Das Risiko ist er doch sehenden Auges eingegangen, als er dich zum Zusammenziehen überredet hat! Da er es dir nicht ermöglicht, dich in deinem Zuhause wohl zu fühlen, muss er den Versuch als misslungen akzeptieren und die große Wohnung entweder selbst finanzieren oder auch umziehen.
Und damit nutzt er ganz gezielt deine Ressourcen für seine Kinder und sich. Fair wäre, wenn er die Wohnung zu 2/3 bezahlen würde.
Hier gebe ich Josy zu 100% recht! Dieser Mann hat es geschickt eingefädelt, dich um seinen Finger gewickelt und dich in seinem Sinne manipuliert. Das wurde ich ihm überhaupt nicht übel nehmen, aber er sollte es dir auch nicht übel nehmen, wenn du das in deinem Sinne wieder korrigierst.
Deshalb solltest du dir eine eigene Wohnung nehmen und ausziehen, bevor du beginnst, erst die Kinder und später auch noch ihn zu hassen. Denn das passiert früher oder später, wenn man sich in die Enge getrieben fühlt. Wenn du deine Beziehung retten willst, muss du ausziehen, denn andernfalls wirst du den Mann irgendwann nicht mehr ertragen. Das Risiko, dass er dann angepisst ist, musst du eingehen.
Wie du ja schon erkannt hast, würde es bei uns auch nicht funktionieren. Mein Freund weiß das auch. Wenn seine Kinder mit ihm wohnen wollen, werden sie das nicht in meinem Haus tun. Dann muss er selbst sehen, wie er das organisiert. Wir würden uns nicht trennen und gegenseitig besuchen. Aber ich werde nicht mit seinen Töchtern in einem Haushalt wohnen! Und schon gar nicht in meinem Haus.
Den beiden ist das inzwischen wahrscheinlich auch längst klar geworden. Ich denke, der Anreiz, zum Vater zu ziehen, ist bei der Wohnsituation bei seiner Mutter /ihrer Oma für sie wenig attraktiv. Das sähe hier bei mir ganz anders aus. Auch deshalb ist mir wichtig, dass ihnen klar ist, beim Vater wohnen bedeutet bei der Oma zu wohnen und nicht hier bei mir.
Ich sehe das so: ich habe keine Kinder, weil ich zuverlassig verhütet habe. Ich bin für die Verhütungsfehler oder Kinderwünsche anderer Frauen idermeines Partners nicht zuständig. Ich verhüte nicht zuverlässig eigene, um mir dann mit fremden Kindern das Leben schwer zu machen.
Und - kein Mann ist so toll, als dass ich mir seinetwegen mein eigenes Zuhause vermiesen lassen wollte. Obwohl ich meinen Freund wirklich toll finde, aber das muss ich, bei aller Liebe, echt nicht haben.
Deshalb wird das eben, notfalls wohnlich getrennt, solange ausgesessen, bis die Kinder groß sind. Wir verbringen momentan auch kaum mal ein Wochenende zusammen, denn die Ex macht eine stationäre Therapie. Aber die Wochenenden ohne ihn sind für mich deutlich besser zu ertragen, als wenn die ganze Familie bei mir wäre. Außerdem ist es weniger Arbeit und billiger.^^
Inzwischen sehe ich das sogar ziemlich positiv und nutze die Zeit für meinen Kram.
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10.03.2016, 21:05
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
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10.03.2016, 21:38Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Nicht nur wegen des zitierten Satzes würde ich meinen, dass jetzt noch eine friedliche Trennung möglich wäre, und das für alle beteiligten Personen langfristig die beste Entscheidung sein wird.
Selbst wenn ihr zunächst nur getrennte Wohnungen hättet, hört sich das alles nicht so an, als ob ihr bei den vorhandenen Gegebenheiten eine Chance auf eine glückliches Leben hättet.
Dann es doch lieber jetzt beenden, und offensiv zur Kinderaversion stehen.
Es gibt genügend Männer, die keine Väter sind, oder deren Kinder erwachsen sind, so gering dürfte die Auswahl nicht sein.
lg jaws
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10.03.2016, 22:07
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Wieso gleich beenden?
Hier ist es ja nicht so wie im Nachbarstrang, dass die Kinder generell abgelehnt werden, sondern nur das (temporäre) Zusammenleben mit Ihnen. Und da ist mal gar nichts Verwerfliches dran!
Liebe TE, rede mit deinem Freund und dann zieht wieder auseinander. Das kann funktionieren, bei einer Bekannten von mir klappte das auch. Und die hatte ähnliche Bedenken vor dem Zurückrudern wie du.
Wenn du dem Mann wichtig bist, wird er das akzeptieren. Die Alternative: Klappe halten und weiter leiden, halte ich für grundlegend falsch (und langfristig auch nicht lebbar).
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10.03.2016, 22:08
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Und PS: Die 50:50 Regelung hinsichtlich der Finanzen ist total daneben!
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10.03.2016, 22:13
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Das sehe ich auch so! Vielleicht könnt ihr zwei Wohnungen nah beieinander finden? Falls irgendwo neu gebaut wird, ist das durchaus im selben Haus möglich.
Für eine Trennung sehe ich auch keine Notwendigkeit. Es ist nur wichtig, dass die Kinder aus deinem persönlichen Zuhause verschwinden. Nicht aus deinem ganzen Leben. Und der Mann schon gar nicht.
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10.03.2016, 22:28Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Ich habe jetzt mal ein bisschen zusammengerafft, was ich aus dem Eingangsposting lese.
Ehrlich gesagt: ich verstehe Dich nicht, dass Du überhaupt zusammengezogen bist. Wie lange kanntet Ihr Euch denn vorher?
Ich lese heraus: Dein Freund spart sich eine Menge Geld durch das Zusammenziehen. Du übernimmst zudem Putzen und Kochen für seine Mädels. Er (!) scheint Unordnung und dergleichen von ihnen völlig normal zu finden und auch den Umstand, dass Du (!) den Damen hinterher räumst.
Allerdings lese ich auch immer wieder: Deine Wohnung, Dein Zuhause, Deins. Nein - im weiteren Verlauf steht, dass er mitnichten zu Dir gezogen ist. Also ist das mal EURE Wohnung. Und da gilt es einen Kompromiss zu finden. ER möchte, dass seine Töchter jederzeit kommen können. Wusstest Du das vorher nicht? Hat er dieses Betreuungsmodell vorher nicht gelebt? Hast Du erwartet, dass sich das ändert, wenn er mit Dir zusammenzieht?
Was ich auch herauslese: KEIN Wort zu Deinem Freund, zu Deiner Beziehung zu ihm, Liebe, Gemeinsamkeiten etc. pp. Was macht Eure Beziehung denn überhaupt aus? Aus einem Großteil der Zeit ziehst Du Dich ja komplett raus. Es scheint Dich nicht zu interessieren - und ihn offenbar auch nicht, eine Partnerin zu haben, die das mit ihm teilt.
Für mich wäre das unvorstellbar, schon gar nicht anderthalb Jahre lang.
Ich glaube auch nicht, dass die Beziehung ein Auseinanderziehen überlebt. Denn Dein Freund hat da ganz klar den Fokus drauf gehabt. Ich unterstelle ihm, dass er jemanden gesucht hat, der ihm die Arbeit der Betreuung abnimmt bei Übernahme von Kosten, und das ist ihm gut gelungen, er muss jetzt nicht mehr pendeln, Du räumst für ihn den Mädels hinterher und Spaß hat er dann trotzdem allein mit ihnen.
ER braucht eine Freundin, vielleicht auch mit Kindern, die Familie und Patchwork mit ihm leben kann, zumindest noch 5-7 Jahre. Und DU brauchst einen kinderlosen Freund, der Dich auch mal in Ruhe lassen kann. Eure Lebensentwürfe passen Null zusammen.
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10.03.2016, 22:32
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10.03.2016, 22:43Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Würde gern noch ergänzen: ich glaube, der Stress mit den Kindern entsteht gar nicht durch die Kinder selbst, sondern durch den Gedanken, jetzt hausen sie hier wieder 2-5 Tage und der Tsunami fegt durch die Wohnung, und mein Zuhause wird durchgewirbelt. DAS ist aber kein Problem mit den Kindern, sondern eins mit dem Partner.
Ich bin noch nie in so einer Next-Situation gewesen, wohl aber in einer, wo der Kerl seinen Kindern den roten Teppich ausgerollt hat. Meine Beziehung ist daran gescheitert, aber nicht, weil ich die Kinder nervig fand, sondern weil mir SEIN Verhalten in diesen Situationen nicht gefiel. Ich könnte deshalb gar nicht trennen - so wie Ebayfan das ja kann - dass mein Liebster sich so lasch und laisser-faire-mäßig den Kindern gegenüber verhält. Das ist für mich ein wenig liebenswerter Charakterzug.
Vor allem stinkt mir in dem Zusammenhang (dann als Ex) gern, dass dann der Erziehung der Kinder die Schuld gegeben wird. Meine Teenies schmeißen ihr Zeug gern rum, aber ICH zähle sie dann an. Das macht keinen Spaß, aber genau das IST Erziehung. Mein Ex beklagt sich über ihre Unordnung, mehr aber auch nicht, er lamentiert, er lässt sie aber nichts aufräumen. Klar findet die Next das dann wohl auch wenig prickelnd, wenn sie bei ihm sind. Natürlich bin ICH dann schuld, weil ich unsere Kinder nicht gescheit erziehe... Und das nervt mich ungemein, denn ICH bin ja nicht vor Ort und HIER kriegen sie Grenzen gezogen. Gern auch genommen, das Thema am Handy hängen, fernsehen, etc. - bei mir gibt's eine WLAN Kindersicherung. Bei ihm nicht.
Und genau so liest sich das hier - der Freund kümmert sich nicht. DAS ist das Problem. Und das würde ich mir als Next auch nicht gefallen lassen. Allerdings würde ich mich ganz bestimmt nicht zurückziehen, sondern hätte wohl eher ziemlich schnell Krach mit dem Freund. Anderthalb Jahre hätte ich das im Leben nicht durchgehalten.
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10.03.2016, 22:59
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Ich hatte deswegen Krach mit meinem Freund und nicht so knapp! "Erzieh sie!" Hab ich ihm x-mal gesagt. Aber es gab nur Zank und hat unsere wunderschöne Beziehung vermiest. Deswegen die Dìstanz. Nobody is perfect. Aber wenn er es nicht hinbekommt, seine Mädchen zu bändigen, dann möchte ich das Theater nicht in meinem Zuhause haben.
Ich bin nicht bereit, meine Beziehung wegen unterschiedlicher Auffassung zur Kindererziehung kaputtzustreiten, besonders weil wir gar nicht mal gemeinsame Kinder haben. Wenn, dann soll das die Ex machen. Es ist nicht meine Aufgabe.
Und es ist völlig normal, dass die Kinder austesten, wie weit sie gehen können. Nur haben sie meine Konsequenz total unterschätzt. Sie haben meine mehrfachen klaren Ansagen total ignoriert.
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10.03.2016, 23:01
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Ja, den Kindern kann man hier so gar keinen Vorwurf machen, das finde ich auch ganz wichtig, das zu betonen!



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