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    Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Hallo...

    Ich bin mittlerweile mit einem neuen Freund zusammen, eigentlich schon ein Jahr. Jeder von uns hat zwei Kinder und zusammen haben wir einen echten Überraschungszwerg, der uns komplett macht.

    Nun kommen alle zwei Wochen seine Kinder zu uns - soweit in Ordnung, weil wir überein gekommen sind, dass mein Freund kocht und sich um Bettzeug und Co für seine Kinder kümmert.

    Der restliche Haushalt bleibt irgendwie an mir hängen. Er füttert unsere Tiere und macht das Frühstück. Ich mache den ganzen Rest. Im Garten hilft er manchmal, und er bringt die Kleinen in die Kita. Wenn ich mehr möchte, muss ich in dem Moment drum bitten.

    Ich arbeite auch voll, mit dem Baby, selbständig von zu Hause aus und mein Beruf fordert mich sehr. Finanziell teilen wir uns Lebensmittel und manches fürs Baby. Miete und Co habe ich allein, da er noch eine Wohnung hat.
    Das nur, damit klar ist, dass ich nicht klassisch in Elternzeit zu Hause bin und vor allem finanziell auf eigenen Füßen stehe.

    Wie organisieren das andere Familien denn so? Ist das ein typisches Frau-Beruf-Kinder-Haushalt-Problem?
    Durch die Patchworkproblematik traue ich mich nicht, mal auf den Tisch zu hauen. Und zusammen ziehen, wird aus ihm sicher auch keinen fleißigeren Mann machen, wir hätten dann lediglich mehr Geld, aber seine Kinder müssten auch immer hierher kommen, um den Papa zu sehen (beide Pubertät, ob die das immer so wollen?).

    Tja ... aber trotz eigener Wohnung, wandert eben seine Wäsche hier mit in die Maschine ... etc. aber er beteiligt sich weder im Haushalt noch finanziell. Und ich stehe mit dem Rücken zur Wand - Kräftemäßig und finanziell, denn Mann und ein Kind mehr kosten ganz schön - dabei spare ich in erster Linie an mir.

    Ich hab mich dummerweise selbst in diese Lage gebracht - wie komm ich da nur wieder ohne großen Streit raus?

    Ratlos,
    Alchemilla
    Man kann alles haben im Leben!
    An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Indem du einen Schritt zurück trittst, dir eine Auszeit nimmst, um herauszufinden, was genau du anders haben möchtest, und dann für deine Belange einstehst. Ich habe mir in ähnlicher Situation die Auszeit durch eine Müttergenesungskur verschafft. Und dann habe ich mich auch in einer Beratungsstelle beraten lassen. Das kann für dich ganz anders aussehen.

    Für wichtig halte ich, dass du rausfindest, was du genau ändern möchtest - und dabei deiner Angst vor einem großen Streit nicht nachgibst. Dann gibt es halt einen großen Streit. Na und? So weitermachen kannst du nicht, ohne zugrunde zu gehen, das weißt du ja jetzt schon.

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Dein Freund wohnt separat?
    Zahlt er Dir denn Unterhalt für sein Kind?
    Ich würde die Summe die an Unterhalt anfällt plus noch einen Ausgleich für seine Koste- essen und NK verlangen.
    Und für die Beteiligung am Haushalt eher konkrete Aufgaben verteilen.

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    wozu hat der mann eine Wohnung, wenn er die ganze zeit (?) bei dir wohnt?

    was willst du denn: dass er ganz mit dir zusammenzieht oder lieber getrennte Wohnungen und getrennte kasse? (wäre mein Favorit)

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Zitat Zitat von Alchemilla29 Beitrag anzeigen
    Tja ... aber trotz eigener Wohnung, wandert eben seine Wäsche hier mit in die Maschine ... etc. aber er beteiligt sich weder im Haushalt noch finanziell.
    Hier würde ich konkret ansetzen ... siehe @taggeckos Vorschlag.

    Teilt Ihr Euch die Betreuung des Babys?

  6. Inaktiver User

    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Ganz kapier ich das nicht: er hat eigene Wohnung, seine Kinder kommen aber jedes zweite Wochenende zu euch ? Wozu dann die eigene Wohnung?

    Warum zahlt er keinen Beitrag zur Lebenshaltung, wenn er eh offenbar meistens in deiner Wohnung ist ? Warum keine gemeinsame Wohnung und vom gesparten Geld wird eine Hauhaltshilfe organisiert ?

    Der Mann hat sich sehr kommod eingerichtet. Wenn er das ändern soll, ist er sicher not amused.

    Um klare Worte wirst du nicht rumkommen und um Streit wahrscheinlich auch nicht. Grade wegen der Patchworkproblematik solltest du deine Belange klar formulieren, sonst bist du schneller "runtergewirtschaftet" (in jeder Hinsicht) als dir lieb ist.


    Gruß Elli

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    hallo Alchemilla,

    mir ging es früher ähnlich wie Dir, bis ich mich irgendwann mal genug ausgenutzt gefühlt habe, um die Situation zu ändern.

    Nun organisiert mein Mann das Essen wenn sein Sohn kommt, kauft ein etc, und ist dann auch für eine saubere Küche im Anschluss zuständig.
    Die Wäsche des Kindes wäscht mein Mann auch, und ist für alle Bespassungsangelegenheiten verantwortlich.
    Manchmal gehe ich mit, manchmal nicht.

    Ich setzte mich zurück, und geniesse eine Pause.

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Fiella

    So eine Kur werde ich im Frühling machen (für dieses Jahr habe ich schon meinen Urlaub für die Geburt des Babys verbraucht - ich bin selbstständig und kann nicht so oft frei nehmen)

    Aber herausfinden, was ich will, das ist gut, wobei ich einiges schon weiß ...
    Und dass es auf Dauer nicht geht - das ist mir klar. Letztens eskalierte es tatsächlich, weil ich keinen Sex haben wollte (wohlgemerkt wegen Schmerzen, die von der Geburt noch kommen ... dabei haben wir häufig Sex)
    Ich bin einfach müde und kaputt in letzter Zeit.

    tagecko

    Nein, ich bekomme keinen Unterhalt, habe aber das Kindergeld für das Baby und ich bekomme mein Elterngeld und eben mein Einkommen. Ich wollte auch nicht unbedingt, dass die Großen weniger bekommen, denn die können nichts für unser weiteres Baby - und sie lieben ihr Geschwisterchen, ich wollte gern, dass das so bleibt. Beim Thema Geld hätte es mit Sicherheit wieder Streit gegeben zwischen deren Eltern.

    Warum ich grundsätzlich nichts verlangt habe - tja - das muss an mir liegen - ich kann einfach sowas nicht ansprechen? Dumm ... ich weiß.

    Aufgaben verteilen hatten wir schon zweimal, das versandete dann wieder ... momentan bügel ich Wäsche, und lege seine ungebügelt in einen Korb. Gibt sicher dann auch ein Gespräch ... theoretisch wollte er zumindest seine Hemden nach der Geburt unseres Kindes immer in die Reinigung geben.

    luciernago

    Er hat sie noch, weil ich nicht zusammen ziehen wollte. Auch wenn er wohl monatlich drauf zahlt (das war aber schon vor mir so). Er hatte vor, in eine kleinere zu ziehen, aber weil dann unser Kind unterwegs war, haben wir gesagt, wir warten ab, wie es ist mit der Kleinen und entscheiden dann, ob wir richtig zusammen wohnen. Eigentlich wohnen wir ja zusammen - nur eben ohne Verantwortung von seiner Seite aus ...

    Lieber wäre mir, er behält eine kleinere Wohnung. Dann stemme ich das hier lieber allein, muss mir dafür aber nicht reinreden lassen. Und ich habe keine Lust, über Geld diskutieren zu müssen! Geschweige denn, nicht mal die Möglichkeit zu haben, meine Tür zu schließen. Das mochte ich sehr. Ich hatte ja schon eine Ehe ... ich brauch das so nicht wieder. Es sei denn, er bringt sich richtig ein und bemüht sich um uns. Aber so ist er eher nicht. Was ok ist. Ich mag keinen Mann ändern wollen. Aber eben auch nicht zusammen wohnen.

    schafwolle

    Nein. Das Baby ist halt Abends bei ihm auf dem Arm. War zweimal bis jetzt mit ihm unterwegs. Er macht aber solche Sachen wie Kinderarzt. Das schaffe ich terminlich oft nicht so gut. Ich stille voll, Nachts bin ich also wach. Wenn er da ist, wickelt er das Kind, und trägt es herum. Aber ich bin dann so k.o. , meist falle ich im Bett einfach um. Tja ... dabei wartet der Haushalt. Den ich ja auch schaffe, mit drei Kindern, wenn er nicht da ist. Wenn er nicht erwarten würde, dass wir Abends Zeit für uns hätten, hätte ich auch kein Problem, dann könnte er abends das Baby nehmen und ich würde haushalt machen ...

    Ach, schwierig das - und ich so wenig durchsetzungsfähig, ich will meinen Kindern nicht noch eine Trennung zumuten, nur wenn ich nichts sage, steuer ich ja auch drauf zu? Weil ich irgendwann in die Luft gehe, ob all der Belastungen.
    Man kann alles haben im Leben!
    An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!

  9. gesperrt

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    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Zitat Zitat von Alchemilla29 Beitrag anzeigen
    Ach, schwierig das - und ich so wenig durchsetzungsfähig, ich will meinen Kindern nicht noch eine Trennung zumuten, nur wenn ich nichts sage, steuer ich ja auch drauf zu? Weil ich irgendwann in die Luft gehe, ob all der Belastungen.
    Du setzt dich doch gegenüber deinen Kindern durch. Also kannst du das auch gegenüber dem Kindsvater.

    Setz dich in Ruhe hin und rechne mal durch, wie viel ihr gemeinsam verbraucht. Drei Teile du mit deinen Kindern, zwei Teile er mit seinen Kindern, die ja nicht immer da sind. Verlange, dass er ab sofort zwei Fünftel des Haushaltsgeldes dir überweist oder in den Haushaltsgeldbeutel legt.
    Zudem soll er ein Viertel des Stroms und des Wassers und der Heizung tragen. Er wohnt überwiegend bei dir, nutzt das, also beteiligt er sich daran.

    Ja, es ist unangenehm, die finanzielle Seite anzusprechen. Aber es ist nötig. Und überfällig.
    Wenn ihm seine Wohnung zu teuer ist, kann er sich ja aufgeben. Oder er sucht sich eine kleinere. Aber das ist seine Angelegenheit, nicht deine.

    Die Hausarbeit überträgst du bitte auch zu einem kleinen Teil deinen Kindern. Sie können dir helfen, indem sie den Tisch decken und abräumen, den Müll wegbringen oder ihr Zimmer aufräumen. Sind seine Kinder da, helfen sie im selben Maße mit. Schließlich schaffen vier Hände mehr auch eine Menge mehr weg.

    Wieso kauft dein Freund mit deinen Kindern nicht mal am Freitagnachmittag groß ein? Du hast Ruhe mit dem Baby, die Kinder haben eine verantwortungsvolle Aufgabe und dein Freund bezahlt alles. Unterm Strich nur Vorteile.

  10. User Info Menu

    AW: Patchwork / Haushalt / Organisation?

    Du setzt dich doch gegenüber deinen Kindern durch. Also kannst du das auch gegenüber dem Kindsvater.
    Peinlicherweise tue ich so etwas sogar beruflich. Aber mich gegenüber anderen Menschen abzugrenzen, das fällt mir schwer. Besonders bei Erwachsenen, und es wird schlimmer, je näher sie mir stehen. Nimmt es dann überhand, reagiere ich mit einem Bruch. Dafür muss aber seeeehhhr viel passieren.
    Sozialer Beruf ... fühle mich schnell verantwortlich ... argh!

    Setz dich in Ruhe hin und rechne mal durch, wie viel ihr gemeinsam verbraucht. Drei Teile du mit deinen Kindern, zwei Teile er mit seinen Kindern, die ja nicht immer da sind. Verlange, dass er ab sofort zwei Fünftel des Haushaltsgeldes dir überweist oder in den Haushaltsgeldbeutel legt.
    Zudem soll er ein Viertel des Stroms und des Wassers und der Heizung tragen. Er wohnt überwiegend bei dir, nutzt das, also beteiligt er sich daran.
    Das Durchrechnen muss jetzt sowieso sein, ich möchte meine Altersplanung überarbeiten und das Bafög will endlich zurück gezahlt werden ...
    Aber wie begegne ich dem Argument: "Wenn wir zusammenziehen, sparen wir xxx Euro Miete?" Denn ich mag nicht zusammen ziehen. Schon gar nicht wegen des Geldes, in positiver wie in negativer Hinsicht.
    Darf ich dann auch etwas verlangen?
    Oder er dann das Baby zu sich verlangen?


    Ja, es ist unangenehm, die finanzielle Seite anzusprechen. Aber es ist nötig. Und überfällig.
    Wenn ihm seine Wohnung zu teuer ist, kann er sich ja aufgeben. Oder er sucht sich eine kleinere. Aber das ist seine Angelegenheit, nicht deine.
    Das weiß ich, und er schafft es trotzdem, dass mein Gefühl ist, es wäre meine Angelegenheit.


    Die Hausarbeit überträgst du bitte auch zu einem kleinen Teil deinen Kindern. Sie können dir helfen, indem sie den Tisch decken und abräumen, den Müll wegbringen oder ihr Zimmer aufräumen.
    Meine Kinder arbeiten bei mir mit, machen Gartenarbeit, decken Tisch, räumen ab, staubsaugen, bringen Müll weg, versorgen Tiere ... und das im Kita/Grundschulalter.


    Sind seine Kinder da, helfen sie im selben Maße mit. Schließlich schaffen vier Hände mehr auch eine Menge mehr weg.
    Immerhin tragen die ihren Teller weg. Das war's. Wo sie gehen und stehen bleibt deren Kram liegen. Nach mehreren Diskussionen, lasse ich das Zeug auch liegen - er räumt denen jetzt hinterher. Dass sie "wirklich" etwas tun, z. Bsp. mal den Garten harken, setzt er nicht durch. Alles wird mit Gemaule kommentiert.
    Fand das schon sehr unfair meinen Kindern gegenüber und sehe jetzt zu, dass meine beiden dann eben bei ihrem Papa sind. Und ich nehme mich raus.
    Sein Argument: alleine kann er sich ja nicht erziehen (ich sollte das sogar schon! ) und er hat immer Angst, dass sie nicht mehr kommen.
    Ich würde mich nicht so erpressen lassen. Aber er meint, ich könne das nicht nachvollziehen, weil meine Kinder immer bei mir sind.
    Ein Beispiel übrigens: Kind mault am Tisch rum, dass es all das nicht isst, was ich gekocht habe und wollte stattdessen trockene Nudeln haben. Sowas kenne ich nur von Kleinkindern ... wären es meine Kinder gewesen, hätte ich das Essen weggestellt und sie hätten "hungern" dürfen.
    Seine bekommen dann eben Süßigkeiten.

    Wieso kauft dein Freund mit deinen Kindern nicht mal am Freitagnachmittag groß ein? Du hast Ruhe mit dem Baby, die Kinder haben eine verantwortungsvolle Aufgabe und dein Freund bezahlt alles. Unterm Strich nur Vorteile.
    Das wäre gut. Immer dann, wenn seine Kinder kommen, dann halt mit allen vieren.
    Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen ...
    Man kann alles haben im Leben!
    An Ex und ExEx: Wenn Ihr Kontakt sucht...greift in die Steckdose!

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