Nee, einmal ist ein Wochenende drin und einmal in der Woche. Arbeitstechnisch natürlich eine Vollkatastrophe. Es lebe das Home-Office und ein sehr unkontrollierender Arbeitgeber.
Nein, eine Rückzugswohnung oder Pensionszimmer wäre nicht drin. Ich zahle hier ja auch schon die Hälfte. Da muss ich sagen, dass ich das nicht einsehe, so viel drauf zu zahlen, auch wenn ich das Problem bin. Bei der halben Miete für eine Wohnung, die ich quasi zu einem Drittel nutze, ist meine Schmerzgrenze wirklich erreicht.
Das Bekochen ist kein Thema für mich. Ich hasse es, für mich selbst alleine zu kochen und es freut mich, wenn es den Mädels schmeckt, was es tut. :)
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Ergebnis 11 bis 20 von 337
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10.03.2016, 15:35
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
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10.03.2016, 15:37
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Ich würde ausziehen, und zwar so schnell wie möglich!
Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und es bringt auch nichts mehr, darüber zu lamentieren, dass ihr gar nicht erst hättet zusammen kommen dürfen... Der Dropps ist gelutscht.
Aber jetzt würde ich handeln. Ansonsten bist du irgendwann so genervt und unglücklich, dass die Beziehung sowieso über kurz oder lang kaputt geht. Deine Unzufriedenheit, die ja immer stärker wird, wirst du auf Dauer nicht verbergen können. Dann lieber frühzeitig reagieren.
Ich finde übrigens nicht, dass die Beziehung zwangsweise kaputt gehen muss, nur weil du wieder ausziehst. Wenn dein Freund da gar kein Verständnis für hat, dann ist er eh nicht der Richtige.
Wenn die Kinder mal irgendwann volljährig und ganz aus dem Haus sind, könnt ihr ja vielleicht wieder über ein erneutes Zusammenziehen nachdenken.
Und lass dir jetzt bitte hier oder auch von deinem Freund kein schlechtes Gewissen einreden, weil du nicht mit Kindern zusammen wohnen möchtest. Eine kinderlose Frau ist zu 99 Prozent nicht umsonst kinderlos geblieben. Und ja, dass Männer mit Kindern sich gern kinderlose Frauen aussuchen, ist häufig so. Das tun sie oft ganz bewusst, und dahinter stehen ebenso egoistische Motive wie die einer Frau, die eben keine Kinder möchte - zumindest nicht mit ihnen zusammen leben, auch wenn es nur temporär ist (wobei ich in diesem Fall auch finde, dass es sehr viel Kinderzeit ist).
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10.03.2016, 15:40Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Ich zitiere mich mal selber

Kannst Du ungefähr einschätzen, wie er reagieren wird? Ahnt er gar nichts oder habt ihr schon mal gesprochen?
Ich denke auch, dass Du ausziehen solltest. Ansonsten ist es nur eine Frage der Zeit, Du bist ja schon eine "tickende Zeitbombe". Und die Unzufriedenheit wird ja nicht besser....
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10.03.2016, 15:48
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10.03.2016, 16:10
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
sprich mit deinem partner ehrlich du suche dir eine Wohnung bzw. sucht euch 2 Wohnungen.
warum hast du denn überhaupt 50% der miete übernommen bei diesem Konstrukt? zahlst du etwa auch 50 % Nebenkosten? (ich hoffe doch nicht!)
die Mädels sind noch nicht alt genug, um "durchzuhalten" . . das geht ja noch ein paar jahre. ich verstehe dich vollkommen. die privatsphäre mit fremden kindern ist einfach nicht vorhanden.
ich hatte 7 jahre patchwürg (noch dazu in der ehemaligen familienwohnung, ich trottel) und habe mich dort nie so wohl gefühlt wie bereits nach einer Woche in meiner eigenen Wohnung.
lg luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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10.03.2016, 16:33Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Auch eine Möglichkeit, sofern sich die TE die Miete alleine leisten kann. Oder sie suchen sich jeder eine neue Wohnung.
Ich denke, dass irgendwas passieren muss. Natürlich kann die TE noch ein paar Jahre durchhalten, aber ich befürchte, dass ihre Unzufriedenheit wachsen wird, was sich dann eventuell auch auf die Beziehung auswirken kann, falls es das nicht schon tut.Geändert von Inaktiver User (10.03.2016 um 16:38 Uhr)
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10.03.2016, 17:32Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Liebe GaveItATry,
ob eine Beziehung eine Rückkehr in die alten Umstände (immer habt Ihr ja durchaus Erfahrung im getrennt Wohnen) aushält oder nicht, ist schwer zu beantworten. Es ist allerdings genauso schwer abzuschätzen, ob Eure Beziehung noch einige Jahre unter den jetzigen Umständen übersteht.
Wir (Partner, Stiefkind und ich) sind uns alle einige, dass die optimale Lösung ein Haus mit Einliegerwohnung wäre, wobei Tochter und ich uns dann noch einigen müssten, wer in der Einliegerwohnung wohnen darf. Blöderweise ist so ein Haus in unserer Umgebung nicht mehr bezahlbar.
Jeder Mensch hat eine ganz persönliche Individualdistanz. Deine scheint irgendwo zwischen Schlafzimmer und 20qm zu liegen.
Mein "Freiraum" war nach dem Einzug der Tochter auch auf das Schlafzimmer geschrumpft und ich habe schnell gemerkt, dass mir das zu eng wird. Mein Partner und ich hatten im Vorfeld besprochen, dass ich jederzeit - auch ohne Nennung von Gründen - sagen darf, dass ich wieder alleine wohnen möchte, und er versucht, es nicht persönlich zu nehmen.
Den Gedanken an eine eigene Wohnung fand ich zwar sehr verlockend, mitlerweile lebte ich aber sehr gern mit meinem Partner zusammen und unsere Nähe/Distanz klappte hervorragend. Daher habe ich versucht, eine für mich akzeptable Distanz in den gegebenen Möglichkeiten zu finden. Bei einigen Dingen, die mich störten, ist mir aufgefallen, dass dies eher ein Festhalten an alten Verhaltensweisen ist. Manche habe ich mit meinem Partner (und auch mal mit den Kindern) direkt angesprochen, bin da auf erstaunlich viel Verständnis gestoßen und wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Und ich habe meinen eigenen Raum übers Schlafzimmer hinaus vergrößert, auch wenn das für Mann und Kinder eine gewisse Einschränkung bedeutet.
So habe ich das Pendel meiner Indivualdistanz gegenüber den Kindern auf ein für uns akzeptables Maß eingeschwungen und wir können nun recht harmonisch zusammen leben. Es hätte aber immer sein können, dass das Pendel doch in die andere Richtung schlägt und ich einen Auszug vorziehe. Ich bin mir recht sicher, dass auch das für mich dann ok gewesen wäre (bzw. immer noch ok ist), da ich es zumindest versucht habe, aber halt eindeutig an meine Grenzen gekommen bin. Und immerhin kenne ich die dann, das kann auch nicht jeder von sich behaupten.
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10.03.2016, 19:52
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Klare Ansage. Danke dafür. Sonst drehen wir uns hier eeewig im Kreis.
Ich wünschte, er hätte Deine Einstellung. Ich teile sie nämlich. Aber ich verstehe auch, wenn er das sehr persönlich nähme und davor habe ich Angst. Wenn es einmal raus ist und es wird als persönlicher Affront aufgefasst, dann kriegt man das nicht mehr aus der Welt.
Und mal ehrlich, man ist ja leider auch nicht allein auf der Welt. Wie werden es die Kinder auffassen, wie seine Eltern, seine Freunde, die auch alle Kinder haben? Die Ex? Meine Eltern / Mutter? Die Einschränkung deshalb, weil mein Dad mich total gut versteht, aber es niemals laut sagen darf wegen meiner Mutter. Da sieht man's schon. ;)
Ob man will oder nicht, aber mit all deren Meinungen und persönlichen Gefühlen muss man sich auch auseinandersetzen. Bedeutet, selbst wenn ich das mit meinem Freund gütlich klären kann, so kann es sein, dass ich bei seinen Eltern nicht mehr willkommen bin, weil die es beispielsweise persönlich nehmen. Oder die Kindsmutter fängt an zu giften bei meinem Freund, weil sie sich angegriffen fühlt, da es ihre Töchter sind, die in ihren Augen abgelehnt werden.
Das, was jetzt schwelt und jeder weiß, aber eben niemals ausgesprochen wird, liegt dann als Faktum auf dem Tisch, wenn wir auseinander ziehen. Und jeder fasst es im Zweifel anders auf. Ich befürchte also, dass selbst wenn er irgendwie okay damit wäre, es gut sein kann, dass sein Umfeld ihn für mich negativ beeinflusst.
Wie gesagt, ich kann es überhaupt nicht abschätzen. Deswegen traue ich mich da im Moment auch nicht dran. Sind wir beim Prblem des passenden Zeitpunkts...
Doch natürlich. Geht alles durch zwei. Etwas, das mich auch echt anfrisst an schlechten Tagen.
Als wir einzogen, war mir das alles noch nicht so bewusst mit den Kindern und den extra anfallenden Kosten. Es war unsere Wohnung. Seine und meine. So hat er das auch immer kommuniziert. Und ich bin auch eigentlich ein sehr großzügiger Mensch. Wenn es anders wäre, wenn die Kinder zu den Personen gehören würden, mit denen ich einfach gut kann, dann würde ich nicht mal auf die Idee kommen, dass es da ein kleines Ungleichgewicht gibt. Dann würde es mich auch nicht nerven, dass sie in meinen Augen gepampert werden. Ich würde selbst kräftig mitpampern!
So wie es aber ist, gönne ich ihnen nichts und will finanziell nichts damit zu tun haben. Ich finde mich mit der Einstellung aber mega ätzend, weil das total nicht meinem Charakter entspricht bei Menschen, die gern habe, und deswegen werde ich nen Teufel tun und auf 1/3 zu 2/3 bestehen.
Das ist echt super heftig, in die Familienwohung! Daran erkennt man, wie positiv gestimmt Du ursprünglich an die Sache rangegangen bist. Heute würde man sagen blauäugig. Heute kannst Du auch nicht mehr Patchwork sagen, sondern es kommt nur noch Patchwürg. Ich bin da so bei Dir, aber ist das nicht schade, dass es so weit kommt? Dass man nicht vorher auf sich achtet?
Wem sag ich das... Sollte mir jetzt selbst ein Herz fassen.
Was ich nicht weiß, wie ist es ausgegangen nach den 7 Jahren? Happily ever after oder Trennung?
Ich kann mir die Wohnung alleine leider auch nicht leisten. Es ist kein Palast, aber keiner von uns beiden will sich selbst einschränken oder in finanzielle Schieflage geraten wegen Miete.
Pest oder Cholera. Egal, wie ich mich entscheide. Die Frage ist dann nur, was geht schneller vorbei.
Und ja, natürlich wirkt sich das auch auf die Beziehung aus. Wir sind super miteinander im Alltag, aber ich finde Väter einfach nicht sexy, die Kinder halten verdammt wenig von Anklopfen und den Rest der Zeit... Naja, Libido ist was anderes...
Ich freue mich für Dich, dass Ihr eine Lösung gefunden habt, die für Euch alle geht. Und ich kann mir auch vorstellen, dass sich so ein Modell, wie das Zitierte für mich auch gut anfühlen würde. Vielleicht sogar reichte. Das weiß ich nicht.
Was ich aber sofort vergessen kann, sind Gespräche mit den Kinder zu wie auch immer gelagerten Problematiken. Sie werden tunlichst von allem ferngehalten, was sie in irgendeiner Form missverstehen könnten. Könnten! Im Zweifel werden sie auch einfach angelogen. Offenheit wird nicht als Tugend gesehen in der Familie meines Freundes.
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10.03.2016, 20:09Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Leider weiß ich nicht mehr von wem und wo, aber hier hat mal eine Userin in meinen Augen treffend geschrieben, dass ein Vorteil von Patchwork sei, dass zwischenmenschliche Probleme schon in einem sehr frühen Stadium der Partnerschaft zu Tage befördert werden und nicht erst nach Jahren (oder gar nicht).
Ich könnte mir vorstellen, dass diese fehlende Offenheit, die scheinbar auch in Deiner Familie herrscht, schon die Grundproblematik allen Übels ist. Du scheinst es von Deiner Seite zu bevorzugen, wenn man über Gefühle reden darf, auch wenn sie im ersten Augenblick weh tuen. Nur so kann man sie angehen und zum positivem verändern.
Warum z.B. fällt es Dir schwer, diesen Punkt ganz sachlich mit Deinem Partner zu besprechen? Es geht doch um nennenswerte Beträge, die im Raum stehen, und Du befindest Dich auf dem Weg in die Selbstständigkeit und musst Dein Geld zusammenhalten?!Geändert von Inaktiver User (10.03.2016 um 20:16 Uhr)
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10.03.2016, 20:30Inaktiver User
AW: Eure Erfahrung: Auszug = Trennung?
Naja, in deiner aber auch nicht. Denn selbst wenn du's mit Zwinkersmiley versehen hast, die Aussage bezueglich wie deine Gefuehle aufgefasst werden von - unter anderem -
klingt nach nix Anderem, als Zensieren bei euch bis zu einem gewissen Grad vonnoeten ist. Weil sonst von der Mutter Stress kommt? Und nicht nur von der, sondern eventuell [!] auch von Schwiegereltern, Ex, wem auch immer ... (davon abgesehen, dass du dich auch davor fuerchtest, mit deinem Partner zu sprechen.)
Du bist eine erwachsene Frau und musst deine Entscheidung in erster Linie vor dir selbst verantworten koennen, kannst du das? Denn danach kannst du auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein an deinen Mann herantreten. Den - und die Kids - betrifft es unmittelbar, insofern brauchst du dich auch hauptsaechlich an ihnen zu orientieren bei der Entscheidungsfindung. Ja, es ist ganz gut, das Gesamtbild und moegliche weitreichende Auswirkungen zu bedenken, wenn man versucht, eine Entscheidung zu treffen. Aber erstens hast du das ohnehin schon getan, und zweitens das auf Basis von Faktoren, die weit wichtiger und schwerwiegender sind als Verwandtenmeinungen.
Wenn du mit deinem Freund offen und ehrlich kommunizierst, und du hast dich hier - trotz deutlicher Bitterkeit - ziemlich differenziert ausgedrueckt, und kannst ja benennen, was du brauchst, und was du gerne moechtest, dann wird er entweder darauf eingehen und ihr koennt zusammen einen Action plan erarbeiten; falls du reale Angst haben muss, dass er sich von jemandem gegen dich aufwiegeln laesst, hast du, wuerde ich sagen, nicht wahnsinnig viel verloren, denn da wuerde mir an ihm emotionale Autarkie fehlen.



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