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  1. Inaktiver User

    AW: Kritik seiner Kinder

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Das bedeutet aber nicht, dass ihr Vater auf sms nicht antworten darf
    Ich finde, er muss sogar antworten. Denn sie will sicher reden. Nur eben (noch) nicht Aug in Aug. Ist ihr wahrscheinlich z.Zt. noch zu "heavy" ... zu krass (wie sie sich wahrscheinlich ausdrücken würde).

    Immerhin hat sie schon den Mut gefunden, ihm gegenüber klar zu formulieren, was genau ihr so richtig gegen den Strich geht und ihr total widersprüchlich erscheint.

    Sie hats einfach verdient, da Antworten zu bekommen.

    Und ja, die TE sollte da, auch in die Antworten, nicht vorkommen. Das ist nun, wie schon mehrfach hier gesagt wurde, erstmal ein Ding zwischen ihm und seiner Tochter. Die Tochter beschränkt sich ja offenbar ebenfalls darauf, nur das anzusprechen, was allgemeine Umstände betrifft. Sie scheint sich ja in "Beziehungsfragen" von Vater und Mutter zumindest derzeit gar nicht einmischen zu wollen. Also sollte auch die "Neue" an Vaters Seite zunächst aussen vor bleiben.

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, die mir doch ein paar mehr Perspektiven aufgezeigt haben, als ich zunächst gesehen habe.

    Kurze Rückmeldung zum Wochendende: Alle haben so getan als ob nichts gewesen wäre. Hat mich etwas verdutzt, aber ich wollte mich da nicht einmischen.

    Sonntagmorgen war ich früh wach. Ich mache mir dann meist schon mal einen Kaffee und lese was auf der Couch. Da kam die Kleine (6) reingetappst und wollte sich dazu kuscheln. Tja...und dann fing sie damit völlig ohne Zusammenhang an. Der Papa würde ja bestimmt noch pennen. Der wäre früher nie so lange im Bett geblieben. Der hätte auch früher mehr gearbeitet und wenn er dann daheim gewesen wäre, hätte er nur am PC gesessen....usw. Eine ganze Latte von Vorwürfen. Ich hab sie dann gefragt, ob es ihr denn besser gefällt wie er sich jetzt verhält. Antwort: "Ja, aber wir fragen uns alle, warum er das früher nicht gemacht hat." Auf die Rückfrage wer "alle" seien meinte sie dann...sie und die Schwester und die Mama und die Oma und der Opa und der Onkel und die Frau vom Onkel...

    Nun ja, scheinbar war das großes Familienthema über Weihnachten.

    Ich würde mich da gerne mehr raushalten, aber ich kann ihr ja schlecht sagen, dass mich das nichts angeht und ich es nicht hören will.

    Mittlerweile glaube ich, dass er bei der Vergangenheitsbewältigung erst mal mit seiner Frau anfangen sollte...(hab ich ihm so auch gesagt).

  3. Inaktiver User

    AW: Kritik seiner Kinder

    nun, wenn du den kindern zuhörst- ist das in meiner wahrnehmung noch keine einmischung.

    du hörst zu- und nimmst sie wahr. und:

    sie vertrauen dir- sonst würde sie nicht erzählen und reden!!!!

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Ich sehe das genauso wie @brighid.

    Zuhören ist keine Einmischung. Und das Vertrauen zu dir ist offensichtlich da. Das finde ich sehr schön und sehr wertvoll.

    Es ist natürlich manchmal schwer, im Zuhören die Grenze zu wahren und keine Kommentare abzugeben - aber du klingst sehr klar. Ich habe das Gefühl, das gelingt dir.

    Ich schätze auch, dass über Weihnachten am "großen Tisch" in der Runde darüber gesprochen wurde - im Beisein der Kinder.

    Und die Kinder gehen eben unterschiedlich damit um.

    Wenn dein Freund die Verantwortung für sein Verhalten übernimmt und die "Fragen" der Kinder nicht vom Tisch wischt sondern ernst nimmt, dann wird es eine gute Aufarbeitung geben und den Rest bringt die Zeit
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    ----------------------------------------------------
    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Kinder nicht wissen ob er sich jetzt "besser" verhält weil er etwas verstanden hat oder weil er es eigentlich eher nur für die neue Frau an seiner Seite tut. Sie spüren nicht ob wirklich sie gemeint sind oder sie nur davon mitprofitieren weil er neu verliebt ist.

    Wenn meine Vermutung stimmen sollte dann sind die Kinder gerade ohne Fundament, wissen nicht ob der vorher nicht oder weniger präsente Vater nur ein Zwischenhoch hat und ob die neue Nähe stabil bleibt. Ich kann gut verstehen dass grosser Unmut vorhanden ist, auch bei der Exfrau, die sich vielleicht auch gewünscht hätte dass Männe sich etwas mehr für seine Kinder einbringt und jetzt über Dritte erfährt was auf einmal alles möglich ist...

    Muss nicht stimmen, aber wenn dem so sein sollte hat der Vater einiges aufzuarbeiten und etwas Selbstkritik schadet da sicherlich nicht. Und Abbitte auch nicht.

    es ist ein Riesengeschenk dass die Sechsjährige sich Dir so anvertraut hat, dass sie es in ihrem Alter hinbekommt sich so auszudrücken! Zuhören, Fragen beantworten ohne negativ zu urteilen, das kann und "darf" man als neuer Partner gerne tun. Das alte Verhalten des Mannes - wenn denn so ein Riesenunterschied sein sollte wie von Kinderseite empfunden - würde mir negativ aufstossen und ich würde schon hinterfragen ob er wirklich etwas ändern will.

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

  6. gesperrt

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Zitat Zitat von Woltera Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass die Kinder nicht wissen ob er sich jetzt "besser" verhält weil er etwas verstanden hat oder weil er es eigentlich eher nur für die neue Frau an seiner Seite tut. Sie spüren nicht ob wirklich sie gemeint sind oder sie nur davon mitprofitieren weil er neu verliebt ist.
    Noch schlimmer: Wenn die Kinder das Gefühl haben, dass SIE der Grund waren, warum der Vater lieber vorm PC gesessen hat, dass sie ih gestört haben.
    Sie werden auch drüber nachdenken, ob der Vater jetzt IMMER so ist, oder nur, wenn er der Freizeitspaßpapi ist.
    Und genau die Frage wird auch die Mutter beschäftigen.

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Mein Eindruck aus den Gesprächen mit ihm ist, dass weder seine Frau wirklich Bescheid weiss, noch die Kinder.

    Das ist auch der Grund dafür, warum da nicht mal eine gerade Linie rein kommt und überall offene Baustellen sind. Er ist da mir gegenüber sehr offen und ehrlich und ich glaube, ich weiss mittlerweile mehr über die Beweggründe, als alle anderen Beteiligten...wobei ich ja am Trennungsprozess nicht beteiligt war, da es mich zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht gab.

    Nun weiss ich ja aus eigener Erfahrung, dass es meisten DEN einen Trennungsgrund gar nicht gibt. Es ist ja oft eine Entwicklung, Ignoranz, Bequemlichkeit an der Beziegung zu arbeiten, Egoismus, Desinteresse...was auch immer.

    Seine Frau legt ein sehr dominantes Verhalten an den Tag, was auch der Freundeskreis kritisiert. Es gibt im Grunde nur ihre Meinung und die falsche. Das ja er jahrelang so hingenommen, weil es eben auch bequem ist, wenn einer das Ruder übernimmt und alle familiären Entscheidungen trifft und damit auch mehr Verantwortung übernimmt. Da gibts natürlich zwei Seiten der Medaille.
    Die Trennung hinterliess viele Fragezeichen, da es keinen offenen Konflikt gab. Er wollte sich aus diesen Zwängen, der Fremdbestimmung und der Dominanz lösen (von der er natürlich auch jahrelang profitiert hat).

    Die "Schuld", wenn man davon überhaupt reden kann, verteilt sich also wie so oft ziemlich gleichmässig und das grundsätzlich Problem ist wie immer die Kommunkation.

    Ich kenne sein Verhalten von früher nur aus Erzählungen von ihm seiner, Familie und engen Freunden und das ist heute definitiv anders. Das liegt nicht daran, dass er neu verliebt ist und jetzt alles supertoll ist. Wir haben auch unsere Konflikte, aber ich lasse kein Totschweigen zu. Das ist einfach nicht meine Art.

    Sie müssen sowieso in diesem Jahr die Scheidung angehen, weil es sinnvoll und notwendig ist sein Geschäft rauszulösen um das Haus, das sie behalten wird nicht zu gefährden, wenn beruflich mal was nicht so glatt laufen würde. Sind ganz pragmatische und nachvollziehbare Gründe. Mir wäre es wurst, ob er verheiratet ist oder nicht.

    Und ich hoffe, bzw. rate ihm aktuell dazu das "wie kam es dazu" zunächst mit ihr und dann mit den Kindern zu besprechen. Ich finde diese Stille-Post-Kommunikation über die Kinder total ätzend.

    Ich selbst bin Scheidungskind und habe durch ihn erst verstanden, dass es passieren kann, dass alles ganz schick aussieht...Frau, Kind, Katze, Haus, Job, gesund, keine finanziellen Sorgen....und dass man sich trotzdem total beschissen fühlt, weil man mit dem Menschen mit dem man das mal alles wollte, nicht mehr liebt und mit ihm/ihr nicht mehr zusammen sein will. Hab ich bei meinem Vater nie verstanden. Ich habe immer gedacht "Der Idiot hat sich einfach verpisst, wollte uns los werden und ein neues Leben anfangen." Ich habe mit 10 Jahren entschieden den Kontakt abzubrechen und habe nach 25 Jahren wieder Kontakt aufgenommen, weil ich es heute verstehen kann....

    Das müsste auch in einem kürzeren Zeitraum zu schaffen sein....

    Ich werde mich jedenfalls stets bemühen das ganze zu begleiten und im Zweifel einfach nur zuhören.

    Und ja, ich bin oft ganz überwältigt was mir die Kinder anvertrauen und auch etwas überfordert. Ich bin sehr dankbar und mir der Verantwortung auch bewusst.

    Guten Start euch ins neue Jahr!

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Ich bin ganz berührt von deinem Beitrag und finde deine klare, reflektierte Art sehr sympathisch
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

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    AW: Kritik seiner Kinder

    Zitat Zitat von Signora Beitrag anzeigen
    Ich bin ganz berührt von deinem Beitrag und finde deine klare, reflektierte Art sehr sympathisch
    Ich schließe mich dem an.

    Liebe Grüße
    Zio

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