird Dich nerven, es wir Dich zur Verzweiflung bringen, es wird Dich alle Deine Kraft kosten und es wird machen, dass Du Dich sehnst nach den Nächten, da Du noch keine Mutter warst.

    Und das ist nur der Anfang, die ersten Wochen/Monate. Sehr schön ist auch die Trotzphase, in der Du ihm gar nichts mehr recht machen kannst.

    Du wirst erleben, dass es Dich anschreit, wenn Du ihm Grenzen setzt (und das musst Du, ohne Grenzen kannst Du kein Kind erziehen). Du wirst Undankbarkeit, Wut, Gleichgültigkeit erleben. Sei Dir sicher: Dein Kind kennt instinktiv ganz genau jeden Deiner Schwachpunkte. Und es wird Dich verletzen können, wie es nur jemand kann, der Dir sehr nah ist.


    Schulprobleme, schlechter Umgang, Pubertät... das alles schaffst Du nur, wenn es Dir gut geht. Erziehung ist etwas sehr Schönes, aber auch sehr hart.

    Und deshalb kümmere Dich jetzt um Dich selbst. Ein Kind, dem Du Deine Liebe schenken kannst.... ja, ich verstehe Dich sehr gut . Aber schenke Deine Liebe und Zuwendung erst einmal Dir selber!

    Alles Gute und schöne Feiertage für Dich!

    Tabea57



    Und noch was: alles das, was das Kind Deines Partners jetzt so anstellt, könnte Dein Kind ebenfalls machen. Für mich hören sich die Verhaltensweisen nicht unnormal an. Und ein Kind lieben heisst auch, es mit seinen negativen Seiten anzunehmen. Die würde auch Dein Kind haben.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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