Weil es gesetzlich so geregelt ist. Unter Sonderbedarf fallen per Definition überraschende und der Höhe nach nicht abschätzbare Ausgaben...eine Klassenfahrt ist weder das Eine, noch das Andere - und von daher aus dem laufenden Unterhalt zu bestreiten. Dann muss der Unterhaltsempfänger eben rechtzeitig anfangen, Geld dafür zurückzulegen...
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06.07.2016, 17:33Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Geändert von Inaktiver User (06.07.2016 um 17:43 Uhr)
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06.07.2016, 19:05
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Nein, nicht explizit.
In Deutschland ist es so, dass ein Jahr lang ein finanzieller Ausgleich erfolgt, damit der wirtschaftlich schwächere Teil Zeit hat, sich eine besser bezahlte Arbeit zu suchen oder aufzustocken. Das ist meistens die Frau, weil sie die Kinder behält und dann wieder Vollzeit oder Teilzeit mit Nebenjob arbeiten gehen muss. In einigen Fällen ist es aber auch der Mann, der Anspruch auf den Trennungsunterhalt hat.
Das ist nun ganz allgemein gesprochen und gehört ins Trennungsforum.
Die Ex muss ab dem zweiten Jahr der Trennung ihren Unterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten (mit wenigen Ausnahmen). Ab diesem Zeitpunkt muss sie arbeiten gehen. Da zählt nicht, dass sie eigentlich bis zum vollendeten 17. Lebensjahr des jüngsten Kindes ausschließlich zu Hause bleiben möchte.
Seine Unterhaltszahlungen hängen von seinem Verdienst ab, richtig. Auch der nacheheliche Unterhalt, der mittlerweile meistens begrenzt ist, speist sich aus diesen Zahlen.
Hier ist die Next allerdings oft finanziell betroffen, wenn sie mit dem KV zusammenlebt und einen gemeinsamen Haushalt führt.
Wenn sie sich akzeptiert, dass er sich noch nicht scheiden lassen möchte, dann ist es ihr Problem. Denn der Mann ist weiterhin finanziell für seine Nochehefrau verantwortlich. Aber dieser Fall liegt hier nicht vor.
Du willst missverstehen. Nochmals zum Nachlesen und Verstehen:
Eine Klassenfahrt wird am Schuljahresanfang angekündigt, mit Ziel und Summe. So haben alle Eltern die Möglichkeit, die erforderlichen Euro übers Schuljahr anzusparen.
Die Abschlussfahrt meines Kindes kostete vor ein paar Jahren 300 Euro. Also habe ich jeden Monat 50 Euro auf die Seite gelegt, so dass ich die Summe nach sechs Monaten zusammen hatte und in einem Happs überweisen konnte.
Soll der KV sich an den Kosten beteiligen, dann muss die KM ihm das Schreiben zukommen lassen und ihn auffordern, die Hälfte der Kosten zu überweisen.
Der Unterhalt für das Kind deckt die laufenden Kosten ab, schließt aber Geschenke und Urlaub ein. Nur Sonderposten wie Klassenfahrten, Brille oder Zahnspange können vom KV gefordert werden.
Deinen Einwand verstehe ich nicht.
Dass ein Haushalt mal prinzipiell kostentechnisch und arbeitstechnisch unter die Lupe genommen werden sollte, bei KM und KV, ist doch logisch nach einer Trennung. Wenn die Fünf-Zimmer-Wohnung nicht mehr von einem allein bezahlt werden kann, ziehen alle Beteiligte aus und in kleinere Wohnungen.
In diesem Zuge muss jeder Elternteil genau hinsehen, was finanziell möglich ist, was er oder sie sich sparen kann und muss. Auch unnötige Arbeiten dürfen in diesem Zusammenhang gestrichen werden. Warum soll ein Kind unbedingt ein Vereinsmitglied sein, wenn es darauf keine Lust (mehr) hat? Warum dürfen teure und unnötige Abonnements nicht gekündigt werden? Manchmal hilft es schon gewaltig weiter, das Einkaufsverhalten unter die Lupe zu nehmen und sich für Leitungswasser statt Flaschen zu entscheiden, um mit dem Geld wesentlich besser über die Runden zu kommen. Warum müssen die Handtücher nach jedem Benutzen frisch gewaschen werden, wenn sie genauso gut zwei Wochen lang ihren Dienst verrichten können.
Das gilt für die Mutter ebenso wie für den Vater.
Gilt grundsätzlich für alle verdienenden Menschen, damit sie mit ihrem Geld auskommen und keine Schulden machen. Aber das ist wirklich offtopic und gehört ins Sparforum.
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06.07.2016, 19:21Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
*räusper*
Ihr seid ziemlich offtopic. Soweit ich mich erinnere, hat GaveItATry keine generelle und detaillierte Diskussion zum Thema Unterhalt anregen wollen.
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21.07.2018, 15:48
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich dachte, ich melde mich mal zurück nach zwei Jahren. Ich habe viele, auch alte Threads gelesen hier im Forum und fand es immer schade, dass eine Geschichte dann abriss, weil ich gern gewusst hätte, wie es weiter- bzw. ausgegangen ist. Da fiel mir ein, das ist bei meiner Geschichte auch nicht anders. Bisher.
Damit sich nicht alle durch 34 Seiten quälen müssen:
- Patchwork und Familienleben überhaupt nicht meins
- ich will meine Ruhe, aber wie dem Mann sagen, dass man gern eine eigene Wohnung will
- wird das das Ende der Beziehung bedeuten?
Eckdaten:
Ich hätte eigentlich glücklich sein müssen, weil toller Mann, nette, stressfreie, wohlerzogene Kinder, Verhältnis zur Ex kann nicht besser sein (gute Elternschaft, kein Kontakt überdies). Meckern auf hohem Niveau also im Gegensatz zu dem, was man sonst liest. Aber es ist nun mal nicht jeder für Patchwork geschaffen und ich gehöre definitiv dazu.
Dann kommen natürlich die üblichen Ansagen a la "warum dann Mann mit Kindern", "mute dich den armen Seelen nicht zu, weil Schädigung bis an ihr Lebensende", "als Vater ist er untrennbar mit den Kindern verbunden" und "trenn dich". Dazu sage ich heute wie seinerzeit: ER wollte eine kinderlose, keine Kinder haben wollende Frau und hat gezielt danach gesucht. Dass diese dann wohl keinen ausgeprägten Familiensinn hat und mit Familienleben wenig bis nichts anfangen kann, war ihm klar. Ich war und bin mit dem MANN zusammen, nicht mit dem VATER. Dass er Vater IST, bleibt davon unberührt, denn ich funke ihm nicht in seine Kinderzeiten rein und schmolle nicht rum, wenn er für oder mit Kind "außer der Reihe" unterwegs ist. Selbstverständlich bin ich dennoch Ansprechpartner, wenn was mit den Mädels ist, wenn nach meiner Meinung gefragt wird, wie ich a. oder b. handhaben würde. Und es kommt vor, dass ich großzügiger wäre als der Vater selbst. Ich blende seiner Vaterschaft also nicht aus, genauso wenig wie die Kinder. Natürlich gehören sie dazu. Aber ich muss mich deswegen noch lange nicht in irgendein Familienleben integrieren. Das ist mir wirklich too much.
Was tatsächlich echt total dumm war, war unser Zusammenziehen. Lebt man zusammen, hat man als Next zwei Möglichkeiten: doch Familienleben zu Kinderzeiten oder fast kompletter Rückzug ins eigene Zimmer. Bei mir war es letzteres, denn ersteres ging gar nicht. Das "Zimmer" war unser Schlafzimmer, wo eben auch mein "Büro" drin war (selbständig). Zu Kinderzeiten lebte, arbeitete und schlief ich also in ein und demselben Raum - ein Drittel des Jahres, zu Ferienzeiten der totale Horror. Aber auch zu Nichtkinderzeiten arbeitete und schlief ich in einem Raum, zur Freizeit immerhin noch ein Wohnzimmer.
Deutlich, dass das, Kinder/Familie hin oder her, sowieso keinen Taug hatte. Dennoch genoss ich die Nähe zu meinem Arbeitsplatz, wollte weiterhin mein "Home-Office", aber nicht mehr in dieser Wohnung, nicht mehr so eingebaut zwischen Häuserwänden.
Es war also ein Jahr nach dem letzten Post hier, dass ich meinen Partner ernsthaft fragte, ob er mit mir raus aus der Stadt käme, wir uns ein Häuschen mieten, mehr Platz, mehr Luft, mehr Raum für uns alle. Undenkbar, er ist ein Stadtmensch. Punkt. Okay, ich bin ein Landei und will raus aus der Stadt. Gesagt getan. Ich habe mir auf einem Dorf eine süße Wohnung mit großem Außenbereich ausgesucht, er ging mit in den Mietvertrag (ich bin ja auch noch in dem der alten Wohnung) und nun mal sehen, wie es oder genauer unsere Beziehung sich entwickelt. Rückschritt? Entfremdung? Trennung?
Nein! Es wurde besser!
Bei kindfrei sehen uns nach wie vor beinahe täglich. In der Woche fahre ich meist in die City, er genießt bei schönem Wetter und an den kinderfreien WE seine "Ferienwohnung" hier. An den Kinder-WE haben wir unsere Ruhe voneinander. Wobei... Da es freiwillig ist, bin ich inzwischen durchaus auch mal dabei. Und, ganz wichtig!, die Mädels sind inzwischen beide den Kinderschuhen entwachsen. Die Große, heute 16 Jahre, glich mit 14 noch einem Kleinkind (in meinen Augen, mit Papa muss sie ins Bett bringen etc.). Es kam der erste Freund und sie machte innerhalb weniger Wochen so eine Wandlung durch, dass selbst mir schwindlig wurde. Heute ist sie eine wirklich tolle junge Dame.
Die Kleine, heute 14 Jahre, ist als Zweitgeborene wie so oft etwas weiter als ein erstgeborenes Kind. Die hängt sich aus Bequemlichkeit noch an Papa, Mama, Oma, ... Typisch für die Pubertät und Problem der Erwachsenen, wenn sie das mit sich machen lassen. Mama hat das schon lange gerafft, Papa kommt so langsam dahinter und lässt sich auch nicht mehr (so leicht) mit irgendwas von Augenaufschlag bis drohend vor ihm Aufbauen überzeugen. Fehlt nur noch Oma. Aber dafür ist sie wohl Oma... ;)
Was ich damit sagen will, dadurch, dass sie erwachsen und damit autonomer werden und die Eltern ihnen nicht mehr den Pöppes hinterher tragen, ist seitens der Kinder auch mehr Aktion und Interaktion da. Sie kommen nicht mehr und erwarten. Sie kommen und gestalten. Sei es ihre eigene Freizeit mit Freunden, sei es die Freizeit mit Papa, Großeltern, mir. Sie nehmen nicht mehr so viel Raum ein, es sind keine (unausgesprochenen) Forderungen mehr da. Nein, heute kommunizieren sie einfach "frech", dass sie kommende Sommerferien gerne eine Flugreise hätten. ;) Ich finde das super, denn Wollen ist eine Sache, die Machbarkeit eine andere. So kann man aber darüber sprechen, Für und Wider ausdiskutieren.
Ja, irgendwie der vorauseilende Gehorsam des Vaters ist nicht mehr gegeben. Das bringt das Erwachsenwerden der Kinder zumindest bei meinem Partner auch mit und das ist klasse! Das ergibt eine ganz andere Basis, eine gewisse Augenhöhe mit geteilter Verantwortlichkeit, was letztlich in mehr und mehr Selbständigkeit der Kinder führt.
Ergo: wie eigentlich immer lag der ganze Mist am Vater und nicht an den Kindern. Kommen wir nicht in 99% der Threads hier zu genau diesem Schluss? Bingo! Jedenfalls bin ich inzwischen durchaus gern mit ihnen allen zusammen und erkenne ich meinen Partner trotz Anwesenheit der Kinder als Mann.
Auch mit der KM im Team funktioniert es seither super. Sie weiß, dass sein Einfluss auf die Kinder größer ist als ihrer und sie nutzt das. So bespricht sie Streitpunkte mit ihm und sie finden eine gemeinsame Lösung, die dann von beiden konsequent eingehalten wird ggü. dem jeweiligen Kind. Genau so, wenn eins der Kinder ein Problem hat. Ist es was wirklich Tiefgreifendes (z.B. gewünschter Schulwechsel), wird dem Kind zunächst geraten, sich selbst dem jeweils anderen auch anzuvertrauen. Dann geht die Kommunikation der Eltern los, sodass sie wieder einen gemeinsamen Weg mit Kind finden.
An den beiden sieht man, dass man nicht zusammen sein muss, um klasse Eltern zu sein. Sie haben meinen höchsten Respekt und WENN mein Partner heute noch mal auf die Idee kommt, etwas gegen seine Ex zu sagen, was irgendwie mit ihrer Rolle als Mutter zu tun hat, dann kriegt er von mir zu hören, dass ich sie eine klasse Ma finde, so wie er ein klasse Pa ist. Sie mag aus guten Gründen seine Ex sein, aber die richtige Mutter für seine Kinder hat er sich meiner Meinung nach schon ausgesucht.
Ich für meinen Teil kann rückblickend nur sagen, dass ich froh bin, "durchgehalten" zu haben. Aaaaber: ich hätte mir gewünscht, dieses Forum früher kennengelernt zu haben. Das hätte uns sicher den Fehler mit dem Zusammenziehen erspart. Und ich wäre reflektierter an die Sache herangegangen. Ich hätte gewusst, dass meine schlechten Gefühle nicht böse sind, sondern normal. Nicht normal für jeden, aber normal für Menschen, die so ticken wie ich. Ich hätte gewusst, dass das nicht verwerflich ist, dass ich von vornherein den Kindern hätte klarmachen können, dass ich mich aus ihrem Familiendingen raushalten möchte, das aber nichts gegen sie persönlich ist. Das war eine schwierige Situation für beide Parteien. Ich dachte, ich "darf" so nicht denken und sein, weil ich ja dann keinen "Vater nehmen dürfte". Ich konnte aber nicht anders, weil ich mich so unfassbar fehl am Platz fühlte bei beispielsweise Filmguckenkuschelgelage auf der Couch, dass ich aus solchen Situationen flüchten MUSSTE. Natürlich fassen sie das gegen sich auf. Irgendwie. War und ist aber nicht so.Ich kann sie nur nicht so nah an mich ran lassen. Das kann ich nur bei ganz, ganz wenigen Menschen. Und die sind wenn, dann absolut erwachsen! Dabei finde ich als Kinderlose weitaus mehr Kinder reizend, süß und goldig als mein kinder habender Freund. Aber eben bitte auf Abstand.
Es kann also durchaus sein, dass mir die beiden noch so ans Herz wachsen, dass ich sie auch gern näher an mir dran hätte. Dazu müssen sie aber auch erst mal noch erwachsener werden, denke ich. Aber das tun sie ja nun von allein. Sie wiederum scheinen letztlich doch mehr Zerrissenheit statt Ablehnung meinerseits gespürt zu haben, denn sie mögen mich so sehr, dass sie ihren Vater bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinweisen, mich doch endlich zu heiraten. Und das, obwohl sie ja aus eigener Erfahrung wissen, dass aus mir jetzt auch nicht die allertollste Stiefoma würde (die Große zumindest plant diverse Kinder und weiß, dass gute Omas eine große Erleichterung darstellen).
Ich bleibe dabei: "Der gebrauchte Mann" in der BriCom sollte Nexten-Pflichtlektüre sein; spätestens wenn die Rede von Zusammenziehen ist. Und alle Nexten sollten dabei aufhören, sich in die Tasche zu lügen, dass es nicht am Mann liegt, sondern an den Kindern. Nee, meine in-welcher-Situation-auch-immer-steckende Liebe, es ist schlicht Dein Mann, der den ganzen Schmu verursacht. Und Du kannst dem nur entgehen, wenn Du es entweder akzeptierst oder Dich raushältst. Du kannst nur hoffen, dass er sich ändert. Das liegt aber nicht in Deiner Macht.
Das bedeutet nicht, dass Gespräche nicht helfen können. Aber dabei muss ER den Spiegel vorgehalten bekommen. Haltet die Kinder raus. Die RE-agieren nur. Das mag sehr verdeckt sein alles, aber wenn Ihr ihn liebt und die Beziehung halten wollt, dann spürt es auf und geht an den Kern. Früher war ich auf dem Auge auch blind. Heute, nach zweieinhalb Jahren Lektüre hier und "Anwendung zu Hause", weiß ich es besser.Geändert von GaveItATry (21.07.2018 um 16:19 Uhr)
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21.07.2018, 23:09Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Liebe GaveItATry,
als Dein Strang entstand, war ich hier noch nicht Moderatorin und kenne ihn daher noch nicht.
Aber Dein Update macht mir Riesenlust, wenn ich ein bißchen Zeit habe, mal querzulesen, wie die Anfänge Eurer Geschichte waren, mit dem Wissen, wie es sich nun entwickelt hat und welches Potential Du noch in Euch siehst.
Herzlichen Dank für dieses Update und Deine Gedanken zu gebrauchten Männern und der Rolle, die sie sehr häufig in solch nicht ganz unproblematischen Konstellationen haben.
Ich fand es wirklich besonders interessant und wertvoll und danke Dir sowohl als normale Nutzerin als auch als Moderatorin.
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23.07.2018, 09:05
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
@GavelTAtry
Bisher war ich stille Mitleserin in der BriCom, diesen letzten Beitrag möchte ich jedoch nicht unkommentiert lassen.
Ihr habt eine wunderbar stimmige Lösung gefunden. Ich finde es toll, dass ihr einen Weg gefunden habt, der für alle viel entspannter ist
. Ich konnte diese Enge, die du gefühlt haben musst, richtig spüren. Mir wäre dies auch zu viel gewesen, zumal dein Partner seine Kinder ja doch an vielen Tagen bei sich hat...
Ich komme von der "anderen Seite", sprich ich bin die, die Kinder hat - mein Exfreund hatte zwar auch welche, jedoch bereits Erwachsene. Sind doch schon gemeinsame Kinder in einer Ehe/Partnerschaft eine grosse Herausforderung, so ist das Patchwork noch um Stufen anspruchsvoller.
Mein Exfreund hat damals explizit nach einer Partnerin Ausschau gehalten, die eigene Kinder hat - und so hat er mich gefunden. Allerdings musste ich bald einmal feststellen, dass meine Kinder ihm lästig sind. Er war nicht bereit, mich mit meinen Kindern zu teilen.
An meinen kinderfreien Wochenenden hatten mein Exfreund und ich es immer toll zusammen. Er war dann jeweils ganz anders drauf, viel entspannter, lustig, witzig. Wir hatten dann auch ganz angeregte, interessante und tiefschürfende Diskussionen. Wir unternahmen viel gemeinsam und hatten Spass. Kaum aber waren die Kinder wieder zurück vom Papa Wochenende, wurde er mürrisch, zog sich zurück und machte einen auf Miesepeter
.
Dennoch sprach er das Thema Zusammenziehen immer mal wieder an. Für mich jedoch kam dies nie in Frage - im Rückblick muss ich sagen: Gottseidank!!! Auch wenn er immer wieder betonte, wie sehr ihm meine Kinder ans Herz gewachsen seien, musste ich doch immer mehr feststellen, dass das keine wahren Worte waren. Er wollte mich mit dieser Masche an sich binden, das wurde mir irgendwann klar. Mir wurde auch nach und nach bewusst, wie egoistisch und egozentrisch er ist. Er empfand meine Kinder als Störefriede, da er nicht mehr im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stand.
Meine Kinder sind mir das Wichtigste überhaupt; wer meine Kinder nicht akzeptiert, hat mich nicht verdient
. So zog ich vor einigen Monaten die Reissleine und beendete diese unglückliche Beziehung. Sollte ich je wieder einen Mann finden, wird eines ganz klar sein: ein Zusammenziehen gibt es nicht, so lange die Kinder noch bei mir leben! Diese letzte Partnerschaft hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet, ich weiss inzwischen viel klarer, was ich will und worauf ich gerne verzichten kann
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23.07.2018, 13:06
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Liebe GaveItATry,
vielen Dank für dein Up-Date! Ich freue mich, dass ihr zu viert einen so guten und für alle Seiten passenden Weg gefunden habt.
Auch ich würde im Leben nicht wieder mit einem Vater zusammen ziehen. Egal, ob die Kinder bei ihm leben. Ich glaube, sogar wenn die Kinder schon aus dem haus sind, würde ich dieses Experiment nicht wieder eingehen.
Bei uns läuft es im Moment zwar recht gut - aber die Betonung liegt hier eindeutig auf "im Moment". Und ob das so bleibt steht in den Sternen. Daher ist es schön zu lesen, dass bei euch der Schritt wieder getrennt voneinander zu leben, geglückt ist.
Alles Gute für deine und eure Zukunft.Auch das geht vorbei...



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