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Thema: Kritik seiner Kinder
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27.12.2013, 09:31
AW: Kritik seiner Kinder
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27.12.2013, 09:32Inaktiver User
AW: Kritik seiner Kinder
Guten Morgen,
oh je, da brechen jetzt die Dämme aller Verletzungen innerhalb dieser Familie-
und irgendwie bist Du natürlich auch als "Außenstehende", aber neue Lebensgefährtin betroffen.
Es liest sich so, als ist die Tochter tief enttäuscht und verletzt- und nur ein offenes, liebevolles Gespräch wird da helfen können.
Ganz objektiv ist es doch auch für eine 14. -Jährige,
die bei der Trennung der Eltern ca. 12 war- und noch jünger, als wohl schon genug Konflikte herrschten,
ganz schwer zu verstehen, warum Papa nun all das - gerne und freiwillig- tut, dem er sich als Papa in der eigenen Familie entzogen hat.
Sie scheint ja - da Dein LG das zugibt - recht mit ihrer Wahrnehmung zu haben:
Er sagte mir damals schon, dass ihm klar ist, dass er sich kaum bzw. nicht ausreichend mit den Kindern beschäftigt hat. Mir fällt das immer wieder auf in Situation, in denen ich einfach nach gesundem Menschenverstand handele (wenn es z.B. Probleme in der Schule oder Zickenkrieg mit der besten Freundin gibt) und er null Plan hat, was er tun soll.
Da helfen wohl nur offene Gespräche, wahrscheinlich rumort alles in ihr, aber auch wenn sie jetzt gerade nicht sprechen kann oder möchte, der Brief ist ja doch der Beginn einer Aufarbeitung.
Alles Gute Euch.
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27.12.2013, 09:36Inaktiver User
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27.12.2013, 09:36Inaktiver User
AW: Kritik seiner Kinder
Verständlich, daß Dich das trifft,
aber ebenso verständlich, daß die Kleine darunter leidet und wahrnimmt:
"Mit X macht er freiwillig die Dinge, die er mit uns (mit Mama/als Familie) nicht getan hat."
Das ist ja auch eine schmerzhafte Erkenntnis- für jeden Menschen.
In aller Deutlichkeit,
keiner ihrer Vorwürfe hat eigentlich was mit Dir zu tun,
die gehen alle gegen den Papa und indirekt geht es um die Frage/Tatsache:
Er hat Mama nicht "genug" geliebt, um all das mit ihr auch machen zu wollen-
das muß ein Kind dieser Mutter ja verletzen, denn natürlich sind Kinder loyal.
Geändert von Inaktiver User (27.12.2013 um 09:39 Uhr)
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27.12.2013, 09:53
AW: Kritik seiner Kinder
Ich denke auch, dass das das zentrale Thema ist. Es herrscht bei den Kindern vollkommene Unklarheit, warum er damals ausgezogen ist.
Das Verhältnis zwischen den Kindern und ihm hat sich enorm intensiviert. Auf den ersten Blick ein Gewinn für alle, auf den zweiten Blick hat es einen ganz bitteren Nachgeschmack im Rückblick auf sein Verhalten vor der Trennung.
Ich bin selbst Scheidungskind und weiss, dass ich damals nicht unterscheiden konnte zwischen Trennung von der Frau und "Trennung" von Familie/Kind.
Vielleicht habe ich leicht reden, weil ich in der Situation selbst noch nicht war, aber ich frag mich....wie man denn so bescheuert sein kann und da seine Kinder nicht mit ins Boot holt. Das ist jetzt erst mal sein Ding und ich haue da nicht noch zusätzlich drauf, verstehen tue ich es allerdings nicht. Ist man (Mann?) da so sehr mit sich selbst beschäftigt?
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27.12.2013, 10:00
AW: Kritik seiner Kinder
Dass To mit ihrem Vater "nicht darüber reden will", sollte erst mal wohl respektiert werden - auch wenn es vermutlich gar nicht stimmt. Sonst hätte sie es nicht thematisiert.
Das bedeutet aber nicht, dass ihr Vater auf sms nicht antworten darf. Eben, dass ihn diese (zum großen Teil oder aus ihrer Sicht wohl berechtigten) Vorwürfe sehr getroffen haben, dass er aber ihren Wunsch respektiert. Nur: sie stellt Fragen!
Jetzt darf ER fragen, warum jemand fragt, wenn der keine Antworten möchte.
Ihr schreiben, dass er verstehe, dass er sie mit seinem Verhalten verletzt habe; es sei ok, dass Tochter dafür jetzt ihm weh tun möchte. Er sei trotzdem immer für sie da. punkt.
***
Man kann sich ziemlich gut vorstellen,was da im Vorfeld/zu Hause dazu geführt hat, außerdem ist To mitten in den Pubertätswirren. Irgendwann wird sie mit ihm reden wollen, bis dahin kann er wenig tun, außer eben für sie da zu sein, wenn sie das möchte; die Jüngere wird wohl irgendwann mit in diesen Konflikt hineingezogen werden, könnte dadurch aber auch zur Brücke werden
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27.12.2013, 10:03Inaktiver User
AW: Kritik seiner Kinder
Es liest sich unglaublich sympathisch, daß Du nicht von vornherein ihn blauäugig von der Verantwortung freisprichst, wie er sich innerhalb der Krisen-Phase seiner Ehe verhalten hat- vor allem den Kindern gegenüber.

Ja, objektiv scheint es so, als habe er gravierende zwischenmenschliche/väterliche/emotionale Fehler damals gemacht,
vielleicht aus Überforderung, aus Ignoranz, aus Wut, wer weiß.
Aber er scheint ja vieles verändert zu haben- jetzt verdienen seine Kinder noch eine Erklärung (und meiner Meinung nach letzlich auch eine Entschuldigung) - aber dann habt Ihr alle die Chance auf schönere Zeiten miteinander.
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27.12.2013, 10:21
AW: Kritik seiner Kinder
Er hat ihr das so ungefähr mitgeteilt...dass er jederzeit bereits ist Fragen zu beantworten und sie lieb hat. Er hängt sehr an ihm. Daher war das natürlich eine vor den Bug, die aber ggf. auch nötig war. Ich hoffe, dass die beiden wieder zueinander finden.
Klar, die Kleine bekommt auch schon einiges mit. Die ist aber anders gestrickt. Die Große ist sehr zurückhaltend und wohl überlegt. Die Kleine haut alles gleich raus, was ihr so in den Kopf kommt. Sie erzählt halt oft auch ungefiltert, was die Mutter so sagt und da haut es mich manchmal um.
Das kann aber nicht deren Problem sein, wenn Erwachsene sich nicht wie Erwachsene benehmen.
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27.12.2013, 10:24
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27.12.2013, 10:29Inaktiver User
AW: Kritik seiner Kinder



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