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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    wenn du kannst, steige noch aus.

    so jung bist du nicht mehr, dass du dich zehn jahre abstrampeln solltest mit einem, der frau alkohol braucht und ihr treu ergeben ist, während du die rolle der lustigen nebengeliebten haben darfst.

    zumal sein ganzes umfeld so drauf ist, würde er es dir nie verzeihen, ihn durch "ernüchterung" aus seiner geborgenheit herausgeschubst zu haben. du mit deinem bedürfnis nach einem nüchternen leben, stehst gegen eine ganze besoffene welt.
    lg
    legrain

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    dich selbst zu schützen muss nicht heissen, dass du ihn "fallen lässt".

    wobei du ihn auch nicht wirst retten können, da offensichtlich von seiner seite ja überhaupt kein problem da ist. wenn dann hast du ein problem- er hat keins.

    ihn nicht fallen lassen- kann aber nicht bedeuten, dass du dich aufgibst.

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    Zitat Zitat von Grundelrosa Beitrag anzeigen
    Grusseline,
    ich hab jetzt eine Gänsehaut und mir steigen die Tränen in die Augen!
    Danke, danke für diesen sehr wertvollen Beitrag. Genauso ist es.

    Ja, ich denke, eine Kontaktaufnahme mit einer Angehörigengruppe wird mir helfen, eine Entscheidung zu treffen, denn einen Menschen, den ich in mein Herz geschlossen habe, einfach fallen lassen- das kann ich nicht.

    Vielen Dank
    Grundelrosa,

    es spricht für Dich, dass Du diesen Menschen nicht einfach fallen lassen möchtest. Und sicherlich genießt Du seine Aufmerksamkeit, die langen Telefonate, die lieben SMS'...... das tut der Seele gut und das möchte man nur ungern aufgeben.

    Aber Fakt ist: Ihr führt eine Fernbeziehung, habt Euch bisher insgesamt nur 5 x real gesehen und erlebt. Richtigen Alltag habt ihr noch gar nicht kennengelernt. Bisher waren es vermutlich lang geplante und gut vorbereitete kleine Auszeiten, wenn Ihr Euch getroffen habt. Da freut man sich aufeinander, ist aufmerksam und liebevoll, nimmt sich Zeit füreinander und plant besonders nette Ausflüge und Aktivitäten - aber Alltag, das "normale" Zusammenleben, ist das nicht. Und in den Zeiten dazwischen, wenn beide allein zu Hause sitzen, neigt man dazu, den anderen zu idealisieren, das nächste Treffen herbeizusehnen, sich insgeheim eine gemeinsame Zukunft auszumalen. Eigentlich sollte in dieser Phase Eurer Beziehung doch alles rosarot sein, traumhaft schön und "auf Wolke 7" eben. Oder?

    Aber nein... da ist diese lästige kleine innere Stimme, die sich bei Dir meldet: Der Umgang mit der Tochter läuft in Deinen Augen nicht so ideal, und dann die "Nebenbaustelle" Alkohol..... Wenn Du jetzt mal ganz ehrlich zu Dir selbst bist: Gibt es vielleicht noch weitere kleine "Nebenbaustellen", die Dich stören? Die Du hier (und vielleicht noch nicht einmal Dir selbst) eingestanden hast? Es ist bedenklich, wenn sich schon so schnell, am Anfang einer neuen Beziehung, die innnere Stimme meldet, das Bauchgefühl, oder wie immer Du es nennen möchtest und Störsignale funkt. Überhöre diese Signale nicht: Vielleicht soll es Dich zum Nachdenken anregen, ob dieser Mann wirklich der Richtige für Dich ist, ob es wirklich passt. Und es wäre fatal, wenn Du aus dem Wunsch nach einer neuen Liebe, falsch verstandener Loyalität oder einem "Helferchensyndrom" heraus um einen Mann und eine Beziehung kämpfst, die eigentlich gar nicht passt.

    Solltest Du für Dich entscheiden: Ja, den will ich.... und um ihn und für ihn kämpfe ich - dann vielleicht noch ein weiterer Rat. Deine Idee, eine Angehörigengruppe aufzusuchen, ist sicherlich ein erster Schritt. Aber es nützt natürlich nichts, wenn Du Hilfe suchst und Dich beraten lässt. ER - oder ihr beide gemeinsam - muss Hilfe suchen und sich beraten lassen! Aber dazu muss er selbst zunächst einmal bereit sein, (s)ein Alkoholproblem zuzugeben, sich ändern zu wollen und Hilfe annehmen wollen.

    Ich möchte Dich nicht entmutigen, und ich kann die Situation auch nur auf Grund der hier vorliegenden Informationen von Dir beurteilen, aber das dürfte ein schwerer - wenn nicht sogar aussichtsloser - Kampf für Dich werden. So, wie es sich für mich anhört, ist der Mann von der Erkenntnis und der Einsicht "Ich habe ein Alkoholproblem" noch weit entfernt. So furchtbar es ist, aber oft muss ein alkoholkranker Mensch erst ganz unten angekommen sein, bevor er die nötige Einsicht hat und sein Problem zugeben kann. Bis dahin streitet er ab, behauptet, jederzeit auch ohne Alkohol klarzukommen, wenn er nur wolle, usw.

    Mein Vater war insgesamt - verteilt über einen Zeitraum von 2 Jahren - drei Mal zur Entgiftung im Krankenhaus. Jedes Mal mit dem guten Vorsatz, danach mit dem Trinken aufzuhören. Mal dauerte es nur ein paar Tage, mal ein paar Wochen - aber er ist jedesmal rückfällig geworden. Erst als er wirklich an seinem Tiefpunkt angekommen war, war er auch zu einer Therapie bereit, die dann letztendlich die Wende brachte. Aber bis dahin waren es harte Jahre, die meine Mutter und ich tagtäglich durchstehen mussten.

    Willst Du das wirklich auf Dich nehmen? Glaubst Du, dass Du diese schwere Zeit durchstehen kannst? Und mach Dir klar: Ihr führt eine Fernbeziehung. Wie willst Du denn die nötige Unterstützung aus der Entfernung leisten? Wenn er tagtäglich von seiner Familie, seinen Freunden usw. umgeben ist, wo ein reichlicher Alkoholgenuss anscheinend zum täglichen Leben dazugehört und als völlig normal betrachtet wird? Von dieser Seite kannst Du keine Unterstützung erwarten. Ganz im Gegenteil... da wird Dir vermutlich kräftig Gegenwind ins Gesicht blasen.

    Vielleicht solltest Du Dich noch einmal fragen, ob das nicht ein Kampf gegen Windmühlen ist, den Du da aufnehmen würdest. Es ist schön, wenn Du einen liebgewonnenen Menschen nicht einfach fallen lassen willst - aber Du solltest auch Dich selbst im Auge behalten - und schützen!

    Fühl Dich gedrückt

    grusseline

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    Ach Leute,

    es ist alles so deprimierend. Ich habe vor Tagen schon Kontakt zu ihm aufgenommen und versucht, ein Telefonat zu vereinbaren. Aber es kommt immer etwas dazwischen. Mal bekommt er die Tochter einfach nicht zu Bett, und während sie wach ist, ist ihre Zeit, da telefoniert er nicht. Oder sie hat bald Geburtstag und er muß Vorbereitungen treffen. Einen Tag später hat die Ex ein privates Problem und muß getröstet werden.

    Ich bin traurig. Warum nur habe ich mich jemals darauf eingelassen, wieder einem mann zu vertrauen, tiefere Gefühle zu entwickeln? So etwas wie eine Bindung einzugehen?? Es reißt einem ja doch nur das Herz raus.
    Ich will jetzt nur noch einen Schlußstrich unter die Sache ziehen, denn so auf Warteposition gesetzt...fühlt sich nicht gut an

    Am besten, ich schreibe ihm einen Abschiedsbrief, anders bekomme ich ihn ja nicht erreicht. Vielleicht hab ich Glück und er liest ihn zuerst, bevor die Prinzessin ihn in die Finger bekommt.

    Zeitgleich meldete sich vor Tagen eine ehemalige "Bekanntschaft" von mir wieder und versucht mindestens genauso intensiv, mich zu einem Gespräch zu überreden. Ich will aber nicht mehr. Ich empfinde nichts, gar nichts mehr für diese person und habe das auch so mitgeteilt. Hätte dieser Mann nicht vor einem halben Jahr entdecken können, was er wirklich von mir will?? Warum ist das alles so kompliziert???
    Die Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...

  5. Inaktiver User

    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    Gundelrosa,

    wenn es wirklich "passt" von beiden Seiten, dann ist garnichts kompliziert ! Dann finden sich Wege und Lösungen, mit denen alle Beteiligten leben können. Auch unter schwierigen Umständen.

    Ich denke, du bist einfach an die Falschen geraten. Manchmal begegnet man sich zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Erkenntnis ist bitter, aber nicht zu ändern: jede/r für sich ist ok, aber zusammen geht es halt nicht.

    Wenn es schon zu Beginn einer Beziehung derart schwierig ist, dann sollte man/frau es schlichtweg lassen.

    Ich wünsche dir das Beste!

    Gruß, Elli

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    gundelrosa,

    ich kann elli nur zustimmen: Nun mal nicht den Kopf hängen lassen und gleich die Flinte ins Korn werfen. Diesmal hat es nicht gestimmt, aber deshalb muss frau ja nicht gleich die gesamte Männerwelt verteufeln. Irgendwo ist er schon - der berühmte Deckel, der auf Deinen Topf passt.

    Die räumliche Entfernung zwischen Euch war ja allein schon eine große Herausforderung: Auf Dauer können Partnerschaften auf Distanz einfach nicht funktionieren. Und wer gibt schon sein Zuhause, seine Familie, seine Freunde, seinen Job.... einfach alles auf, um sich ganz auf einen neuen Menschen einzulassen? Natürlich gibt es sie, diese "realen Märchen", wo eine(r) es gewagt hat und es hat geklappt, und nun leben sie glücklich bis an das Ende ihrer Tage.... Aber ich vermute, das ist einer von 100 Fällen, bei den restlichen 99 geht es schief.

    Vielleicht solltest Dir zunächst selbst ein wenig klarer werden, welcher Typ Mann zu Dir passen könnte und welche Vorraussetzungen er mit sich bringen sollte. Dir fiel es jetzt schwer, seine Verantwortung und die von ihm dazu benötigte Zeit für ein Kind aus der vorherigen Beziehung/Ehe zu tolerieren? Vielleicht passt dann ein besser ein Mann zu Dir, der keine Kinder hat. Du lehnst es auf Grund deiner Erfahrungen aus Deiner Kindheit ab, wenn Männer zu locker und leichtfertig größere Mengen Alkohol konsumieren? Dann diese Frage schon beim Kennenlernen abklopfen und genauer hinsehen.

    Auf der Suche nach einer neuen Liebe neigen wir Frauen halt dazu, bei Männern über "Unstimmigkeiten" hinwegzusehen oder uns diese schön zu reden, oder wir versuchen es nach dem Motto "Was nicht passt, wird passend gemacht." Klappt aber meistens nicht, und dann kommt nach einiger Zeit die Ernüchterung. Wie sagten unsere Großmütter schon:"Drum prüfe, wer sich ewig bindet..." Auch wenn es nicht gleich für ewig sein soll, aber an dem Sprichwort ist schon etwas Wahres dran.


    Kopf hoch, irgendwann begegnet auch Dir der Richtigen!
    Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare - sie inszinieren ihre Wunder selbst.

    Wenn Sie die Bewunderung vieler Männer gegen die Kritik eines einzigen eintauschen wollen,
    dann los, heiraten Sie!
    [Katharine Hepburn]

    Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser!

  7. Moderation

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    Liebe Grundelrosa,

    mir ist beim Lesen deiner Beiträge mehrmals der Begriff "feige" begegnet, den du anscheinend abwertend (du wünschst wohl, es du wärst mutiger?) auf dich beziehst.

    Dazu denke ich mir folgendes: "feige" ist einfach der innere Punkt, an dem du zur Zeit stehst. Ich nehme an, du hast schon so Einiges erlebt, hast vermutlich schon Löwenmut (für andere) gehabt und viel Verantwortung getragen. "Feige" beschreibt also nur einen Teil deiner Selbst, in bestimmten Situationen.


    Wenn es dir gelingen würde, den kleinen und hilflosen, ängstlichen Teil in dir anzunehmen und nicht gleich zu verwerfen, dann könnte "feige" ein ganz wertvoller, wichtiger Ausgangspunkt sein, um dich weiterzuentwickeln. Wenn du die Frage stellst, welche Unterstützung, welche (innere) Sicherheit bräuchte ich, um nächstes Mal nicht "feige" den Mund zu halten, zu nicken, zu schweigen, mitzumachen (beim Alkohol, beim Quickie, beim Zurückstehen). Dann kannst du allmählich mehr wagen, ohne dich innerlich abzuwerten oder zu überfordern.


    "Feige" kann ein ganz wertvoller innerer Anteil sein, wenn du schaust, was dahinter ist.

    Just my 2 øre.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??

    [
    Geändert von mutter (17.09.2012 um 18:42 Uhr)

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