Genau deshalb ist mir ja das Herz so schwer...
Im tiefsten Inneren weiß ich, wie die Entscheidung ausfallen wird, denn ich bin zutiefst geschädigt aus meiner Familie hervorgegangen. Alkohol ist bei mir zwar kein no go, aber er wird mit Respekt gehandhabt und in Maßen genossen-keinesfalls als "Allheilmittel" eingesetzt. Und als Mittel zum "gut draufkommen" und gute Laune verbreiten schon gar nicht.
Und ja, im Grunde ist das die Hauptbaustelle...
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Ergebnis 11 bis 20 von 28
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04.09.2012, 17:18
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Die Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...
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04.09.2012, 17:23
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Die Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...
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04.09.2012, 17:30
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
warum dich selbst schlagen? das tut nur weh und bringt nichts.
du weisst was du nicht möchtest (beispiel: deine mutter)---------- aber du bist mit dem thema nicht wirklich durch.
dieser mann gibt dir die chance das thema: alkohol und beziehung auf ein neues ab- und durchzuarbeiten. meine erfahrung im leben: das leben gibt dir wieder und immer wieder die möglichkeit deine baustellen aufzuarbeiten. bis du es tatsächlich gelernt hast.
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04.09.2012, 17:53Inaktiver User
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04.09.2012, 18:35
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04.09.2012, 18:47
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Ja, es war meine Mutter, die jahrelang, jahrzehntelang die Familie zusammenhielt, verschwieg, vertuschte, einsteckte. Sich erniedrigen und brechen ließ, während wir Kinder zusahen. Am Ende wurde sie selber zur heimlichen Trinkerin, ihr Tod war eine lange Quälerei.
Von daher: Es gibt bei mir Dinge, die sind so offensichtlich, dass ich sie einfach nicht erkennen will...Die Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...
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05.09.2012, 10:22Inaktiver User
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Gundelrosa,
was du über seinen Umgang mit Alkohol schreibst, ginge für mich garnicht ! Wenn du bereits einschlägige Erfahrungen damit aus deiner Kindheit hast, weisst du ja, wie solche Geschichten langfristig laufen.
Da ist der Quicky vor deiner Abfahrt wohl das kleinste Problem....
Gruß, Elli
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05.09.2012, 13:40Inaktiver User
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Aus meiner Erfahrung sollte solchen unguten Gefühlen immer getraut werden.
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05.09.2012, 17:49
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Gundelrosa,
ich denke auch, dass die Tochter kein wirkliches Problem für die Beziehung darstellt - das sollte sich durch ein offenes Gespräch ("Ich wünsche mir ein bißchen mehr Zeit zu Zweit") und Absprachen ("Beim nächsten Treffen sehen wir uns für drei Tage - davon möchte ich gerne einen Tag ganz mit Dir allein verbringen.") klären lassen.
Kritischer sehe ich auch die Nebenbaustelle "Alkohol" - hier sollten wirklich die Alarmglocken bei Dir klingeln. Nur hat das nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass Du anscheinend offensichtliche Dinge nicht erkennen WILLST....
So, wie Du Deine Mutter beschreibst, war sie die klassische Co-Alkoholikerin, d.h. sie hat durch ihr Verhalten lange Zeit ermöglicht, dass Dein Vater seine Sucht zunächst ohne Konsequenzen für ihn fortsetzen konnte. Sie hat versucht, seine Sucht nach außen zu vertuschen, hat das Verhalten Deines Vaters sich selbst und anderen gegenüber schön geredet, Ausreden für ihn erfunden usw. Und dieses Verhalten überträgt sich oft auch auf die Kinder.
Wir lernen ja viele unserer Verhaltensweisen von unseren Eltern (z.B. wie Erziehung geht) - und übernehmen diese Verhaltensweisen später, wenn wir selbst erwachsen sind. Das kennen vermutlich alle Mütter hier: Da hat man sich fest vorgenommen, später bei den eigenen Kindern alles anders, alles besser zu machen.... und dann passiert es doch! Da ist z.B. der berühmte Satz "Solange Du Deine Beine unter meinen Tisch... usw." herausgerutscht, obwohl man diesen Satz früher selbst gehasst hat und NIEMALS zu seinen eigenen Kindern sagen wollte. Gerade in stressigen Situationen oder im Streit rutschen wir ab in Verhaltensweisen, die uns von unseren eigenen Eltern vorgelebt wurden und die wir so unbewusst von den Eltern gelernt haben.
So ist es auch beim Thema Alkoholismus. Es ist nicht so, dass Du das Problem nicht erkennen WILLST - das hast Du ja schon längst getan, Dir nur noch nicht so richtig eingestanden ("Nebenbaustelle"). Dadurch, dass Du Das Thema nicht offen ansprichst, deckst und förderst Du seinen Alkoholkonsum. Du hast bisher geschwiegen und hoffst vermutlich insgeheim auf eine Änderung und Besserung seines Verhaltens - und machst Dir damit selbst etwas vor. Und damit orientierst Du Dich unbewusst an dem Verhalten, dass Deine Mutter Dir früher vorgelebt hat. Nur damit tust Du weder ihm noch Dir einen Gefallen.
Schwierige Situation.... denn selbst, wenn Du Deine Befürchtungen hinsichtlich seines Alkohol-Konsums/-Problems offen ansprichst, wird er vermutlich alles abstreiten, als völlig harmlos darstellen und überhaupt nicht zugeben wollen, dass es da ein Problem gibt. Hilfe wird er als völlig unnötig betrachten und vermutlich auch von Dir nicht annehmen wollen.
Wirklich raten kann ich Dir in dieser Situation leider nichts.... vielleicht nur: Horche am besten einfach noch einmal in Dich hinein, wie Du Dich dabei fühlst und was Du wirklich willst, und dann sprich es ihm gegenüber offen aus und handele entsprechend. Das ungute Gefühl, dass Du schon in Dir hast, ist ja ein erster deutlicher Hinweis....
Alles Gute Dir!
PS: Mein Vater war übrigens auch alkoholkrank, daher kann ich gut nachvollziehen, was Du in Deiner Kindheit erlebt hast und was jetzt in Dir vorgeht. Er hat zwar nach vielen Jahren und mehreren Entgiftungen letztendlich eine Therapie gemacht und war die letzten 20 Jahre seines Lebens "trocken" - aber trotzdem hat das in unserer Familie Spuren hinterlassen.
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05.09.2012, 19:18
AW: Wofür braucht dieser Mann eigentlich eine Frau??
Grusseline,
ich hab jetzt eine Gänsehaut und mir steigen die Tränen in die Augen!
Danke, danke für diesen sehr wertvollen Beitrag. Genauso ist es.
Ja, ich denke, eine Kontaktaufnahme mit einer Angehörigengruppe wird mir helfen, eine Entscheidung zu treffen, denn einen Menschen, den ich in mein Herz geschlossen habe, einfach fallen lassen- das kann ich nicht.
Vielen DankDie Schöpfung hatte mit allem einen Plan: Frauen sind anmutig, bezaubernd und schön, Männer sind...nun ja, machen wir weiter: Blumen sind bunt und riechen gut...




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