Ehrlich gesagt, glaube ich schon.
Wenn du den negativ besetzten Touch dieser Formulierung mal weg lässt, wirst du merken, dass sogar sehr viele märchengeschädigt sind.
Träumen wir nicht alle irgendwie von endloser Liebe, blindem Verstehen, vom Ritter in schimmernder Rüstung oder vom Burgfräulein, dass den Ritter immer mit glänzenden Augen nach dem Kampf willkommen heißt?
Am Anfang ist, sich solche (kindlichen) Gefühle einzugestehen, denn das Kind wohnt in jedem von uns. Dann erst kommt das Lernen, damit umzugehen.
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Thema: ich bin am ende
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06.10.2011, 14:13
AW: ich bin am ende
Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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06.10.2011, 14:33
AW: ich bin am ende
Aber schau:
Das was du dir vornimmst für ihn, ist doch schon echt toll. Natürlich magst du das Kind auf deine Weise, sonst würdest du dir doch gar nicht so viele Gedanken um es machen!!!!
Es entspricht nur nicht deinem eigenen Anspruch, wie du gern für es fühlen würdest. Aber das, was du schreibst und welche Gedanken du dir um ihn machst, sind mehr als genug für ein fremdes Kind, den einem das Schicksal aufs Auge gedrückt hat.
Du scheinst sehr liebesfähig zu sein und weißt, was noch so "drinsitzen" könnte für ihn bei dir. Verabschiede dich doch davon, was du fühlen könntest und sieh hin, was du ihm bisher geboten hast.
Er kann kommen, seinen Vater und sein Geschwisterchen sehen, ihr macht was gemeinsam (wobei du die drei durchaus auch mal alleine losziehen lassen kannst, wenn du keine Lust auf den Jungen hast).
Wenn ich mich immer um jemanden so bemühen würde, hätte ich auch irgendwann keine Lust, wenn der käme.
Man überfordert sich ständig nur selbst und fängt dann an, das Kind dafür verantwortlich zu machen.
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06.10.2011, 14:44
AW: ich bin am ende
du schreibst das du es bei Kollegen die du nicht so magst hinbekommst einen normalen Umgang zu pflegen ( ich nehm an du meinst damit ellis mitteleuropäische Umgangsformen) aber bei dem Kind ists dir zu wenig weil es blutsverwandt ist mit deinem Mann.
Wäre es auch so wenns statt dem Kind die Schwiegermutter wäre? oder seine Schwester?
als bei mir am Wochenende diese Abneigung aufkam fühlte ich mich an meine Katze erinnert, die sträubt jedes mal das Fell wenn sie den Staubsauger sieht und macht einen riesen Bogen drum. ich glaub nicht das sich die Katze jehmals gefragt hab warum sie den Staubsgauer nicht mag. es ist einfach so und so umgeht ihn so gut wie möglich.There's no life before coffee
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06.10.2011, 15:02
AW: ich bin am ende
Ich kenne das Problem wirklich nur von vor einigen Jahren und auch nur sehr "peripher"...
Was mir beim Lesen so in den Sinn kam mal zu fragen ist, wie verstehen sich denn beide Kinder untereinander?
Und auch die Idee, die 3 mal etwas ohne dich zusammen machen zu lassen, finde ich gut. Wie wäre es denn, wenn DU mal was mit seinem Sohn alleine zusammen machst?
Einfach mal etwas "Kleines", was er mag, womit du "leben" kannst und mal schauen, wie es zwischen euch ist, ohne daß immer "dein" Kind dabei ist?
Und vielleicht noch eine ketzerische Frage
findest du den Sohn evtl. "häßlich"? Nicht böse sein, aber eine entfernte Bekannte hatte mal dieses Problem.
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06.10.2011, 15:11Inaktiver User
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06.10.2011, 15:20
AW: ich bin am ende
Puh!
Dieser Thread wächst ja schneller, als man folgen kann!
Dann schreibe ich lieber jetzt gleich schon mal zu einem Punkt ...
Vielleicht ist der Junge ja noch nicht so pädagogisch erfahren wie Du und muss nur ein wenig angeleitet werden, wie man - statt maßzuregeln - den Kleinen sanfter anfasst?
Wenn ich das miterleben würde (so als Beobachter), würde ich dem Jungen nur unterstellen, dass er positive Motive hat, nämlich seinem kleinen Geschwisterchen das weiterzureichen, was er selber schon gelernt hat, bzw. mit all den "Anweisungen" versucht, hilfreich zu sein.
Jedenfalls war es zu meiner Kindheit so, dass die älteren Geschwister den Jüngeren "halfen", wenn sie (und so gut sie) konnten - nach bestem Wissen (und wenn sie es "falsch" machten, bekamen sie eben Anleitungen - aber NICHT von OBEN herab, sondern von einem "Erzieher" zum anderen, also auf Augenhoehe [zwischen Dir und dem Jungen] - wie man es doch viel besser machen kann).The very purpose of creation and of evolution is expansion of happiness
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06.10.2011, 15:28
AW: ich bin am ende
Indem Du Deine Haltung ihm gegenüber änderst und ihn als - wenn auch unreifes, aber dennoch denkendes - kleines Wesen betrachtest und behandelst, seine Schwächen akzeptierst und beginnst, ihn ernst zu nehmen, also mit ihm wie mit einem (potentiellen kleinen) Freund zu reden?
Er ist KEINE Bedrohung für Dich - nur ein (für Deine Ansprüche) ungeformtes Kind das noch viel Hilfe brauchen kann.The very purpose of creation and of evolution is expansion of happiness
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06.10.2011, 15:32
AW: ich bin am ende
Wenn du dein EIGENTLICHES Thema angehst, könnte es sogar sein, dass du feststellst, ihn doch zu mögen.
Muss nicht sein, kann aber.Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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06.10.2011, 15:33
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06.10.2011, 15:42
AW: ich bin am ende
wie soll das gehen wenn man Ablehnung verspürt?also mit ihm wie mit einem (potentiellen kleinen) Freund zu reden?
es sollte kein erste und zweite stelle geben, ist das Besuchskind da wirds in den normalen Alltag eingegliedert und fertig. wird besonderes aufheben um inh gemacht, z.b. besondere Ausflüge, extra lang aufbleiben etc... wirkt sich das negativ auf das Kind aus das immer da ist, es fühlt sich weniger wert weil wegen ihn nicht so ein Bohei gemacht wirdIch sehe es nicht so, dass ein Kind, das nur jedes zweite Wochenende zu Besuch kommt, die Hauptperson ist. Die neue Familie ist am wichtigsten, DANACH kommt das Besuchskind. Sonst funktioniert das Ganze nicht.There's no life before coffee



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