Ich bin Mutter von zwei Jungs im Alter von 10 und 13 Jahren. Seit über zwei Jahren lebe ich alleine mit den Beiden und habe in dieser Zeit so einige Männer kennengelernt, in die ich mich aber nie verlieben konnte. Und vor genau neun Monaten habe ich meinen jetzigen Freund getroffen und wusste sofort, er ist der Richtige. Und ihm ging es wohl genauso.
Seine Frau hat ihn vor einem Jahr verlassen wegen einem anderen Mann. Die 3 Töchter, zwei erwachsene von 20 Jahren und eine
13-jährige leben nun mit ihrem Vater alleine, die Mutter kommt, wenn sie Lust hat, für ein halbes Stündchen mal vorbei und fährt dann wieder zum Freund, mit dem sie zusammen lebt. Vom "Neuen" wollen die Töchter nichts wissen, immerhin hat er die Ehe der Eltern zerstört. Aber leider wollen sie auch von mir nichts wissen.
Ich kenne die drei Mädels zwar mittlerweile, habe sie so 3 - 4 mal gesehen, aber das war es dann auch schon. Wo und wie mein Freund lebt, weiss ich nicht. Ich habe in dem Haus nichts zu suchen, meinen seine Töchter. Und er fügt sich dem Willen der Damen. Ich denke schon, dass er mich liebt. Oder besser, ich weiss es. Er versucht, sooft wie möglich bei mir zu sein und läßt dafür die Kleine auch mal über Nacht alleine.
In meinem Haus geht mein Freund ein und aus. Meine Jungs mögen ihn sehr und würde gerne öfter was mit ihm unternehmen, aber er muß sich um die Tochter kümmern, die zu nichts Lust hat. Wir haben schon die unterschiedlichsten Dingen vorgeschlagen, was wir zusammen machen können, aber sie will einfach nicht und blockt ab.
Mit der einen älteren Tochter hat mein Freund letzte Woche ein Gespräch geführt, nur leider hat er mir so gut wie nichts darüber erzählt.
Ich fühle mich ziemlich aus dieser Familie ausgeschlossen.
Da mein Freund nie ein kinderfreies WE hat, Mama kümmert sich nicht weiter, die Töchter wollen sie ja auch nicht besuchen, können wir nie mal zusammen wegfahren. Meine Jungs gehen regelmäßig zu ihrem Vater, sodass ich dann meine freie Zeit überwiegend alleine verbringe.
Wenn ich diesen Mann nicht so sehr lieben würde, hätte ich die ganze Sache schon beendet. Aber vielleicht lohnt es sich ja doch was zu warten.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit solchen "Zicken" gemacht und kann mir einen Tipp geben, was ich tun soll?
Ich sage schon mal "Danke" an Euch.
Lieben Gruß
sunny 166
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26.10.2006, 21:46
Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
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27.10.2006, 00:16
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Also,
meine Erfahrungen damit sind zum Glück begrenzt. Ich habe es erlebt, dass gegengeschlechtliche Kinder ab einem gewissen Alter nach Trennungen gerne meinen, in die "Partnerrolle" schlüpfen zu müssen.
Das Gespräch Deines Freundes mit seiner Großen: Hast Du da mal konkret nachgefragt, was da gewesen ist? Solltest Du vielleicht ein bisschen aktiver sein?
Prijon
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27.10.2006, 08:00
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Hallo Prijon,
ich habe meinen Freund auf das Gespräch angesprochen. Aber leider habe ich nur erfahren, dass die Tochter kein Problem damit hätte, wenn ich meinen Freund besuchen würde. Da die beiden anderen aber eins damit haben, ist der Keks gegessen.
Was meinst Du damit, dass ich aktiver werden soll? Soll ich einfach bei ihm zu Hause vor der Türe stehen?
LG Sunny
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27.10.2006, 08:17
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Du könntest ja zu Beispiel an ihn Forderungen stellen - zum Beispiel die, dass Du auch sein Zuhause kennenlernen willst. Soll er das doch den jungen Damen beibringen.
Prijon
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27.10.2006, 08:41
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Ich verstehe da deinen Freund nicht ganz, es ist doch sein Haus, also bestimmt er, wer dort Zugang hat und wer nicht.
Berücksichtigen sollte man aber, dass die Eltern erst seit einem Jahr getrennt sind, das ist ja noch nicht sehr lange und ich glaube sowieso immer, dass eine Trennung für ältere Kinder viel schwerer zu verkraften ist, als für Jüngere. Hier kommt nochmal erschwerend hinzu, dass die Mutter sich nicht um die Töchter kümmert, was ich mir für eine Dreizehnjährige sehr schlimm vorstelle. Vielleicht hofft sie ingsgeheim, ihre Eltern würden doch nochmal wieder zusammenfinden und sieht durch dich die Chance darauf noch mehr gesunken.
Erpressen lassen würde ich mit als Vater nicht, ich würde meine Wochenenden - natürlich in einem angemessenen Rahmen - verbringen, wie ich möchte, wenn sie nicht mit will, dann bleibt sie eben daheim. Und ich würde auch einladen, wen ich möchte, ob dem Fräulein Tochter das nun passt oder nicht. Allerdings würde ich bei all dem behutsam vorgehen, nicht gleich alles über Stunden ausdehen, keine Zärtlichkeiten ect. vor dem Kind, ihm zugestehen, dass es Zeit braucht, zu verarbeiten, was geschehen ist.
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27.10.2006, 10:31
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Hallo an Alle,
ich bin neu hier und lese schon eine Weile mit, aber nun hat es mich gepackt und ich möchte meinen Senf auch dazu geben.
Hallo Sunny,
ich kann Dich, glaub ich bestens verstehen, denn ich habe mit meinem Freund die Oberzicke überhaupt kennengelernt. Die Tochter(19), sowie der Sohn(16) leben in seinem Haus.
Nach einem Monat unseres Kennenlernen bin ich das erste Mal zu ihm nach Hause gegangen und wurde ignoriert. Das ist jetzt eineinhalb Jahre her. Der Sohn hat sich an die neue Situation gewöhnt, die Tocher nicht. Mittlerweile bin ich in das Haus eingezogen und denke mal, das die Tochter schon 20 Worte mit mir geredet hat? Es gab Aussprachen mit allen Beteiligten, Aussprachen nur mit ihm und seiner Tochter. Sie ändert sich nicht. Sie läuft wie ein Stockfisch durch die Wohnung, bzw. hält sich meist in Ihrem Zimmer auf. Manchmal tut sie mir richtig leid, ein anderes Mal bekomme ich eine Wut, wieso ich mir das antue.
Ich habe mit Freunden über dieses Thema geredet, die mich Jahre kennen und mir bestätigt haben, das ich kein Unmensch bin und gut mit Menschen und vor allem Kindern umgehen. An dieses Mädel ist kein rankommen. Mein Freund möchte Harmonie pur, ich ebenfalls, aber man muss die Mitmenschen nehmen wie sie sind und wenn sie meinen sie sind die Grössten, lass sie machen. Was wichtig ist, das ihr euch einig seid. Das hat bei mir auch eine gewisse Zeit gedauert, da ich ja die war, die alles ändern wollte. Ich hab es jetzt soweit gebracht, das die "Kinder" Hallo sagen, wenn sie mich in der Wohnung treffen. Mehr Erziehung möchte ich da nicht investieren.
Vielleicht hat Dir meine kleine Story etwas geholfen oder regt zu mehr an.
Viele liebe Grüsse und für alle ein schönes Wochenende
Sylvie
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27.10.2006, 11:34
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
@ Sunny
Es sollte mal möglich sein, dass er Dich wenigstens zum Kaffee einlädt.
Kinder sind Gewohnheitstiere, und meist haben die Kinder eher Angst vor einer Änderung, die SIE betreffen könnten und ihr Leben.
Gefragt ist da aber der Vater. Er kann ja wohl durchsetzen, welche Freunde er sich ins Haus einlädt. Und so sollte er der Kleinen das auch erklären.
SIe dürfen jemand einladen, er aber auch. SOnst würde er auch nicht mehr erlauben, dass sie Freundinnen mit nach Hause nimmt.
Gleiches Recht für alle.
@ Sylvie:
Warum bist Du überhaupt dort eingezogen, wo man Dich nicht haben wollte? Es gab doch schon von Anfang an Schwierigkeiten.
Du bist einfach in ihrer aller Leben gestürmt und DU wolltest die Veränderung und jetzt bist DU wütend, dass sie sich Dir nicht unterwerfen.
Total egoistische Denke.
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27.10.2006, 11:37
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
also das find ich ja mal wieder übrtrieben sie ist da nicht "rein gestürmt" und mit unterwerfen hat das nichts zu tun sondern damit das sich die Tochter mal zusammen reißen könnte und sich normal verhalten zumal sie ja auch schon fast erwachsen ist.Du bist einfach in ihrer aller Leben gestürmt und DU wolltest die Veränderung und jetzt bist DU wütend, dass sie sich Dir nicht unterwerfen.
die Tochter ist diejenige die sich egoistisch benimmt in meinen Augen
(aber halt! Scheidungskinder dürfen das ja! Sie sind ja die leidenden Wesen denen eine neue Frau zugemutet wird, wie gemain aber auch vom Vater.....*ironie aus*)There's no life before coffee
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27.10.2006, 11:42
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
Sehe ich ganz genau so.
Zitat von Dani
Mal zum Kaffee, mal abends auf ein Glas Wein...alles schön langsam, das muss einfach drin sein.
Und ich kann auch nicht verstehen, warum Du @Sylvie dort eingezogen bist. Ich hätte das nicht getan.
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27.10.2006, 12:03Inaktiver User
AW: Der gebrauchte Mann und seine Zicken-Töchter
ich bin auch der Meinung, dass das Verständnis für die Töchter ihre Grenzen haben muss. Von den 20jährigen zumindest erwarte ich Toleranz, bei der 13jährigen ist es schon schwieriger.
M.E. solltest du auch aktiver werden. D.H. dir deinen Platz in der Familie erobern, als Freundin des Vaters hast du auch Rechte. Wenn du wartest, bist die Töchter auf dich zugehen und sich herablassen dich zu akzeptieren, wirst du alt und grau.
Gruß
ischi


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