Hallo ihr Lieben,
also es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass ich ein Problem damit habe, meine Kinder und meine Verbindlichkeiten ihnen gegenüber und meine Liebe zu meinem Mann (Freund) unter einen Hut zu bringen.
Einerseits liebe ich meine Kinder, sie sind jugendlich und haben dadurch natürlich mal das eine oder andere problematische Verhalten, sind flapsig, nicht so reinlich, wie ich es ihnen eigentlich beigebracht habe, die Essmanieren lassen zuweilen etwas zu wünschen zu übrig. Alles soweit ganz normal. Es sind tolle Kinder, die sich im letzten halben Jahr sehr gut weiter entwickelt haben, auch durch die Anregungen meines Freundes. In der Schule haben beide nun sehr gut Fuß gefasst und sie tauen zunehmend auf, sind wieder fröhlich gut aufgelegt und nehmen die Tage, wie sie kommen.
Ich möchte für sie da sein, bei ihnen sein, ihnen meine Liebe zeigen, einfach ihre Mama sein. Sie werden zunehmend flügge, das ist auch gut und richtig so. Und die letzten paar Jahre ihrer Jugendzeit möchte ich eben noch wirklich ihre Mama sein. Es sind Wunschkinder und ich habe die beiden sehr sehr lieb. wir wohnen gemeinsam in einer Wohnung.
Andererseits liebe ich meinen Freund. Er hat sich in drei Gehminuten Entfernung eine kleine wunderschöne Wohnung genommen, die wir auch gemeinsam hergerichtet haben. Klar verbringt er dort viel Zeit, er wohnt ja dort. Und ich empfinde dieses Modell grundsätzlich für gut.
Das Problem habe ich nicht im Kopf sondern im Herzen. Mein Freund möchte mich sehr gerne oft bei sich über Nacht haben. Ich möchte das ja auch, genieße die Zweisamkeit ohne Fernseher oder Videospielgedudel etc... Ich bin sehr gerne mit ihm zusammen und genieße auch die Ruhe bei ihm.
Und dann setzt mein schlechtes Gewissen ein. Ich beginne an meine Kinder zu denken und sage mir, dass ich eine schlechte Mutter sei, weil ich sie grade alleine lasse und es mir gut gehen lasse. Den Buben geht es aber gut, auch ohne mich. -sie haben zu essen, sind groß genug auch mal selber was zu kochen, genießen ihre Zeit, machen ihre Hausübungen und Lernaufgaben für die Schule. Ich bin stolz auf sie. Ich weiss also, dass es ihnen gut geht auch wenn ich nicht da bin. Bleibe ich über Nacht weg, ist auch das kein Problem. Sie stehen brav in der früh auf, bereiten sich selbstständig ein Frühstück und gehen in die Schule. Warum bin ich dann nicht froh und glücklich?
Ich habe einfach ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht bei dauernd bei ihnen bin und für sie sorge, obwohl ich im Kopf genau weiss, dass sie gut zurecht kommen.
Manchmal fühle ich mich innerlich so zerrissen zwischen meinem Bestreben bei meinem freund zu sein und gleichzeitig bei meinen Kinder, dass ich ich glaube, mich zerreisst es innerlich. Langsam belastet dies auch meine Beziehung.
Ich gehöre nun wirklich nicht zu der Mütterfraktion, die die Meinung vertritt "alles für die Kinder" "Mutterdasein bis zur Selbstaufgabe", etc....
Was ist mit mir los? Ich bin in einem Gedankenkarussel gefangen.
Erbitte Ratschläge, Meinungen, Anregungen, Kopfwäschen, was auch immer...........
Danke und lg, Igraine
P.S.: Ergänzend dazu, die Kinder haben nur mehr mich. Mein Vater lebt zwar noch , ist aber doch schon sehr alt und nicht mehr ganz gesund. Die exschwiegereltern kümmern sich nicht, haben sich vor "böser Exschwiegertochter" völlig zurückgezogen und auch bei den Enkelkindern melden sie sich nicht mal mehr zu Weihnachten. Mein Exmann und Vater der Kinder ist ebenfalls unerreichbar falls mal ein Notfall sein sollte. Habe das ausprobiert. Die Besuchszeiten hält er nicht mehr ein. Also kein Verlass. Es gibt keine Gesprächsbasis nicht mal auf reiner Elternebene, gar nichts.
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Ergebnis 1 bis 10 von 79
Thema: Kinder versus Mann
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08.10.2011, 14:55Inaktiver User
Kinder versus Mann
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08.10.2011, 15:15Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
Dazu ergänzen möchte ich, dass mein Freund und die B
uben gut miteinander auskommen. Er mag sie und die Buben schätzen ihn auch, fragen ihn sogar in manchen Dingen bereits um Rat und Unterstützung.
Aber es sind eben nicht seine oder unsere Kinder sondern meine, die ich mit meinem Exmann habe. Und ich verstehe auch, das er dem Konflikpotential, das diese Situatation nun mal auch beinhalten kann, ausweichen möchte. Ein ruhiges Leben haben möchte, zur Ruhe kommen. Auch bei ihm war einiges los in der Vergangenheit.
Also das Problem habe ich, wie soll ich mit meiner inneren Zerissenheit umgehen?
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08.10.2011, 15:18Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
Wie alt sind die Kinder? Wäre es möglicherweise an der Zeit, dass Du Dich von Ihnen abnabelst?
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08.10.2011, 15:19Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
wie sehen es die beiden? fühlen sie sich vernachlässigt? oder eher freier?
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08.10.2011, 15:23Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
Die Kinder sind 15 und fast 17 Jahre alt.
Sie fühlen sich freier, glaube ich. Es gibt nie Gemaule, wenn ich weggehe oder sage, Kiddies ich komme erst morgen wieder.
Die Kinder haben mich sehr lieb, da bin ich mir ganz sicher, aber sie mögen es auch gerne freier, haben dann die Wohnung für sich allein und können tun und lassen, was sie wollen, auch mal lauter Musik hören oder so........
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08.10.2011, 15:24Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
was sagen die nachbarn? haben die ein problem mit der lautstärke?
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08.10.2011, 15:42Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
Bisher zumindest habe ich keine Klagen der Nachbarn vernommen
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08.10.2011, 15:55Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
also: du bist der einzige mensch, der/die damit flohsausen hat?
wenn die jungs nichts vermissen, nicht das gefühl haben, dass ihnen etwas abgeht, sie in deiner abwesenheit keinen blödsinn machen- ich sehe da kein problem wenn heranwachsende auch verantwortung für sich selbst übernehmen.
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08.10.2011, 16:41Inaktiver User
AW: Kinder versus Mann
Ich glaube, mir ginge es ähnlich wie dir. Gibt es denn keinen Kompromiss? Sprich: Was wäre so schlimm daran, wenn du anstatt komplett über Nacht zu bleiben eben spät Abends zurück nach Hause gehst? So eben, als würdest du ausgehen mit Freunden?
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08.10.2011, 17:31Inaktiver User


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