Borderliner sind "alles" - und d.h. in guten Phasen (weiß) sind sie mitunter sehr einnehmend, einsichtig, bemüht, amüsant, nett etc.pp. In schwarzen Phasen kann es dann bei schweren Krankheitsbildern zu solchen Episoden kommen wie von der TE beschrieben.
Es wurde geschrieben, warum nimmt man die Kinder nicht weg - Das ist nicht so einfach, weder rechtlich noch menschlich. Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, davon rede ich nicht, weil ich die Situation der Kinder in dieser Geschichte nicht kenne. Aber generell "einfach wegnehmen" ist auch bei psych. Kranken (ausser Extremfällen) weder möglich noch sollte man es aus einer Sichtweise heraus über das Knie brechen. Hier wird das leider oft "leichtfertig" in den Raum geschmissen. Wenn die Kinder es wünschen, dann sofort. Auch wenn die Kinder unsicher sind, aber die KM es ehrlich unterstützt - sofort.
Liebe TE, aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen: Ein Treffen kann aber muss nicht alles aber auch nichts verändern, im positiven sowie im negativen. Ich z.B. wurde/werde von der Ex-Frau (Borderline diagnostiziert, aber nicht (mehr) so schlimm ausufernd, wie du es beschreibst) meines Mannes nie persönlich angegriffen. Wenn wir uns sehen, gehen wir höflich miteinander um. Aber ich für mich habe entschieden, ich muss nicht in ihrer Welt sein. Es ist die Mutter der gemeinsamen Kinder mit meinem Mann und somit seine Ansprechpartnerin.
Sie MUSS dich nicht kennenlernen, sie will es - die Gründe dafür liegen ganz bei ihr, und du musst dem nicht entsprechen. Es sei denn, die Neugierde oder andere Beweggründe sprechen dafür. Schon gar nicht, wenn du persönlich so angegangen wirst. Abgrenzung ist SO wichtig, auch für deinen Mann.
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Thema: KM treffen, wie? schwierig
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11.01.2012, 15:43Inaktiver User
AW: KM treffen, wie? schwierig
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11.01.2012, 15:51
AW: KM treffen, wie? schwierig
Ich sprach nicht vom Sorgerecht entziehen sondern temporaer betreuen. Sich KUEMMERN. Haette sie eine koerperliche Krankheit muesste er das ja auch. Und wenn sie solche Ausfaelle hat kann es sein dass sie diese auch den Kindern gegenueber hat. Wie kann ein Vater da zusehen wenn seine Kinder seelisch missbraucht werden KOENNTEN? Er wusste es ja bei der Trennung schon dass sie schwer krank ist. Oder hat er geglaubt durch die Trennung tritt eine Spontanheilung statt?Es wurde geschrieben, warum nimmt man die Kinder nicht weg - Das ist nicht so einfach, weder rechtlich noch menschlich. Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, davon rede ich nicht, weil ich die Situation der Kinder in dieser Geschichte nicht kenne. Aber generell "einfach wegnehmen" ist auch bei psych. Kranken (ausser Extremfällen) weder möglich noch sollte man es aus einer Sichtweise heraus über das Knie brechen.
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11.01.2012, 15:56Inaktiver User
AW: KM treffen, wie? schwierig
Ich habe meinen Post nochmal erweitert und geschrieben, wenn die Kinder möchten bzw. wenn die Kinder unsicher sind, aber die KM diese Betreuung unterstützt, dann sofort.
Aber wenn die KM sich gegen die "Übernahme" der Kinder wehrt, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das für die Kinder auch traumatisch.
Die TE hat auch nicht geschrieben, daß die Kinder angegangen werden. Soweit ich mich erinnere, hat sie von dem Verhalten der Ex gegenüber dem Ex-Partner und ihr selbst gegenüber geschrieben. Dies sollte man nicht vermengen, finde ich.
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11.01.2012, 16:17Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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11.01.2012, 16:17
AW: KM treffen, wie? schwierig
Also ich würde die KM treffen wollen. Sie ist nunmal die Mutter und wird immer präsent sein, wegen der Kinder. Häufige Treffen wird es sowieso nicht geben, aufgrund der Entfernung. Aber ich würde schon gerne wissen, mit wem ich es - wenn auch nur sekundär - zu tun habe.
Eine Absage verbessert das Verhältnis auch nicht gerade....wenn die KM sich weiter so übergriffig verhält, muss sie sich ja nie wieder mit ihr treffen.Alle wollen alt werden, aber keiner will alt aussehen
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11.01.2012, 16:18
AW: KM treffen, wie? schwierig
Zu den Kindern:
der Sohn ist 17 und lebt weitestgehend seine eigens Leben. Er will in ein paar Monaten ausziehen (wenn er 18 ist) und eine Lehre machen. Also bleibt die Tochter (13).
Ich muss dazu sagen, dass die Diagnose bei der Trennung nicht bekannt war. Sie zeigte zwar typisches Borderline Verhalten, allerdings hatte die Sache keinen Namen. Da sich ihre Ausraster weitestgehend auf den Vater beschraenkten, ist er davon ausgegangen, dass sie trotzdem den Kindern eine gute Mutter ist/sein kann. Vater arbeitet Vollzeit, Mutter zwei halbe Tage die Woche, da war es klar, dass dei Mutter die Kinder nimmt.
Die Tochter moechte eigentlich bei der Mutter bleiben, was mehr mit dem Haus zu tun hat. Sie moechte nicht umziehen (Schule, Reitverein, Freunde etc). Seit neuestem will die Mutter umziehen (andere Stadt), es kann sein, dass die Karten dann neu verteilt werden. Wir wuerden die Tochter gerne zu uns nehmen, allerdings muss sie das auch wollen und wir moechten nicht den gerichtlichen Weg gehen, wenn es sich vermeiden laesst... Es waere wohl nicht im Sinne der Tochter, wenn sie vor Gericht gegen ihre Mutter aussagen muss.
Die Ausraster richten sich hauptsaechlich gegen den Vater und mich, allerdings merken das Kinder natuerlich auch... insbesondere wenn sie mal spontan nicht nach Hause kommt oder aehnliches...
Alles nicht so einfach. Das Jugendamt ist uebrigens eingeschaltet (wg Selbstmordversuch der Mutter), sieht aber keine gefaehrdung des Kindeswohls...
LG,
MF
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11.01.2012, 16:19
AW: KM treffen, wie? schwierig
Und was ist, wenn die Kinder gerne zum Vater wollen, aber die Mutter sich wehrt? Dann sollte doch der Wunsch der Kinder im Vordergrund stehen.Aber wenn die KM sich gegen die "Übernahme" der Kinder wehrt, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das für die Kinder auch traumatisch.
Aber diese Diskussion steht ja eh nicht zur Debatte, die Kinder wollen doch gar nicht zum Vater....Alle wollen alt werden, aber keiner will alt aussehen
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11.01.2012, 16:22
AW: KM treffen, wie? schwierig
Klar sollte man es nicht vermengen aber ich finde auch man ist mit der "Diagnose" Borderline doch recht schnell bei der Hand. Bisher benimmt sich fuer mich die Frau unmoeglich aber das kann auch daran liegen dass sie mit der Scheidung nicht klar kommt, die TE schrieb ja selbst sie hatte sich bis zuletzt Hoffnung gemacht. Auch das Entschuldigen hinterher bedeutet nichts, es tut ihr dann halt leid.
Nur wenn der Mann medizinisch begruendete Verdachtsmomente hat und sich sicher ist ( ich frag mich dann auch allerdings was es fuer ein Mensch ist der eine Kranke mal eben so abschiebt) sollte er sich gut fragen wie es seinen Kindern mit so einer Mutter geht. Er hat es wohl nicht ausgehalten ( was man durchaus nachvollziehen kann wenn man mit einem Psychisch Kranken zusammen wohnt) aber erwartet von seinen Kindern dass sie es aushalten?
Oder sie ist nicht Borderline sondern einfach nur scheidungsbedingt gewaltig durch den Wind.
Nur dann gelten andere Spielregeln im Umgang, dann ist da viel im Fluss und man sollte jetzt nicht noch unnoetig weiteres Porzellan zerschlagen.
Sehe gerade andere Posts haben einige Fragen geklaert was die Kinder angeht, aber die "Selbstdiagnose" des Vaters steht noch immer im Raum.
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11.01.2012, 16:24Inaktiver User
AW: KM treffen, wie? schwierig
Wie ich in dem davorigen Post schrieb - wenn die Kinder den Wunsch äussern, beim Vater leben zu wollen, dann sollte dies in meinen Augen auch gegen den Willen der Mutter durchgesetzt werden. So schrieb ich es auch - ... sofort. Die Kinder können vor Gericht/Jugendamt ab einem bestimmten Alter für sich und ihren Wunsch einstehen. Das sie trotzdem psychologisch in dieser Situation betreut werden müssen, steht für mich ausser Frage. Aber wenn die Kinder und die Mutter nicht wollen, dann ist es ein ganz heisser Ritt sowas über das Knie zu brechen.
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11.01.2012, 16:29Inaktiver User
AW: KM treffen, wie? schwierig
@Farinelli: Ich empfehle das Lesen von Literatur, in denen Angehörige von psychischkranken Menschen über ihre Erfahrungen (ja, auch IHR Leid) berichten. Es ist einfach mal seicht drüberzubügeln a la "wie kann jemand nur so böse gestrickt sein, seinen kranken Partner zu verlassen" (nicht böse gemeint, ok?) Welcher Leidensdruck da auf wem mehr lastet, möchte ich nicht beurteilen oder mir anmaßen zu urteilen, wer was und wie zu ertragen hat.



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