Hallo ihr Lieben,
ich weiß nicht mehr weiter, und ich weiß auch nicht ob ich überempfindlich bin oder ob es noch im Bereich des normalen ist.
folgendes Problem:
Mein Partner hat einen 12 jährigen Sohn der im Wochenweisen Wechsel bei ihm und der KM lebt. auch in den Zeiten wo er bei der Mutter ist kommt er gelegentlich zu meinem Partner in die Wohnung und hält sich dort auf.
leider hat er es nicht so mit Hygiene, obwohl mein Freund da total hinterher ist. z.b. hält es der Junge nicht für nötig nach der Toilette die Hände zu waschen. ist mein Freund da und bekommt es mit schickt er ihn zurück um es nachzuholen, aber wenn er alleine ist ....?
an dem Spuren an der Klorolle (die steht lose auf einem Sims neben der Toilette so das man sie in die Hand nehmen muss um Papier ab zu machen) sieht man deutlich die Spuren des großen Geschäftes das er wohl z.t. an den Händen hat. das find ich noch nicht sooo tragisch, die blätter kann man abreißen und gut ist. nur: er faßt mit den Händen dann auch Lebensmittel an, z.b. das Brot das er zum aufschneiden mit der Hand festhält oder auch Wurst, Käse, kommen da mit in Berührung wenn er sie aus der Packung entnimmt.
Mein Freund findet es ebenfalls eklig, weiß aber keine wirkliche Lösung.
dazu kommt das der Junge aus Flaschen, Milch-, und Saftpackungen trinkt, Glas - wozu?
und diese packungen dann aber wieder zurück stellt. bei Wasserflaschen z.B. fiel mir schon auf das Krümel darin schwimmen - woher wohl...
Ich bin inzwischen so weit das ich nur noch Lebensmittel esse wo ich weiß das er nicht dran war (wobei ganz sicher sein kann man nie), aber ganz klappt das natürlich nicht, z.b. wenn der Junge morgens fürs Frühstück die Brötchen aus dem Herd holt esse ich nur noch mit "hohlen Zähnen"
ich bin sehr viel bei meinem Freund zum einen weil wir das Zusammenleben genießen, zum andere auch aus praktischen Gründen da ich in seiner Stadt arbeite und 50km weit weg wohne. Wir planen auch dieses Jahr zusammen zu ziehen.... wäre auch alles super... wäre der Punkt nicht.
Hat jemand einen Rat?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 96
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09.03.2012, 11:09
Ekel vor dem Sohn des Partners
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09.03.2012, 11:21
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Also, eklig fände ich das auch.
Und ein bisschen zusammenreißen kann ein 12-jähriger sich durchaus.
Es wäre an deinem Partner, sich um das Problem zu kümmern. Egal, ob er da jetzt spontan eine Lösung hat oder nicht. Es ist sein Sohn, der ist ein Kind, ein Kind kann Umgangsformen lernen.
Ist er daheim bei der Mutter auch so?
Oder ist er bei euch nur ein "Protestkacker"?
Hat er generell keine adäquaten Verhaltensweisen drauf oder ist das nur bei euch so?
Mangelts ihm genrell an Erziehung, kann dein Partner sich nicht durchsetzen, will er euch testen?
Versucht doch erstmal, euch an den Kern der Problematik vorzuarbeiten und überlegt dann, welche Maßnahmen ergriffen werden können.
Bzw.
Das wäre eigentlich alles nicht unbedingt deine Aufgabe sondern die der Eltern. Mittelbar aber irgendwie ja auch deine Aufgabe, denn es betrifft dich auch.
Wie gesagt, mich würde das auch ekeln.
Aber man kann doch sowas klären, denke ich.
Und primär ist es erstmal an den Eltern, das zu klären.
LG
HexlGeändert von Hexl (09.03.2012 um 11:26 Uhr)
The difference between try and triumph is just a little "umph"
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09.03.2012, 11:24
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Wie sind denn Vater und Mutter? Auch eklig und unhygienisch. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Birnbaum

Spaß beiseite, dass Verhalten beim Vater ansprechen und der soll das klärenAlles Liebe, Nellie
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WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
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09.03.2012, 11:30
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Sehe ich auch so.
Darüber hinaus würde ich ihm gegenüber, auch wenn der Vater dabei ist, durchklingen lassen, dass mich seine mangelnde Hygiene anekelt, dass er sehr wohl in der Lage sein sollte, Klopapier richtig zu benutzen und sich die Hände zu waschen und dass ich nicht möchte, dass er Lebensmittel oder ähnliches anfasst.
Ich glaube, ich würde auch nicht mehr mit ihm zusammen essen wollen.
Es liegt an deinem Partner, dort knallhart durchzugreifen.
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09.03.2012, 11:36Inaktiver User
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Als erstes würde ich eine Klorollenhalterung anbringen. Wenn das nicht möglich ist, dann an den Tagen, wo der Junge da ist, feuchtes Toilettenpapier verwenden und zwar: einzeln verpackt.
Und nun mal Zukunftsvisionen: Wenn Ihr zusammen zieht: wer macht dann die Wäsche?
Liebe Wallaby,
auch der Sohn meines Mannes ist so einer, der scheinbar mit Allergien auf Wasser reagiert.
Zu Deinen angeführten Problemen:
Brot nur noch geschnitten kaufen, so nimmt er nicht den ganzen Laib in die Hand.
Für Wurst und Käse auf dem Tisch immer eine Gabel mit dazu legen.
Dieses - aus der Flasche trinken - habe ich etwas für mich lösen können. Allerdings auch aus der Situation heraus, dass leere Flaschen im Zimmer liegen blieben. Anfangs habe ich mir noch die Mühe gemacht, mit Plastiktüten das Leergut einzusammeln und dann habe ich mir vom Leergutgeld einen "bunten Abend" gemacht
Ich habe dem Jungen mehrmals erklärt, dass es unhygienisch für mich ist, wenn er aus Tüten und Flaschen trinkt. Und auch, dass leere Flaschen nicht unter das Bett gehören.
Aber das ging in ein Ohr hinein und kam aus dem anderen wieder heraus.
Meine Lösung dafür war: er bekommt seine eigenen Getränke.
Und das Pfandgeld musste er mir geben. Pro Flasche 25 cent, dafür musste er sie wieder wegbringen und bekam das Pfandgeld dort wieder.
Das ist recht hart von mir gewesen, aber ich kam da nicht mehr gegenan.
Leider kommt Dein Partner nicht drumherum, mit dem Jungen Tacheles zu reden.
Sein Sohn kam auch nach Stunden aus dem Bad, weil er duschen sollte. Aber man roch keine Erfrischung an ihm, die Handtücher waren trocken, aber die Dusche lief in gleichlautem "Strom" (d.h.:niemand bewegte sich unter dem Duschstrahl).
In dem Alter musste der Junge noch antreten zur Schnupperprobe.
Wenn wir heute mitbekommen, dass die Toil.Spülung ging und sofort die Tür klapperte, dann gibt es ein:
Hände waschen! Ruf. Und zwar mit Seife.
Dein Satz:
z.b. wenn der Junge morgens fürs Frühstück die Brötchen aus dem Herd holt esse ich nur noch mit "hohlen Zähnen"
Alternative: ER holt die Brötchen nicht mehr aus dem Herd.
Solange er so unhygienisch ist, fasst er solche Dinge nicht mehr an. Das kannst Du ihm ruhig sagen, sobald ihr zusammen lebt. Dann seid Ihr sporadisch eine WG und jeder hat sich an die Gegebenheiten zu halten.
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09.03.2012, 12:12
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
erst mal vielen dank für die vielen schnellen Antworten!
das Grundproblem ist, sowohl bei Mutter als auch bei Vater, das der Junge eine Sch... egal- Haltung an den Tag legt, es intressiert ihn nicht, was man ihm sagt oder worum man ihn bittet.
Man redet mit ihm, er hört zu, dreht sich um und macht weiter wie gehabt.
Wir haben ihm beide schon mehrfach erklärt das es eklig und unhygienisch ist, er lacht sich dann eins. Sei Vater wurde auch schon richtig sauer und hat Konsequenzen gezogen (PC-Verbot) was von dem Jungen als unfair und einfach nur fies gesehen wurde, er hat ja nichts getan, nur gelacht. er findet generell nur schwer den Punkt an dem mal Schluss ist.
Wie es bei der Mutter ist weiß ich leider nicht, nur das er auch da zum duschen gezwungen werden muss, freiwillig geht da gar nichts. und ihn störts auch nicht wenn er entsprechend riecht.
Die Eltern sind normal gepflegte Leute, er bekommt bei uns ja auch mit das wir regelmäßig duschen und uns die Hände waschen.
ich muss sagen, ich bin immer ganz "froh" wenn ich die Spuren an der Klorolle sehe weil ich dann vorgewarnt bin z.B. das er in der Mama-Woche bei uns war. leider ist das Klo in einem extra-Raum der superschmal ist, da eine Halterung anzubringen ist schwierig.
@rockpommel: wenn er die Flaschen mit in sein Zimmer nehmen würde und dort leeren wäre mir egal wie er drauß trinkt. es geht um die die er einfach wieder zurück stellt und ich nicht weiß: hat er oder hat er nicht?
wobei ich dafür eine Lösunge habe inzwischen: die Flaschen mit meinem Lieblingssaft schließe ich ein, bisher hat er noch nicht mitbekommen das sie im Schlafzimmerschrank stehen.
Mein Partner ist ja schon wie ein Luchs hinterher, das Problem ist die Zeit wo er / wir nicht zuhause sind und nicht kontrollieren können was der Junge da tut.
ich weiß das bei Teenies, gerade bei männlichen Hygiene nicht gerade hoch im Kurs steht, wie ist es denn bei andren mit Jungs in dem Alter? alle so wasserscheu?
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09.03.2012, 12:24
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
wallaby,
da straeuben sich mir schon beim lesen die nackenhaare auf . .
ich kann dir da nur einen rat geben: meide die wohnung deines partners. klingt hart, aber warum solltest du die erziehungsdefizite der eltern ausbaden muessen?
alles liebe!
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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09.03.2012, 12:42
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Wurde das PC-Verbot durchgezogen oder ist dein Freund eingeknickt ?
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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09.03.2012, 12:44Inaktiver User
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Liebe Wallayby,
Getränke verschliessen im Schlafzimmer!!! ist keine wirkliche Option.
Natürlich sind sie dort sicher, aber überleg mal, was das für ein "Leben" ist.
Lebensmittel im Schlafzimmer...irgendwann kommt noch Dein Lieblingsgouda hinzu?
Irgendwer hat den Jungen den "Protestkacker" genannt. Das kann durchaus sein.
In unserem Fall ist es so, dass die leiblichen Eltern sauber und gepflegt sind.
Meine Schwiegermutter nannte dieses immer: er rebelliert.
Ich fand diesen Spruch immer nervtötend, aber mit der Unsauberkeit, der Unordnung etc. konnte er Unfrieden stiften. Weil er selbst nicht mit sich im "reinen" war.
Aus der Flasche/Tüte trinken ist Bequemlichkeit. Zu faul, ein Glas zu nehmen und zweimal die Handbewegung zu machen: einschenken, Glas anheben und trinken. Und dann auch noch 2 Dinge wegstellen müssen.
Wenn Du die Möglichkeit hast, in seinem Ort erstmal eine eigene Wohnung zu nehmen, dann nutze diese.
Ich würde es mir rückblickend gesehen mit dem Sohn meines Mannes nicht mehr antun wollen.
Hinterher ist man immer schlauer....
Allerdings: dieses "aus der Flasche trinken", das machen viele Leute/Kinder. Beim eigenen Kind sieht man das auch nicht so eng.
Obwohl unhygienisch: wenn das eigene Kind sich nicht die Hände gewaschen hat, dann ekelt man sich auch nicht.
Bis zu einem gewissen Alter denken Kinder nicht daran, sich nach jedem Toilettengang die Hände zu waschen und tatschen alles an. Okay, mit 12 Jahren sollte das selbstverständlich sein.
Aber es gibt genug Erwachsene, die das auch nicht machen. Und deren Eltern haben sich vielleicht diesbezüglich vorbildlich verhalten und trotzdem.....
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09.03.2012, 13:14
AW: Ekel vor dem Sohn des Partners
Ganz so schlimm war der Sohn meines Mannes hygienisch nicht, aber schon recht aehnlich. Der "Hände waschen"-Ruf-"mit Seife" klang auch bei uns jahrelang durch die Raeume.
Es ist wirklich unhygienisch, was Du da erzaehlst, eklig.
Meine Aufmerksamkeit liegt aber auch in der Haltung des Sohnes. Er bekommt viel Aufmerksamkeit damit, oder? Ist es schon die Pubertaet oder sind da auch Nachfolgen der Scheidung? Wie stehen denn KM und KV zueinander als Eltern?
Wie reagiert er denn selber auf "fremde" Kot-haende an seinem Essen? Oder auf Geruch bei anderen Leuten? Wie riecht sein Zimmer? Macht er da selber sauber? Mit staubwischen (feucht)?
Geht er gerne ins Freibad?
Ich habe meinem Stiefsohn mehrfach deutlich meinen Ekel gezeigt. Er hat aber auch immer gerne mit mir geknuddelt - ich habe ihn dann ab einem Zeitpunkt abgewiesen, weil er so ungewaschen und eklig war. Das hat ihm was ausgemacht und ihn zum duschen gebracht.
Geholfen hat also eher die Gefuehlsebene zwischen uns, als die harten Konsequenzen aus seinem "Unwaschen".
Er hat mich einmal sogar mit zwei heftigen Darmviren angesteckt. Da haben wir zusammen gebacken und er hatte behauptet, seine Haende gewaschen zu haben. Hatte er dann nicht ... und ich war fast zwei Wochen richtig krank aus dem Verkehr gezogen. Das hat ihn geschockt. Endlich war aus dem Gerede mal eine echte, reale Folge entstanden.
Als Konsequenz fuer sein Nicht-Waschen wuerde ich ihm (in einem vorhergehenden Gespraech mit ihm ueber das Thema ansagen) verbieten, etwas anzufassen, was ihr beruehrt. Es gibt sein Brot an einer extra Stelle, sein Getraenk am selben Platz, weit entfernt von Euren Sachen ...
Oder sein Name auf der Flasche, aus der er trinken kann.
Oder: kein Glas - kein Getraenk!
Ungeduscht auf das Sofa? Nee, das kan man nicht dauernd reinigen, der Geruch bleibt drin. "Also bitte, geh doch jetzt mal eben duschen (mit Seife) und dann machen wir es uns zusammen gemuetlich auf dem Sofa."
Feste Duschtage einrichten - er hat dann zu duschen. Punkt. Und muss natuerlich erinnert werden ... jedes mal wieder.
Und auf jeden Fall muss die Ausfuehrung der Regel jedes Mal nachgeprueft werden, ist KV so konsequent und diszipliniert?
Ich habe mir damals einen Wochenplan geschrieben um an alles zu denken und den Jungen immer zu erinnern und zu kontrollieren.
Es ist schwer von außen zu beraten. Es sollte fuer den Jungen klar nachvollziehbar sein, welche unweigerlichen Folgen sein "ekliges" Verhalten nach sich zieht. Aber ohne Aggression, ohne boese zu sein. Eher liebevoll, aber knallhart konsequent.


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