Hallo, Guten Morgen,
im Prinzip bin ich erstmal froh, dass ich mich einigermaßen wieder gefunden habe, um den Weg mit meiner Tochter zu gehen.
Um einen Kühlen Kopf zu behalten, habe ich mich mal belesen, was den Umgang betrifft. Als Kindsvater und Kind.
Noch steht ja gar nichts fest. Es ist auch noch kein Unterhalt da für diesen Monat, obwohl meine Bankverbindung weiter gegeben wurde.
Naja. Momentan sträubt sich ja die Frau des KV gegen einen Kontakt mit seinem Kind.
Wenn es aber dazu kommen sollte, dass sie dem wohl oder übel zustimmen wird, will sie dass er nicht in Kontakt mit mir kommt. Wir wohnen weit auseinander, also wie läuft sowas ab? Kann sie drauf bestehen, die Kleine von jemand anderem abholen zu lassen? Problem ist, die Kleine, wenn sie den- oder diejenige nicht kennt, dann steigt sie in kein Auto ohne mich. Ist ja auch richtig. Man arbeitet ja lang genug drauf hin, dass die Mäuse nicht mit Fremden mitgehen sollen. Außerdem bei den ersten Treffen fände ich es als Mama besonders wichtig dabei zu sein, nicht wegen ihm, sondern ihr. Ich weiß, wie es mir ging, als ich mit Tatsachen konfrontiert wurde, aber so ein kleines Mädchen, was soll sie denken?
Das ist das eine. Wie reflektieren Kinder das Erlebte? Sie ist eher so, dass sie schluckt, wenn jemand schlecht zu ihr ist. Das kommt irgendwann raus, wenn man nicht damit rechnet. Wie kann ich sie vorbereiten, wenn es spruchreif ist?
Was passiert, wenn seine Frau irgendwann sagt, sie will das nicht mehr, weil sie nicht mit klar kommt oder sie mit der Kleinen nicht zurecht kommt? Müssen wir das hin nehmen, oder zählt dann die Kleine eher?
Ich weiß, das sind alles Gedanken über ungelegte Eier. Aber ich möchte für mich innerlich vorbereitet sein. Nochmals eine so effektüberladene Situation pack ich nicht. Und, und das ist der Hauptangelpunkt, diesmal ist die Kleine mittendrin.
Ich möchte definitiv, dass sie mit ihrem Paps Umgang hat. Fürchte nur, dass sich die Gegenseite sperrt oder aber mobbt..
LG Schlummi
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15.03.2012, 09:03
Angst vor Ablehnung bei Umgang
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15.03.2012, 09:22
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Guten Morgen,
wie ist der aktuelle Stand?? Will der KV inzwischen Kontakt oder bleibt er dabei, dass er sie nicht sehen möchte??
Es gibt diverse Möglichkeiten, meist über die JÄ, Umgänge begleiten zu lassen und Wege zu finden, dass es dem Kind dabei gut geht.
Voraussetzung ist, dass der KV den Kontakt überhaupt möchte. Und das sehe ich nicht. Aus welchen Gründen auch immer.
Ein verpflichtender Umgang, vom JA vorgeschrieben oder im Extremfall vom Gericht, ist definitiv NICHT im Sinne des Kindes. Dann sind Manipulationen Tür und Tor geöffnet.
Du wirst nicht umhin kommen, erstmal die Beziehung zu Deinem Ex zu klären. Wenn das so streitig bleibt, tust Du Deinem Kind mit dem Umgang keinen Gefallen.
Lg, amazone
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15.03.2012, 09:28
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Hallo Amazone,
nee geklärt ist noch nichts. Soweit ich weiß, will er wohl Umgang, aber sie nicht.
Bevor ich mich vor Gericht mit ihm streite, lass ich es. Dann werd ich mir aber irgendwie bescheinigen lassen, dass diese Entscheidung zum Wohle des Kindes getroffen wurde. Nicht, dass ich im Nachhinein mal eins über bekomme.
Zum Klären unserer Beziehung werd ich nicht kommen. Gibt ja null Kontakt. Deshalb bereitet mir das auch Magenschmerzen. Ein Umgang mit der Kleinen ist nicht möglich, wenn wir nicht miteinander sprechen (dürfen).
Zum k...
LG Schlummi
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15.03.2012, 11:31
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Grad kam der Unterhalt.. zumindest was..
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15.03.2012, 12:51
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Frag beim JA nach. Du hast da doch eine Beraterin.
Es gibt dort ausgebildete Leute, die sich um "Scheidungskinder" kuemmern.
Es wird sicher etwas dauern, bis Deine Tochter da Vertrauen fasst, aber es waere gut, wenn sie Hilfe bekommt und nicht denkt, sie waere Schuld oder nciht leibenswert fuer ihren Vater. Das denken die Kinder leider sehr oft ...
Mein Stiefsohn hat immer recht offen mit mir gesprochen, aber seine große Schuld, die er sich aufgeladen hat, hat er mir 5 Jahre lange verschwiegen und nur in sich getragen. Er dachte, er waere Schuld, dass sein Vater gegangen ist. Weil er sein Auto in die Musixbox seines Vaters geworfen hat (die hat vorne ein Loch, wo das Auto genau reinpasst
). Und weil er nicht artig war.
Ich sage Dir das Beispiel, um Dir zu vermitteln, wie ganz anders die Gedankengaenge der Kinder in dem Alter sind (er war auch 5 bei der Trennung).
Kinder, deren Elternhaus wegbricht, koennen auch tief in sich ein großes Probelm mit Vertrauen in die Liebe und Bestaendigkeit der anderen Menschen bekommen. Es ist aber fuer den Selbstwert, das Selbstbewusstsein wichtig, sich geliebt zu fuehlen und sich vertrauensvoll an Menschen zu binden.
Und was das Treffen angeht mit dem KV - stopp Dein Kopf-kino und warte mal ab. Und da kann die Person, die sich um Deine Tochter kuemmert (wenn du denn Hilfe beim JA erfragst), auf jeden Fall helfend zur Seite stehen.
Es besteht z.B. die Moeglichkeit, dass er Deine tochter in den RAeumlichkeiten des JA zusamen mit der JA-Person sehen darf. Aber die Person wird dann auch beurteilen koennen, ob und wie der KV-Kontakt gut fuer Deine Tochter ist.
Ich lese auch Deinen anderen Strang und lobe Dich mal, weil ich finde, Du machst das fuer die kurze Zeit echt klasse!Dala
Walk what you talk
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15.03.2012, 13:00
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Liebe Schlummi,
erst einmal vorab und zur Beruhigung für Dich: Du siehst momentan Gespenster und größere Berge als da wirklich sind.
Ich hab auch Deinen anderen Strang verfolgt, weiß also ein wenig über Deine Geschichte.
Die Ehefrau des Vaters kann rechtlich bindend gar nichts fordern. Was sie bei ihrem Mann durchsezten kann ist ein anderes Thema.
Sollte es also dazu kommen, dass der Vater weiterhin Kontakt zu eurer Tochter möchte, kann er sie sehr wohl bei Dir abholen. Wie er das seiner Frau beibringt ist allein seine Angelegenheit. In der Vergangeheit war er ja wohl auch ganz gut darin seine Anwesenheit bei euch seiner anderen Familie gegenüber zu verschleiern. Vielleicht belügt er seine Frau einfach weiter.
Sollte der Vater sich den Wünschen seiner Frau beugen gibt es Möglichkeiten des Besuchs auf neutralem Boden. Deine Beraterin im Jugendamt kann Dir das genauer und besser erläutern.
Nie und nimmer würde ich an Deiner Stelle unter den gegebenen Umständen einem Besuch des Kindes beim Vater und dessen Ehefrau zustimmen. Das kann bei so viel Ablehnung seitens der Frau nicht zum Wohl des Kindes sein.
Umgangsrecht kann man auch wahr nehmen indem man ein Wochenende mit der Tochter im Hotel oder auf dem Campingplatz verbringt. Oder es finden erst mal nur Tagesbesuche statt.
Auch hierbei kannst du im Jugendamt fundierte Auskunft erhalten.
Wie oft war der KV denn in der Vergangenheit bei euch und wie lange dann jeweils? Du hast mal geschrieben, dass es keine Zahnbürste von ihm in deinem Bad gibt. Gibt es andere Dinge, die eindeutig dem Vater zuzordnen sind in Deiner Wohnung? Ich frage nicht aus Neugier, sondern weil ich denke, dass das Einfluß darauf haben kann, wie Deine Tochter mit der neuen Situation klar kommt.
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15.03.2012, 13:04
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Oh. Wow. Vielen Dank. Ich versuch zumindest mein Bestes. Weil ich helfe meiner Kleinen ja nicht, wenn ich mich hängen lasse. Und wenn sie mich nur noch in fertig und traurig sieht, dann nimmt sie sich das vielleicht stärker an, als ich ohnehin schon denke. Drüber weg bin ich noch lange nicht. Als der Unterhalt eintraf (online geschaut), da standen als Überweisende sein Name und der seiner Frau. Das war ein Hieb in den Magen. Gott, wars mir wieder schlecht. Pipi in den Augen. Aber was mich tröstet, nicht nur ich werde damit nun monatlich konfrontiert. Ich bin fies, ich weiß.
Wegen des Umgangs werde ich wirklich nochmal mit der SB beim Jugendamt sprechen. Ich denke aber, dass ich das allein tun werde, ohne die Kleine. Sie soll vom Hintergrund nichts mitbekommen. Zumindest nicht, wie verhärtet die Fronten sind. Ich will nicht, dass sie dadurch ein anderes Bild von ihrem Papa bekommt. Nicht durch mich und nicht durch Gespräche, die ich führen muss.
Ich hoffe nur, der Test kommt bald..
LG Schlummi
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15.03.2012, 13:12
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
@bigbeat. Ja, das mit der Zahnbürste stimmt. Da er beruflich auch viel unterwegs ist, kam das auch nie zur Sprache, warum Papa keine Zahnbürste da hat. Sie kennt ihn, mit Tasche in der Hand, wenn er kommt und geht.
Er hat versucht oft zu kommen. Mal einmal im Monat, mal alle 6 Wochen. Darauf hab ich dann bestanden, weil die Kleine an ihm eben auch hängt. Wenn er da war, bei uns dann meist 3-5 Tage. Wir sind zudem auch oft zusammen eine Woche weg gewesen. Er hat dann einfach eine "Dienstreise" zu Hause angegeben und war mit uns weg. Also wir waren nicht nur stundenweise zusammen, sondern richtig auch.
Dass er sie nochmal hintergeht glaub ich nicht. Das hat er mit fester Stimme am Tel gesagt. Keine Heimlichkeiten mehr, deshalb auch Kontaktverbot für mich. Ich glaube nicht, dass er sich dem Diktat seiner Frau beugen wird. Wenn sie sagt, Treffen ohne mich oder gar nicht, dann eher gar nicht. Nur ehrlich, kann ich am Anfang der Kleinen das nicht antun. Sie muss das eh erst verdauen und soll keine Schuldgefühle entwickeln. Sie kennt uns als harmonisch und würde total einknicken, wenn sie sieht, dass Papa und Mama auf einmal nicht mehr miteinander reden, geschweige denn sich sehen dürfen. Selbst wenn jemand vom JA dabei ist. Ich hab das Sorgerecht und solang sie minderjährig ist, noch dazu in dem Alter, kann man nicht verlangen, dass ich zum Wohle der Ehefrau auf ihre Belange Rücksicht nehme und das Wohl meines Kindes aus dem Auge verliere. Mag sich hart anhören.
LG Schlummi
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15.03.2012, 13:34
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Schlummi,
sei mir nicht böse, aber da verrennst Du Dich gerade.
Warum sollte Deine Tochter ihren Vater nicht ohne Dich sehen können?
Millionen von Scheidungskindern kriegen das hin.
Natürlich ist das für Dich zunächst einmal ungewohnt, aber Du wirst sehen, dass Du mit der Zeit so einen kindfreien Tag durchaus zu schätzen lernst.
Die meisten Kinder in Trennungssituationen haben daran zu knabbern, dass Mama und Papa nicht mehr miteinander reden etc. Da Dein Freund sich aber ja nun einmal klar für eine Trennung von Dir entschieden hat, bleibt auch eurer Tochter nichts anderes übrig als durch dieses dunkle Tal zu marschieren. Hier gilt, dass es besser ist von Anfang an klare und ehrliche Worte zu finden, als dem Kind eine "heile Welt" vorzuspielen. Papa kommt nicht mehr in eure Wohnung, Papa verreist nicht mehr mit euch beiden, Papa will mit dir nicht mehr zusammen sein, ABER Papa hat immer noch seine Tochter lieb und will sie so oft wie möglich sehen.
Ich denke im übrigen, dass es Deiner Tochter im Gegensatz zu vielen anderen betroffenen Kindern schon leichter gemacht wird, da sie ja gar keinen regelmäßig und überwiegend anwesenden Papa kennt. Zwischen alle paar Wochen ein paar Tage und jeden Abend und jedes Wochenende sind Welten. Glaub bloß nicht, dass sie noch zu jung ist um nicht zu bemerken, dass es in anderen Familien Väter gibt ohne Tasche in der Hand.
Ich weiß, dass klingt für dich jetzt hart und wahrscheinlich auch lieblos. Ist aber nicht so gemeint. Ich halte es nur immer für zielführend sich die Fakten genau anzusehen.
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15.03.2012, 13:38
AW: Angst vor Ablehnung bei Umgang
Da könntest Du recht haben, dass es ihr vielleicht leichter fällt. Das ist richtig.
Vielleicht muss ich einfach drauf vertrauen, dass man mit ihr gut umgeht. Das ist irgendwie grad jetzt sehr schwer. Sicher, ER würde ihr nie was tun. Das weiß ich ganz sicher. Vielleicht muss ich wirklich erstmal warten, was da kommt und wie es sich entwickelt.
Komisches Gefühl irgendwie.


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